Rainer Kreer: Bossing – Wenn der Arbeitsplatz zur Belastung wird
Shownotes
Was passiert, wenn der Arbeitsplatz plötzlich zum Ort der Isolation wird? Wenn Anerkennung schwindet, Aufgaben entzogen werden und Menschen systematisch aus dem Berufsleben gedrängt werden?
In der neuen Ausgabe von „Im Gespräch“ spreche ich mit Rainer Kreer über das Thema Bossing – eine besondere Form des Mobbings, die von Vorgesetzten ausgeht.
Rainer Kreer erzählt offen von seinem eigenen Weg: von beruflichem Erfolg, Führungsverantwortung und dem schleichenden Prozess, plötzlich ausgegrenzt und kaltgestellt zu werden. Dabei geht es nicht nur um persönliche Erfahrungen, sondern auch um die Folgen für Gesundheit, Existenz und Selbstwertgefühl.
https://www.amazon.de/Bossing-Arbeitsplatz-Eine-Kampfansage-Mobber/dp/398641245X
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00:00:00: Mein heutiger Gesprächspartner ist männlichen Name.
00:00:05: Rainer Kreia
00:00:07: Alter.
00:00:08: Achtundsechzig
00:00:10: Geburtsort
00:00:11: Saibersbach Im Ursprüge Dein
00:00:16: Beruf bei dem Alter?
00:00:18: Gibt es einen Beruf, ja ne
00:00:20: Ich bin zwar Rentner aber ich bin trotz allem noch zum einen in einem Mini-Job als Aushilfslehrer tätig Und bin frei beruflich auch tätig und vermitle in der Hauptsache Bürgergeldempfänger in Jobs.
00:00:38: Also das sind noch richtig wichtige Sachen,
00:00:40: ne?
00:00:40: Die Profession dafür kommt natürlich aus meiner früheren Tätigkeit dass ich sehr viel mit Personal zu tun hatte selbst Leute eingestellt habe und entsprechend das Wissen habe und auch ja ich würde schon sagen die Empathie auf die Leute einzugehen, ihnen dann auch zu erklären was wichtig ist und herauszufinden wie sie optimal sich bewerben können.
00:01:07: Und letzte Endes hoffentlich dann auch langfristig einen Job finden.
00:01:12: Hast
00:01:12: du Hobbys?
00:01:13: Und wenn ja welche?
00:01:14: Ja also Hobbies.
00:01:15: in letzter Zeit hat sich Karaoke rauskristallisiert.
00:01:19: Okay!
00:01:20: Das hat sich irgendwie so ergeben.
00:01:23: früher hätte ich mich überhaupt nie getraut Karaoke zu singen Aber wir hatten da so ein paar Partys, die ich jeweils organisiert hatte.
00:01:31: Weil es mich interessiert hat und das hat sich mittlerweile irgendwie entwickelt und man verliert dann auch die Scheu und man merkt, dass muss nicht alle so perfekt sein!
00:01:41: Ja also ja... Und dann ... Ich bin trotz allem immer noch Winzer-Erfär.
00:01:46: im letzten Oktober war ich in Holland Und habe es dann probiert und das geht noch.
00:01:52: Ich hab vor, dass auch in der nahen Zukunft jetzt erst mal wieder weiter auszubauen, obwohl das Wasser hier ja alles ein bisschen weit weg ist.
00:02:01: Man kann nicht alles haben!
00:02:02: Hast du sowas wie ein Lebensmotto?
00:02:04: Also muss kein Spruch sein?
00:02:06: Gibt's irgendwie so eine Art, wie du Dinge anpackst?
00:02:08: Es gibt da eigentlich mehrere... Der eine Spruch wäre geklaut.
00:02:13: also live long and prosper Aus Star Trek, weil ich ein absoluter Star Trek Fan bin.
00:02:20: Ansonsten würde ich sagen wenn man es nicht versucht hat man schon verloren.
00:02:26: Das ist eine ganz essentielle Sache.
00:02:30: Habe ich nichts hinzuzufügen?
00:02:31: Das ist einer der besten Methoden.
