Cornelia Schlögl; Frauen in Führung: Warum Mut wichtiger ist als Perfektion

Shownotes

Was braucht es, um als Frau Karriere zu machen und Führung zu übernehmen? Mehr Wissen, mehr Durchsetzungsstärke oder manchmal einfach mehr Mut?

Im Sonntagstalk spricht Volker Pietzsch mit Cornelia Schlögl, Autorin von „Schluss mit nett – Führung braucht Eierstöcke!“. Es geht um weibliche Führung, Selbstvertrauen, klare Kommunikation und die Frage, warum Frauen ihre eigenen Fähigkeiten noch immer so häufig unterschätzen.

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00:00:01: Mein heutiger Gast ist weiblich Name.

00:00:05: Cornelia Schlögel.

00:00:07: Die Frage, die man Frau nicht stellt, Alter!

00:00:09: Häh?

00:00:11: Dreiundfünfzig.

00:00:13: Geburtsort

00:00:14: In Österreich also Südstermark.

00:00:17: Dein Beruf

00:00:19: Mein Beruf ist Leitung HA und kaufmännische Leitung.

00:00:24: Hast du Hobbys und wenn ja welche?

00:00:26: Ja ich hab Hobbies Schreiben natürlich.

00:00:29: Und wann?

00:00:30: dann gehen und ein bisschen Sport machen, solche Dinge ja.

00:00:34: Hast du sowas wie ein Lebensmotto?

00:00:38: Mein Lebensmotor war immer... Das hört sich jetzt komisch an.

00:00:42: höchstens drei Tage sterben, dann aufersteht.

00:00:47: Verziehen vielleicht später noch mal!

00:00:50: Die Menschen die mit dir zu tun haben was meinst Du sagen die über dich?

00:00:55: Was macht Dich aus?

00:00:56: woran erkenne ich Dich?

00:00:59: Ja, jetzt kommt drauf an mit wem du sprichst.

00:01:02: Ich glaube also dass ich sehr verlässlich bin und dass sie mir vertrauen können das ich hilfsbereit bin und immer schaue dass die anderen sich weiterentwickeln können.

00:01:15: Cornelia Schlügel ist meine Gesprächspartnerin.

00:01:19: Cornelia Schlögel hat Karriere gemacht und sie möchte, dass auch möglichst viele Frauen ihr Folgen auf dem Weg zu einer höheren Position.

00:01:27: Das ist unter anderem später Thema hier im Gespräch mit ihr.

00:01:31: Nimm uns mal gedanklich mit in die Steiermark!

00:01:35: Wo bist du aufgewachsen?

00:01:36: Wie muss ich mir das vorstellen?

00:01:38: Also ich bin in einem Dorf aufgewachsen am Land.

00:01:41: Das hier ist groß klein also ein toller Name.

00:01:46: Und ja, ich bin eigentlich in einem Familienbetrieb nicht aufgewachsen.

00:01:51: Wir hatten ganz viele Legehühner und wir haben sehr viel gearbeitet.

00:01:57: Das heißt Landwirtschaft?

00:01:58: Und das bedeutet tatsächlich die Familie arbeitet mit Es geht früh los es geht nach der Schule weiter.

00:02:03: Genau So was.

00:02:06: Ja ist tatsächlich hier bei uns in den Regionen auch so Also heute nicht mehr so ausgeprägt wie früher aber in der Landwirtschaft war das immer so In den Zeiten, was ich lebe hier auch in der Weinbauregion.

00:02:17: In der Zeit wo das akut wurde war die ganze Familie draußen.

00:02:21: Was geht?

00:02:22: Genau und wir hatten Landwirtschaft und Legehühner und die haben... Da war keine Saison!

00:02:28: Die haben immer Eier gelegt

00:02:31: Und wie nimmer das als Kind war.

00:02:33: ist es einfach so oder ist es doch störend?

00:02:37: Ja, als Kind es ist nicht einfach so.

00:02:39: Also bei uns war schon... ich hatte das schon als sehr extrem empfunden weil wir wirklich viel gearbeitet haben hat mir ja nicht immer Spaß gemacht aber rückblickend hat's mir doch sehr geholfen.

00:02:52: Ich glaube natürlich unabhängig davon dass wenn man in der Situation ist, dass man das nicht schön findet Aber da kommen dann solche Werte wie Disziplinen doch machen Das lernt man halt dabei

00:03:06: Genau.

00:03:07: Das Durchhaltevermögen, die Pflichtbewusstheit und ja das hilft später schon obwohl es natürlich als Kind gerne anders hätte.

00:03:19: Ich weiß gar nicht... Es gibt ja so manche Sachen.

00:03:21: aber das ist halt schwer wenn man nachträglich drauf guckt.

00:03:23: also es gibt ja Sachen man kann ja auch manchmal kindern dass schmackhaft machen.

00:03:27: aber ich glaube die Generation vor uns die konnte das nicht.

00:03:31: Na ja für uns war's schon eher wie wir haben sehr viel Geld verdient praktisch, also nicht das Geld bekommen aber mein Papa hat das so aufgezeichnet wie viele Stunden wir gearbeitet haben.

00:03:43: Also sowas hatten mir ich schon immer angespornt.

00:03:47: Also mich schon meinen Bruder nicht.

00:03:51: Da ist man halt unterschiedlich.

00:03:52: Für mich war es schon etwas was mir geholfen hat

00:03:57: und das ist natürlich sage ich mal wenn man gleichzeitig noch zur Schule geht ist das dann schon ordentlich weil man noch andere Dinge machen muss?

00:04:04: Ja, natürlich.

00:04:06: Das ist die anderen Schulkollegen, die haben Spaß oder gehen ins Schwimmbad und wir haben gearbeitet.

00:04:12: Und die Hausaufgaben und das Lernen natürlich irgendwo dazwischen hat mir aber später viel geholfen als ich nebenberuflich studiert habe mit zwei Kindern also dann gleich.

00:04:25: Ich habe davor so ein Respekt, alle Menschen die Schule oder Studium machen neben dem normalen Arbeitsleben.

00:04:32: Da hab ich so einen Respekt vor, weil das ist wirklich ... da weiß man was man getan hat ja?

00:04:37: Ja, ja...

00:04:39: Warst du denn eine gute Schülerin?

00:04:41: Ja es ging immer sehr gerne in der Schule gegangen.

00:04:44: Ich glaube aber auch schon deshalb, weil ich dann in der Schule war und nicht zu Hause gearbeitet hab!

00:04:50: Aber mir hat Lernen immer Spaß gemacht, dass auch.

00:04:54: Ich glaube, ich ahne jetzt dass der elterliche Betrieb für dich keine Option war.

00:05:02: Nein, obwohl es natürlich auch immer die Frage war ob ich den übernehme.

00:05:07: aber das hat sich dann von selbst gelöst weil sie haben's dann.

00:05:11: also wir haben es dann verkauft irgendwann und aber ich wollte das nicht.

00:05:15: nein

00:05:16: Aber ich finde es ganz schön, wir sollten dankbar sein für alle Menschen die in der Landwirtschaft arbeiten.

