Die Macht der Muster: Warum wir tun, was wir nicht wollen | Zu Gast: Manuel Dierlinger

Shownotes

Warum tun wir eigentlich oft Dinge, die wir gar nicht wollen – und wie kommen wir aus dieser Schleife wieder heraus? In dieser Ausgabe ist Gewohnheitsexperte und Autor Manuel Dierlinger („Die Macht der Muster“) im Gespräch. Er erklärt mit viel Humor und praktischen Beispielen, warum unser Gehirn so gerne auf Autopilot schaltet, wie unbewusste Gewohnheiten wie Stress-Essen oder Aufschieberitis entstehen und warum innere Figuren wie der Roboter „Ronny“ oder der gemütliche „Pepe“ dabei helfen, das eigene Verhalten besser zu verstehen. Vor allem zeigt er, warum radikale Veränderungen meist scheitern und wie man stattdessen mit cleveren Mini-Schritten und der 2-Minuten-Regel nachhaltig neue Routinen etabliert.

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00:00:01: Mein heutiger Gesprächspartner ist männlich.

00:00:04: Name?

00:00:05: Manuel Dierlinger

00:00:07: Alter.

00:00:08: Einen Vierzig

00:00:10: Geburtstort

00:00:11: Wolfsburg

00:00:13: Beruf.

00:00:14: Ich bin Gewohnheitsexperte.

00:00:17: Gewohnheitsexperte Hast du Hobbys und wenn ja welche?

00:00:22: ich habe Hobbies und die lauten Kaffee.

00:00:27: Okay Das ist ein ganz wichtiges Hobby vor allen Dingen, ganz früher morgen.

00:00:31: Genau!

00:00:32: Hast du sowas wie Lebensmotto?

00:00:35: Lebensmotor habe ich ja.

00:00:38: Hol dich immer dort ab wo du gerade stehst und nicht wo du stehen solltest.

00:00:42: Die Menschen die mit dir zu tun haben was meinst Du sagen die über Dich?

00:00:46: Was macht Dich aus?

00:00:47: woran erkenne ich Dich?

00:00:50: Ja Ich bin ein liebenswerter Kaot hör' ich von den lieben Menschen in meinem unmittelbaren Umfeld der aber jederzeit bereit ist, den Menschen zu helfen und auch dazu im Stande ist dem Menschen zuhelfen.

00:01:02: Sind jetzt erst mal zwei tolle Eigenschaften?

00:01:04: denn ich sage gerade in chaotischen System stecken ja die größten Potenziale drin?

00:01:10: Ja!

00:01:11: Ich habe dafür auch seit kurzem ein Etikett, ich weiß mittlerweile dass ich ADHS habe das eine der Ursachen dafür, dass ich die erste Hälfte meines Erwerbslebens nicht so Gut auf die Kette gekriegt habe, ich bezeichne es gerne als verlorene Dekade.

00:01:30: Heute weiß ich ADHS ist oft schlechte Gewohnheiten auf Steroide und ja, das soll ich sagen also mani Bilanz.

00:01:38: Ich hab zwei Studiengänge nicht beendet.

00:01:41: Ich war über zehn Jahre selbstständig bevor ich damit auch Geld verdient habe.

00:01:46: Ich habe alle Ressourcen gehabt.

00:01:48: Ich hatte die Freunde Die guten Geschäftspartner ich hatte das Wissen, ich hatte den Leidensdruck also leeres Konto.

00:01:57: Und auch die Kunden und hab nicht das gemacht was ich eigentlich machen wollte.

00:02:02: Und habe mich irgendwann gefragt, verdammte Hacke, warum liegt das eigentlich?

00:02:06: Also warum machst du nicht das was du eigentlich machen möchtest.

00:02:12: Und dem du eigentlich weißt es ist gut für dich wäre.

00:02:16: lange Suche begeben nach dem heiligen Graal der Persönlichkeitsentwicklung.

00:02:22: Ich will jetzt nicht sagen, dass ich den Code so komplett geknackt habe.

00:02:24: Ich bin auch nur ein Mensch aber ich hab über die Jahre dann doch exponentielle Ergebnisse für mich dann einfahren können.

00:02:30: und ja heute darf ich über diese Zeit auch sprechen.

00:02:34: Sehr schön!

00:02:34: Du bist sehr schnell gesprungen.

00:02:37: Ich möchte noch mal ein ganzes Stück zurückgehen.

00:02:42: Erzählen wir uns was über

00:02:43: Wolfsburg?

00:02:46: Die erste Hälfte meines Lebens, das habe ich in dieser Stadt verbracht ist die Semiprovinz.

00:02:53: Es gibt ja Menschen, die trinken gerne liebliche Wein und trinken trockenen Wein.

00:02:59: manche trinken halbtrocknen Wein.

00:03:01: Wolfsburg ist so semi-Sekko.

00:03:02: es ist kein richtiges Dorf aber auch keine richtige Großstadt.

00:03:06: Und ich glaube es ist allen klar oder den meisten klar für welche Art von Firma man arbeitet wenn man in wolfsburg wohnt Volkswagen und der Automobilsektor.

00:03:16: Und dafür war ich immer zu individualistisch, ja?

00:03:19: Ich habe mich gefragt okay also muss ich jetzt für diesen Konzern arbeiten?

00:03:23: Also warum nicht für BMW?

00:03:25: nur weil ich nicht zufällig da geboren bin und dann hab' ich mich für die große weite Welt entschieden und bin hinausgezogen bis nach Buchung gekommen.

00:03:33: oder wohne ich jetzt seit zwanzig Jahren?

00:03:36: Okay, ich hab mal ein Auto abgeholt bei den großen Konzernen.

00:03:40: Das ist aber ganz lange her.

00:03:41: Das war, ich weiß nicht, Anfang der neunziger Jahre glaube ich und ich war ein bisschen entsetzt in dieser Dimension das die Stadt Wolfsburg ja ohne dass nichts ist?

00:03:52: Ja, also mit dem VW-Werk kann man Monaco überdachen.

00:03:56: Es ist wirklich so!

00:03:57: Und wenn du heute nach Wolfsbruck kommst dann kommst du erstmal ins Teeletabiland.

00:04:03: Wunderwelt, wo du dein Auto abholen kannst wird ein Riesenhappening draus gemacht.

00:04:07: Aber es ist ehrlicherweise auch ein Großteil der Stadt.

00:04:11: Also das gab's noch nicht dass Autoland oder wie das heißt damals noch Nicht autostadt ja autostatt sehr langweilig gewesen wie die damals Die übergabe gemacht haben also fast fast lustlos irgendwie hier nimm.

00:04:23: und Was ich mir gemerkt habe ist Es waren genau zwei liter getankt

00:04:28: Schön bis zur tankstelle

00:04:29: Genau.

00:04:30: also das ist Wo ich da einfach denke uah das is Weiß ich gar nicht, beim Preis eines Autos ist das entscheidend.

00:04:36: Heute vielleicht damals noch nicht!

00:04:39: Ja also wenn es jetzt in den siebzigern gewesen wäre zur Ölpreis oder zur Ölkrise ja dann...

00:04:45: So alt bin ich nicht.

00:04:48: Also da durfte ich noch nicht fahren.

00:04:50: Er beschäftigt sich mit den täglichen Mustern die uns im tägliche Leben treiben stören manchmal hilfreich sind.

00:04:57: über das und vieles mehr spreche ich mit Manuel Dirlinger.

00:05:01: Manuel Dierlinger beschäftigt sich mit Mustern, die Dinge, die unser tägliches Tun und Handeln extrem beeinflussen.

00:05:09: Er ist mein

00:05:09: Gesprächspartner.".

00:05:11: Das heißt aber Wolfsburg war Ort der Jugend- und Kindheit?

00:05:14: Genau!

00:05:15: Ja auch da habe ich auch an sich manche Muster, manche Programme, die ich im Laufe der Jahre dann perfektioniert hatte ja auch schon abgezeichnet.

00:05:24: Ich glaube ich hab in meiner ganzen Gymnasialzeit nicht einmal Hausaufgaben gemacht Hab dann aber immer durchs Mündliche das wieder rausgerissen.

00:05:34: War dann immer so der Klassenklauen oder Lehrerliebling und konnte dann übers Rhetorische, übers Mündliche mein Abi doch noch irgendwie schaffen?

00:05:43: Aber es lag nicht an meinen guten Gewohnheiten!

00:05:44: Das kann ich schon mal verraten.

00:05:46: ja...

00:05:47: Du fängst schon an mir hier eine Frage zu beantworten die ich jede Woche stelle.

00:05:51: Warst du ein guter Schüler?

00:05:52: Ja also ich war einiger was beliebt.

00:05:56: Ich war auch bemerkenswert auf alle Fälle.

00:05:59: Guter Schüler Also, ich war nicht besonders pflichtbewusst.

00:06:05: Naja wir können ja den Bogen spielen.

00:06:06: also ich sitze heute auch oft in.

00:06:08: du hast hier schon adhs erwähnt und Ich denke dass viel mehr betroffen sind als wir uns bewusst sind.

