Warum bremsen sich so viele Frauen selbst aus – und wie lässt sich das ändern?

Shownotes

Sie war Journalistin, Fernsehunterhaltungschefin beim Hessischen Rundfunk und Führungskraft – heute unterstützt Ute Janik Frauen dabei, selbstbewusst ihren eigenen Karriereweg zu gehen. Im Sonntagstalk spricht sie mit Volker Pietzsch über ihren außergewöhnlichen Berufsweg, die Erfahrungen in einer lange männerdominierten Medienwelt und darüber, warum viele Frauen nicht nur gegen äußere Hürden kämpfen, sondern sich oft auch durch eigene Glaubenssätze ausbremsen.

Im Mittelpunkt steht ihr Buch „Runter von der Bremse“, in dem sie zeigt, wie tief gesellschaftliche Rollenbilder, Erziehung und Selbstzweifel wirken – und warum Gleichberechtigung nicht nur politische Veränderungen braucht, sondern auch den Mut, die eigenen inneren Bremsen zu lösen. Es geht um das sogenannte „Tiara-Syndrom“, um Karriere, Familienpolitik, Führung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie um die Frage, wie Frauen lernen können, ihre Fähigkeiten sichtbar zu machen und Chancen aktiv einzufordern.

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00:00:00: Mein heutiger Gast ist weiblich Name.

00:00:04: Ute Yannick!

00:00:06: Die Frage, die man Frau nicht stellt ich mache es doch immer wieder alter.

00:00:11: Ich bin sechszig geworden.

00:00:13: Geburtsort?

00:00:15: Mannheim.

00:00:16: Dein Beruf?

00:00:19: Jetzt bin ich Coaching-Speakerin, Autore.

00:00:24: Ich war sehr, sehr lange beim Hessischen Rundfunk über fünfzwanzig Jahre.

00:00:29: über zwanzig Jahre in der Führungsposition und davon die meiste Zeit als Fernsehunterhaltungschef hin.

00:00:36: Hast du Hobbys, sondern ja welche?

00:00:38: Ja klar!

00:00:40: Also ich habe sportliche Hobbies, schwimmen, das mache ich so regelmäßig zu machen, Nordic Walking... Und dann mache ich noch EMS Training, da kriegst du so Mini-Elektroschauks in so einem Anzug also eine elektrische Stimulation beim Muskeltraining.

00:00:57: Ich lese sehr gerne.

00:00:59: Ich habe auch sehr gerne mal so einen einfachen faulen Abend mit Netflix.

00:01:05: Ich treffe mich sehr gern mit Freunden und ich bin eine leidenschaftlich sich Kemperin.

00:01:09: Hast du sowas wie ein Lebensmotor, also muss kein Spruch sein.

00:01:13: herangehensweise?

00:01:15: Versuche jeden Tag zu genießen und jeden Tag auszunutzen weil man nicht weiß wie viele noch kommen.

00:01:22: Die Menschen die mit dir zu tun haben was meinst du sagen die über dich.

00:01:25: was macht dich aus?

00:01:29: Ich glaube, sie sagen über mich dass ich verlässig bin.

00:01:34: Dass ich mich gut um andere kümmern kann also auch fürsorglich bin.

00:01:40: Das ich manchmal vielleicht ein bisschen schusslig bin aber doch eine sehr authentische Person.

00:01:49: Meine Gesprächspartnerin ist Uti Janik.

00:01:52: Mit Udi Yannick spreche ich heute über Karriere, Frauen und vieles mehr.

00:01:56: Ich habe gerade den Geburtsort Mannheim gehört.

00:01:59: Ich höre ein Astreines Hochdeutsch.

00:02:01: Deswegen hast du zumindest mal, falls du in Mannheim aufgewachsen sein solltest das nicht mitbekommen?

00:02:07: Ja, das ist interessant weil im privaten Gespräch hat man jemand zu mir gesagt Du redest wie Joel Fleming.

00:02:14: Okay.

00:02:15: Man hört es nicht.

00:02:16: Es liegt einfach daran dass meine Eltern Hochdeutes gesprochen haben.

00:02:20: Ich kann es zwar gel, wenn du bildest als Fetzgeber und tatsäle immer auf Monomorrisch.

00:02:24: Aber ich mach's alles nett!

00:02:29: Ich hätte mal einen Kollegen der konnte das perfekt.

00:02:30: er hat also auch beim Radio gearbeitet und hat ganz normal tolle Sendungen gemacht.

00:02:36: Astreines Hochdeutsch.

00:02:37: ihn hat jemand angerufen und ich habe keinen Ton mehr verstanden.

00:02:42: Ja da schaltet man um wenn man mit den Menschen aus der eigenen Region spricht.

00:02:48: aber

00:02:49: Ja.

00:02:50: Der akustische Beweis, also du bist in Mannheim groß geworden?

00:02:55: Ja ich bin in Hockenheim aufgewachsen und ganz exakt zu sein die Rennestadt Hockener, gell?

00:02:59: Du hast aber dann in Mannhain studiert habe auch lange in Manheim gearbeitet.

00:03:04: Also das ist so.

00:03:05: für mich ist es eine Heimatstadt.

00:03:07: Schule war Hockenhaym dann?

00:03:10: Schule waren das Kaltfrüttig-Daus und Näsun in Hockenheim Und dann hab' ich an der Universität Mannheim Politologie und Germanistik studiert, eine Idee auf die damals sehr viele kamen.

00:03:22: Gab es noch den Studiengang Magister?

00:03:25: Ich muss eine Frage mal los werden.

00:03:26: Warst du eine gute Schülerin?

00:03:28: Ich war eine sehr gute Schulerin!

00:03:30: Okay... Und das heißt nach der Schule wusstest Du auch wo das hingeht?

00:03:35: War Dir das klar?

00:03:37: Ja ich wollte unbedingt Journalistin werden.

00:03:40: Das wusste ich gleich.

00:03:41: Ich wusste gar keine andere Berufsidee Und damals war ja noch nicht so klar, ist es heute auch noch nicht was du dafür jetzt studieren sollst.

00:03:49: Also so Studiengänge wie Journalisten wussten die gab's erst als Aufbaustudiengang.

00:03:54: und dann hab ich gedacht naja dann mach' ich das was so meine Lieblingsthemen sind und was auf jeden Fall mal für einen Journalist den ich schaden kann nämlich Germanistik und Politik.

00:04:07: In meiner Laufbahn sind mir eigentlich immer Menschen begegnet, die irgendetwas völlig anderes studiert haben und dann so reingeraten sind.

00:04:14: Ich weiß gar nicht ob es da wahrscheinlich gibt für den Journalismus.

00:04:18: Ja, Volontariat vielleicht ist ein klarer Weg aber die meisten Wege sind glaube ich gar nicht so klar?

00:04:24: Ja das stimmt!

00:04:24: Es ist ja auch irgendwie was Gutes am Journalismus dass es alle möglichen Arten von Einstiegen gibt und nicht das Journalistikstudium dem du ja vielleicht lernst keine Ahnung, eine Reportage von der Nachricht zu unterscheiden.

00:04:37: Aber das macht dich ja noch nicht zu jemandem, der neugierig und aufmerksam durch die Welt geht.

00:04:41: Und Dinge für einfach zusammenfassen kann und gut schreiben kann oder gut sprechen.

00:04:47: Das sind hier alles Dinge, die erwirbt man an anderen Schauplätzen.

00:04:51: Aber ich habe dann mit des so ist Praktika gemacht freie Meterbreite bei der Lokalzeitung also richtig schöner Züchterverein und so... ...und hatte dann das eigentliche Nadelöhrball bei mir dann das Volontariat.

00:05:06: bei der Rheinfahlsbekommen in Ludwigshafen.

00:05:09: Und war später auch dann noch in der Redaktion in Ludwigshafen, der Lokale Redaktionen und für Mannheim – da kommt wieder Mannheim zuständig!

00:05:18: Gleich geht es weiter im Gespräch mit Ute Janik.

00:05:21: Heute unterstützt sie Frauen bei ihrer Karriere.

00:05:24: Vorher war sie in Medien aktiv.

00:05:26: Angefangen hat sie im Lokaljournalismus.

00:05:29: Ute-Janik ist meine Gesprächspartnerin.

00:05:33: hast du nicht so eine Richtung gehabt, sondern das war erstmal tatsächlich klassisch schreibende Zunft und Lokaljournalismus.

00:05:40: Das muss ich immer sagen für mich ist es weiterhin die Königsklasse weil... Hallo!

00:05:45: Ja also ich sag mal große Journalismus.

00:05:47: also wenn du irgendwas siehst was weiß ich jetzt gerade was in den USA als Beispiel passiert ist in der Regel für mich nicht sofort überprüfbar.

00:05:54: Muss sich glauben beim Lokal-Journalismus muss ich halt tatsächlich sehr handwerklich gut sein denn Jeder fährt an dem, was ich schreibe vielleicht vorbei.

00:06:03: Sieht es kennt jemanden?

00:06:04: Das heißt hier...

00:06:06: Auf jeden Fall!

00:06:07: Also als ich zum Fernsehen kam, wenn ich da mal wirklich in irgendeine Beitrag ein klein Fehler hatte dann hieß er ja das versendet sich aber in der Lokalzeitung versendete sich gar nichts.

00:06:16: und wehe du nennst den ersten Vorsitzenden, zweiten Vorsitzende.

00:06:20: also alle diese kleinen Fehler ziehen.

00:06:23: doch heute würde man sagen Shitstorm ziehen Leserbeschwerden nach sich und da lernt man wirklich genau zu sein und aber auch mal einfach die Leute kennen.

00:06:33: Also es muss nicht unbedingt der hochgestorne Politikjournalismus sein, der mir manchmal viel zugehoben ist schon mit Begriffen, die die Leute nicht kennen, aber im lokalen und regionalen ja da ist man mitten unterm Volk und kann sich auch einfüllen in die Menschen.

00:06:50: oder das finde ich auch ganz wichtig.

00:06:52: Ich habe für mich, für mich gelernt weil du von diesen Jokaradis, dass du einfach auch schaust was sage ich wirklich?

00:06:58: Das heißt man achtet doppelt auf das Wort weil natürlich Du hast mit den Akteuren weiterhin zu tun.