00:05:22: Weil das ist wirklich eine harte Arbeit und sie sorgt dafür, dass wir alles haben was wir brauchen.

00:05:30: Und deswegen ist es wichtig, dass es Menschen gibt, die das machen.

00:05:33: Auf alle Fälle.

00:05:34: Es ist keine leichte Arbeit aber wir können froh sein, dass Wir's haben ja.

00:05:40: Und dass es Leute gibt, Die das wirklich gerne tun.

00:05:42: Gott sei Dank!

00:05:44: Gleich geht es weiter im Gespräch mit Cornelia Schlögel.

00:05:49: Frau und Karriere, das ist Thema hier im Gesprich mit Cornelia Schlögl und sie hat eine Karrieremunternehmen gemacht.

00:05:57: darüber sprechen wir hier.

00:05:59: Hast du nach der Schule gewusst wo du hin willst was das werden soll?

00:06:06: Naja für mich war immer eben da wir den Betrieb zu Hause hatten war's für mich immer klar dass es irgendwas mit Buchhaltung werden soll.

00:06:14: Aber für mich war es schon ganz früh klar, dass ich Karriere machen möchte.

00:06:17: Also in den kaufmännischen Bereich ja.

00:06:22: Das ist auch eine Ansage, dass man sich Karrieren machen möchte?

00:06:26: Ja das war ganz tief in mir drin und vielleicht auch weilig so aufgewachsen bin, dass das für mich klar war.

00:06:31: Ich habe die Bundeshandelsakademie gemacht.

00:06:34: also bei uns heißt sie Amatura bei euch Abitur glaube.

00:06:38: Ich habe dann sofort zum Arbeiten begonnen.

00:06:41: Also ich hab nicht studiert, weil ich bin früh ausgezogen und dann habe ich natürlich das Geld gebracht.

00:06:46: Da habe ich kein Studium gemacht, aber ich habe sofort zum... Also meine Oma hat mir ein Inserat ausgeschnitten und mir gesagt, dass ist dein Job!

00:06:54: Und ich dachte mir okay wenn sie mir das gibt, dann mache ich da die Bewerbung.

00:06:58: Und ja gestern waren es vierunddreißig Jahre in der ich da bin.

00:07:03: Okay Ja auch heute nicht mehr selbstverständlich?

00:07:07: Nein Aber ich konnte in diesen Unternehmen wirklich meinen Weg machen.

00:07:12: Was heißt den Wegmachen?

00:07:13: Das heißt, das ging wirklich in der Stufe immer nach oben?

00:07:16: Ja nicht einfach weil ich immer die einzige Frau war.

00:07:19: also vor ja vor dreizig Jahren war ich tatsächlich die einzige frau.

00:07:25: Ich hatte zwar damals eine eine Vorgesetzte einer weibliche, die dann in Pension gegangen ist aber sonst waren es nur Männer und einen Schritt nach dem anderen gegangen, also von der Buchhaltung dann Leitung Rechnungswesen.

00:07:38: eben diesen Job habe ich übernommen.

00:07:40: Dann habe ich nebenher ein Studierterrechnungswesten und Kontrolling gehabt währenddessen die Kontrollengabteilungen aufgebaut denn die gab es früher nicht.

00:07:50: und während im Studium bin ich darauf gekommen dass sich doch mehr mit Menschen arbeiten möchte und deswegen war's auch irgendwann

00:07:57: H.A.,

00:07:58: als wir damals auch nicht hatten das aufgebaut und inzwischen bin ich in der erweiterten Geschäftsleitung.

00:08:06: Also richtig Karriere, also kann man im wahrsten Sinne des was du dir vorgenommen hast, hast du gemacht?

00:08:11: Ja genau!

00:08:12: Und wir sind letztendlich sehr schnell schon in dem Thema.

00:08:16: und dass sie heute auch sprechen wollen denn es geht um Frauen und Karrieren.

00:08:21: Genau die Führung ja...

00:08:23: Das ist sag' ich mal trotz aller Dinge mittlerweile besser geworden sind, aber es ist immer noch nicht immer selbstverständlich.

00:08:31: Ja das stimmt.

00:08:32: also es hat sich sehr viel verändert.

00:08:34: wenn ich die Jugend heute anschaue machen sie meistens den Weg etwas schneller aber es gibt trotzdem noch immer die gleichen Themen die wir auch hatten zum Beispiel dass wir Frauen uns oft kleiner machen als wie wir sind oder viel kritischer sind und uns fragen ob wir das schon können oder gut genug sind.

00:08:52: Also da gibt es noch immer Und natürlich gibt's auch noch Strukturen die auch noch nicht alles hergeben, dass Frauen jetzt wirklich ganz nach oben kommen oder so leicht.

00:09:06: Es ist eine ganz verrückte Nummer das ist.

00:09:08: ich weiß nicht wie oft ich das schon erzählt habe aber ich erlebe es immer wieder.

00:09:13: du hast irgendwie ne Aufgabe die übernimmt jemand den männlichen Kollegen gucken ja kann ich kann ich schaffe ich mir nebenbei drauf

00:09:21: krieg

00:09:22: ich hier irgendwie hin Krieg ich irgendein hin?

00:09:24: Und die Frau sagt, kann nicht.

00:09:27: Das eine kriege ich nicht richtig hin!

00:09:30: Das erlebe ich ganz oft und ich finde das sehr spannend weil ich weiß gar nicht wie man es so aufknackt dass man manchmal halt auch den Mut haben muss, sagen wir mal die hundert Prozent gibt's halt selten.

00:09:42: Ja, das ist auch gar nicht notwendig.

00:09:44: nur wir glauben manchmal wir müssen die Hundert Prozent haben.

00:09:49: aber die Sicherheit kommt halt erst wenn was tut.

00:09:52: Und ich glaube, dass ist ganz wichtig.

00:09:53: Dass man das einfach einmal selbst sich zugesteht, dass das in Ordnung ist.

00:09:58: Gleich geht es weiter im Gespräch mit Cornelia Schlögel.

00:10:03: Über dreißig Jahre ist sie im selben Unternehmen und hat sich von ganz unten in eine Führungsposition hoch gearbeitet.

00:10:09: Cornelia Schlögel ist meine Gesprächspartnerin und wir waren gerade bei dieser Stelle.

00:10:14: ja... gibt es da irgendwie bei den Führungsvorbildern einen Unterschied zwischen Männern und Frauen.

00:10:21: Und darüber spreche ich mit ihr jetzt.

00:10:24: Liegt es vielleicht auch daran, dass wir zum Teil... Ich sag mal, es gibt Chile wahrscheinlich männliche Vorbilder in Führungssrollen immer mehr weibliche aber wahrscheinlich noch nicht genügend?

00:10:34: Naja, wenn man eine Führungen anschaut, glaubt man schon immer das ist also eher männlich geprägt Und ich merke es ja auch bei Frauen akzeptieren.

00:10:46: Auch männlicher Führungskräfte viel schneller als weiblicher, das ist schwieriger.

00:10:51: Diese Erfahrung hab' halt ich gemacht.

00:10:54: Muss nicht überall so sein... Aber ja!