00:06:14: ich denke manchmal Meetings ich selbst sehe Dinge an mir wo ich einfach sage ist auch nicht normal Und In der Schule ist es natürlich hinterlich wenn man aus dem System so ein bisschen abweicht oder Lustige Bemerkungen machen kann an der richtigen Stelle.

00:06:30: Das ist halt oft nicht hilfreich.

00:06:32: Ja, absolut!

00:06:33: Es liegt aber auch ehrlicherweise ja nicht unbedingt nur am Individuum sondern auch am System.

00:06:39: also das Schulsystem Frontup ist ja über hundert Jahre alt und war ja auch mehr dazu gedacht gleichförmige gute Staatsdiener zu produzieren die halt Befehle ausführen.

00:06:51: Das ist jetzt nicht unbedingt mehr die Lebenswirklichkeit, wie wir sie heute haben und sind auch nicht mehr die Anforderungen, die man heute an Menschen stellt.

00:06:58: Es geht ja mehr darum, dass man sich heute selber einen Kopf macht, Lösungen findet und sich in dieser immer schneller drehenden Welt halt auch Bestand haben kann.

00:07:09: Und deswegen sind so die Menschen mit so ein bisschen Neurodivergenten denken was wir so mit uns rum schleppen ADHS ganz gut aufgehoben.

00:07:19: Du meinst das ist eine Auszeichnung, wenn man in dem System aneckt?

00:07:23: Ja es wird auf alle Fälle einige Türen schließen.

00:07:27: Aber andere Tünen öffnen sich.

00:07:29: Man muss sie zumindest entdecken aber dafür sind wir kreativ genug.

00:07:32: Jetzt habe ich auch gehört bei dir sehr gut ausgegangen.

00:07:34: also ich musste vorher irgendwann aufhören aber du hast ja zum Abitur geschafft.

00:07:38: Ja ich hab's dazu geschafft genau!

00:07:40: Ich habe mich dahin gelabert.

00:07:43: Also und... Ja wer weiß woher es gut ist bin ich jetzt angepasst wäre, immer meine Hausaufgaben gemacht hätte die Rückwirkung betrachten wirklich nicht.

00:07:54: Also das hätte man auch schaffen können ehrlicherweise und hätte trotzdem noch ein schönes Leben gehabt.

00:07:59: Wer weiß dann hätt ich vielleicht mit einem guten Abi sehr guten Abi auch Medizin studiert oder Jura und würde heute ganz andere Dinge machen?

00:08:07: Vielleicht ein viel langweiligeres Leben führen und nicht über die anfänglichen Trümmer meiner Schaffenszeit auf Bühnen sprechen oder Bücher schreiben.

00:08:19: Ich denke aber, du hattest besseres zu tun zu dieser Zeit?

00:08:23: Ich hatte besseres zu tun und ich hatte auf alle Fälle ein gutes Leben ja.

00:08:26: Habe ich immer noch!

00:08:27: Gleich geht es weiter im Gespräch mit Manuel Dirlinger.

00:08:30: Die täglichen Muster die unser Handeln steuern oder vielleicht auch mal unbewusst steuert das ist Thema hier im Gesprich.

00:08:38: Mit Michael Dirlingher kommen wir später dazu Hast Du gewusst am Ende der Schulzeit wo das hingehen soll was was Du machen möchtest.

00:08:46: Also, ich wusste viel was ich nicht will.

00:08:48: Ich wusste dass sich halt eben nicht einfach nur so einen nine to five Zahnrätchenjob erfüllen will um damit Geld zu verdienen.

00:08:56: Es war für mich immer sehr wichtig das ich ein Fußabdruck hinterlasse und Ja, ich schwankte dann so zwischen...ich mache auch etwas extrem Sinnhaftes habe es aber zu dem Zeitpunkt nicht gefunden.

00:09:09: Und wenn ich sie sinnhaft finde, dann gehe ja irgendwie in die Kultur.

00:09:14: Sieben Jahre in der Theater AG habt ihr auch die Hauptrolle gehabt und hab' auch die Rede, die Schülerrede bei der Abi-Verleihung gehalten.

00:09:21: Also das war schon klar okay entweder du machst sowas völlig kreatives oder irgendwie machst was Sinnvolles.

00:09:27: ich habe dann nach dem Studium erst mal erquatscht als ich zum Studien nach Bochum gezogen bin für Theaterwissenschaft ja übrigens Weil ich für Schauspielvorsprechen viel zu undiszipliniert war.

00:09:41: Also, ich habe mich für ein paar Vorsprechen angemeldet aber da muss man sich ja vorbereiten oder das hab' ich dann einfach verbockt.

00:09:47: Und dann bin ich fürs Studium der Theaterwissenschaften nach Bochum gezogen Ja... Und bin dann erstmal in eine Totalbusiness-Ecke abgedriftet Für die nächsten zwanzig Jahre.

00:10:01: Ich hab' nämlich festgestellt dass man im Gelderlagebereich sehr wohl sehr sinnhaft tätig sein kann, indem man anderen Menschen dabei hilft selber einfach ein bisschen finanziell freier zu werden.

00:10:14: Das war dann so der Teil ab in diesem kreativen Aspekt erstmal völlig aus den Augen verloren aber im Laufe der Zeit nachdem ich dann mich selber mehr und mehr den Griff gekriegt habe auch unbewusst ganz viele andere Menschen einfach geholfen.

00:10:29: Ich hab unentgeltlich im persönlichen Gespräch Kollegen, Geschäftspartnern geholfen.

00:10:35: Ich habe Workshops gehalten zum Thema Glaubenssätze und zu all den ganzen Programmen die uns halt so ja unbewusst steuern in unserem Kopf.

00:10:45: Und irgendwann kam dann das Gefühl wieder auf dieser Drang mal dieses bilaterale eins-zu-eins immer nur im Kundengespräch zu sitzen auch mal hinter sich zu lassen und wieder auf die Bühne zu gehen.

00:10:58: Deswegen war dieses Thema der Gewohnheiten und der Programme Programme, die uns automatisch handeln lassen einfach so naheliegend das als Thema zu nehmen.

00:11:09: Hab's da einen bestimmten Impuls?

00:11:10: Ich sag mal wenn man in einem Job ist der gut funktioniert und man verdient vielleicht auch gut dann gibt es ja oft die Bequemlichkeit zu sagen mach ich halt weiter ne!

00:11:20: Ja also ist auch immer die Frage Virus-der-Leidensdruck.

00:11:25: Also ich bin froh dass ich nicht irgendwie im Job unterwegs war ausreichend satt gemacht hätte, wo der Leinstruck zu niedrig gewesen wäre um mein Leben dann tatsächlich dann auch richtig in den Griff zu haben.

00:11:42: Also Gewohnheiten schlechte Gewohnheit negative Aspekte sind ja nur dann für uns ein wirkliches Problem wenn sie uns in einer Zielerreichung schaden also wenn ich abnehmen möchte und aber jeden Abend zur Chips Tüte greife oder unbedingt nur Getränke trinken kann, die irgendwie Geschmack haben oder jedes Wochenende auf alle Fälle Alkohol trinken muss.

00:12:07: Dann ist das ein Punkt okay?

00:12:09: Dann kann ich mich mit den Gewohnheiten auseinandersetzen weil sie mir dann offensichtlich nicht gut tun.

00:12:15: Wenn es aber etwas ist was mich eigentlich nicht stört, dann brauchen wir uns mit diesen Themen gar nichts zu beschäftigen.

00:12:20: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Michael Dierlinger.

00:12:24: Manuel Dirlinger beschäftigt sich mit der Macht, der Muster.

00:12:28: Also diese Dinge die uns täglich dazu bewegen etwas zu tun was wir vielleicht gar nicht wollen.

00:12:34: und ja wie finden wir denn überhaupt heraus welche Muster in uns arbeiten?

00:12:40: Und ja wie gehen wir dann dran?

00:12:42: also es gibt ja viele Menschen die würden gerne raus aus ihrer Situation und vielleicht ihr Leben nochmal so komplett umkrempeln.

00:12:51: vielleicht kann man sich dann Babystep-weise, also mit kleinen Schritten daraus bewegen.

00:12:59: und wie das bei diesen kleinen Schritte aussieht.

00:13:02: Das habe ich auch... Darüber hab' ich auch mal im Buch geschrieben!

00:13:05: Also das... Ich glaube wenn wir mal so anfangen jeder von uns findet wahrscheinlich Dinge die er jeden Tag tut, die er tatsächlich gar nicht tun möchte aber sie sind anscheinbar nicht so gewichtig dass man es halt trotzdem weiter macht.

00:13:18: ne?

00:13:19: Ganz genau Ja, oder nicht schmerzhaft genug.

00:13:22: Aber es gibt auch Gewohnheiten die sind schmerzaft genug.

00:13:25: Wir ändern sie trotzdem nicht.

00:13:26: das ist ja noch viel perfider.

00:13:29: also Es zerbrechen ja auch Beziehungen daran dass Menschen ihre Impulsivität Im Gespräch Nicht nur Kontrolle bekommen Dass man einfach nicht aus seiner Haut kann.

00:13:42: und um das besser zu verstehen was da eigentlich hinter steckt dürfen wir uns nochmal vergegenwärtigen des alles was wir machen.