00:07:05: Ja, das ist so!

00:07:07: Ich war dann auch beim Renéka-Fernsehmann in der Zeit lang und wir waren unsere Sendung ein Fenster an Regionalfenster von RTL für den Traum Kurpfalz.

00:07:20: Und dann sind die Sat.Einser.

00:07:22: und was es alles an Privatzentern gab, die waren ja damals noch recht neu.

00:07:26: Die haben da manchmal verbrannte Erde bei den Protagonisten hinterlassen so nach der Mutter ihr Kind wurde gerade überfahren.

00:07:32: wie fühlen sie sich?

00:07:34: Wir waren halt immer wieder vor Ort.

00:07:37: Das heißt das war auch ganz wichtig ein gutes Verhältnis also eine Verschisterung aber einfach ein gutes verhältnis und einen guten Umgang miteinander zu haben mit den Drehpartnern und den Menschen, die dort in der Region aktiv sind, Politiker oder was auch immer.

00:07:54: Und das war schon wichtig!

00:07:57: Das heißt des Rhein-Neckar-Fernsehen.

00:07:59: hast du da dann blutgelegt wie man sagt?

00:08:02: Ja also das Rhein Neckar Fernsehen war ja auch in Mannheimen und es gab eine gewisse Abwanderung von Rheinfalls Redakteuren zum R&S.

00:08:10: Da war ich eigentlich auch dieser Bewegung.

00:08:12: Ich wollte einfach ein anderes Medium kennenlernen Hätte nicht gedacht unbedingt dass ich dabei bleibe Und es hat mir dann einfach so Spaß gemacht.

00:08:21: Ich habe dann auch nach einer Zeit die Sendung moderiert, Nachrichten geschrieben und gesprochen war also vor der Kamera und ja Blut geleckt und das hat mich einfach diese Art von visualer Berichterstattung total gelegt.

00:08:37: aber mir war es immer noch richtig zu schreiben.

00:08:40: Die eigenen Texte schreiben eigene Beiträge machen und es hat sich da einfach super ergänzt und so blieb ich dabei.

00:08:47: Das waren ja bisher immer privatrechtliche Medien.

00:08:50: und jetzt habe ich aber schon was von der Karriere beim großen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Frankfurt gehört.

00:08:59: Ich war da zwischendrin nochmal, war ich beim SWR Landesschau Rheinland-Pfalz, das war aus Umzugsgründen bin ich dann vom Rheinecker Fernsehen dahin gewechselt.

00:09:10: und dann hab' ich mich bei der Hessenschau beworben beim hessischen Rundfund Und der damalige Chef, das waren auch sehr unüblich.

00:09:19: Dass Leute vom Privatfernsehen ins ordentlich rechtliche Gewechsel sind.

00:09:24: Das heißt da war ich ganz früh bei den Ersten, die dann sozusagen dort angenommen wurden und da habe ich erst frei gearbeitet und später dann in Festeinstellung.

00:09:37: Okay also hast du einen klassischen Einstieg und dann Hessenschau gemacht?

00:09:41: Ich war für die Hessenschau tätig, genau als Reporterin und auch als Planerin.

00:09:46: Und dann habe ich eine Sendung neu erfunden, die heißt Mein Tauer.

00:09:54: Wir gibt es heute noch im Magazin hessischer Rundfunk-Biszenwerbung da per se einen Wochen tagsachzehn Uhr.

00:10:02: Die Ideen standen zusammen mit den Kollegen und wir haben das weiter ausgearbeitet und als Sendungsvorschlag eingebracht.

00:10:10: Und zwar gab es ja damals dieses Ballungsraumfernsehen und gibt's auch noch.

00:10:14: Da hat sich der Hessische Rundfunk überlegt, was machen wir da für eine Gegenstrategie?

00:10:18: Wie werden das sozusagen noch Nahbare an den Leuten dran im regionalen?

00:10:23: Daraus entstand diese Idee.

00:10:25: Mein Schaue... Wir haben es damals Boulevard-Magazin genannt, so würde ich es heute nicht mehr nennen.

00:10:30: Aber dann habe ich die Redaktion aufgebaut, dass sie wirklich die Leute akquirieren, die Bleistifte beschaffen, den Polizeidienststellen sagen, dass es uns jetzt gibt Sendungsrubriken entwerfen, also so richtig von Anfang an war mein absolutes Baby.

00:10:45: Und da wurde ich dann Chefin dieses Regionalmagazins und von dort ging es dann weiter in die

00:10:50: Unterhaltung.".

00:10:52: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Ute Janik!

00:10:55: Ute-Janik ist meine Gesprächspartnerin.

00:10:57: sie hat uns schon verraten ihre Anfänge waren im Lokaljournalismus und dann wurde sie unter Haltungschefin.

00:11:04: heute coacht sie Frauen in Sachen Karriere.

00:11:07: Das heißt Unterhaltungschefin war im Prinzip dann die letzte Station beim hessischen Rundfunk, wenn ich das richtig verstanden habe für dich?

00:11:15: Ganz.

00:11:15: Es war die meiste Zeit.

00:11:17: Ich war dann über fünfzehn Jahre oder ziemlich genau fünfzehntin Jahre Unterhaltungsschiffin.

00:11:21: D.h.,

00:11:22: die Fernsehunterhaltung war sozusagen mein Bereich und wir haben dort Sendungen gemacht, zum Teil werden sie noch wiederholen aber sie werden nicht mehr produziert so was wie des Hessentwes, links von dach, Straßensdars, Hessentipp Sehr sehr viele Sondersendungen zu Weihnachten, Zufassen nach Ostern und so weiter.

00:11:43: Also war schon eine große Abteilung und das habe ich auch leidenschaftlich gern gemacht.

00:11:48: Bin dann aber zum Schluss noch mal in die Personalabteilung gewechselt und war dort als Personalreferentin die letzten Jahre tätig.

00:11:57: Da hab' ich in der Zeit dann schon aufgebaut.

00:12:01: Ja?

00:12:02: Ich überlege gerade... Ich war ja auch mal kurz aber auch öffentlich rechtliche Erfahrung und in der Zeit, in der ich das gemacht habe, war es noch extremst Männer dominierte.

00:12:11: Wie war das in deiner Zeit?

00:12:14: So extremst männerdominiert war's wirklich noch bei meinen journalistischen Anfängen also mehr noch bei den Lokalzeitungen usw.

00:12:23: Und zwar war das eben so dass man hauptsächlich auf Männer getroffen ist.

00:12:28: all diese vereistet Menschen Politiker usw.. Und da wurde jungen Frauen schon mit einem großen Dünnenkrieg begegnet.

00:12:35: Ich hab dann so Sachen gehört, können sie das auch vorleihen und machen es das auch schön?

00:12:39: Schreiben Sie aber was Schönes!

00:12:40: Darf man das noch mal

00:12:41: sehen?!

00:12:44: Da fiel mir auf heute nochs Messer in der Tasche auf... ...und ich glaube meine heutigen emanziptorischen Leidenschaften kommen aus der Zeit.

00:12:53: Dass du dich als junge Frau immer erst geweisen musstest hat auch einen schönen Namen heißt Authority Gap.

00:13:00: Also einem Mann glaubt man einfach, wenn er sagt ich bin Handwerker.

00:13:05: Ich kann deinen Abfluss reparieren und bei einer Frau ist es so ach ja ach komm Journalistin sind sie.

00:13:12: und das war schon sehr lange danach noch geprägt.

00:13:14: und dann waren Frauen zwar viel oder einigermaßen gut vertreten im Bereich freie Mitarbeiterzeitungen aber schon fest angestellte Frauen gab es sehr viel weniger.

00:13:25: Ich glaube in den Achtzigerjahren waren siebzehn Prozent nur Und hier weiter die Führungsebene ging, desto weniger trafst du auch Frauen.

00:13:32: Das war dann auch noch beim hessischen Rundfunk so.

00:13:35: Es hat sich über die Zeit geändert aber da waren halt für Frauen ab einem bestimmten Level die gläsernde Decke.

00:13:42: Da ging es einfach nicht weiter und man wurde sehr stark als Frau bestimmte Themen festgelegt.

00:13:48: Also Mode, Kultur, die weichen Themen, psychologische Sachen, familien Sachen... Aber so die Politik und Wirtschaftsberichterstattung, das war auch sehr lange noch ein männlicher Bereich.

00:14:01: Und es ist ja zum Teil bis heute.

00:14:02: Hat hier mit Machtstrukturen zu tun.

00:14:04: Da geht's um Politik, um Wirtschaft, um Menschen, die entscheidend sind.

00:14:11: Das ist eine Bastion dieses Entscheidens, die behalten die Männer sehr gerne für sich.

00:14:16: Wobei Unterhaltungschefin sage ich einfach mal, ist schon etwas, du erreichst dir die meisten Menschen?

00:14:26: Das ist immer so.

00:14:26: das, wo manche sich dann vielleicht, wenn sie strategisch denken, verschätzen.

00:14:30: D.h.,

00:14:31: ich erreiche am Zweifelsfall mit einem Unterhaltungsformat mehr Menschen und wenn ich Einfluss auf das Unterhaltungformate habe kann ich natürlich auch Positionen beziehen in diesem Format?

00:14:41: Ja!

00:14:41: Da war es doch ja aber auch schon... Gut, es sind zwanzig Jahre her, aber es waren jetzt nicht mehr die achtziger Neunzige.

00:14:48: da hatte sich tatsächlich auch schon was verändert.

00:14:50: und so Abteilungsleiter Ebene Das war da auch schon mit Frauen besetzt.

00:14:54: Es gab im Hessischen Rundfunk sehr frühende Chefredakteurinnen, das hat sich dann schon verändert.

00:15:00: und ja es ist aber so der hessische Rundfang wie viele öffentlich-rechtliche ist halt auch sehr nachrichtlich geprägt, sehr seriös geprägt.

00:15:08: Das heißt vom Standing her bist du jetzt als Unterhaltungsschefin nicht unbedingt die wo man sagt boah!

00:15:15: Ja die hat das wichtigste Rassort bei uns im Haus.

00:15:19: Das waren nicht so.

00:15:19: Aber es war natürlich eine Hochführungsposition Und ich war ja auch für die ARD-Sendungen zuständig, die der Hessische Rundfunk produziert hat und war bei den Sitzungen der ARD und an vielen Sendungen beteiligt.