00:10:57: Es muss irgendwas mit den Prägungen zu tun haben.

00:11:00: Ja, ist ja anzunehmender weil das Rollenbild hat sich natürlich erst in den letzten Jahrzehnten schlagartig verändert und das wirkt natürlich wahrscheinlich weit in unsere Zeit Mit hinein, ja.

00:11:15: Und wir haben auf dieses Phänomen dieses Doppelbeint.

00:11:17: Das heißt immer wenn die Frau jetzt ganz klar ist und klar was raus spricht dann wird sie ganz anders wahrgenommen als wie ein Mann das macht.

00:11:28: Bei einem Mann ist es normal eine Frau wirkt dann wirklich hart.

00:11:32: also wir passen da glaube ich viel mehr auf als ihr Männer bei der Sprache oder so.

00:11:39: Das heisst weil es halt einfach Ja, wahrscheinlich anders wirkt.

00:11:42: Wenn ein Mann eine Position bezieht, dann wirkt es wahrscheinlich anders als wenn eine Frau das macht.

00:11:47: Das ist wahrscheinlich auch die Gewohnheit, dass das bei einem Mann einfach mehr Gewohnhalt da ist wie wenn einer Frau das Macht.

00:11:56: Wobei ich mir ja wünschen würde, wenn wir jetzt von Geschlechter und Führung reden, dass Frauen es nicht zwingend wie Männer machen?

00:12:05: Nein, das holen sie auch nicht!

00:12:08: Da habe ich auch in meinem Buch geschrieben.

00:12:10: Wir Frauen sollen genau das reingeben, was wir haben.

00:12:13: Also diese Weiblichkeit ist ja ein Vorteil und kein Nachteil.

00:12:18: Aber ich glaube halt, dass wir oft früher gedacht haben, wir müssen jetzt irgendwie männlicher wirken, damit wir durchsetzungsfähiger sind.

00:12:28: Das kann schon sein, als es passiert ist aber im Grunde soll's nicht so sein denn?

00:12:34: Weil Männer haben ihre Stärken und Frauen haben ihre Sterken und wenn man beides verbindet dann funktioniert es ja sehr gut, also das muss kein Mann sein.

00:12:44: Also ich kenne das aus meinem beruflichen Erleben und ich finde es total spannend und vielleicht ist auch ein Nachteil den Frauen haben.

00:12:55: aber Frauen sind in der Lage sich hervorragend zu organisieren, in kurzer Zeit Dinge zu erledigen wo andere ewig brauchen.

00:13:05: Das gibt so ganz Zitat verlässlich fleißig vorbereitet.

00:13:11: Das habe ich mir aufgeschrieben, genau!

00:13:12: Und das ist tatsächlich mein Erleben?

00:13:14: Das ist so...

00:13:16: Ja, wir machen das ja alltäglich auch wenn wir als Familie am Kinder haben einen Job haben.

00:13:24: Wir müssen da viel schneller organisieren und wir können das auch sehr gut.

00:13:29: Und das ist dann ein Nachteil zur Führung?

00:13:32: Nein, das ist ein großer Vorteil.

00:13:34: Aber wir sehen es vielleicht manchmal nicht oder nutzen das nicht.

00:13:38: Es fehlt ja nie an Kompetenz.

00:13:39: Frauen sind sehr kompetent aber sie halten sich halt manchmal mehr zurück als die männlichen Kollegen.

00:13:48: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Cornelia Schlögel.

00:13:51: Sie hat Karriere gemacht in einem Unternehmen, Cornelia Schlögel ist meine Gesprächspartnerin und das Wissen, dass sie ihn Jahrzehnten erworben hat.

00:13:58: Das würde sie jetzt gerne weitergeben vor allem an Frauen.

00:14:01: Sie ist meine Gesprächspardnerin.

00:14:03: Also ich hatte vor kurzem ein Gespräch, das fand ich sehr spannend.

00:14:05: da hat eine Frau etwas Neues aufgebaut innerhalb einer Organisation Und sie hat dann auch die Führung bekommen.

00:14:13: aber sie hat den berühmten Hut in den Ring wirklich als Letzte geworfen.

00:14:18: Da waren schon ganz viele gesagt, oh ja das mache ich auch.

00:14:22: Und irgendwie hat sie es wirklich so gerade am Schluss nochmal der Führung gesagt hier, ich habe das jetzt aufgebaut und diesen Anspruch dann auch geltend gemacht.

00:14:31: Genau, da halte mir uns vielleicht länger zurück als notwendig wäre.

00:14:38: Und da gehört mehr Mut dazu.

00:14:40: also das würde ich mir wünschen dass wir viel mehr Mut haben einfach die Dinge... zu tun und anzugehen und uns das auf Zug zugestehen.

00:14:49: Denn können, tun wir es ja!

00:14:51: Ist es nur Mut oder gibt es noch eine andere Zutat?

00:14:54: Oder auch was?

00:14:55: Weil wir wollen ja hier jetzt auch Tipps-und Hinweise geben.

00:14:58: Wir wollen die Welt in dem Bereich besser machen.

00:15:01: Das heißt... Was kannst du denn Frauen damit auf den Weg geben?

00:15:04: Das heißt, ja, Mut ist wahrscheinlich doch einer der wichtigsten Zutaten, wenn ich gerade so überlege.

00:15:10: Ja einfach dass sie sich... Sie wissen ja, was sie können.

00:15:15: Es muss nicht alles perfekt sein.

00:15:18: Ich glaube schon, dass es sehr viel mit Mut zu tun hat sich auch zu zeigen und das auszuhalten was vielleicht dann von anderen kommt.

00:15:26: Nicht von allen geliebt werden.

00:15:31: Dass sie geliebt werden funktioniert halt nicht und diesen Anspruch nicht zu haben wird jetzt vieles leichter.

00:15:39: Wann hattest du denn die Idee, zu diesem Thema ein Buch zu schreiben und deine wahrscheinlich auch eigenen Erfahrungen festzuhalten?

00:15:49: Zu diesem Buch, ich habe eine Coaching-Ausbildung gemacht.

00:15:52: Da hatte dort eine Abschlussarbeit und da habe ich mir schon mal das Thema überlegt.

00:15:59: Beim Schreiben habe ich gedacht, es wäre super einfach ein Buch daraus zu machen, denn ich hätte früher auch gerne so einen Buch gehabt.

00:16:08: Da habe ich dann halt das Buch geschrieben.

00:16:10: Und ich hab vor zehn Jahren schon ein Buch geschrieben, das war damals so eine Challenge in einem Monat ein Buch zu veröffentlichen und es war das Thema, du machst Karriere, du rhaben Mutter!

00:16:22: Denn das war auch schon das Thema... Ja, dass natürlich mich mein ganzes Leben begleitet hat.

00:16:29: Ja, rhabemutter ist verrückt, ne?

00:16:32: Ich habe das lange nicht mehr gehört aber es sitzt echt tief,

00:16:34: ne?!

00:16:35: Das heißt In dem Moment, wo man eine Betreuungseinrichtungen in Anspruch nimmt und es wird leider immer noch.

00:16:42: Ja genau das wirkt aber ich habe nachgeforscht.