00:13:51: Ja?

00:13:52: Wir irgendwann mal lernen mussten, alles was wir heute können und alles das wir heute tun, mussten wir irgendwann mal lern!

00:13:57: Ja klar es gibt so eine kleine Handvoll an Reflexen.

00:14:00: die haben wir da nicht gelernt, die sind dann schon irgendwie ganz früh entstanden.

00:14:05: aber alles was wie wir heute tun, atmen reden uns in die Augen gucken usw.

00:14:13: auch Gedanken haben wir irgendwann einmal erlernt.

00:14:16: Und damit wir nicht wahnsinnig werden und uns überhaupt weiterentwickeln konnten, um andere Dinge lernen zu können, mussten die natürlich automatisiert werden.

00:14:24: Sie mussten als Programme in unserem Kopf abgelegt werden.

00:14:29: Die Programme funktionieren, die werden dann dauerhaft gespeichert.

00:14:35: Auch schlechte Gewohnheiten sind Programme, die funktionieren.

00:14:39: Sonst wären sie nicht gespeichert.

00:14:42: Wenn wir uns jetzt eine schlechte Bewohnheit rausgreifen ... Was willst du da so in die Mitte werfen?

00:14:48: Was ist sowas, wo du sagst was jetzt irgendwie typisch wäre oder was du mal gerne loswerden würdest.

00:14:53: Da können wir richtig Deep Talk machen heute hier.

00:14:56: Ich muss mich gerade überlegen ob ich so eine richtig schlechte Gewohnheit habe, die mich dann auch stört und hat behindert.

00:15:02: Also ich bin ein Stressesser das ist vielleicht die Geschichte.

00:15:05: aber da es nur temporär vorkommt und dann wieder gut ist hab' ich auch jetzt kein Leidensdruck.

00:15:11: Ja was ist ja ein schönes Thema.

00:15:12: Stressesser Das kann man ja sehr gut heranziehen.

00:15:15: also Wenn wir erstmal erkennen, wie wir handeln.

00:15:21: Das ist ja schon mal ein Großteil der Miete.

00:15:23: Ja dann können wir nämlich wenn wir das bemerken Dann können wir ja auch überhaupt erst Maßnahmen ergreifen.

00:15:30: Da können wir uns überlegen wollen wir das ändern?

00:15:32: Wenn ja wie?

00:15:33: Wir können da und belesen.

00:15:36: Wir können es mit Leuten unterhalten Bücher lesen wir auch immer.

00:15:38: so Um das noch besser zu verstehen, ergibt es Sinn diese Gewohnheit so ein Programm einfach mal zu zerlegen in seine Bestandteile.

00:15:48: Und wenn wir jetzt dieses Thema Stressessen nehmen, dann gibt es da einen Immer-Wenn-Einstaatssignal.

00:15:55: Also immer wenn ein Stresssignall in mir aufkommt... Es gibt da einen gewissen Kontext.

00:16:02: Komma und Essen in der Nähe ist?

00:16:07: Wie wisst ihr wahrscheinlich nicht, wenn du gerade im Büro sitzt und das ist nichts da?

00:16:12: Dann im Stress eben kurz nach Hause fahren oder irgendwie viertel Stunde in den nächsten Supermarkt fahren.

00:16:17: Dann dir einen Einkaufswagen vollmachen mit Schokolade und Chips und dann wieder ins Büro fahren uns dann essen weil du gerade Stress hast.

00:16:23: Sondern es braucht ja eine gewisse Kontext, eine Verfügbarkeit.

00:16:27: Immer wenn ich Stress habe und Snacks greifbar habe, dann verspüre ich den Drang mich zu entspannen.

00:16:36: Das heißt, es gibt ein Bedürfnis das ausgelöst wird aufgrund dieses Stresses.

00:16:41: Ein Gefühl und dieses Gefühl möchte irgendwie behandelt werden, das Bedürftnis möchte irgendwie befriedigt werden und dann greift unser Gehirn auf bewährte Methoden zurück.

00:16:53: ganz automatisch okay?

00:16:54: Bedürften ist erkannt!

00:16:56: Ich kriege halt keine Luft oder ich habe gerade zu wenig Sauerstoff im Körper.

00:16:59: aber wir sollten vielleicht mal einen atmen.

00:17:01: ja oder ich hab Stress und deswegen möchte ich jetzt mich entspannen.

00:17:06: Und wie entspann ich mich, wenn die bewährte Methode ist.

00:17:08: Ich greife dann zur Tüte Chips oder Schokolade oder was auch immer, was du dann halt isst?

00:17:15: Einfach Kohlenhydrate fett.

00:17:18: Was passiert dann, wenn du das getan hast?

00:17:20: Dann wird da ja wieder ein Gefühl ausgelöst!

00:17:23: Du bist belohnt also du hast eine Entspannung erreicht.

00:17:28: Du hast Dopamin ausgeschüttet es geht dir besser als vorher und dann merkt das Gehirn okay krass gute, gute Gewohnheit oder nicht?

00:17:36: gutes Programm und das daraus mal eine Gewohnkeit.

00:17:39: Das Programm lassen wir weiter so laufen.

00:17:41: Das hat so offensichtlich funktioniert.

00:17:43: Da können jetzt aber jeder einzelne jeden Teilschritt davon nehmen und an jeder Stelle Veränderungen vornehmen.

00:17:50: gleich

00:17:50: geht es weiter im Gespräch mit Manuel Dirlinger.

00:17:53: Manuel Dirlinger ist mein Gesprächspartner.

00:17:55: Er beschäftigt sich mit der Macht, der Muster... ...die Dinge die uns dazu bewegen dass wir etwas tun was wir eigentlich gar nicht wollen.

00:18:03: Die Frage an dich gibt es denn bei dir auch irgendwelche Muster?

00:18:07: Ja

00:18:07: immer wenn ich meine Handy sehe dann gucke ich drauf.

00:18:09: Ich habe während wir hier sprechen während wir eine Aufnahme machen hab ich mein Handy in die Hand genommen und hab nach Nachrichten geguckt.

00:18:17: Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen Millisekunden, die mir dafür zu Verfügung standen haben.

00:18:22: Einfach weil das Handy da liegt und weil es da liegt schmeiß ich jetzt einfach mal aus der Sichtweite bei mir auf den Boden damit dieses Staatssignal so lange wie miteinander sprechen schon wieder ausgeschaltet ist.

00:18:32: Also das ist natürlich... Ich glaube dass ist ein toller Punkt weil das kennt jeder von uns weil ich tendiere auch mittlerweile dazu in Meetings wirklich wegzulassen manchmal gerne.

00:18:42: also ich habe eine tolles Erlebnis gehabt.

00:18:43: er hat ne Veranstaltung abends und ich hab das Handy im Auto legen lassen Und die ersten zehn Minuten ist mal panisch, man denkt, wenn es jemand nicht findet.

00:18:52: Wenn jetzt jemand irgendwas wissen will und nach zwanzig Minuten ist das Gefühl weg... ...und es wird ein richtig guter Abend!

00:18:59: Ja auf alle Fälle definitiv ja weil wir auf alle fälle einen Ablenkungsmechanismus für den Tag, für den Abend dann erstmal ausgeschaltet haben.

00:19:09: Und wenn wir jetzt eine dieser beiden Gewohnheiten weiter verfolgen, wir können uns dieses Stressessen nochmal greifen sagen okay ich möchte mich entspannen.

00:19:16: was entspannt mich?

00:19:18: Körper sagt, weil das Kind greift irgendwo rein.

00:19:22: Also nimm deine Hand, greif damit irgendwas Leckeres und stoppe das Zeug in deinen Mund.

00:19:28: Da wird sich dann schon ein Entspannungsgefühl einstellen.

00:19:32: Es gibt auch andere Dinge die dich entspannen?

00:19:34: Was entspannt dich denn noch?

00:19:36: In die Natur gehen entspannt mich!

00:19:38: Ja spazieren gehen zum Beispiel.

00:19:40: Vielleicht mit einer angenehmen Person sprechen vielleicht Musik anmachen ist für manche Leute was.

00:19:46: Manchmal ist es auch einfach nur eine Frage des Lichts, also wenn ich in so einem Raum sitze im Büro und da ist ein Putzlicht an.

00:19:51: Vielleicht mache ich die kleine Lampe an, die einfach ein bisschen wärmeres Licht hat ja das können ganz viele Dinge sein.

00:19:57: wir haben da unterschiedliche Dinger, die uns da gut erreichen.

00:20:01: Das heißt wir können dann schon mal eine andere Handlung wählen.

00:20:04: dass ist das stärkste was wir machen können Und die Belohnung wird sich trotzdem einstellen.

00:20:09: Gerade wenn's um Substanzen geht sind wir natürlich immer so ein bisschen auch mental süchtig danach.

00:20:16: Das Gefühl wird sich oft nicht genauso einstellen.

00:20:19: Wir werden uns nicht genauso entspannt fühlen, wie wenn wir jetzt die Tüte Chips geöffnet hätten oder das Eis gegessen hätten.

00:20:27: Es ist aber auf alle Fälle eine Handlung, die unser Gehirn merken lässt.