00:15:31: Viele haben auch selber produziert also es waren natürlich eine hohe Führungsposition.

00:15:36: Und man hat ja auch nur eine Weile gedauert bis dahin bewegt.

00:15:39: Das glaube ich.

00:15:40: aber wenn immer noch der Meinung der Impact ist deutlich größer dem man mit einem Unterhaltungsformat machen kann als tatsächlich im Politformat gucken halt die Menschen die sich interessieren das ist eine klare Aber kleinere Zielgruppen.

00:15:52: Ja, und das ist aber auch eine besondere Verantwortung.

00:15:56: Also oft heißt es so nach Unterhaltung, das ist ja Fischi Solala, aber zum Beispiel des Hessen-Quizs wir haben unsere Antworten aus drei Quellen geprüft.

00:16:06: also das war alles super recherchiert.

00:16:09: So gründlich wurde manchmal im aktuellen Nachrichtenbereich nicht recherchieren weil Weil die Leute sofort gemerkt haben, du musst halt bei Quiz total verlässlich sein.

00:16:20: Die Antworten muss total verlesslich sein.

00:16:22: und wir hatten ja mehrere Quiz-und Ratesendungen, die ich eingepführt habe.

00:16:26: Und da ist es sehr wichtig, da hab' ich auch immer versucht so das öffentlich-restliche Wissenorientierung mit dem Unterhaltenden zu verbinden.

00:16:36: Also eine bspw.

00:16:37: Sendung, die hieß Dings von Dach Da musstest Du Erraten alte Gegenstände, die man nicht sofort erkennt deren Funktion.

00:16:43: Da muss es um die Funktion erraten also die Prominenten, die da saßen und das hat natürlich durch den Auflösungsfilm was das denn nun war auch tatsächlich eine bildende Funktion gehabt.

00:16:53: Und das hat uns immer sehr gut getan wenn wir in unserer Unterhaltungsformate Auch noch dieses informative haben einfließen lassen oder mit verbunden haben.

00:17:02: Das ist vielleicht der spezifische von der öffentlich-rechtlichen Unterhaltung.

00:17:07: Also Früher war das ja einfacher, als es so wenige Programme gab.

00:17:10: Da wurde halt barrenangebostet.

00:17:11: Was hat sich irgendwann durchgesetzt oder nicht?

00:17:14: Ja klar aber das hat natürlich auch damit zu tun schlicht und einfach dass du diese Daten für die Werbung brauchst Natürlich bei den privaten viel stärker als bei den öffentlich-rechtlichen.

00:17:25: Aber dafür ist es natürlich auch unerlässlich.

00:17:28: Es ist viel wichtiger als

00:17:29: früher

00:17:31: Und es ist auch öffentlich rechtlichen wichtig eben weil es ja auch Ja, eine gewisse Akzeptanzzeit und die Bindung des Senders an den Zuschauer.

00:17:39: Also so wie früher, wo es einem eigentlich egal sein konnte... Die Leute haben sowieso nicht viel Auswahl!

00:17:45: Ist das halt nicht mehr.

00:17:46: Das hat manchmal Auswüchse.

00:17:48: Es gibt vor allem weniger längeren Atem.

00:17:50: also wenn eine neue Sendung anfängt musste gleich die ersten zwei drei vier Folgen lang klappen, sonst ist er weg?

00:17:56: Und das war früher halt anders.

00:17:57: ich glaube, wenn das hat das ganze erste Jahr keine besonders guten Koten gehabt, dann wurde sehr viel gefeilt an dem Format.

00:18:04: Ja, ich glaube Frank Elstner soll das gar nicht geben wenn so gearbeitet wurde zu seiner Zeit.

00:18:10: Was stimmt's?

00:18:11: Ja ja!

00:18:13: Gleich geht es weiter im Gespräch mit Ute Janik.

00:18:16: Ute-Janik ist meine Gesprächspartnerin.

00:18:18: sie hat uns schon berichtet von ihren Anfängen im Lokaljournalismus bis zur Fernsehunterhaltung.

00:18:23: Chefin.

00:18:24: heute kümmert sie sich um die Karriere von Frauen.

00:18:28: Sie is mein Gesprächspartnerin.

00:18:29: Jetzt bist du in einem Alter wo andere aufhören langsam zu arbeiten Aber ich habe gar nicht den Eindruck, dass das dein ... bei dir so ist.

00:18:42: Ja, ich hab mir eben zweites Standbein aufgebaut und jetzt ist es... Ich bin nicht sagen mein Haustandstandbein weil ich ja tatsächlich in Rente bin aber ich habe mir das aufgebaut schon während meiner Arbeitszeit.

00:18:56: Ich hatte einfach unglaublich Interesse irgendwann dran so meinen Wissen weiterzugeben und vor allem auch jetzt im Bereich Frauen zu unterstützen, weil ich eben diesen ganzen langen Weg auch gemacht habe.

00:19:09: In eine hohe Position rein in der Führungsposition und dabei viele Fehler gemacht hab die typische Frauenfehler sind.

00:19:16: Und das war dann irgendwann so ein Wunsch in mir das weiterzugeben und dann habe ich angefangen Vorträge zu entwickeln und Workshops zu entwickeln Hab da inzwischen ne ganze Reihe davon.

00:19:30: und dann entstand eben auch die Idee aus Einer der Vorträge, die ich entwickelt hatte, er hieß auch schon unter von der Bremse.

00:19:38: Hey!

00:19:38: Da hast du so viel Material recherchiert und da gäbe es noch soviel zu sagen.

00:19:42: Und dann hat sich tatsächlich mein Buch und meine Autoren-Tätigkeit rausergeben.

00:19:48: Jetzt habe ich natürlich einfach mehr Zeit, mich eben zu widmen.

00:19:54: Ich muss total viele neue Dinge lernen in einer digitalen Welt.

00:19:59: Ja... Aber es ist eine Leidenschaft und wenn man sich die erhält, das ist ja was Schönes.

00:20:05: Dann hat das Gefühl, eine sinnvolle Arbeit zu tun, die einen auch erfüllt.

00:20:10: Wenn ich ein Seminar geleitet habe – da gibt's zum Beispiel ein Seminartefass jetzt, red' ich.

00:20:16: Das ist ein Auftritts- und Präsentationstraining für Frauen.

00:20:20: Und wenn dann die Frauen hinterher kommen und sagen Mann!

00:20:23: Ist hier unfassbar?

00:20:24: Das wäre ja so ein tolles Seminar.

00:20:26: Und ich fühle mich ist total gerüstet für den, den Vortrag oder das unteres Bewerbungsgespräch.

00:20:31: Oder im Vortag die zu mir sagen, dass hat mein Leben gespielt was du da erzählst es war, hat mich so bewegt und berührt.

00:20:39: Das ist die große Freude die ich dann daran habe.

00:20:42: Du bringst ja eine schöne Kombination mit weil du hast eine Karriere gemacht wahrscheinlich sogar am Anfang wie wir schon besprochen haben in einer eher Männer dominierten Welt und diese Karrieren.

00:20:53: das heißt du kennst all Dinge, die auf dem Weg dorthin im Weg stehen.

00:20:59: Ja

00:21:02: und gleichzeitig hast du natürlich durch diesen medialen Blick auch das dass Du weißt was wichtig ist.

00:21:06: denn tatsächlich heute wir haben Meetings Wir haben online Geschichten wo man sich präsentieren muss aber es gehört natürlich auch dazu ich sage nicht immer die große Bühne Auch vor zwanzig Leuten zu sprechen Ist eine Herausforderung

00:21:21: oder in einem Meeting deine Position zu vertreten Und das fällt Frauen halt sehr oft schwer.

00:21:28: Da komme ich auf diese Stichwort, innere Bremsen... Ich finde es ja irgendwie verrückt!

00:21:32: Es gibt so viele äußere Diskriminierungen über gläserne Decke haben wir schon gesprochen aber auch die Gehaltsunterschiede, die es immer noch gibt zwischen Männern und Frauen, die die gleiche Tätigkeiten machen.

00:21:43: Diese unglaubliche Caregap also die Lücke sich um Familie und Hausartung Kinder zu kümmern zwischen Männernen und Frauen.

00:21:51: Also sehr viele äußere Hindernisse.

00:21:55: Und zu all dem müssen sich die Frauen.

00:21:57: dann auch noch die inneren Hindernisse, also zum Beispiel eine übertriebene Bescheidenheit und es gibt viele junge Frauen, die werden noch so erzogen, so sei bescheiden halt ich zurück drängel dich nicht vor, warte bis du gefragt wärst, also in meinem Poesiealbum Stand.

00:22:16: der schöne Spruch sei wie das Falschen im Mose so sitzsam, bescheiden und rein.

00:22:22: Nicht wie die stolze Rose, die immer bewundert wird

00:22:25: sein.".

00:22:26: Und das heißt durch diese Sozialisationen und Erziehungen sind wir schon zu anderen Einstellungen, zu anderen Denkenmustern gelangt und die wegen sich auf die Verhaltensweisen aus – und zwar immer noch!

00:22:39: Also natürlich sind heute viele Mädchen nicht mehr unbedingt so erzogen worden?

00:22:43: Es gibt sie

00:22:44: noch?!

00:22:45: Aber selbst wenn man als individuell, als Mädchen anders erzogen wird und Forscher und tritt auf und vertritt seine Position selbstbewusst.

00:22:53: Es ist noch sehr viele Rollenbilder die man überall sieht als auch noch sehr traditionell also in den Medien zum Beispiel im Social Media besonders das Straight Wife.

00:23:07: Phänomene ist ja eigentlich dort entstanden.

00:23:09: Also es sind diese jungen Frauen die wieder ganz konventionell leben wollen In der Ehe und die sich dann filmen, wie sie alles schön machen.

00:23:17: Und putzen und aufräumen und kochen und alles für den Haushaltsvorstand.

00:23:22: Alles für den Herrn im Haus und dem muss ich die Frau auch unterordnen.

00:23:25: also wieder ganz alte Rollenbilder.

00:23:29: das heißt für mich gibt es auch wieder so ein Trend zurück im Moment zu traditionellen Rollen bildern Auch durch Social Media auch durch sowas wie die Dread Wives und bei Frauen ist es einfach noch ein ganz, ganz stark eine innere Prägung.