00:16:45: also die Raben wenn man die Vögel denkt sind ja keine schlechten Mütter sondern die schauen ja wirklich auf ihr Nest aber sie lassen halt die Vogel früher fliegen und dann sind sie vielleicht noch ein bisschen dollpatschig Und dann wirkt es vielleicht so, dass sie nicht schön schauen.

00:17:02: Aber Sie machen sich sehr selbstständig und das machen Mütter ja die auch, die natürlich auch arbeiten müssen.

00:17:08: Denn die Kinder sind sehr schnell selbstständige.

00:17:11: Das ist doch sage ich auch mal die Aufgabe von Eltern.

00:17:15: Ja?

00:17:15: Das heißt natürlich klar am Anfang behütet man aber irgendwann geht es los, dass ich meine Kinder sehr schnell Selbständig mache.

00:17:23: Genau!

00:17:23: Und deshalb brauchen wir uns Frauen da nicht immer ein schlechtes Gewissen einreden, selbst auch Wenn wir halt nicht immer da sind.

00:17:30: Gleich geht es weiter.

00:17:31: im Gespräch mit Cornelia Schlögel.

00:17:33: Sie würde gerne mehr Frauen in Führungspositionen sehen und dafür arbeitet sie, Cornelia Schlügel ist meine Gesprächspartnerin Und sie hat eine Karriere gemacht im Unternehmen von ganz unten nach oben Das und vieles Meeresthema hier im Gespräch.

00:17:47: Du hast jetzt gerade schon die lange Zeit in deinem Unternehmen erwähnt das heißt du hast Jetzt sind wir nicht so weit im Alter auseinander.

00:17:55: Das heißt, du hast Karriere gemacht und da bin ich mir ganz sicher... Da war es wirklich extremst Männer dominiert!

00:18:01: Ja, das ist jetzt auch noch.

00:18:05: Es gibt natürlich mehr Frauen, aber ich bin trotzdem immer oft alleine in Meetings unter Männern.

00:18:16: Nicht mehr so arg, aber schon noch.

00:18:19: Und da fängt es ja an, das heißt im Prinzip... Da geht's ja schon um durchsetzen.

00:18:23: Das ist so eine der Punkte die wichtig sind.

00:18:27: Schon aber das kann man auch mit Schaben machen und man muss dann nicht ganz hart werden oder so sondern man kann schon unsere weiblichen Schaben ein bisschen einsetzen.

00:18:39: Okay?

00:18:40: D.h.,

00:18:41: wenn es dann vielleicht hart zur Sache geht reagiert man mit ganz anderen Sachen?

00:18:45: Ja, ist nicht immer einfach!

00:18:49: Manchmal passiert es auch, dass sich ausbringert und dann reagiert nicht so wie du möchtest.

00:18:54: Aber das passiert uns ja alle!

00:18:56: Dann ist halt wichtig, dass du mal nachdenkst, wie das besser gewesen war.

00:19:00: Aber im Grunde... Ja?

00:19:04: Wir sind auch sehr empathisch.

00:19:05: also wenn man dann schaut, wie geht man mit jemandem um, dann kann man das schon einsetzen glaube ich, dass man nicht immer durchsetzt, also das Durchsetzen nicht heißt unbedingt hart zu sein sondern den anderen auch zu verstehen und dort abzuholen, wo er gerade ist.

00:19:20: Und dann so weiterzukommen?

00:19:24: Ich glaube das ist dann auch so ein Klischee weil es gibt ja immer mehrere Wege zum Ziel zu kommen.

00:19:29: Genau

00:19:29: genau!

00:19:31: Ja ich glaube das muss man manchmal wissen denn auch mit einer verbindlichen Freundlichkeit komme ich sehr weit.

00:19:37: Genau und auch miteinander.

00:19:40: also dass man gewisse Dinge miteinander macht und nicht... Man muss nicht alles alleine tun Und wenn man das Team so ein starkes Team hat, dann braucht man die Härte nicht.

00:19:52: Man kann es gemeinsam machen mit Gesprächen und so.

00:19:56: Das ist auch gerade sehr viele Stichworte, was du alles in deinem Buch behandelst.

00:20:01: Das heißt, das fängt ja an von Grenzen setzen.

00:20:04: Das muss dann auch nicht immer die harte Methodik sein sondern auch dass geht auf eine freundliche Weise

00:20:11: Auf alle Zelle!

00:20:12: Also ich muss da nicht... Ich kann da auch einmal sagen Ich weiß jetzt im Moment gerade keine Antwort oder so, gibt mir Zeit.

00:20:21: Ich muss nicht immer sofort... also ich muss nicht die mal hart Nein sagen sondern ich kann auch immer sagen du kann ich jetzt nicht machen wir später alles so etwas.

00:20:29: Also

00:20:31: ich glaube das ist ein ganz wichtiger Punkt beim Thema Führung.

00:20:34: natürlich muss eine Führungskraft nicht nicht alles wissen?

00:20:37: sie muss nur schauen wo kriegt Sie dann die nötigen Informationen her um dann eine Entscheidung zu treffen?

00:20:43: Ja

00:20:44: Ja, das ist so ein Missverständnis glaube ich was auch ganz weit verbreitet ist.

00:20:48: Das habe ich auch erst lernen müssen.

00:20:50: Ich dachte auch früher immer muss alles wissen und es war für mich sehr ungut wenn ich etwas nicht wusste.

00:20:57: aber diese Erkenntnis zu haben dass man nicht sofort alles wissen muss erleichtert schon.

00:21:02: Ich muss nur meinen Mitarbeiter die Orientierung geben und die müssen wissen dass sie sich verlassen können.

00:21:08: und dann kann ich schon mal sagen muss erst nachschauen ich weiß selber nicht Aber ich kann ja auch meine Mitarbeiter fragen, weil oft wissen die ja fast mehr.

00:21:17: Weil sie in ihrem Spezialgebiet sind und das brauche ich nicht zulassen.

00:21:21: Und wir sind hier glaube ich bei dem wichtigen Punkt der Ehrlichkeit, ne?

00:21:23: Das gehört auch dazu zu sagen, nee weiß ich nicht!

00:21:27: Ja genau, weiß ich es nicht.

00:21:30: Es gibt so viele Dinge... Die Veränderung ist so stark und so schnell Ich kann nicht alles wissen.

00:21:36: Gleich geht's weiter.

00:21:36: im Gespräch mit Cornelia Schlögel Schluss mit net.

00:21:39: Führung braucht Eierstöcke, das ist die Aussage von Cornelia Schlögel.

00:21:44: sie ist meine Gesprächspartnerin.

00:21:46: Jetzt haben wir das schon so leicht gestreift mit.

00:21:51: irgendwann kommt Kinder ins Leben und das heißt in der Regel ist die Frau diejenige die länger zu Hause bleibt, die mehr Zeit investiert und das heisst in diesem Punkt ist wahrscheinlich immer ein Nachteil im Leben erst mal gegeben.

00:22:05: und wie macht man den wieder weg?

00:22:09: Das ist eine schwierige Frage.