00:20:31: Okay es gibt auch andere Wege und deswegen ist eben der Kontext so wichtig dass wir gucken, dass wir den Moment vorbereiten.

00:20:38: Wer sich nicht vorbereitet, bereitet seinen Scheitern vor.

00:20:41: Und wenn wir wissen, es gibt ja diese Immer-Wens Dann kann ich mir kluge Fragen stellen wie ich vielleicht die Situation anders baue, dass diese Auslöser und die mögliche Handlung dieser schlechten Gewohnheiten gar nicht mehr so einfach drin sind.

00:20:58: Manuel Dirlinger mein Gesprächspartner!

00:21:01: Warum wir das tun was wir nicht wollen?

00:21:03: Und wie wird es vielleicht verändern?

00:21:04: Das ist Thema von Manuel Dierlinga.

00:21:07: er macht sich Gedanken über die Macht der Muster.

00:21:10: Denken wir nochmal zurück zum Ja zu diesem Frust essen, wenn irgendwas passiert und man macht das irgendwie diese Stressessen.

00:21:18: Witzigerweise habe ich mir selbst so eine kleine Brücke geschlagen.

00:21:23: dass gar nichts da haben ist ja unklug.

00:21:27: Ich hab aber relativ gesunde Sachen da.

00:21:30: Ja, selbst auch ne?

00:21:32: Also klar es gibt auch so Sachen.

00:21:33: da fühlt sich das Gehindern verarscht.

00:21:35: du hast halt so.

00:21:36: okay ich will eigentlich Schokolade essen und dann hab' ich mit der Mörchen geschnitten.

00:21:40: Denkst du dir so, ist das dann ernst?

00:21:42: Das soll jetzt die Alternative sein.

00:21:44: Aber es gibt ja immer was und also auch da würde ich auch empfehlen einen Baby-Step zu gehen, einen kleinen Schritt zu gehen.

00:21:51: Ich würde nicht direkt overpasten und sagen mach nur die ganz gesunden Sachen.

00:21:55: wenn dich das nicht abholt Wenn du total abfährst auf Paprika streifen, dann ist das alles gut und schön.

00:22:02: aber wenn das aber nicht dein Ding ist Dann fang mit etwas an dass nicht ganz so ungesund ist, sehe ich trotzdem befriedigt.

00:22:09: Das könnte ja dann vielleicht irgendwie süße Früchte sein.

00:22:11: Vielleicht sind es Kirschen, Erdbeeren, Blaubeeren?

00:22:14: Nüsse sind gut zum Beispiel.

00:22:16: Zum Beispiel!

00:22:17: Vielleicht sind das dann statt Chips erst mal die gesalzenen Erdnüsse und dann gehst du von den gesalzenden zu den ungesalzten Erdmussen über.

00:22:25: Also da würde ich da kleine Schritte gehen denn dass ist deutlich nachhaltiger als diese Anfangspelle zu fahren.

00:22:32: Da bist du erstmal motiviert, dann schütte dein Gehirn dafür auch wieder so Glückshormone aus dass das erstmal auch leicht möglich ist, aber auch diese Neuigkeit, diese neue Veränderung flacht ja wieder ab.

00:22:45: Und dann ist sie einfach stinkend langweilig und unbefriedigend.

00:22:48: und dann greifen wir wieder zur ursprünglichen Lösung.

00:22:54: Wo sind denn die Anfänge?

00:22:55: Das heißt ich muss das erst mal erkennen.

00:22:58: Genau!

00:22:58: Ich muss es erst einmal erkennen und da gibt es natürlich super unterschiedliche Gründe Warum wir an uns selber scheitern?

00:23:09: An unseren guten Vorsätzen, an unserem eigentlich gewollten Verhalten.

00:23:14: Das was wir jetzt gerade uns rausgegriffen hatten das ist ja eine regelmäßige Gewohnheit also immer wenn.

00:23:21: dann gibt es aber auch noch andere Gewohnheiten.

00:23:24: Es gibt die situativen Gewohnkeiten da greift ein bisschen in anderer Mechanismus und da geht's mehr um Impulsivität.

00:23:32: Da brauchen wir dann andere Werkzeuge die wir benutzen.

00:23:36: Es kann aber auch sein, dass wir so gar keine plötzlichen von außen eindringende Reize haben.

00:23:45: Sondern wir einfach etwas vor uns her schieben und so eine Aufschieberei haben.

00:23:49: Auch das ist ein Programm.

00:23:50: Das läuft insgesamt nach dem gleichen Programm ab.

00:23:54: Wir brauchen aber andere Mittel um das zu lösen ja?

00:23:57: Ich kann das ja mal rausgreifen.

00:23:58: Das Thema aufschieberei im Prokrastination läuft nach dem gleichen Schema ab.

00:24:04: Also, ich habe eine Aufgabe zu erledigen.

00:24:06: Vorbereitende Buchhaltung als Beispiel für Selbstständige oder für Angestellte dann halt eben die Steuererklärung zu machen und auch da die Unterlagen vorzubereiten.

00:24:16: Vielleicht noch den Dachboden aufzuräumen?

00:24:18: Ich weiß!

00:24:19: Ich kriege in zwei Tagen spätestens wieder Ärger von Schatzi wenn ich das Thema jetzt wieder nicht angehe oder den Rasen zu mähen oder ja was weiß ich ja... Und läuft nach dem gleichen Programm ab.

00:24:30: wir haben diesen Reiz Die Erinnerung an die Aufgabe.

00:24:34: Ich werde mit der Aufgabe irgendwie

00:24:35: konfrontiert.".

00:24:37: Kalendereintrag, es fällt mir einfach glühend heiß wieder ein oder Schatzi sagt, kannst du mal bitte endlich diese Tapete?

00:24:46: Die ist schon seit Ewigkeiten klebt die nicht mehr!

00:24:48: Du musst sie mal wieder festmachen.

00:24:51: Das ist erstmal der Reiz, der kommt.

00:24:53: Dann haben wir einen Gefühl das entsteht und das Gefühl ist bei dieser Aufschieberei auch wieder sehr wichtig denn man hat herausgefunden dass Bei Aufschieberei ist nicht darum geht, die eigentliche Aufgabe aufzuschieben.

00:25:07: Also es geht nicht darum dass man nicht den Rasen mähen will oder nicht die Tabitte wieder festkleben will oder die Steuerunterlagen machen sondern man verhindert die schlechten Gefühle, die wir damit in Verbindung bringen.

00:25:21: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Manuel Dierlinger.

00:25:24: Warum wird das tun was wir nicht wollen und wie wird das ändern?

00:25:28: Das ist das Thema von Manuel Dirlinger.

00:25:30: er is mein Gesprächspartner finde ich jetzt diese sogenannte Deadline-Arbeiten ja gar nicht so schlimm, weil tatsächlich es kommt ja der Effekt und das lernt man dann auch mit der Zeit.

00:25:39: Dass wenn ich dich an der Deadline bilden schaffe ich das ja auch und komme auch zum Erlebnis mit weniger Aufwand!

00:25:46: Ja also wenn das dir im Leben keine Probleme vorsagt?

00:25:50: Dann ist es offensichtlich auch kein Thema, dass wir uns zuerst wenden.

00:25:55: Wenn es ein Problem ist, dann sollten wir uns das angucken.

00:25:58: Also es geht immer um Relevanz Denn es gibt ja auch Themen, die haben vielleicht von außen gar keine Deadline.

00:26:05: Wenn dann von Außen die Deadline ist Steuererklärung abgeben aber wenn ich einmal die Steuererklärung nicht zu dem Zeitpunkt abgegeben habe und feststelle das da gar nicht die Welt untergeht sondern dass sich dann erst mal angemahnt werde oder dass ich im schlimmsten Fall eine Strafe zahle Es ist ja auch immer eine Frage der des eigenen Schmerz gefühlt wie schlimm die Situation dann jeweils wahrgenommen wird.

00:26:26: also Im Zweifel werden die Dinge einfach weiter aufgeschoben.

00:26:31: So, das ist schon eine individuelle Frage.

00:26:33: Wo ist da so der Punkt wo es problematisch wird?

00:26:37: Wenn ich zum Beispiel selbstständig bin oder ich bin im Vertrieb und ich schiebe Akquise auf also den Kunden anzurufen.

00:26:46: Ja dann führt das dazu dass sich einfach mein Kontrolleur bleibt.

00:26:49: Und dann ist das schon ein Thema mit dem mich beschäftigen sollte.

00:26:53: wenn ich in öffentlichen Dienst arbeite und einfach nicht telefonieren will und das ewig aufschiebe finde ich vielleicht eine Lösung nicht telefonieren zu müssen, sondern die Kommunikation anders zu fahren.

00:27:04: Also es muss ja auch nicht immer gleich an dieser Herausforderung gearbeitet werden und wir sind jetzt hier gerade zu diesen Themen gekommen weil du gefragt hattest also wie geht man jetzt damit um?

00:27:19: Welche Mittel nimmt man jetzt dazu?

00:27:20: das hängt halt ganz stark davon ab was für ne Art von Herausforderungen wieder in unserem Kopf zu haben, also welcher Aspekt unserer Psyche ist eigentlich gerade beteiligt.