00:23:46: Also so ein innerer Glaubenssatz sage ich immer dazu irgendwas woran nicht ganz fest glaube oder dass sich immer nett sein muss.

00:23:54: Jede zwei Drittel aller Frauen sind schon von wildfremden Menschen gefragt.

00:23:59: Männern gefahren, ach komm lächel doch mal auch lächelt doch mal guckst du heute zu ernst?

00:24:03: Na das sieht ja auch gleich viel hübscher aus.

00:24:05: also diese Gedanke, dass wir nett sein müssen damit die Männer sich gut fühlen Der steckt ganz stark in uns drin.

00:24:12: Und das ist sehr manipulativ, aber Frauen haben sehr oft dieses Gefühl auch People Pleasing nicht auf die Füße treten.

00:24:23: Ich muss immer für Harmonie im Raum sorgen Auch im Meetings nehmen oft... Also schon die kleinen Mädchen in einem Streit Aber an der Schule, aber auch die Frauen in Meetings übernehmen oft die Rolle.

00:24:35: Ja ich muss jetzt für die Harmonie sorgen hier im Raum Und auch die alter Menschen mal ein bisschen dadurch sozusagen im Saum halten.

00:24:43: Also da lassen ganz viele alte Rollenbilder auf uns, gibt noch eine Reihe mehr und die habe ich sehr stark selbst erlebt.

00:24:51: Ganz stark an mir selbst und hat dann irgendwann gemerkt wie schinderlich das ist.

00:24:56: Ich habe mich wirklich in vielen Sachen selbst behindert und hab es dann irgendwie mit viel Arbeit auch an diesen Glaubenssätzen überwunden.

00:25:05: und jetzt habe ich so das Gefühl Mensch komm!

00:25:08: Das musst du dir jetzt auch weitergeben, das ist einfach für alle Frauen interessant.

00:25:12: Gleich geht es weiter im Gespräch mit Ute Janek.

00:25:15: Sie möchte dass Frauen befreit ihre Karriere gestalten können und zum Beispiel auch Kinder-und Beruf vereinbaren können?

00:25:23: Das ist unter anderem Thema hier im Gesprich mit Uti Janek.

00:25:27: Du hast ja gerade so der Stichwort gegeben, dass vieles noch in der Erziehung drinsteckt.

00:25:34: Wie wird man das denn los?

00:25:35: Das ist ja, ich meine jeder kennt das.

00:25:37: Ich glaube auch die Männer kennen das.

00:25:40: Dinge, die du in der Erziehung mitbekommen hast schüttelst du ja in der Regel nicht einfach ab.

00:25:46: Also bei den positiven Dingen ist ja in Ordnung.

00:25:49: Die sind dann halt gefestigt.

00:25:50: aber die Negativen würde man hier gerne abschütteln.

00:25:54: Würde man gerne schüddeln geht gar nichts.

00:25:56: Schüttlen ist so schnell!

00:25:57: Man kann sie wirklich nur in einem längeren Prozess überwinden und man kommt da auch nicht drum herum.

00:26:03: Also das kannst du nicht abkürzen, wenn jetzt jemand sagt, telle ich jeden Morgen von Spiegel und sage eine Affirmation.

00:26:09: Ich bin großartig und schaffe alles.

00:26:11: Das kannst du machen bis du schwarz wirst.

00:26:13: Wenn du das noch nicht innerlich fühlst, bist du damit ein Erfolg haben?

00:26:18: Und deswegen steht am Anfang eigentlich erstmal sich dieser negativen Glaubensätze bewusst zu werden.

00:26:24: Hey eben habe ich gerade gedacht, als Frau darf es nicht!

00:26:27: Als Frau muss mich entschuldigen.

00:26:29: Ich als Frau muss den Kaffee kochen.

00:26:31: Was mache ich eigentlich?

00:26:32: Ich koche gerade im Büro Kaffee.

00:26:34: Warum ich, warum nicht die Männer einfach mal merken, wo man sich so verhält und wo man Gedanken hat, die negative Überzeugungen über sie selbst als Frau beinhalten.

00:26:46: Und dann kann man diese Glaubenssätze in Frage stellen.

00:26:50: Frauen glauben zum Beispiel an Männerglauben oft.

00:26:52: Frauen seien nicht analytisch und rational.

00:26:55: Es ist ein ganz altes Rollenbild.

00:26:56: Das übernehmen viele Frauen.

00:26:58: Ja ja das ist doch eher nichts für mich!

00:27:00: bis heute sind sie ja in den Technikberufen auch unterrepräsentiert.

00:27:04: Und dann mal zu sagen, wo kommt es hier?

00:27:07: Weil da ist es von Anfang an so weit ist ja oft so dass auch heute noch Mathematikfächer und so die Frauen erst sagen, das kann ich nicht so!

00:27:15: Sie selbst das schlecht machen.

00:27:17: und das mal zu merken, dass das ein Glaubensassist, der irgendwann irgendwie infiltriert wurde, ist der erste Schritt.

00:27:24: weil dann habe ich schon gibt es Instanz dazu Und dann kann ja unser Hirn etwas hervorragend ist, denn es kann nämlich lernen anders zu denken.

00:27:33: Weil das sind ja keine... Ja!

00:27:37: Es ist eine Verschaltung von Synapsen und vielen Reaktionen, die eben so eine Art neuronale Bahn formen.

00:27:44: Wenn ich immer denke, dass schaffe ich nicht oder dafür bin ich zu alt oder das passt nicht zu einer Frau, dann fahre ich ja immer wieder diesen selben neuronalen Weg entlang bis der Breit ist wie ein Autobahn.

00:27:54: Ich kann aber auch irgendwann entscheiden den kleinen Weg, wir frei zu trampeln.

00:28:01: Das kann man tatsächlich in dem man sich vielleicht kleine Erlaubnisse gibt bevor man die großen Mantras vom Spiegel aufführt.

00:28:08: also so wenn man den Glaubenssatz hat ich muss immer alles zu hundertzwanzig Prozent abliefern kann man sich sagen manchmal darf ich auch nur achtzig Prozent ablesen.

00:28:19: Also so bist du Kleinerlaubnissen anfangen.

00:28:22: Manchmal darf ich mich einfach auch ausruhen.

00:28:24: Manchmal muss ich jetzt nicht noch mal beweisen, dass ich was kann.

00:28:30: und es kann tatsächlich etwas ändern wenn man dann übt weil der Kandelpfad im Hirn wird nur breiter wenn man ihn begeht.

00:28:38: also... Und da gibt's so viele Möglichkeiten.

00:28:40: Also ich habe das nicht so gemacht.

00:28:42: für mich war das früher schwer Kalten Kapusina zurückgehen zu lassen.

00:28:45: Dann hab' ich getrunken mich geärgert und zwar über mich und dann habe ich geübt Nehmen Sie den Bitte zurück, der es kaltig geht.

00:28:53: Hätte gerne einen heißen Kapitän.

00:28:55: ist so ganz in Ruhe ohne sich aufzurägen oder mal zu sagen zur Kollegin Nein heute kann ich nicht für dich einspringen im Meeting Punkt!

00:29:04: Ohne Richtfertigung, ohne Entschuldigung.

00:29:07: Das sind Übungen die vielen Frauen schwer fallen

00:29:10: Und das Verrückte ist wahrscheinlich dass der Widerstand deutlich geringer ist als man erwartet?

00:29:16: Ja natürlich weil man sieht Tausend Szenarien ausdenken und zwar meistens den Worst Case.

00:29:22: Dann wird die Kollegin sagen, du bist vielleicht eine schlechte Kollegin!

00:29:27: Wie oft habe ich dir schon ausgeholfen?

00:29:29: Die wieder tue ich für dich irgendwas... Und so diese Worst-Case Reaktion, die spuckt einen deinen Kopf rum oder der Kellner wird sagen, unser Kaffee ist hervorragend, machen sie doch nicht schlecht, wer sind Sie

00:29:40: überhaupt?!

00:29:42: Oh ja tatsächlich man muss sich davon freimachen dass ihm mal alles wirklich schlecht ausgehen.

00:29:47: Ja, ich habe gar keine Ahnung warum das so ist.

00:29:49: Aber tatsächlich tendieren wir ja dazu uns immer so ein Kopfkino also kennt er es auch.

00:29:53: oder was du siehst man kriegt irgendein Brief und macht ihn auf.

00:29:56: Also bevor man aufmacht denkt man schon was ist das jetzt?

00:29:58: Und in Wirklichkeit ist es eigentlich harmlos.

00:30:00: Ich glaube dieses Downgrading ist manchmal sehr hilfreich.

00:30:04: viele Dinge haben gar nicht die Konsequenzen, die man erwartet.

00:30:08: Das stimmt.

00:30:09: aber wie gesagt einen Weg den man wirklich mit Übung gehen muss mit Verhaltensänderung.

00:30:17: Gleich geht es weiter im Gespräch mit Ute Janik.

00:30:19: Sie möchte, dass Frauen befreit ihre Karriere gestalten können?

00:30:23: Das... Nach ihrer eigenen Karrierei beschäftigt sie sich damit anderen Frauen zu helfen, ihre Karrière gestalten zu können!

00:30:31: Ute-Janik ist meine Gesprächspartnerin.

00:30:33: Jetzt gucke ich natürlich auf dein Thema logischerweise gar nicht anders mit der männlichen Brille und für mich wenn ich das einfach schaue, ich sehe total viele gut ausgebildete Frauen die auch Ja, ihren Job machen sehr zuverlässig.

00:30:48: Sehr belastbar sind.

00:30:50: Trotzdem reden wir immer noch über dieses Thema.

00:30:56: Ich überlege halt einfach was muss denn in so einer Gesellschaft passieren, dass das mal weg ist?

00:31:01: Ich habe nur wirklich eine Studie gelesen nach der es noch hundertundzwanzig Jahre dauert bis in Deutschland komplett in Schweißgerächtigung vorliegt.

00:31:09: Was muss eigentlich noch passieren?

00:31:11: Es sind eben Muster die sehr schwer auch zu lösen sind die aber auch so ein bisschen typisch deutsches Thema manchmal sind.