00:22:15: Ja, aber ich sehe sie auch bei meiner Tochter jetzt die überlegt ja natürlich auch Kinderjahr und Kindeneine.

00:22:21: das sind wir schwierig weil man braucht rundherum natürlich auch gute Verbindungen oder Familie die da mithelfen natürlich wenn ich zum Beispiel wieder arbeiten möchte oder wenn ich länger zu Hause bleibe Und wie man es dann wieder wettmacht.

00:22:36: Also ich sage immer, man muss einfach das Beste geben und die Arbeit so gut wie möglich machen aber...

00:22:46: Jetzt ist wahrscheinlich mir fällt auch da keine Lösung ein.

00:22:50: Das heißt, es gibt zwar, ich weiß nicht wie das in Österreich ist bei uns gibt's auch immer mehr Männer, die dann auch mal ein bisschen Elternzeit nehmen Aber die Verteilung ist eindeutig, dass die Last liegt immer noch mehr bei den Frauen.

00:23:02: Ja, das ist aber auf alle Fälle und da kommt halt das Unternehmen auch ins Spiel.

00:23:05: also ich sollte das schon akzeptieren weil die Frau die jetzt Kinder auch hat und alles meistert und organisiert ah es ist ja kein Nachteil es ist nur anders und das muss man halt irgendwie integrieren und dann muss das Unternehmen natürlich mitspielen sonst ist es schwierig.

00:23:24: Ist es dann auch die Chance, dass ich tatsächlich durch so ein Zeitmanagement dann doch auch Dinge wieder gut machen kann?

00:23:33: Wie meinst du das nicht gut machen.

00:23:35: Du hast jetzt gesagt, ich muss mich organisieren aber vielleicht ist das dann die Lösung um einfach solche Dinge, die als Nachteil da sind für eine gewisse Zeit, dass sie einfach gucken, dass sich diese Zeit dann wirklich bestmöglich managere und versuche ja so viel mitzuhalten wie's halt geht ohne dass ich kaputt gehe.

00:23:52: Ich glaube sogar, dass es so ist, dass Frauen die jetzt zum Beispiel Teilzeit arbeiten und alles organisieren in dieser Zeit sehr viel reinbringen.

00:24:02: Und dem Unternehmen auch sehr viel Gutes tun damit und auch die Ziele erreichen.

00:24:06: Aufpassen muss ich nur immer, dass sie sich nicht selbst... Also das sind nicht so ein Unterdruckgerät oder also dass sie krank wird oder dass das nicht mehr funktioniert und deswegen muss das Unternehmen da mitarbeiten.

00:24:20: Es muss die Unternehmenskultur hergeben, dass das auch möglich ist.

00:24:25: und darauf ich schon, was die Unternehmen moderner geworden sind.

00:24:29: Weil man kann schon Arbeitszeiten auf so gestalten, dass es funktioniert.

00:24:34: Man muss natürlich umdenken.

00:24:37: Also mein persönlicher Eindruck ist wir sind auf einem guten Weg aber natürlich ... Ich glaube es gibt dann immer wieder Mängel, die irgendwo sind... Auch das gehört vielleicht zur Sache dazu, dass wir da auch gelassener bleiben und einfach schauen wenn etwas nicht gut läuft hinschauen.

00:24:53: Und gucken wie man es besser machen kann.

00:24:56: Genau!

00:24:57: Das ist einfach wichtig ja.

00:24:59: Es muss uns bewusst sein, dass es eben nicht gleich weitergeht als wenn ich keine Kinder hätte.

00:25:03: Es ist halt so... Es ist Fakt aber Kinder sind ja wichtig.

00:25:08: Also sollte das schon nicht ausacht lassen.

00:25:12: Wir brauchen ja unsere Kinder.

00:25:14: Also ich denke, das ist... also ich weiß nicht.

00:25:17: Ich weiß da nicht wie Österreich tickt aber ich glaube bei uns könnten wir könnten Familien freundlicher sein.

00:25:23: Das funktioniert bei uns nicht so ganz perfekt.

00:25:26: Aber ich denke dass umdenken läuft und wenn du halt gute Arbeitnehmerinnen haben möchtest bleibt dir auch nichts anderes übrig als gute Bedingungen zu geben.

00:25:37: Ja das ist wichtig!

00:25:38: Wir haben ja Der Markt ist ja jetzt so, dass wir Arbeitgeber nicht mehr aussuchen können oder so viele Bewerbungen haben.

00:25:46: Also man sollte da schon denken und diesen... also das nicht!

00:25:51: Dass die Frauen helfen und unterstützen, dass sie den Job machen können.

00:25:57: Wir haben das immer gemacht und sind sehr gut damit gefahren weil sie noch immer da sind.

00:26:03: Ich habe das auch, ich habe nebenher gearbeitet und meine Kinder gehabt.

00:26:07: Wäre das nicht unterstützt gewesen, würde ich heute nicht hier?

00:26:11: Ja und ich glaube auch wenn jemand wirklich eine gute Leistung gezeigt hat dann ist da auch ein Unternehmen-Gewild natürlich.

00:26:17: Das ist eine Investition ohne einen Menschen drin, wenn jemand nur Hau aufgebaut hat Wenn er ein Unternehmen kennt Dann ist es sehr sehr teuer so jemanden Nicht weiter zu beschäftigen.

00:26:27: Genau,

00:26:27: genau.

00:26:29: Also das ist der Sinn der Sache.

00:26:31: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Cornelia Schlögel.

00:26:35: Was brauchen Frauen in Führungspositionen?

00:26:38: Das ist unter anderem das Thema von Cornelia Schlögel.

00:26:41: Sie selbst hat in einem Unternehmen eine jahrzehntelange Karriere hingelegt und sie ist meine

00:26:45: Gesprächspartnerin.".

00:26:47: So, jetzt haben wir hier so ein Titel wie Schluss mit Net-Führung braucht Eierstücke.

00:26:52: Das ist ja ein Statement aber ich glaube es ist trotzdem mit dem Augenzinkern gemeint ne?

00:26:59: Natürlich!

00:27:02: Also... Ich wollte einen Titel haben, der schon anregt, dass man darüber spricht oder zum Nachdenken anregte und nicht nur im Bücherregal.

00:27:11: dann steht.

00:27:12: Das war schon ... Und die Eierstöcke sind für mich eine Metapher, für eine gute Führung weil wenn man denkt was Eier Stöcke alles können.

00:27:21: also sie wählen ja aus Sie reifen heran lassen heranreifen sie wandeln Potenzial in Schöpfung um und dann lassen sie los und im Grunde ist das eine gute Führung.

00:27:33: Und deshalb hat mir diese Metapher sehr gut gefallen und natürlich auch, dass wir es schon nach auf die Frauen hin, dass sie uns schon zutrauen dürfen.

00:27:43: Weil wir können nicht...

00:27:44: Und das ist natürlich der Führungsbrauch der Eier?

00:27:46: Ich meine, das hat man auch schon mal gehört, ne?

00:27:48: Ja ja, das

00:27:49: hört mich öfter!

00:27:50: Da wird halt der Claim halt auch mal anders gesetzt.

00:27:53: Genau.