00:27:31: Und ich versuche diese Dinge anfassbarer zu machen und deswegen habe ich halt eben die meine Buch Die Macht der Muster diesen ganzen Themen, den Aspekten unserer Pysche einen Hut aufgesetzt jeweils es gibt da halt eben diese verschiedenen Figuren damit Ich das Ganze klarer benennen kann und auch leichter Ein Zugang dafür finde, was ist jetzt eigentlich die sinnvolle Maßnahme damit umzugehen?

00:27:58: Also wenn ich jetzt den Aufschieber habe das ist der Pepe.

00:28:01: Das ist so ein kleiner Diggatyp, der im Wohnzimmer, im Bademantel auf der Couch sitzt in dem Buch und das sind zu externe Figuren diese Teile unserer Psyche dann kann ich auch wenn ich mich da mit Maus an Mauser gesetzt habe stelle ich hinterher vielleicht leichter fest okay schieb wieder auf Pepe war es.

00:28:19: Ich bin gar nicht schuld dass er leicht hat uns ein bisschen Das entlastet, weil dann ist halt eben nicht das Thema Manuel.

00:28:26: Du bist einfach ein Trottel also ja du bist halt so und dass es Teil deiner Identität aufzuschieben sondern ich kann sagen Pepe war's.

00:28:34: Und wenn Pepe das war Kann ich ja mit Pepe in Dialog gehen?

00:28:38: Ich kann anfangen ihn zu führen!

00:28:41: Ich kann meine ganzen inneren Figuren diesen Zirkus an Herausforderungen die man somit sich rumschleppt Impulsivität schlechte Gewohnheiten Aufschieberei, Selbstkritik, negative Glaubenssätze.

00:28:57: Diese ganzen Themen kann ich leichter steuern und führen wenn ich ihnen einen Gesicht gebe.

00:29:03: Und deswegen habe ich das gemacht um uns allen dabei zu helfen mit diesen Themen leichter umgehen zu können.

00:29:11: Gleich geht es weiter im Gespräch mit Manuel Dirlinger.

00:29:15: Heute geht es hier um Muster warum wir Dinge tun die wir eigentlich nicht wollen.

00:29:19: Das ist das Thema von Manuel Dierlinger.

00:29:22: Er ist mein Gesprächspartner.

00:29:24: Ich überlege nur halt einfach gerade, es geht ja darum wenn wir so ein Muster entdecken dann wollen wir das hier loswerden.

00:29:31: und jetzt hast du ein schönes Bild gemalt wo ich vielleicht nicht mehr so das schlechte Gewissen habe und damit vielleicht besser umgehen kann.

00:29:38: aber wie werde ich deine gewohnheit los?

00:29:41: Das ist doch eigentlich viel spannenderer Thema oder?

00:29:46: Absolut total!

00:29:48: Erster Schritt die erkenntnis Also erst mal eine gewisse Basis zu haben, das Ganze wahrnehmen zu können.

00:29:55: Sich selber dabei zu ertappen.

00:29:58: Es hilft natürlich auch wenn ich ein bisschen so einen Instrumentarium habe dass sich so eine Gewohnheit dann auch zerlegen kann in die zum Beispiel die gerade genannten Komponenten um festzustellen wo ist jetzt eigentlich mein Hauptproblem?

00:30:09: Wo kann ich am besten ansetzen?

00:30:11: und der nächste Schritt ist da sich dann in das richtige Werkzeugfach greife Wenn wir uns jetzt dieses Thema Aufschieberei rausgreifen.

00:30:20: Dann ist ja und ich weiß oder ich mich gefragt habe, was es eigentlich das schlechte Gefühl dass sich hier gerade ausweiche.

00:30:27: Vielleicht ist es zu diffus.

00:30:28: Ich weiß genau eigentlich genau gar nicht genau was jetzt der aller nächste Schritt isst.

00:30:33: Ja so ein bisschen Unsicherheit Und Schiss vor Anstrengung.

00:30:37: dann kann ich unsicherheit und schiss vor anstrengungen ja konkret behandeln.

00:30:42: Ich kann ja konkret sagen okay also wenn ich jetzt maximal zwei minuten So einen kleinen ersten Schritt mache und garantiert danach aufhöre, dann ist das weder besonders anstrengend noch weiß ich nicht was ich tun muss wenn ich vorher definiere was es ist.

00:31:00: Also wenn du jetzt deine Steuerunterlagen vorbereiten musst ja keine Ahnung ob du selber machst ist auch egal.

00:31:05: aber wir haben neben uns ein Beispiel hat jemand so einen Schuhkarton mit Quittungen und die müssen jetzt damit... muss man jetzt irgendwas machen oder man weiß eigentlich gar nicht so richtig was der erste Schritt?

00:31:15: Dann wäre so ein erster Schritt zu überlegen, was muss ich als allererstes machen?

00:31:21: Ich musste irgendwie dieses Programm benutzen.

00:31:23: Dieses Steuerprogramm.

00:31:25: Es wäre nicht Elster Online oder so.

00:31:28: Okay der erste Schritt wäre erstmal, ich müsste rausfinden wie ich mich da einloggen kann.

00:31:33: Dann könnte ich zum Beispiel sagen okay... ...ich nehme mir zwei Minuten Zeit.. ..nicht länger um mich an den Rechner zu setzen und gucken ob ich einen Zugang habe und wenn ich diesen Zugang nicht habe ihn anzufordern bei dem Anbieter.

00:31:50: Das wäre so ein allererster Mini-Schritt, der ist verständlich.

00:31:53: das kriegt man schnell erledigt es überfordert einen nicht.

00:31:56: was ich nicht machen würde in so einer Situation ist länger als zwei Minuten also am Anfang mich da rein zu tauchen denn wir kennen das ja ne?

00:32:03: Also wenn du erst mal... Wenn du jetzt Rasen nähst Ja dann wenn dir sagt ich fange mal an aber den Mäster Ding halt eben zur Ende ne?

00:32:12: Es wär ja Quatsch da wieder aufzuhören Weil ja eben die Startenergie das eigentliche Problem ist, sich erst mal aufzuraffen und runterzugehen.

00:32:20: Bei so Themen, die uns wahrscheinlich länger beschäftigen wie zum Beispiel eine Steuererklärung, wo ich weil eben nicht wenn ich mich an dem Nachmittag hingesetzt habe es dann eben komplett erledigt haben werde sondern ich muss mich wahrscheinlich dazu nochmal aufraffen würde ich eher sagen zieh's nicht einfach durch!

00:32:37: Weil dein Gehirn sich dann verarscht fühl.

00:32:40: also der PPR schreit dann Halt, das ist eine Falle!

00:32:43: Du hast gesagt du willst nur zwei Minuten machen und du hast viel länger gemacht.

00:32:46: Und am Ende des Tages war es voll anstrengend.

00:32:48: stattdessen hör nach zwei Minuten auf damit du dir selber glauben kannst dass es nicht anstrent war ganz einfach Ist zwei minuten jetzt viel?

00:32:57: nein aber du bist ein schritt weitergekommen.

00:33:00: Du hast in deinem inneren dachboden ja oft den du aufräumen willst einen teil in die hand genommen und hast es weggeräumt.

00:33:07: Das ist so so ein erster Schritt und diese Diese ersten kleinen Schritte gibt es für alle Aspekte unserer Herausforderung, die wir so haben.

00:33:17: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Manuel Dierlinger.

00:33:21: Er kommt aus Wolfsburg hat auch zwanzig Jahre in seinem Leben Dinge gemacht, die er eigentlich nicht wollte und darum geht es!

00:33:28: Es geht um die Muster, die in uns arbeiten.

00:33:30: Manuel Diertlinger ist mein Gesprächspartner.

00:33:33: Wie ist das dann mit der zeitlichen Perspektive?

00:33:36: Ich habe da so im Hinterkopf, dass es um Gewohnheiten los zu werden oder wenn Gewohnheit sich einfügen ins Leben.

00:33:43: Dass es ein gewisser Zeitraum braucht bis es halt eine Gewohnkeit ist.

00:33:48: Ja, da gibt es verschiedene Aussagen.

00:33:49: Da gibt es die Aussage in sechsundsechzig Tagen drei Monate manche Reden.

00:33:54: Also das sind alles Durchschnittswerte.

00:33:58: Das ist eine individuelle Frage.

00:33:59: Grundsätzlich die Wiederholung ganz relevant dafür.

00:34:04: Also wenn wir jetzt, ich bin jetzt ein vierzig Jahre alt ja, wenn ich jetzt, ja, Jahrzehnte, zwanzig Jahre, dreißig vierzig Jahre dafür gebraucht habe mir irgendwelche Gewohnheiten anzueignen wie vermessen wäre das?

00:34:16: Jetzt innerhalb kürzester Zeit diese Programme umzuschreiben Das ist ja irgendwie Quatsch, ne?

00:34:21: Das sehen wir ein und hier dürfen wir unterscheiden zwischen Gewohnheit und Routinen.

00:34:28: also eine Gewohnkeit is etwas dass von alleine abläuft.

00:34:33: Das ist so dieses Programm, das auf unserer Festplatte im Kopf abgespeichert ist.

00:34:37: Eine Routine... ...ist was ganz anderes!