00:31:18: Also zum Beispiel dieses ewige Gerede von der Rabenmutter, dass du dich gleichzeitig eine gute Mutter sein kannst und Karriere machen kannst – das ist noch total in den Köpfen drin!

00:31:30: Und daher kommt es letztlich auch, dass Frauen so viel Teilzeit arbeiten.

00:31:34: in Deutschland also zwei Drittel aller Mütter mit minderjährigen Kindern arbeiten in Teilzeit mit geringen Stundenzahlen.

00:31:44: Und das ist nicht Lifestyle Teilzeit, wie unser Bundeskanzler sagt.

00:31:48: Sondern es liegt daran, dass sie in diese Rolle natürlich reingedrängt werden.

00:31:51: Da verdienter der Mann mehr Geld.

00:31:53: Wer stritt zurück?

00:31:55: Wer nimmt die Eltern Zeit?

00:31:56: Schwerpunktmäßig die Mutter.

00:31:58: Dann fängt sie Teilzeit wieder an und bleibt sich viele Jahre auf den dieser Teilzeit und hat dadurch im Alter weniger Rente.

00:32:04: Jede fünfte Frau ist im Alter von Armut bedroht.

00:32:08: Das ist ein weibliches Phänomen!

00:32:10: Und das macht mich immer so verrückt weil's halt in anderen Ländern anders ist.

00:32:13: Mein Ex-Mann, der lebt in Schweden und er erzählt halt ganz andere Dinge.

00:32:18: Da ist das völlig normal dass die Männer nehmen auch aus politischen Gründen weil ihnen sonst einen Anspruch verfällt.

00:32:25: Nehmen viel länger, viel öfter Elternzeit.

00:32:28: es ist einfach komplett normal.

00:32:30: da gibt's den Ausdruck der Latte Papas.

00:32:32: sie treffen sich dann hinter Stadt und trinken ihr Käppchen mit den Kindern dabei und es gehört zum normalen Stadtbild.

00:32:40: Da lebt unser CEO, der sagt auch manchmal so, ich hatte die sechzehn Uhr, das muss ich weg.

00:32:44: Ich muss mein Kind zum Arzt

00:32:45: bringen.".

00:32:46: Und es hat eine große Normalität und in Schweden sind neunzig Prozent aller Zweijährigen werden in einer Kita betreut.

00:32:54: Während es bei uns immer nur so ist, oh, dein Kind wird dran betreuten!

00:32:56: Du gibst es ab?

00:32:57: Das könnt ich

00:32:58: nie!".

00:32:58: Und dann fehlen noch dreieinertausend Kita-Plätze.

00:33:01: Das heißt dieses Muster bleibt zu Hause oder arbeitet nur Teilzeit.

00:33:05: damit tust du deinem Kind was Gutes Und du würdest sowieso gar keinen Kita-Platz kriegen.

00:33:10: Das verstärkt sich ja alles gegenseitig und wenn man das dann mit dem Ausland vergleicht, auch in Frankreich ist es anders, dann sind hier so diese Nische wo dieses Rabenbutterbild immer weiter gepflegt wird oder es macht halt was Schreckliches mit Frauen weil das macht Schuldgefühle schlechtes Gewissen und es macht eine schreckliche Doppelbelastung dadurch dass ich habe das Gefühl ich kümmere mich nicht gut genug um mein Kind.

00:33:35: Wenn ich dann aber in der Arbeit den Anker vom Hort kriege, dein Kind ist auch im Kopf gefallen.

00:33:40: Dann habe ich da wieder ein schlechtes gewesen wenn ich da früher gehe und das ist bei Männern eben in der Form nicht so.

00:33:46: Und deswegen finde ich dieses Rabenbutter Phänomen so schlimm wirklich weil es Frauen so viel Schuldgefühle macht.

00:33:56: Ich wusste gar nicht dass es sowas typisch deutsches ist.

00:33:59: mir fällt.

00:34:00: Ich bin ein großer Freund.

00:34:01: jeder sollte seine Lebensentscheidung treffen.

00:34:04: Das heißt große Freiheit, das heißt wenn jemand sagt ich bekomme Kinder und möchte zu Hause bleiben finde ich ist es ein Lebensentwurf der in Ordnung ist.

00:34:11: Wenn er nicht erzwungen ist also sondern einfach sagt Ich möchte die Zeit genießen.

00:34:15: Ich habe auch weniger gemacht als mein Kind ans Leben kam weil ich halt auch was ja ich wollte etwas mitbekommen.

00:34:21: Ja das sind so bewusste Entscheidungen Und die finde ich auch gut.

00:34:27: und da fängt Da ist wo du das gerade so erzählst.

00:34:30: da fällt mir etwas auf dass wenn Frauen dann wirklich auch Zuhause sind dann höre ich auf den Satz, wenn sie sich vorstellen wir sind ja in einer Gesellschaft die sehr viel über den Beruf definiert ist.

00:34:40: Dann sagen die Ich bin nur Hausfrau.

00:34:43: das heißt also auch da ist das was du sagst Was heißt nur?

00:34:49: Das ist schon eine... Das ist ja schon ein kleines Tiefstapel, ne?

00:34:52: Das heißt wenn jemand...

00:34:53: Wenn man denkt dass es für eine Arbeit ist

00:34:56: Genau ich sage mal wenn jemand drei Kinder hat sich um ein Haus kümmert Die Kinder müssen dahin, die Kinder müssen Dahin!

00:35:01: Dann reden wir bei Vollzeitjob

00:35:04: Ja, ja.

00:35:04: Und der wird aber auch noch wieder gesellschaftlich abgewertet weil gearbeitet haben Frauen schon immer nur bezahlt wurden ziemlich immer und sie leisten sehr viel unbezahlte Arbeit.

00:35:13: Auch in der Pflege von Angehörigen leisten Sie ganz viel unbeteilter Arbeit.

00:35:17: Wenn der Staat das zahlen müsste Das wäre ein dicker Brocken!

00:35:21: Und das ist ja auch Teil dieses Rollenwills sozusagen diese Seite.

00:35:25: Ich bin nur Hausfrau ich mache mich damit klein und ich bin vollkommen beide dass jeder seinen Lebensentwurf will sollen wählen können sollte, egal ob Mann oder Frau.

00:35:38: Es ist aber nicht freie Wahl und Frauen haben vor allem die freien Wahl.

00:35:42: Das sind sie, habe ich den Zusatz gemacht?

00:35:44: Genau!

00:35:45: Zweitens durch ganz einfach politische Dinge das in der Regel die Männer mehr verdienen.

00:35:51: und dann wer bleibt zuhause, dann ist es die Frau weil es ist der Karriereknick und die finanzielle Einbuße gering hat, das hängt ja alles miteinander zusammen.

00:36:01: Und dann entscheidet sich die Frau für die Teilzeit.

00:36:03: Ich fände es halt, für mich wäre Gleichberechtigung wenn Frauen und Männer gleich viel Elternzeit nehmen würden.

00:36:11: Also sozusagen dass du auch Männer zu Hause sein lässt, wenn sie ihre Kinder betreuen wollen und da nicht gleich wieder sagst, was ist das denn weich?

00:36:19: Der kann noch nicht mal seine Familie versorgen, der lässt seine Frau für sie schaffen.

00:36:22: Das sind ja die negativen Vorteile.

00:36:25: Die habe ich oft von Männern gehört, die mir diskutiert haben die dann auf die Männerzug kommen.

00:36:30: Also das ist aber doch sozusagen diese, die Umkehrung des Glaubensatzes.

00:36:35: Die ist finde ich genauso schlimm weil sie zu diesem selben patriarchalen System gehört dass halt der Mann auch leisten muss und die Familie ernähren muss.

00:36:44: und auch unter diesen Glauben setzen leiden viele Männer.

00:36:48: Also Feminismus heißt ja nicht, dass man mehr will als die Männer sondern...

00:36:52: Nein es geht um Gleichberechtigung genau!

00:36:56: Man merkt natürlich schon, dass diese Veränderung im Gang ist.

00:37:00: Weil es gibt ja immer mehr Männer die auch tatsächlich Elternzeit nehmen aber... ...das ist die große Einschränkung und das ist dann in der Regel diese drei Monate oder diese zwei Monate und der große Block ist tatsächlich bei den Frauen.

00:37:13: Ist es?

00:37:14: Aber das hat natürlich auch politische Gründe weil in Schweden ist es zum Beispiel so wenn du als Vater nicht einen bestimmten Satz an Elternzeit nimmst Man verlierst du den Anspruch.

00:37:26: Das heißt, in dieser Zeit könntest du auch zu Hause bleiben und dich um dein Kind gimmen und kriegst aber kein Geld

00:37:31: dafür.".

00:37:32: So!

00:37:32: Und das führt natürlich dazu dass die Männer die Elternzeit auch nehmen.

00:37:36: Und dann führt es auch so eine gesellschaftliche Normalität.

00:37:39: Dann wird es eben einfach irgendwann normal... ...und das spielt natürlich eine große Rolle wenn solange es nehmt tatsächlich nur die Hälfte der Männer-Elternzeit in Deutschland.

00:37:49: Und für denen die meisten nur diese üblichen zwei Monate.

00:37:53: Wenn es aber mal wirklich gleich verteilt wäre, dann hätte ja auch der Arbeitgeber, wenn ein jungen Mann einstellt dasselbe Risiko das er in Elternzeit geht wie bei einer Frau.

00:38:04: Das heißt dieses Armee, die ist... ich hatte jetzt einen festen Partner und will hier fest angestellt werden, die kriegt doch nämlich Kinder!

00:38:11: Das wäre man beim Männern genauso.

00:38:13: Das heisst es würde Frauen wieder einen großen Nachteil beim Einstieg ins Erwerbsleben oder überhaupt zur Berufstätigkeit nehmen.

00:38:20: Das heißt, wir haben hier so ein Gemisch sag ich mal.

00:38:23: Deswegen dauert es dann vielleicht noch hundert, was?

00:38:25: Dreiundzwanzig Jahre oder so einen Gemisch aus den politischen Rahmenbedingungen der Erziehung irgendwelchen Klischees die in uns haften.