00:27:53: Das ist schon witzig und Schluss mit net ist natürlich ... Ja, ich glaube man kann trotzdem auch nett sein bei allem was wir machen.

00:28:03: Ich glaube wichtig ist diese Verbindlichkeit die da drin ist und die Klarheit.

00:28:07: Also Schluss mit net bedeutet es nicht dass wir jetzt unfreundlich wären soll oder eine Furie oder so.

00:28:14: Das ist damit nicht gemeint.

00:28:15: Schluss mit nett ist eher gemeint das wir uns manchmal dahinter verstecken oder Dinge Eure Meinungen nicht sagen weil man eben nicht anecken möchte oder weil man halt... Beliebt sein will, solche Dinge.

00:28:27: Also mit dem meine ich damit dass man das aufhören sollte weil das behindert uns eher.

00:28:35: Im Training passiert die Dinge ja meistens im Kopf.

00:28:37: wenn ich eine Meinung zurückhalte, dass ich denke der will das vielleicht nicht hören oder der findet mich da nicht mehr gut und meine Erfahrung ist in neunzig Prozent der Fälle passiert es gar nicht.

00:28:49: Genau.

00:28:49: also ich sage immer wenn ich von Boris Grundrück gehört Wenn man glaubt, einen Menschen etwas nicht sagen zu können weil er das nicht aushält dann ist man eigentlich sehr arrogant.

00:29:00: Weil ich weiß ja nicht was der aushällt und im Grunde kann er sich dadurch nicht entwickeln wenn wir die Dinge nicht aussprechen.

00:29:07: Weil vielleicht weißt er das gar nicht oder ist ihm gar nicht bewusst dass er irgendwas gesagt hat was vielleicht den anderen tritt.

00:29:17: Ich glaube wir können fast alles sagen.

00:29:19: Die Frage ist wie wir es tun.

00:29:21: Genau Also ich sage auch immer, man soll alles ansprechen.

00:29:26: Nicht zu lange warten weil wenn man zu lange wartet dann kommt vielleicht so viel zusammen und dann wird es vielleicht nicht mehr so nett formuliert oder so ruhig formuliert.

00:29:36: und ja dann könnte er mehr entstehen als da ist.

00:29:42: Ja und es gibt ja gute Techniken zu... Man kann die Dinge einfach aus seiner Perspektive darstellen was das mit einem selbst irgendwie jetzt gemacht hat und dann halt nicht in die Angriffshaltung gehen.

00:29:53: Da gibt es ja wirklich gute Methoden, wo wir respektvoll Kritik darüber bringen aber ohne den anderen Asiaten würden sagen das ohne rest der andere das Gesicht verliert.

00:30:04: Ja genau

00:30:06: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Cornelia Schlögel Führung braucht Eierstöcke.

00:30:11: Das ist Thema hier.

00:30:12: im Gesprich mit Cornelia Schlögl.

00:30:15: Sie möchte dass möglichst viele Frauen in Führungsposition kommen und Karriere machen.

00:30:20: Wenn du jetzt da dein Buch so vor dir hast, für wen hast du das denn geschrieben?

00:30:25: Wen siehst du davor dir?

00:30:28: Also Melziggruppe waren schon Frauen.

00:30:31: Frauen in Führung oder Frauen die führen wollen um ihnen auch diesen Mut zu geben und das auch zu tun.

00:30:38: Während des Schreibens bin ich dann darauf gekommen dass es eigentlich für alle ist.

00:30:43: Es ist auch gemeldet natürlich.

00:30:45: also es ist für alle die führen und in der Führung sind.

00:30:52: Hättest du als dein Jünger das Buch gerne schon gehabt?

00:30:55: Ja, auf alle Fälle.

00:30:56: Ich habe immer sehr viel gelesen und ich wollte ein Buch haben, dass leicht zu lesen ist also Storytelling, Erfahrungen drin sind, ein paar Werkzeuge vielleicht zum Umsetzen Und das habe ich mit dem Buch gemacht.

00:31:12: Gerade in der Führung spielt ja, glaube ich... wie nennen wir das?

00:31:16: Diese klare Sprache spielt da auch eine Rolle die man beherrschen muss.

00:31:20: Ich

00:31:21: bekomme mich in deinem Buch auch so ein bisschen mitbekommen.

00:31:27: Ja, ich hab das Feedback schon bekommen, dass es sehr klar geschrieben ist und klare Sparke.

00:31:32: ehrlich Ja, ich bin selbst nicht der Typ, der gerne um den heißen Brei herum spricht.

00:31:39: Sondern die Dinge anspricht, die halt da sind damit man auch dann was lernen kann daraus.

00:31:45: Ist ja durchaus auch ein Punkt unseres Kulturkreises.

00:31:48: das heißt sowohl die Deutschen als auch die Österreicher sind in dem Bereich oder vielleicht doch nicht weiß ich gar nicht.

00:31:54: also wir sind ja schon im Umgang relativ klar.

00:31:57: was manche Nationen auch manchmal erschreckt

00:32:00: Ja, das kann schon sein.

00:32:02: Aber ich merke das auch in der Führung, dass manchmal nicht genau angesprochen wird und was es jetzt wirklich geht, weil man vielleicht den anderen nicht verschrecken möchte oder weil man Angst hat, dass direkt dann geht.

00:32:16: Weil's ja doch nicht so einfach ist, Mitarbeiter zu bekommen oder zu halten.

00:32:21: Und ich finde das aber falsch!

00:32:23: Also ich finde es besser wenn man die Dinge auf dem Tisch liegt natürlich mit einem gewissen... Sprache, also nicht immer zu emotional und dann glaube ich kann man vieles einfach schneller lösen.

00:32:38: Dann brauchst du nicht so lange herum tun?

00:32:41: Ja wenn ja etwas nicht stimmt und ich das nicht artikuliere, dann kocht hier irgendetwas in mir und es kocht ja immer weiter und dann kommt der nächste Vorfall und da hat man irgendwann vielleicht den richtigen Moment für die erste Kritik verpasst, dann ist irgendwas so eingerissen Und irgendwann endet es ja genau an der Stelle, die man nicht möchte und nämlich jemand verlässt das Unternehmen.

00:33:04: Genau also wenn man Angst hat vor Konfliktgesprächen oder so... Also am Anfang wäre es ja noch gar kein Konflikgespräch.

00:33:13: Es wäre vielleicht nur ein normales Gespräch wo man halt was anspricht, was vielleicht nicht ganz richtig läuft und andere vielleicht nicht weiß aber irgendwann wird dazu ein Konflekt und das ist eher gefährlich.

00:33:26: Also darum würde ich immer sagen gleich ansprechen, wenn da was ist.

00:33:31: Das heißt schon bei irgendeiner Kleinigkeit die irgendwie nicht so ist wie sie sein soll einfach sagen pass mal auf mir ist das nicht aufgefallen?

00:33:40: Genau vielleicht hat er auch einen guten Grund.

00:33:43: also es passiert ja auch dass mir dann gesagt wird warum das so ist und dann komme ich drauf ahja hast du ja recht kann ich auch sein?