00:34:41: Das ist etwas, was wir bewusst machen an all die Menschen da draußen, die morgen Routinen machen.

00:34:47: Das sind in aller Regel keine Gewohnheiten.

00:34:50: Eine Gewohnheit ist wenn ich morgens aufstehe mir als erstes die Zähne auf dem Klo putze und danach die Kaffeemaschine anmache.

00:35:00: Da ist eine Gewohnhalt So, aber wenn ich dann morgens stattdessen aufstehe und als allererstes erst mal Sport mache.

00:35:06: Und dann mir zwanzig Minuten inspirierenden Content reinziehe... ...und dann erstmal ein Smoothie mache.

00:35:13: Dann meditiere am besten!

00:35:15: Das ist keine Gewohnheit.

00:35:16: Und das wird auch aller Wahrscheinlichkeit nach lauerhaft keine Gewohnhalt.

00:35:20: Das ist eine Routine.

00:35:22: zu der muss mich jeden Tag neu entscheiden.

00:35:28: Ich habe auch da für mich gelernt, ich hatte auch eine Phase.

00:35:31: Da hab' ich mich ganz wild in so Routinen reingeschmissen und hab ganz viele Sachen gemacht.

00:35:36: die habe ich teilweise auch ein bisschen länger durchgezogen aber am Ende des Tages war's zu viel!

00:35:40: Ich hab festgestellt okay meine Augenringe werden einfach nur tiefer weil ich ja mal früher aufgestanden bin ohne früher ins Bett zu gehen... ...und hab mir zuviel aufgeheizt.

00:35:49: also da gilt es halt Baby Steps zu machen einen kleinen Schritt den dann aber möglichst dauerhaft zu implementieren.

00:35:58: Ich würde vorschlagen, nicht auf hundert Prozent zu zielen sondern auf so eine Achtzig-Prozent-Lösung.

00:36:04: Beispielsweise immer wenn ich abends nach Hause komme dann gehe ich erst gar nicht ins Wohnzimmer damit ich mich nicht auf die Couch schmeißen kann, sondern mache erstmal was anderes in der Wohnung.

00:36:17: Das wäre etwas das ich vielleicht montags bis freitag durchziehe am Wochenende aber nicht Ja?

00:36:23: So eine Phase, wo ich mich komplett unkontrolliert lasse.

00:36:29: Und wenn ich das dauerhaft mache dann wird das irgendwann zu einer Routine die mir leichter fällt weil die schlechten Gewohnheiten, die uns in andere Richtung ziehen einfach schwächer geworden sind.

00:36:43: und dass ja also einige Wochen werden wir für mindestens brauchen.

00:36:47: Ich würde aber einfach vorschlagen und distanziert euch von so Projektzeiträumen, wir machen keine Brigitte.de über X Wochen sondern immer wenn.

00:36:58: dann also wir machen dauerhaft eine Sache.

00:37:00: anlass das ist damit es Teil der Identität werden kann.

00:37:04: ich bin jemand der wenn er abends nach Hause kommt nicht ins Wohnzimmer geht und auf dem Sofa versagt sondern erst mal weiß nicht jetzt nicht unbedingt die Wäsche macht aber vielleicht sich ein Buch schnappt auf eine andere gemütliche Ecke setzt oder das Buch liest.

00:37:23: Oder erst mal kocht und dabei ein mitreißendes Hörbuch hört, es kann ja auch was Schönes sein, ne?

00:37:29: Ne Ersatzhandlung zu finden.

00:37:31: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Manuel Dirlinger.

00:37:33: Warum wir Dinge tun die wir nicht wollen Und wie wir das verändern.

00:37:39: Das ist Thema hier Im Gespräch Mit Manuel Dierlinger.

00:37:42: Die Macht der Muster.

00:37:44: in deinem Buch hast du hinten Eine Menge von Tests drin.

00:37:49: Das heißt, mit denen kann ich dann sowas wie eine Situationsbeschreibung hinbekommen?

00:37:55: Genau!

00:37:55: Richtig.

00:37:56: also da geht es viel um Analyse.

00:37:58: Ganz kurz das Buch ist in erster Linie eine unterhaltsame Geschichte.

00:38:01: Es ist ein Erzählter Ratgeber.

00:38:05: Ich wollte nichts Staubrocknis machen.

00:38:06: Es gibt einen Protagonisten Nico der lernt diese ganzen Aspekte seiner Psyche als Personen kennen und verzweifelt fast daran.

00:38:15: Und das ist die Geschichte.

00:38:17: Und wer will, kann sich im Nachgang dann noch mit diesen Arbeitsblättern beschäftigen.

00:38:22: Aber Arbeitsblätter hört sich schon so nach Arbeit an?

00:38:24: Ja muss es nicht sein ja!

00:38:26: Erst mal einen kleinen Schritt ließ das Buch am Strand oder am Zug oder auf dem Bett und danach kann man entscheiden ob man damit halt eben seine Wohnung dekoriert oder das Buch verschenkt oder ob man halt weiter blättert und in die Arbeitsbläter geht.

00:38:40: Vielleicht erstmal zu einem Thema aber man sagt okay der Pepe ist schon so ein Typ.

00:38:45: Mit dem würde ich gerne ein bisschen besser umgehen können.

00:38:48: Dann nehmt euch vielleicht die entsprechenden Arbeitsplätze raus.

00:38:50: und da geht es genau erstmal darum zu analysieren, wie läuft das Ganze bei mir eigentlich ab?

00:38:57: Und dann kann man gucken was verändert man da.

00:39:01: Was mache ich denn wenn ich einen Rückschlag erleide?

00:39:06: Ja akzeptieren dass ja also sich nicht schlecht reden.

00:39:12: Dafür gibt es ja auch eigene Figuren in dem Buch.

00:39:14: Klarer Kante, die Selbstkritik.

00:39:16: Das ist so eine Dame mit strengem Blick und das ist ein ganz beunruhigend langen Holzlinie.

00:39:20: Ja?

00:39:21: Die klatscht dann zwischendurch auf den Tisch, dass sich alle erschrecken, das ist dann die Selbstkritik.

00:39:24: Die brauchen wir in dem Moment nicht!

00:39:26: Also geht entspannt mit euch Umi seit Menschen... ...und geht dann gerne in eine Analyse.

00:39:34: Wir können einfach gucken ok woran hat's hier liegen?

00:39:37: Wohin hatte in dem Moment eigentlich gelegen, dass wir es nicht hingekriegt haben.

00:39:41: In dem moment das durchzuziehen war der Die situation.

00:39:47: aber besonders hat ich besonders viel stress Hat er kontext nicht so richtig gepasst.

00:39:51: also die situation habe ich vielleicht ja Weil weil cruncher zum angebot waren Ich mir halt vier tüten gekauft hab und die halt im wohnzummer einfach mich gewartet haben Und ich im vorfeld auch einfach nicht satt war Zusätzlich auch noch so eine Hungerkomponente kommt.

00:40:08: Lack ist vielleicht daran, habe ich nicht vernünftige Alternativen gehabt oder im Bereich der Prokrastination?

00:40:16: Wenn ich nur diesen einen Schritt gehen wollte, war der Schritt vielleicht nicht klein genug?

00:40:20: War mir nicht klar genug was sich jetzt machen muss?

00:40:23: Bestanden und Klarheiten?

00:40:25: Oder habe ich mich schon mal selbst verarscht und hab gesagt du machst das jetzt nur ganz kurz hat dann aber trotzdem zwei Stunden lang unentspannst da welche Sachen gemacht?

00:40:34: Dann würde ich empfehlen, in die Analyse zu gehen.

00:40:38: Woran hattet ihr legen?

00:40:40: Aber auf eine entspannte Art geht es easy mit euch um.

00:40:45: Ich glaube das ist ein spannendes Thema weil man muss dann doch schon auch viele Dinge beachten wenn du halt wirklich sagst dich möchte jetzt etwas loswerden.

00:40:53: also wenn wir hier zum Beispiel bei den Crunchy Stubbler bleiben.

00:40:57: Das heißt Zum Beispiel löse ich das, indem mich nicht mit Hunger einkaufen gehe.

00:41:02: Oder ich löse es damit dass ich halt einen klaren Einkaufszettel habe.

00:41:07: Es gehören wahrscheinlich viele kleinteilige Geschichten dazu um sowas dann aufzubrechen.

00:41:11: Ja genau wenn ich jetzt von der Arbeit komme und dann schon da Magen knurrt oder vielleicht hab' ich auch nicht riesig Hunger aber ich könnte auch dafür noch gut was essen werde ich wahrscheinlich nicht die Willenskraft aufbringen, mich dann eine Stunde in die Küche zu stellen und dann da zu kochen.

00:41:28: Und dann wäre das vielleicht etwas wo ich dann das Kochen schon zum anderen Zeitpunkt übernommen habe oder gesunde Snacks leckere Sachen schon vorbereitet gekauft haben ja?

00:41:38: Vielleicht hab' ich mir auch irgendwie wenn ich darauf stehe so schief von Rewe mitgenommen dass sich dann in dem Moment esse.