00:38:35: aber jetzt wollen wir ja nicht jammern sondern das heißt es fängt immer glaube ich bei jedem selbst an dass heißt tatsächlich das was du dann vielleicht auch machst Frauen an die Hand nehmen und ihnen das Werkzeug zu geben das sie halt den ersten Schritt machen das schonmal Dinge anders laufen

00:38:50: Ja, und dass sie ihre inneren Bremsen loslassen können.

00:38:53: Weil wenn die mich auch noch hindern... Und wie du sagst dieses Gemisch all diese Faktoren also politische Rahmenbedingungen zur Sozialisation, die gehen so eine Art unheilige Allianz ein das heißt die verstärken sich gegenseitig und es ist natürlich in totaler Hemschuhe!

00:39:08: Und für mich wäre die geht liegt ne Lösung nur da drin auf Dauer des Frauen auch in Führungsposition kommen, dass sie auch entscheiderinnen werden Weil wenn du entscheidert drin bist, kannst du ja Dinge anders entscheiden als es vielleicht einen Mann tun würde.

00:39:23: Und deswegen finde ich so wichtig dass wir Frauen muss eben nicht raushalten sondern sagen natürlich überlasse ich immer in der Frau Wenn Du drei Kinder hast das ist wirklich einfach Tumatsch dann Volltime zu arbeiten obwohl es was auch gibt Aber generell dieses Bestreben zu haben Nein Ich will auch an den Entscheidern ein Tisch weil Dann kann ich mithilfen andere Entscheidungen zu treffen oder dafür Sorgen.

00:39:45: und Es gibt so In Meetings

00:39:47: z.B.,

00:39:47: oder in Vorständen gibt es diese Vorstellung, dass sie dreißig Prozent sind und schnell werden.

00:39:53: Wenn du irgendwo dreißzig Prozent Frauen mindestens hast im Meetings

00:39:57: usw.,

00:39:58: dann kippt diese starke männliche Dominanz.

00:40:01: Das heißt die Frauen kommen auch als richtig zu Wort und werden richtig gehört.

00:40:05: Und Mensch ja!

00:40:07: Aber wir haben noch nicht mal in Führungsposition dreißigt Prozent Frauen.

00:40:10: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Ute Janik.

00:40:13: Es geht um Karriere und Frauen.

00:40:15: heute hier im Gespräch mit Ute Janik.

00:40:17: Runter von der Bremse ist dann auch der Titel zu deinem Buch geworden, weil das halt ein schönes Bild ist... Also nicht... Ist ja noch nicht mal Gas geben sondern es ist einfach nicht ausbremsen ne?

00:40:27: Gas geben wäre ja nochmal was ganz anderes!

00:40:30: Ja genau.

00:40:31: Und viele Frauen wollen ja Gas geben.

00:40:33: Es ist ja jetzt nicht so dass alle an Heim und Herd folgen.

00:40:36: Das ist ja auch so ein Klischee.

00:40:38: Es gibt ja sehr viele Frauen Denn es ist ein beruflicher Aufstieg und auch ein gewisser Verdienst wichtig.

00:40:45: Und die sollen sich neben eben nicht noch durch die inneren Bremsen zurückgehalten fühlen, deswegen lautet der Untertitel auch wie Frauen befreit ihre Karriere gestalten.

00:40:57: Damit meine ich frei von diesen inneren Bremsen und dann kann ich ja überhaupt erst überlegen wenn ich mir das zugestehe Ja, ich darf Karrieren machen.

00:41:06: Ich traf vielleicht auch berufstätige Mutter sein.

00:41:09: Erst wenn ich mir das innerlich zugestehe, kann ich ja erst Planen und Schritte planen.

00:41:13: Und kann mich gezielt auch Dinge bewerben und Dinge einfordern, die mit zustehen.

00:41:18: Dann komme ich sozusagen erst aus meinem kleinen selber gebauten Ketisch raus und kann dann erst gefreit daran gehen zu sagen okay Ich will die und die Position erreichen.

00:41:27: was muss ich dafür machen?

00:41:29: Wie denkt es an dass der erste Schritt ist wahrscheinlich auch so irgendwie die Erkenntnis Dass sich auf der Bremse steht oder das ist wahrscheinlich das Elementar

00:41:39: Genau, das muss ich erstmal merken.

00:41:41: Also... Ich habe es selber auch im eigenen Live-Erlebnis wie alles was ich in meinem Buch schreibe alle bremsen.

00:41:48: Als ich zum Beispiel diese Sendung Mein Tauer aufgebaut hab, da habe ich irgendwie gedacht Ja ist doch logischer dass ich dann mal die Führung übernehme weil es ist ja mein Baby und ich kannte es ja auch.

00:42:00: Jetzt war aber noch nicht lange fest angestellt erst ein Jahr oder so.

00:42:05: Ich hatte noch keine Führungsposition gehabt.

00:42:08: Aber irgendwie dachte ich, nein, mein Chef, der wird schon kommen und sagen du wirst natürlich die Chefin.

00:42:14: Nennt sich Tiara-Syndrom?

00:42:16: Das heißt wir Frauen warten gern drauf dass jemandes anerkennen das wir einen guten Job machen im verborgenen und in einem grünchen Aufszenst und sagt Du bist so toll dich mache ich jetzt mal zur Chefin oder dich beförder' ich jetzt Mal.

00:42:29: Und so habe ich eigentlich darauf gewartet dass jemand mit dem Krönchen kommt.

00:42:33: und dann hab ich so über den Flufunk gehört Dass die Leute sich fragen, wie wir das Magazin leiten.

00:42:39: Ich habe gedacht, wer soll es wohl leiten?

00:42:43: Das war sozusagen ein Hährollt-Aufruf für mich jetzt mal den Hintern hochzukriegen.

00:42:51: und dann habe ich meinen Chef direkt darauf angesprochen.

00:42:54: Dann hat er gesagt gut dass du sagst, da haben schon andere die Hand gehoben.

00:42:57: Es hätte mir wirklich passiert können wenn ich nicht danach gefragt hätte auch bei meiner ersten Festanstellung.

00:43:04: Da wollte ich fast nicht zusagen, weil meine Tochter noch klein war.

00:43:08: Ich habe zu der Zeit frei gearbeitet, die war drei Jahre alt und heran kann ich das bringen?

00:43:13: Und schade ist dem Kind also die ganze klassische Nummer!

00:43:16: Und ich hätte beinahe abgesagt... ...und dann kam damals mein Opernmädchen zu mir.

00:43:21: Die ist Shinga aus Litauen, zwanzig Jahre alt.

00:43:25: Und die kannte das natürlich nur so.

00:43:28: Die war die ganze Woche in einer Kindergrippe und hat ihre Eltern nur im Wochenende gesehen und hat gesagt, ich bin doch ein guter Mensch.

00:43:35: Habe mich meine Eltern nur gesehen an Wochenende?

00:43:37: Dann habe ich gedacht, oh klasse!

00:43:39: Jetzt muss die zwanzigjährige die erzählen was Emanzipation heißt Und hab daraufhin, das war auch wieder so'n wach-und wegruf Hab ich dann diese Position offiziell beworben.

00:43:51: Also dieses Warten und sich nicht bewerben Das ist ein großer Helmschuh für Frauen.

00:43:56: Und dass sowas kann natürlich ein Schritt sein zu sagen warum bewerbe ich mich jetzt nicht?

00:44:00: Warum denke ich, ich muss abwarten?

00:44:02: Ah!

00:44:03: Weil es immer heißt ein Mädchen brengt sich nicht vor.

00:44:06: Ja, weil er sagt kann ich doch nichts verdiene ich doch nicht ist doch gar nicht meine Karrengröße.

00:44:15: das da lassen Frauen sehr viel liegen aufgrund der Dinge die ihnen eingeimpft wurden.

00:44:21: Das ist ein schönes Beispiel was du da gerade anbringst, weil tatsächlich... Wir können von jemanden, der vielleicht eine Führungsstelle zu besetzen hat nicht erwarten dass er alles im Blick hat und wirklich alles sieht was vielleicht jemand gemacht hat.

00:44:36: Und dann kann eine negative Entscheidung noch nicht mal strukturell böse sein sondern ist es einfach aus...

00:44:43: Nein, nein!

00:44:45: Die sehen es sich und woher sollen sie's denn auch wissen?

00:44:47: Die können ja auch nicht in die Köpfe gucken.

00:44:49: Ach die Ute will das bestimmt mal in den nächsten Position kommen.

00:44:53: Das ist gut, wenn man das sagt.

00:44:54: Auch wenn es gar keine konkrete Bewerbungen gibt, aber vielleicht im Mitarbeitergespräch zu sagen ich fühle mich durchaus auch in der Lage und habe auch den Wunsch mehr Verantwortung zu übernehmen.

00:45:03: Würde das gern machen, wenn sich die Gelegenheit dazu gibt möchte gerne darauf hinarbeiten?

00:45:07: Das sind so diese ersten Schritte

00:45:10: Und man verliert nichts, ne?

00:45:13: Wenn man es nicht sagt hat man gar keine Chance und wenn man zumindest mal sagt Hallo oder dann isst man wenigstens in der Sichtbarkeit.

00:45:21: Und die Sichtbarkeit ist eben ganz wichtig und diese sind der Unsichtbarkeit stecken bleiben.

00:45:27: Mein Gott, das ist tatsächlich so als würde ich es darauf warten dass der Märchenprinz kommen mit seinem weißen Schimmel und mich auch seinen Klossheim führt.

00:45:34: er kommt halt nicht und im Berufsleben kommt er schon zweimal nicht.

00:45:38: und darauf müssen wir Frauen uns mehr einstellen und uns klar machen Das ist jetzt aber keine Schuld, weil sie keine Schuld daran haben sozusagen zu zurückhalten sein sondern dass es uns eben auch als behaltensweise antrainiert wurde.

00:45:51: Also, und selbst auch die Freiheit geben!

00:45:55: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Ute Janik.

00:45:57: Journalistin?

00:45:58: Dann hat sie Karriere in den Medien gemacht.

00:46:00: heute hilft sie Frauen bei der Gestaltung ihrer Karrieren.

00:46:04: Ute-Janik ist meine Gesprächspartnerin.

00:46:06: Als du deine Geschichte und all das was du erlebt hast und das was Du weitergeben möchtest niedergeschrieben hast... Hast du da so Bild von einer Frau vor dir?

00:46:17: Ja Ich habe.