00:33:52: Manchmal ist das ganz so einfach diesen Führungsanspruch zu nehmen.

00:33:58: Logischerweise in dem Moment wo ich vorne stehe, wo ich Entscheidungen treffe habe ich immer alles dabei.

00:34:04: Es gibt Menschen die folgen mir es gibt Menschen den ist vielleicht auch egal aber ich hab dann auch mal Leute die sagen der Spint oder die spinnt.

00:34:12: das heißt ich bekomme auch menschen die ja wie beschreibe ich dass wir nicht unbedingt mich jetzt toll finden und damit muss ich aushalten wenn ich Führung

00:34:26: Das muss aushalten.

00:34:27: Es wird nicht passieren, dass dich jeder liebt und es wird auch Neid geben, Intrigen... Also ich habe Paar Ballers erlebt und ja das ist vielleicht ja auch menschlich und damit umzugehen ist nicht immer ganz

00:34:42: einfach.".

00:34:43: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Cornelia Schlögel.

00:34:46: Viele von uns streben nach einer beruflichen Karriere.

00:34:49: Sie möchte vor allen Dingen das Frauen-Karriere machen, Cornelia Schlögel ist meine Gesprächspartnerin.

00:34:54: Ist das mit männlicher und weiblicher Brille?

00:34:57: Hast du dann einen Unterschied gesehen?

00:34:59: Ist es weiblich mehr ausgeprägt?

00:35:03: Würde ich jetzt nicht sagen.

00:35:04: also man hat mir ja immer gesagt wenn viele Frauen zusammenkommen dann ist das so.

00:35:09: aus der Erfahrung kann ich sagen dass das auch bei Männer so ist.

00:35:13: Also würde ich jetzt nichts.

00:35:15: Ich würde nicht sagen, dass es nur die Frauen sind.

00:35:19: Trotzdem glaube ich das so etwas wie dein Buch immer noch notwendig ist weil wir sind ja auch nicht da wo wir hin wollen oder?

00:35:27: Nein wir sind sicher noch nicht da.

00:35:30: also mein Buch ist er so aufgebaut zuerst innen dann außen.

00:35:34: Also ich sage ja immer man soll sich selbst entwickeln seine Muster anschauen und immer wieder reflektieren Weil wenn du innen stark bist und selbstbewusst deine Werte kennst nach deinen Werten lebst, dann wird sie im Außen leichter.

00:35:51: Denn alles was im Aussen ist, wirst du nicht den Einfluss haben aber wie du selbst damit umgehst sehr wohl und ich glaube das ist halt ganz wichtig.

00:36:02: Und diese erste Klarheit im Inneren und dass man im inneren stark ist natürlich elementar für den Führungsanspruch denn je weiter es nach oben geht umso einsamer wird es auch.

00:36:12: Ja Es ist so.

00:36:13: Aber es gibt oben auch, also es gibt auch deine Kollegen die du hast und das mit denen dass ich austauschen kannst.

00:36:21: Wichtig ist halt, dass du dich wirklich austauscht und nicht glaubst du musst alles alleine tun.

00:36:26: Ich glaube das ist sowieso vorbei.

00:36:29: Wir leben in Zeiten wo wir glaube ich viel mehr im Austausch sein müssen weil die... Ja wir haben ja Multikrisen oft zum Teil zu bewältigen.

00:36:39: Das heißt es kommen Entscheidungen.

00:36:40: Da hätte ja früher keiner gedacht, dass ich heute das so mache und in drei Monaten arbeiten wir aber schon wieder ganz anders.

00:36:47: Oder dann kommen jetzt Technologien dazu die uns natürlich einen Hebel auf einmal in die Hand geben mit dem eigentlich an niemand gerechnet hat, dass man auf einmal Tabellen-und Daten durchsuchen kann was früher gar nicht möglich war.

00:37:00: Ja es verändert sich ebenso viel und da gibt's schon sehr viele Vorteile.

00:37:05: aber auch wo sollt' Vorteile gibts?

00:37:08: Gibt's Nachteile genauso weil halt alles so schnell wird und man sich selbst da oft unter Druck setzt, alles schnell erreichen zu müssen oder schnell erledigen zu müssen.

00:37:19: Weil jetzt ein E-Mail da ist oder so?

00:37:22: Ja manchmal geht es auch nicht anders.

00:37:24: das heißt also ich habe mir auch früher auch hinter jeder E-mail her.

00:37:27: heute mache ich das konzentriert am Stück und gucke dann auch längere Zeit nicht danach.

00:37:33: ja Für den einen oder anderen ist es ein Ärgernis, weil manche denken, man müsste nach fünf Minuten antworten.

00:37:40: Aber nein müssen wir nicht!

00:37:41: Genau das ist ganz wichtig dass wir uns immer wieder vor Augen halten wollen sonst da kannst du dich nicht mehr fokussieren wenn ständig ein E-Mail kommt.

00:37:50: also ich mache das auch so ich mach das in Blöcken und dann schaue ich halt ein Zeit lang nicht ins e-mail.

00:37:55: Dann muss man mich schon anrufen wenn's ganz dringend ist.

00:37:59: Das ist glaube ich schon so eine wichtige Erkenntnis, dass was wirklich richtig richtig dringlich ist.

00:38:05: Ereicht ein dann auf alle Fälle selbst wenn man da nicht

00:38:08: nachguckt.

00:38:09: Genau!

00:38:09: Also das kommt sowieso.

00:38:12: Gleich geht es weiter im Gespräch mit Cornelia Schlödel.

00:38:15: Sie ist heute noch in dem Unternehmen, wo sie vor Jahrzehnten angefangen hat.

00:38:19: Sie hat sich dort hochgearbeitet und hat Karriere gemacht.

00:38:22: Und jetzt möchte sie ihr Wissen weitergeben an v.a.

00:38:25: Frauen die Karrieremachen wollen!

00:38:28: Cornelia Schlögel ist meine Gesprächspartnerin.

00:38:32: Würdest du denn jungen Frauen auf alle Fälle mitgeben was sie heute wenn sie Karriermachen wollen beachten sollen?

00:38:39: Ich würde Ihnen sagen, Sie sollen mal in sich gehen und sehen was sie schon alles geschafft haben.

00:38:46: Was sie alles gemacht haben, was sie alles können und sich das einfach auch zutrauen.

00:38:50: Also sie müssen nicht über perfekt sein oder glauben dass sie alles perfekt machen müssen.

00:38:56: also es sollen einfach den Schritt gehen und dann wird das schon.

00:39:01: Es

00:39:01: ist eigentlich ein relativ einfacher, guter Ratschlag.

00:39:04: Aber wir sollten auch... Ich kann das eigentlich jedem empfehlen.

00:39:06: hin und wieder immer mal schauen was haben wir da auf der Habenseite?

00:39:09: Weil oft unterschätzen wie uns auch weil jeder von uns hat zu jedem Lebensalter bestimmte Dinge erreicht Und wir vergessen dann manchmal, weil dann irgendwie eine Nummer nicht funktioniert hat Vergessen wird es eigentlich Mehrheitliches richtig gut lief

00:39:24: Ja genau.