00:41:45: als Beispiel Ja es gibt ja immer Varianten, die ich anspielen kann um anders mit meinen Bedürfnissen umzugehen.

00:41:58: Gleich geht es weiter im Gespräch.

00:42:00: heute geht es hier um Muster warum wir Dinge tun, die wir eigentlich nicht wollen.

00:42:04: das ist das Thema von Manuel Dirlinger.

00:42:07: er ist mein Gesprächspartner.

00:42:09: Das heißt dein Buch ist letztendlich ein... ja es richtet sich wahrscheinlich fast an jeden weil jeder hat wahrscheinlich irgendwelche Muster.

00:42:17: Ja, das ist aber so.

00:42:18: Wir haben alle unsere... wir sind halt Menschen und also ich lese ja mein Buch auch.

00:42:23: Ich hab letztens sass dich damit mal drin gelesen, dann meinte jemand zu mir, bist du bescheuert?

00:42:30: Liest Du Dein eigenes Buch?

00:42:31: hast Du nichts Besseres zu tun?

00:42:32: Jetzt lachst Du noch über Deine eigenen

00:42:33: Witze?!

00:42:34: Ich bin ja auch nur ein Mensch!

00:42:36: Und natürlich habe ich einen gewissen fachlichen Vorsprung vor Euch und ja, ich habe auch kommerisch schneller wahrscheinlich aus dem Loch wieder raus Bin ganz gut da drin, die mich irgendwie auch anzufassen und Veränderungen anzustoßen.

00:42:50: Nichtsdestotrotz bin ich alles andere als perfekt!

00:42:53: Und bin auch auf einem langen Weg... ...und jeder hat so seine kleinen Themen.

00:42:58: Vielleicht ist da jemand besonders impulsiv in Streitgesprächen?

00:43:01: Vielleicht ist jemand ins Streit gesprechen aber auch eher besonders defensiv und frisst die Dinge in sich rein oder sagt Ja zu Projekten obwohl der Kalender schon längst voll ist.

00:43:12: vielleicht hat jemand die regelmäßigen schlechten Gewohnheiten, die wir heute schon angesprochen haben.

00:43:19: Und vielleicht geht jemand einfach besonders unsanft mit sich um und verteufelt sich?

00:43:23: Das sind alles so verschliene Themen... ...die ja wir alle haben.

00:43:30: Ein Aspekt haben wir noch gar nicht aufgegriffen Es gibt da nicht nur die Psyche und das was in unserem Kopf passiert es gibt auch um uns herum ja auch andere Themen.

00:43:38: Wir haben ja auch noch Menschen in unserem Umfeld Einfluss auf uns ausüben.

00:43:43: wir haben unser räumliches umfeld wie es eigentlich unsere wohnung unser arbeitsplatz eingerichtet.

00:43:49: Wie ist unser körper eingerichtet?

00:43:51: Ja, wie gut kann ich mich eigentlich.

00:43:54: Wie gut habe ich mich im griff oder wie gut Kann Ich eigentlich dinge steuern wenn nicht hungrig oder übermütet bin als beispiel Oder einfach nicht gesund?

00:44:03: das sind so aspekte die auch berücksichtigung finden in diesem buch und jeder mensch der etwas hat was er gerne verändern wollte, es aber nicht so richtig schafft.

00:44:15: Kann sich dieses Buch angucken!

00:44:17: Ja... Ob das jetzt der Student ist?

00:44:20: Der an der Prokrastination leidet der Studentenkrankheit.

00:44:23: ja ich habe auch Langzeitstudent, dass heißt ich hab auch chronisch erkrankt an dieser Krankheit ja.

00:44:29: Ob bis jetzt der Manager ist, der immer in die gleichen Fettnäpfchen tritt oder in der Führung vielleicht noch einfach Herausforderungen hat.

00:44:37: Ob jetzt der Sachbarbearbeiter der einfach bestimmte Aufgaben aufschiebt oder mit bestimmten Menschen nicht zurechtkommt.

00:44:48: Oder jemand, der persönliche private gesundheitliche Herausforderung hat – da ist für jeden was dabei.

00:44:54: Und die hohe Kunst ist aber das Muster zu erkennen?

00:44:57: Manche Dinge sehen wir ja gar nicht, weil wir sie schon akzeptiert haben!

00:45:01: Genau das.

00:45:02: Ich glaube dass wir ein bisschen achtsamer durch die Gegend laufen wenn wir dieses Buch gelesen haben, weil wir dann auf bestimmte Themen einfach mal gestoßen wurden und weil sie plötzlich ein Gesicht haben.

00:45:16: Das macht es im Alltag einfach ein bisschen leichter.

00:45:19: Okay!

00:45:20: Und ist das auch okay, sich Hilfe zu holen oder?

00:45:22: Es immer... Ich habe mir in jeder Lebenssituation Hilfe geholt.

00:45:27: Ich glaube, dass hat auch viel was mit Glaubensätzen zu tun.

00:45:32: also ich muss das alleine schaffen.

00:45:33: Ich bin schwach, wenn ich es nicht alleine mache.

00:45:37: Das ist ja... Kann man sich fragen, ob das ein hilfreicher Glaubenssatz ist oder anders formuliert der Glauben-Satz vielleicht viel hilfreicher wäre.

00:45:46: Nämlich zu sagen ich zeige Stärke wenn ich mir Hilfe hole und die Hilfe kann natürlich ein Buch sein.

00:45:51: es kann ein bekannter, ein Kollege sein Es kann aber auch ein Arzt oder Psychologe sein Diejenigen, die uns dabei am besten helfen können Und diejenigen für die der Schritt für uns aktuell nicht zu groß ist, ihn zu gehen.

00:46:09: Gleich geht es weiter im Gespräch mit Manuel Dirlinger.

00:46:13: Er kommt aus Wolfsburg hat auch zwanzig Jahre in seinem Leben Dinge gemacht die er eigentlich nicht wollte und darum geht es.

00:46:20: Es geht um die Muster hier in uns arbeiten.

00:46:22: Manuel Dierlinger ist mein Gesprächspartner.

00:46:25: Wenn ich jetzt... also ich habe meinen Muster identifiziert.

00:46:28: Es ist keine Routine sondern eine schlechte Angewohnheit.

00:46:33: Ist es dann hilfreich vielleicht, wenn das im Familienumfeld ist auch andere mit einzubinden die so ein bisschen dann vielleicht mit drauf schauen?

00:46:41: Auf alle Fälle.

00:46:42: Das hilft immer.

00:46:43: Ich würde mir Menschen suchen, die nicht allzu gefällig umgehen Mit den Themen, die wir uns beschäftigen zwar natürlich immer wertschätzend aber nicht Die Dinge einfach durchgehen lassen.

00:46:56: also ich würde jetzt keinen chronischen Aufschieber damit beauftragen mich zu kontrollieren sondern vielleicht jemanden, der da andere Herausforderungen hat.

00:47:07: Das hilft auf alle Fälle und an manchen Stellen ist natürlich auch so die Frage wenn ich jetzt Menschen in meinem Umfeld habe, die mir in größten stärkerem Ausmaße nicht gut tun dann muss man jetzt nicht Freundschaften kündigen und irgendwo ausziehen aber man kann sich ja auch die Frage stellen ob man Beziehungen vertieft oder sich stattdessen mit anderen Menschen stärker beschäftigt, die einem vielleicht noch ein bisschen besser tun und einen automatisch dabei helfen in die richtige Richtung zu laufen.

00:47:39: Wer ist denn

00:47:40: Ronny?

00:47:41: Ja, der Ronny strahlt uns schon an wenn man das Buch in die Hand nimmt.

00:47:44: Das ist der Roboter, das ist unser Maskottchen Und das ist die erste innere Figur, die Nico in dem Buch kennenlernt.

00:47:53: Er steht für all diese Programme erst die Personifizierung unseres automatischen Verhaltens, die Systemsteuerung.

00:48:02: Ronny beobachtet uns seit wir auf der Welt sind.

00:48:05: das ist nicht gruselig, dass es einfach nur so und alles was wir einmal gemacht haben was erfolgreich waren hat er dann abgespeichert und macht das für uns.

00:48:15: Der geht an die Arbeit und macht all die ganzen Dinge All die Gedanken die wir haben und alle täglichen Handlungen die wir ausführen.

00:48:23: Das macht Ronny

00:48:26: Okay.

00:48:26: Das heißt, das ist ein wichtiger Protagonist in deinem Buch?

00:48:29: Auf alle Fälle ja!

00:48:31: Mit dem fängt es an.

00:48:32: und dass wir einen Großteil unserer Gedanken- und Handlungen automatisch haben... ...das ist so die erste wichtige Erkenntnis.

00:48:39: Und Ronny hat als Mitstreiter noch weitere Figuren, die da im Buch homlaufen.

00:48:48: Aber Roboter ist dann nicht zufällig weil natürlich manche dieser Musterangewohnheiten sind hier auch Roboterhaft.

00:48:57: Wir machen sie einfach,

00:48:58: wir machen sehr einfach.

00:49:00: jemand macht sie einfach.

00:49:01: also ein roboter ist ja irgendwie auch etwas was wir

00:49:05: Ja

00:49:06: mit einer Person in verbindung bringen eine maschinenperson und dieser jemals dieser robot der fühlt das eben aus.