00:46:18: für den Vortrag hab ich ein Titelbild und das sieht man... Das hab' ich selber KI generiert.

00:46:25: Ja, ich hab uns geschafft!

00:46:27: Da sieht man eine Frau in einem Cabrio sitzen und fährt so auf einer großen Strasse, auf ne Stadtsohle und reißt die Arme so hoch Und äh..das hat mir gefallen als Bild dieses Glossfahren, Freiheit ja ich bin mit auf der Straße, ich schleiche mich nicht auf dem Nebensträschen rum und ich tue das mit ner gewissen Leichtigkeit und Stärke.

00:46:48: Das war ein Bild, das ich da oft vor Augen hatte.

00:46:50: Hast du auf deinem Weg Frauen getroffen die dich besonders inspiriert und beeindruckt haben?

00:46:58: Auf jeden Fall!

00:46:59: Ich habe jetzt auch durch meine ja natürlich auch schon Kolleginnen... ...die es anders gemacht haben, die tatsächlich in einen Karriereweg gegangen sind wie mich da beeindruckte haben.

00:47:12: Ich hatte eine ganz tolle Coaching ne Zeit lang Die, mit der ich an diesen inneren Bremsen auch gearbeitet habe und die für mich eine ganz trellinere Haltung gefunden hat zu so einer Stärke und Größe und Selbstbewusstsein aber dabei ganz ruhig.

00:47:28: Und so haben sich immer wieder Frauen beeindruckt.

00:47:30: und jetzt wo ich diese Coaching-Tätigkeit mache... Ich mache auch eins zu eins Coaching also Lebens- und Businesscoaching für Frauen, die mir dann auch ihre Schicksale erzählen.

00:47:41: und das sind natürlich auch immer wieder Frauens dabei, die mich beeinen die mich beeindrucken, die alles mögliche gleichzeitig stemmen.

00:47:48: Die dann in schwieriger Lebenssituation geraten aber eben auch dann wieder sagen, ne jetzt hole ich mir mal ein Coach Coaching und spreche das mal mit der also zu lernen dass es auch Hilfe zu suchen, auch eine Strategie oder Unterstützung zu suchen.

00:48:02: Dass man sich das auch wert sein darf.

00:48:03: Die Frauen beeindruckend mich.

00:48:05: Jetzt habe ich natürlich viele Frauen in verschiedenen Netzwerken kennengelernt, die auch in ähnlicher Weise aktiv sind.

00:48:12: Eine Frau hat viel Kinder arbeitet in Vollzeit und schreibt da auf den Link, den drüber über Erfahrungen.

00:48:19: Und so stärken sich dann Frauen auch gegenseitig.

00:48:24: Das ist für mich immer eine große Inspiration.

00:48:26: Weil man selbst denkt ja doch mal wieder, bist du auf dem richtigen Weg?

00:48:30: Hängst hier die Imanse raus?

00:48:32: Ist das überhaupt alles richtig?

00:48:33: Wenn dann Frauen kommen, die einen wieder gestärken, hören sie sagen, nee, ne, das ist schon der richtige Weg!

00:48:38: Ich geh'n auch.

00:48:40: Es gibt dann wieder viel

00:48:41: Kraft.".

00:48:42: Ja und das ist, ich finde man muss auf so viele Dinge hinweisen.

00:48:45: Also du hast jetzt da die Frau, ich kenne auch viele Menschen mit vielen Kindern.

00:48:49: Das ist dann zum Beispiel eine Vollkatastrophe wenn du ja wenige wie du guten vor acht erfährst.

00:48:56: der Kindergarten wird heute geschlossen.

00:48:58: Die Kindertagestät ist nicht einmal wegen Krankheit.

00:49:01: das heißt dass sind natürlich Bausteine die wirklich wichtig sind damit es funktioniert.

00:49:06: das heißt Du musst dich darauf verlassen was die Betreuungseinrichtungen funktionieren

00:49:10: und dass sie lang genug aufhaben.

00:49:12: Das ist zum Beispiel in anderen Ländern, kaninarischen Ländern sind die nicht um vier Uhr zu sondern bis abends wenn berufstätige Frauen von der Arbeit kommen können damit du sie auch gut aufgehoben weißt.

00:49:24: das heißt da könnte man ganz einfache Rahmenbedingungen schaffen.

00:49:26: ich habe da auch drunter gelitten weil damals bevor meine Tochter noch im Hort war er hat auch einen Vier geschlossen.

00:49:35: Dann hat er später die Öffnungszeiten erhöht und ging es länger.

00:49:38: Da war meine Tochter aber zwei Stunden lang das einzige Kind, was noch da war.

00:49:42: Das war auch eine unangenehme Situation.

00:49:44: Und dann habe ich noch junge Studentin quasi als Halbzeitstagesmutter engagiert.

00:49:49: Die dann hat meine Tochte vom Hort abgeholt und dann gewartet bist mein Mann, der ich nach Hause kam.

00:49:54: Als für Konstruktionen und das liegt ja immer an den Frauen sich um diese Sachen zu kümmern.

00:49:59: Deswegen finde ich die Familienpolitik muss da sehr viel machen.

00:50:03: man kann auch nicht sagen liebe Frauen lasst es mit der Teilzeit, geht wieder voll arbeiten und gleichzeitig wählen dreihunderttausend Kita-Plätze.

00:50:11: Das ist halt eine völlig verkürzte Politik.

00:50:14: Und das ist auch etwas was mich aufregt wo ich sage da ist es auch wichtig politisch aktiv zu sein und nicht zu sagen naja ist halt so wir Frauen leben halt immer schon und es ist unsere Natur sondern dass auch zusehen dass das auch tatsächlichen Einfluss ein konservative Einfluß in der Familienpolitik die Frauen dann doch zu Hause halten.

00:50:37: Ich würde es auch sehr gerne aufhören, aber bei der Staat hört sich nicht unbedingt an, weil sie machen die ganze Pflegerarbeit.

00:50:43: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Ute Janik.

00:50:47: Ich spreche hiermit Ute Jannick.

00:50:48: Sie ist meine Gesprächspartnerin und kümmert sich um die Karriere von Frauen.

00:50:51: Und wir waren gerade bei den Bildungseinrichtungen insbesondere bei den Kindertagesstätten in unserem Gespräch.

00:50:58: Natürlich funktionieren wahrscheinlich die Einrichtungen weit, das geht irgendwie schon, dass wichtige Meeting um siebzehn Uhr angesetzt wird, dann kann es nicht sein, das man in Stress gerät, um zu organisieren, dass man daran teilnehmen kann.

00:51:10: Es gibt auch Firmen, die eine sehr familienfreundliche Politik fahren.

00:51:14: oder heißt zum Beispiel kein Meeting nach sechzehnten Uhr.

00:51:17: Kommunischerweise gehen die nicht kaputt, die Firmen also da gibts auch ganz reihe von Kriterien für Familienfreundlichkeit ja auch eben Homeoffice zu ermöglichen Unterstützung zu leisten mit jemanden, der kurzfristig einspringt.

00:51:31: Wenn der Hort schließt und da gibt es haben Firmen ganz viele Möglichkeiten sie schreiben sich auch viel in ihre Grundsatzpapiere rein Es wird nur oft nicht so gelebt Und wenn du merkst das nimmt kein Mensch in Anspruch außer mir Dann lässt es auch wieder.

00:51:48: also die Firmenkultur muss tatsächlich familienfreundlich sein und ich sage immer für Frauen und Männer Ich möchte gerne dass auch die Männer sagen mein Kind ist Im Kindergarten von der Schaukel gefallen, jetzt fahre ich los.

00:52:00: Fängt es bitte auf im Team und nicht immer nur die Frauen.

00:52:03: Wäre doch viel entspannter für alle!

00:52:06: Die Männer würden mehr mitkriegen, ihre Kinder aufwachsen, die Frauen hätten diesen Down-and-Mental-Load, diese psychische Belastung alles zu organisieren.

00:52:15: Familie-Job, Einkäufe, Kinder-, Hausaufgaben, Wäsche... Ich schilden mir das viel entspannt davor

00:52:23: Und mir gefällt diese Idee sogar besser, weil ich glaube es fällt Unternehmerinnen und Unternehmern deutlich einfacher solche Dinge zu schaffen als wahrscheinlich bis wir sie im politischen Rahmen sehen.

00:52:36: Ja und ich glaube dann kommen auch die Forderungen mehr.

00:52:39: wenn du jetzt wirklich selbstbewusst einforderst dass das Kinderbetreuung gibt und wenn es nicht ist wird er bei uns so individualisiert so ist dein Problem liebe Mutter.

00:52:48: Und wenn das aber nicht der Fall wäre, sondern wenn es auch als eine tatsächliche staatliche Aufgabe betrachtet würde da Rahmenwilligungen zu schaffen, die das ermöglichen.

00:52:58: Mein ich dann würde die Politik auch reagieren.

00:53:01: Aber solange wir in unserer selbst geschaffenen Käfig irgendwie bleiben... Es ist ja leicht mit uns umzugehen, weil wird dann halt mal wie sieht's denn neuste Reform vor?

00:53:12: Dass Menschen, die ihre Angehörigen pflegen williger Rente kriegen?

00:53:15: Ja, hallo!

00:53:16: Die übernehmen doch sowieso schon ganz viel.

00:53:19: Aufgaben wie sonst der Staat übernehmen müsste und da sind halt wieder ganz überwiegend die Frauen.

00:53:23: also das passt alles überhaupt nicht zusammen?

00:53:25: Ja es ist tatsächlich... man merkt es ja auch dass Prinzip auch Kinder.

00:53:29: normalerweise müssten ihr Menschen begünstigt werden in der Rente die Kinder haben.

00:53:32: Das fehlt hier auch dieser Bibel.

00:53:34: letztendlich Und ich sage's bewusst so rum Ich möchte gar nicht andere benachteiligen sondern sie müssen eigentlich begünstigd werden.

00:53:42: Ich meine es ist ja auch kein Wunder dass die deutschen Frauen immer weniger Kinder kriegen.

00:53:45: Das wird dann groß bejammert, vielleicht noch so als während des so Luxus-Ladies die sich so schön machen wollen und nachmittags schon in Prosecco trinken.

00:53:54: Aber das ist ja nicht der Fall!