00:39:25: und auch wenn man etwas geschafft hat dass man dann schon einmal drauf schaut, mal feiert dass man es erledigt hat oder geschafft hat und nicht gleich wieder zum nächsten weil man denkt man muss noch mehr machen.

00:39:37: Also diesen Disziplos zu halten und schon immer wieder stolz auf sich selbst so sein.

00:39:43: denn ja die meisten haben sehr viel geschafft schon auch wenn sie noch sehr jung sind.

00:39:50: ich habe vor kurzem etwas das hat mich ein bisschen deprimiert gehört bis wir sowas bei Gleichberechtigung sind wenn wir in dem Tempo weitermachen dass wir noch ziemlich lange brauchen.

00:40:00: Das war irgendwie eine Zeichen, ich weiß nicht mehr, oder irgendwie hundertundzwanzig Jahre?

00:40:04: Oder sowas wenn diese Entwicklung so weitergeht.

00:40:07: Deswegen stark, dass du dich mit dem Thema auseinandersetzt weil ich glaube es geht genau um das.

00:40:12: Wir müssen Menschen zeigen wie sie wirken und dass sie den Mut haben ihre Position auch einnehmen zu wollen.

00:40:19: Ja, genau.

00:40:21: Es ist ganz wichtig.

00:40:21: also Es hilft nichts, wenn z.B.

00:40:24: Strukturen geschaffen werden, dass die Frau jetzt zum Beispiel eine Führungsposition einnehmen kann und sie dann selbst nicht so weit ist weil sie sich das nicht zutraut oder dann nein sagt, weil sie eben zu viel nachdenkt.

00:40:37: Das wäre auch sehr schade.

00:40:38: und deswegen sage ich immer Auch wenn es vielleicht der Job noch nicht da ist aber arbeitet jemand dir selbst Dass du dann soweit bist Wenn er da ist.

00:40:48: also

00:40:51: Und ich glaube, man kann das natürlich auch in beide Richtungen geben.

00:40:54: Das heißt Unternehmen und Organisation tun natürlich auch Gutes daran wenn sie jemanden identifiziert haben der das Potenzial hat und man darf auch umgekehrt mal fragen und Angebot unterbreiten.

00:41:06: nicht dass sich glaube das fehlt oft noch.

00:41:08: Ja das sollte man ab alle Fälle tun.

00:41:10: also wir wir fragen immer auch bei Mitarbeiter Gesprächen natürlich wo Sie sich hin entwickeln wollen.

00:41:17: manchmal gibt es den Job wirklich noch nicht.

00:41:18: aber Wenn man dann offen darüber spricht, dann ist das einmal da und ich weiß okay die würde sich gerne weiterentwickeln in irgendeine Position.

00:41:28: Und dann kann man ganz anders agieren auch als Unternehmer.

00:41:31: also wenn wir das gemeinsam einfach die Potenziale anschauen und das Führungskraft solltest du deine Potenzialen deiner Mitarbeiter schon kennen.

00:41:39: Also so genau sollte man schon schauen.

00:41:43: Ich habe sogar gelernt man sollte nicht nur die Potentiale kennen sondern man sollte tatsächlich auch wissen was machen die alle so?

00:41:49: Ich habe schon so viele hilfreiche Dinge gehabt, weil Menschen irgendein Hobby hatten.

00:41:54: Dass man dann effekt mit dem beruflichen verbinden konnte.

00:41:58: Wir haben ein Motor in der Firma das starke Vier und das war uns immer ganz wichtig.

00:42:03: Habe ich auch natürlich mitgeprägt, weil wir sagen miteinander ist mir einfach stark es ist egal was dort kommt.

00:42:11: Kommt irgendwann eine Krise oder irgendeinen wirtschaftliches Problem?

00:42:15: Und wenn wir alle zusammenhalten und die Leute kennen, die man hat... Ist das ein riesengroßer Vorabteil für das Unternehmen?

00:42:23: Gleich geht es weiter im Gespräch mit Cornelia Schlögel.

00:42:26: Cornelia Schlögel möchte, dass mehr Frauen Karriere machen und in Führungspositionen kommen.

00:42:32: Und wir haben gerade auch so ein bisschen darüber gesprochen, dass es natürlich toll ist wenn wir auch mehr in Lösungen denken.

00:42:37: Das heißt nicht überlegen warum etwas nicht geht sondern wirklich schauen was können wir anpacken und welche Lösungen finden.

00:42:45: wie sie ist meine Gesprächspartnerin.

00:42:47: Ich freue mich halt immer, wenn wir wieder in dieses Denken kommen.

00:42:50: Wir haben genügend Probleme und auch bürokratische Hindernisse.

00:42:54: Und ich wünsche mir immer, lasst uns immer schauen eine gute Lösung warum etwas geht anstatt die Zähne und ob es nicht geht.

00:43:02: Ja genau also wo geht der Fokus hin ja?

00:43:06: Also ich stelle tatsächlich fest, wenn man anfängt mit diesem Blick auf Dinge zu schauen das so vieles geht.

00:43:13: Auf alle Fälle!

00:43:14: Also nicht zu lange im Problem bleiben, sondern überlegen wo wir hin?

00:43:18: Und das sind die ersten Schritte.

00:43:20: Dann kommt man schon weiter und wenn man das mit mehreren Menschen gemeinsam macht dann entsteht so großartiges.

00:43:27: also das sollte man nicht vergessen.

00:43:29: Manchmal

00:43:29: schafft man

00:43:30: vielleicht nicht das ganz große anvisierte Ziel aber man kommt immer weiter als wenn man nicht irgendwelche Ideen entwickelt.

00:43:38: Genau!

00:43:40: Dreizig Jahre in einem Unternehmen ist heute, glaube ich, gar nicht mehr gang und gäbe.

00:43:45: Das ist gar nicht so oft?

00:43:46: Ja es ist nicht zu oft aber wir haben doch noch einige.

00:43:51: Aber das ist sicher so weil wir aus dieser Generation kommen die damals angefangen haben Und dann hast du nicht so schnell aufgehört in einer Firma.

00:44:02: Und ja, ich hatte natürlich ... weil ich die Möglichkeit noch hatte das wirklich mitzugestalten.

00:44:08: Sonst wäre es nicht gegangen.

00:44:09: Also ich wär' nicht so lange in Unternehmen geblieben hätte.

00:44:12: Hätte ich nicht die Möglichkeiten gehabt etwas zu gestalten, weil ich natürlich nicht bin.

00:44:16: Aber es macht natürlich trotzdem was mit einem bald?

00:44:20: Ich sag mal wenn ich solange in einer Organisation bin habe ich natürlich auch die bestmögliche Identifikation mit der Sache nach.

00:44:26: Natürlich!

00:44:26: Es ist ja wie deine zweite Familie dann irgendwann und ja... Da agiert man auch ganz anders.

00:44:35: Ich glaube, wenn du so lange in einer Firma bist oder wirklich glücklich bist und dich entwickeln kannst, dann möchtest ja das ganze Unternehmen sich entwickelt und die Menschen da drinnen.

00:44:45: Gleich geht es weiter im Gespräch mit Cornelia Schlögel.

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