00:49:14: Auch

00:49:15: da haben wir können werden wenn wir uns das ein bisschen leichter macht ein bisschen Abstand schaffen zu sagen ich bin nicht derjenige mit den schlechten gewohnheiten sondern Ronny hat das schon wieder gemacht.

00:49:25: Und jetzt muss ich mal gucken, dass Ronny eine Lösung dafür findet.

00:49:29: Dass er das halt in Zukunft nicht mehr so macht.

00:49:32: Entlastet unser schlechtes Gewissen und mit etwas mehr Selbstbewusstsein ist es auch immer leichter Dinge zu verändern weil wir uns mehr Veränderung zutrauen.

00:49:43: Gleich gehts weiter am Gespräch mit Manuel Dirlinger.

00:49:47: Er kommt aus Wolfsburg, hat auch zwanzig Jahre in seinem Leben Dinge gemacht die er eigentlich nicht wollte und darum geht es.

00:49:54: Es geht um die Muster hier in uns arbeiten.

00:49:56: Manuel Dierlinger ist mein Gesprächspartner.

00:49:58: wenn ich jetzt also ich habe jetzt meinen Muster identifiziert zu meiner es ist keine Routine sondern ein schlechter Angewohnheit Ist es dann hilfreich vielleicht wenn das im Familienumfeld ist auch andere mit einzubinden?

00:50:12: Die so ein bisschen dann vielleicht mit drauf schauen.

00:50:15: auf alle Fälle das hilft immer.

00:50:17: Ich würde mir Menschen suchen, die nicht allzu gefällig umgehen mit den Themen, die wir uns beschäftigen.

00:50:26: Es war natürlich immer wertschätzend aber nicht... ...die Dinge einfach durchgehen lassen.

00:50:30: also ich würde jetzt keinen chronischen Aufschieber damit beauftragen mich zu kontrollieren sondern vielleicht jemanden der da andere Herausforderungen hat und das hilft auf alle Fälle.

00:50:43: Und an manchen Stellen ist natürlich auch so die Frage wenn ich jetzt Wenn ich jetzt Menschen in meinem Umfeld habe, die mir in Gerüst, in stärkerem Ausmaße nicht gut tun, dann muss man jetzt nicht Freundschaften kündigen und irgendwo ausziehen.

00:50:57: Man kann sich auch die Frage stellen ob man Beziehungen vertieft oder sich stattdessen mit anderen Menschen stärker beschäftigt, die einem vielleicht noch ein bisschen besser tun und einen automatisch dabei helfen in die richtige Richtung zu laufen.

00:51:13: Ronny,

00:51:15: ja.

00:51:15: Der Ronny strahlt uns schon an wenn man das Buch in die Hand nimmt.

00:51:18: Das ist der Roboter!

00:51:20: Das ist unser Maskottchen und das ist die erste innere Figur, die Nico in dem Buch kennenlernt.

00:51:27: Er steht für all diese Programme erst die Personifizierung unseres automatischen Verhaltens, die Systemsteuerung.

00:51:36: Ronny beobachtet uns seit wir auf der Welt sind... ...das ist nicht gruselig, dass es einfach nur so.

00:51:42: Und alles, was wir einmal gemacht haben, was erfolgreich waren hat er dann abgespeichert und macht das für uns.

00:51:49: Der geht an die Arbeit und macht all die ganzen Dinge... ...all die Gedanken, die wir haben und alle täglichen Handlungen, die ausführen.

00:51:57: Das macht Ronny!

00:51:59: Okay,

00:52:00: d.h.,

00:52:00: dass ist ein wichtiger Protagonist in deinem Buch?

00:52:03: Auf alle Fälle ja.

00:52:04: Mit dem fängt es an und dass wir einen Großteil unserer Gedanken- und Handlungen automatisch haben.

00:52:10: Die erste wichtige Erkenntnis und Ronny hat als Mitstreiter noch weitere Figuren, die da im Buch herumlaufen.

00:52:21: Aber Roboter ist dann nicht zufällig?

00:52:24: Weil natürlich ja manche dieser Muster-Angewohnheiten sind hier auch roboterhaft, ne?

00:52:30: Ja genau!

00:52:31: Wir machen sie einfach.

00:52:32: Wir machen sehr einfach.

00:52:33: Jemand macht sie einfach... Also ein Roboter is ja irgendwie auch etwas was wir mit einer Personen in Verbindung bringen eine Maschinenperson und dieser jemand dieser Roboter der führt das eben aus.

00:52:48: Auch da haben wir können wenn wir uns das ein bisschen leichter macht, ein bisschen Abstand schaffen zu sagen ich bin nicht derjenige mit den schlechten Gewohnheiten sondern Ronny hat das schon wieder gemacht.

00:52:59: Und jetzt muss ich mal gucken dass Ronny sich mit Ronny eine Lösung dafür findet dass er das halt zukünftig halt nicht mehr so macht.

00:53:06: entlastet unsere Unser schlechtes Gewissen und mit etwas mehr Selbstbewusstsein ist es auch immer leichter Dinge zu verändern, weil wir uns mehr Veränderung zutrauen.

00:53:17: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Manuel Dirlinger.

00:53:21: Manuel Dierlinger heute mein Gesprächspartner.

00:53:24: Wir haben über die Macht der Muster gesprochen Warum wir Dinge tun, die wir nicht wollen Und vor allem wie wir das auch verändern können.

00:53:32: Ich finde auch tatsächlich ist für diese Geschichte, wenn man das in seinem Leben anpacken möchte.

00:53:38: Auch das Buch ein gutes Medium weil das halt auch wieder das ist was wir auch in unserem Gespräch hatten.

00:53:43: es ist das was funktioniert ohne Ablenkungen und es blinkt nichts auf sondern ich kann mich einfach vielleicht auch mal ein paar Stunden in einen thema fallen lassen ohne ablenkung Und damit fängt es halt oft an.

00:53:55: ja dass ist so.

00:53:57: und all diejenigen da draußen die sagen Ich lese keine Bücher.

00:54:01: Hab ich das letzte Mal ein Buch gelesen?

00:54:03: Ich glaube, also ich gehe mit euch eine Wette ein.

00:54:07: Das Ding liest dich ganz entspannt ja.

00:54:09: Also man kommt da schnell durch und man bleibt wahrscheinlich...also der eine oder andere wird auch einfach dran kleben bleiben und ich verspreche euch hier mal ne Stunde, da meine Stunde dann seid ihr mit dem Thema auch durch.

00:54:21: Das liest sich gut!

00:54:23: Auch für diejenigen, die sonst kein Buch in die Hand nehmen Und belegt meine Situation, wo würdet ihr normalerweise eigentlich den Abend verbringen?

00:54:29: auf der Couch?

00:54:30: Denn ist das jetzt vielleicht nicht die beste Situation dieses Buch anzufassen.

00:54:33: Aber wann seid ihr vielleicht mal auf einer längeren Zugfahrt?

00:54:36: Wann seid Ihr vielleicht mal im Urlaub oder irgendwo in eine Lage, wo Ihr auch gerne ein bisschen Entspanntheit hättet und dieses Buch einfach einpacken könnt?

00:54:46: Also, das gibt so viele Gelegenheiten.

00:54:48: Jede Wartezeit im Alltag könnte man einfach so nutzen und anstatt sich vielleicht manchmal, wenn man eine halbe Stunde warten muss, sich zu ärgern ist es eine gute Gelegenheit, vielleicht einfach mal zu sagen okay ich tue hier mal was für mich

00:55:02: als Kassenpatienten im Wartezimmer

00:55:06: zum Beispiel ja

00:55:07: nicht dann auf meinen Röntgen der Warte dann kann ich da vielleicht statt die ganze Zeit die ganzen Gesichter um mich herum zu beobachten oder Instagram auswendig zu lernen, mir einfach Verstärkung mitnehmen.

00:55:20: Ich fand es sehr spannend und du hast angefangen mit Klassen klauen und vielleicht den Auffälligkeiten in der Schule?

00:55:26: Ich habe dich jetzt in diesem Gespräch sehr ruhig und besonnen erlebt was ich sehr spannend finde.

00:55:32: nach dem Anfang

00:55:33: Ja das ist aber so... Es ist auch immer eine Frage der Situation Aber ja bin zu jemanden geworden der auch viel nachdenkt.

00:55:43: Das ist schon so.

00:55:44: Ich bin ruhiger geworden.

00:55:46: Also ich bin mir sehr sicher, dass die meisten Menschen, die mich schon lange kennen jetzt sagen würden, ja Gott sei Dank!

00:55:52: Also dauerhaft wäre das vielleicht auch ein bisschen zu bunt gewesen in meinem Leben.

00:55:57: Ich muss nicht immer der letzte auf jeder Partie sein und auch nicht der lauteste.

00:56:01: Ich kann das aber abspielen also ich kann auch trotzdem auf die Bühne gehen, die Rampensau sein und die Vorträge halten Und macht es aber nur dann wenn es gerade passt.

00:56:13: Ich danke dir für deine Zeit und das Gespräch.

00:56:16: Danke dir Volker!

00:56:18: Dankeschön.

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