00:53:55: Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sind halt so dass die Frauen irgendwie auch in die Teilzeit gedrängt werden Und da muss man tatsächlich auch ein System was ändern.

00:54:06: und ich versuche darauf hinzuarbeiten Dass sich etwas am System ändert, dass aber auch die Frauen sich ändern Ja, sich von diesen Bremsen lösen können damit sie eben auch selbstbewusst was einfordern.

00:54:20: Sonst wüsste ich gar nicht wie das... sonst müsste ich gar nichts funktionieren soll.

00:54:26: Das ist meine Errufnung.

00:54:28: Runde von der Bremse!

00:54:30: Wer sollte dein Buch gelesen haben?

00:54:32: Alles.

00:54:34: Alle Menschen dieser Welt.

00:54:36: Nein natürlich Frauen.

00:54:38: Frauen im Beruf.

00:54:41: Frauen die, sie müssen nicht im Einstieg in den Beruf sein.

00:54:45: Sie können auch schon älter sein weil das so ein arbeitsgebender Audio lange und es ist ja ganz toll wenn man auch noch in mittleren Jahren was verändert.

00:54:54: Und mehr Einschränkungen von Frauen die an Persönlichkeitsentwicklung interessiert sind.

00:54:59: Weil es ist kein klassischer Karriere-Rabgeber.

00:55:02: Es gibt ja ganz viele Parts die sich eben mit Persönlichkeit Entwicklung geschäftigen Frauen vielleicht, die auch einfach eine spannende Geschichte von einer Führungsfrau hören wollen und auch sie von der was lernen können.

00:55:16: Ich sehe da ein breites Spektrum.

00:55:18: Und wenn es der eine oder andere Mann liest dann mit der Weis wie Frauen ziehen das wäre doch auch schön!

00:55:24: Wir können aus Geschichten immer lernen, dass ist ganz wichtig

00:55:26: d.h.,

00:55:27: wenn wir beobachten, wenn wir anderen Menschen verfolgen und jeder hat etwas was er weitergeben kann.

00:55:31: deswegen absolut korrekt.

00:55:34: und jetzt sagen wir noch Was für eine Verbindung hast du zu Ruth Moschner?

00:55:39: Also Feminismus heißt ja nicht, dass man mehr will als die Männer.

00:55:42: Nein

00:55:43: es geht um Gleichberechtigung genau.

00:55:47: Man merkt natürlich schon das diese Veränderung im Gang ist weil es gibt ja immer immer mehr Männer die auch tatsächlich Elternzeit nehmen.

00:55:54: aber Es ist die große Einschränkung.

00:55:57: ist es dann?

00:55:57: in der Regel sind diese drei Monate oder diese zwei Monate und der große Block ist tatsächlich bei den Frauen

00:56:04: ist es, aber das hat natürlich auch politische Gründe.

00:56:06: Weil in Schweden ist es zum Beispiel so wenn du dann als Vater nicht einen bestimmten Satz an älteren Zeit nimmst, man verlierst zu den Anspruch.

00:56:16: Das heißt, in dieser Zeit könntest du auch zu Hause bleiben und dich um dein Kind gimmen und kriegst aber kein Geld dafür.

00:56:22: So!

00:56:23: Und das führt natürlich dazu dass die Männer die Elternzeit auch nehmen und dann führt es auch zu einer gesellschaftlichen Normalität.

00:56:30: Dann wird es eben einfach irgendwann normal Und das spielt natürlich eine große Rolle, wenn es so lange nehmt.

00:56:37: Das nennt sich nur die Hälfte der Männerelternzeit in Deutschland und vor denen die meisten nur diese üblichen zwei Monate.

00:56:44: Wenn es aber mal wirklich gleich verteilt wäre dann hätte ja auch der Arbeitgeber, wenn ein junger Mann einstellt dass selber Risiko, dass er in Elternzeit geht wie bei einer Frau.

00:56:55: D.h.,

00:56:55: sie sagen, nee, die ist... ...kann jetzt einen festen Partner und will hier fest angestellt werden?

00:57:01: Die kriegt doch nämlich Kinder!

00:57:02: Das wäre dann bei Männern genauso.

00:57:04: Das heißt, es würde Frauen wieder einen großen Nachteil beim Einstieg ins Erwerbsleben oder überhaupt der Berufsdätigkeit

00:57:11: nehmen.".

00:57:12: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Ute Janik.

00:57:14: Wie Frauen befreit ihre Karriere gestalten?

00:57:18: Das treibt Ute-Janik um!

00:57:20: Darüber haben wir gesprochen und gerade waren wir ja insgesamt bei der Situation die wir in unserer Gesellschaft haben... Das heißt, wir haben hier so ein Gemisch sag ich mal.

00:57:30: Deswegen dauert es dann vielleicht noch hundert, was?

00:57:32: Dreiundzwanzig Jahre oder so einen Gemisch aus den politischen Rahmenbedingungen der Erziehung irgendwelchen Klischees die in uns haften.

00:57:42: aber jetzt wollen wir ja nicht jammern sondern das heißt es fängt immer glaube ich bei jedem selbst an.

00:57:46: Das heißt tatsächlich dass du dann vielleicht auch machst Frauen an die Hand nehmen und ihnen das Werkzeug zu geben, dass sie halt den ersten Schritt machen, dass schonmal Dinge anders laufen

00:57:56: Ja, und dass sie ihre inneren Bremsen loslassen können.

00:58:00: Weil wenn die mich auch noch hindern... Und wie du sagst dieses Gemisch all diese Faktoren also politische Rahmenbedingungen, Sozialisation, die gehen so eine Art unheilige Allianz ein das heißt die verstärken sich gegenseitig und es ist natürlich in totaler Hemschuhe!

00:58:15: Und für mich wird die geht liegt ne Lösung nur da drin auf Dauer des Frauen auch in Führungsposition kommen, Weil wenn du entscheidender bist, kannst du ja Dinge anders entscheiden als es vielleicht einen Mann tun würde.

00:58:29: Und deswegen finde ich so wöchentlich dass wir Frauen uns eben nicht raushalten sondern sagen natürlich überlasse ich's immer an der Frau Wenn du drei Kinder hast das ist wirklich einfach Tumatschen dann mit Volltime zu arbeiten obwohl es was auch gibt Aber generell dieses Bestreben zu haben.

00:58:45: Nein Ich will auch an den Entscheidenden Tisch weil Dann kann ich mithelfen andere Entscheidungen zu treffen oder dafür Sorgen.

00:58:52: und Es gibt so In Meetings

00:58:53: z.B.,

00:58:54: oder in Vorständen gibt es diese Vorstellung, dass sie dreißig Prozent sind und schnell werden.

00:58:59: Wenn du irgendwo dreißzig Prozent Frauen mindestens hast, in Meetings

00:59:03: usw.,

00:59:05: dann kippt diese starke männliche Dominanz.

00:59:07: Das heißt die Frauen kommen auch als richtig zu Wort und werden richtig gehört.

00:59:12: Und Mensch ja!

00:59:13: Aber wir haben noch nicht mal in Führungspositionen dreißigt Prozent Frauen.

00:59:17: Also es gibt noch einiges zu tun?

00:59:19: Rund der von der Bremse ist dann auch der Titel zu deinem Buch geworden, weil das halt ein schönes Bild ist.

00:59:25: Also nicht noch nicht mal Gas geben sondern es ist einfach nicht ausbremsen.

00:59:29: Gas geben wäre ja nochmal was ganz anderes?

00:59:32: Ja genau und viele Frauen wollen ja Gas geben!

00:59:35: Es ist ja jetzt nicht so dass alle an Heim und Hettern geholen.

00:59:38: Das ist ja auch so ein Klischee.

00:59:40: Es gibt ja sehr viele Frauen, denen ist ein beruflicher Aufstieg und auch einen gewissen Verdienst wichtig.

00:59:47: Und die sollen sich neben eben nicht noch durch die inneren Bremsen zurückgehalten fühlen.

00:59:54: Deswegen lautet der Untertitel auch, wie Frauen befreit ihre Karriere gestalten und damit meine ich frei von diesen inneren Bremsen.

01:00:02: Und dann kann ich ja überhaupt das überlegen wenn ich mir das zugestehe.

01:00:06: Ja, ich darf Karrieren machen.

01:00:08: Ich darf vielleicht auch berufstätige Mutter sein.

01:00:11: Erst wenn ich mich das innerlich zugesteh, kann ich es als Planen und Schritte planen und kann mich gezielt auf Dinge bewerben Dinge einfordern, die mir zustehen.

01:00:21: Dann komme ich sozusagen erst aus meinem kleinen selber gebauten Käfig raus und kann dann erst befreit daran gehen zu sagen okay ich will die und die Position erreichen.

01:00:29: was muss ich dafür machen?

01:00:31: Wie denkt es an dass der erste Schritt ist wahrscheinlich auch so irgendwie die Erkenntnis das sich auf der Bremse stehe oder das ist wahrscheinlich das Elementar.

01:00:41: genau das muss ich erstmal merken.

01:00:43: also Ich habe das selber auch im eigenen Live erlebt, wie alles was ich in meinem Buch schreibe alle bremsen.

01:00:50: Als ich zum Beispiel diese Sendung Mein Taucher aufgebaut hab da habe ich irgendwie gedacht ja ist doch logischer was sich dann mal die Führung übernehme weil es ist ja mein Baby und ich kannte es ja auch.

01:01:02: jetzt war aber noch nicht lange fest angestellt erst ein Jahr oder so.

01:01:07: ich hatte noch keine Führungsposition gehabt.

01:01:10: aber irgendwie dachte ich ne ne mein Chef der wird schon kommen und sagen du Du bist natürlich die Chefin, nennt sich Tiara-Syndrom.

01:01:17: Das heißt wir Frauen warten gern drauf, dass sie man anerkennen, dass wir einen guten Job machen im verborgenen und in einer Krönchenaufzeit zu uns sagen du bist so toll dich mache ich jetzt mal zur Chefin oder dich beförder ich jetzt Mal.

01:01:31: Und so habe ich eigentlich darauf gewartet das jemand mit dem krönchen kommt und dann hab ich es über den Flurfunk gehört Dass die Leute sich fragen ach wer wird denn eigentlich des Magazin mal leiten?

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