00:02:33: das heißt oft scheulen wir vor Dingen zurück.
00:02:37: aber nur probieren und selbst wenn mal was nicht klappt Es verschwindet halt dieses Gefühl, ich hab's probiert weißt du.
00:02:45: und wenn man irgendwas nicht probiert hat und überlegt in zwanzig dreißig Jahren hätte ich mal das ist somit das schlimmste Gefühl dass ich so kenne.
00:02:52: deswegen probieren.
00:02:53: Genau!
00:02:55: Die Menschen die mit dir zu tun haben was meinst du sagen lieber dich woran erkenne ich dich?
00:03:01: Ich werde auf jeden Fall insgesamt ein bisschen als steif wahrgenommen.
00:03:07: Das ist wohl auch einfach so.
00:03:08: also das lässt sich auch nicht mehr wirklich ändern.
00:03:11: Natürlich auf irgendeiner Party und so weiter läuft das auch mal anders, aber ansonsten auf jeden Fall als analytisch, als sehr reflektierter Mensch denke ich stabil in meiner Art.
00:03:27: Also ich habe eigentlich keine Berührungsängste.
00:03:32: Das ist eigentlich die Hauptsache.
00:03:34: ja!
00:03:36: Eine Sache noch, ja ich werde grundsätzlich als Jünger wahrgenommen als Spinn.
00:03:41: Das hat natürlich mit der Genetik auch zu tun aber man muss natürlich auch für sich selbst was tun.
00:03:47: also ich betreibe schon Sportversuche auf mich zu achten und das ist natürlich dann auch eine gewisse Dynamik die dann mit in die Inserscheinungsbild eingeht.
00:04:01: Ja und das nehmen die Leute natürlich unbewusster auch war
00:04:05: Rainer Kreia ist mein Gesprächspartner.
00:04:07: Es geht heute um eine besondere Form des Mobbings, um Bossing – was das genau ist?
00:04:12: Das erfahren wir später von Rainer Creia!
00:04:15: Jetzt spreche ich mit dir und habe am Anfang Kunstrück gehört.
00:04:20: Du hast aber den Dialekt nicht mitbekommen aus der Gegend,
00:04:22: ne?!
00:04:23: Ich bin mit Neunzehn aufs Copelands-Kolleg gegangen, um das um ein allgemeines Abitur nachzuholen über einen zweiten Bildungsweg Und das war natürlich da oben, ja also man hat Hochdeutsch geredet in der Hauptsache.
00:04:42: Seitdem habe ich eigentlich auch weil ich dann später immer wieder in eine gewisse Führungsposition kam dass mir hier das Hochdeutsch beibealten als zurück auf das Blatt zu gehen.
00:04:56: aber wer genau hinhört und er hört das typische diese Schlaute Die also so in das Rheinland-Pfälzische oder in das Hessische halt abgleiten, ja und die kann ich mir irgendwie nicht abgewöhnen.
00:05:12: Das war aber... Kann man sagen Kindheit auf dem Land?
00:05:15: Kann man das so beschreiben?
00:05:16: Kindheit da aufm Land auf jeden Fall.
00:05:18: Ein absolutes Dorfkind!
00:05:21: Okay, dort ist auch alles passiert Schule und oder...?
00:05:25: Ja, also ich bin im Saibersbach noch in die Schule gegangen.
00:05:30: Grundschule würde man heute sagen.
00:05:32: früher hieß es tatsächlich noch Volksschule oder Hauptschule dann später.
00:05:37: In dort gewesen bis zum fünften Schuljahr, habe dann drei Jahre Gymnasium probiert weil ich eigentlich die Intelligenz dafür hatte.
00:05:46: aber mir sind dann also ich lass mich gerne ablenken und es hat dann einfach dazu geführt dass also Klassenkameraden mich da auch so ein bisschen beeinflusst haben.
00:05:58: meine Noten wurden dann schlechter.
00:06:01: Ja dann gab es mal die Situation, das war im dritten Jahr auf dem Gymnasium.
00:06:06: Das ist im halben Jahreszeugnis hieß also Weiterversetzung gefährdet und meine Mutter ist dann da vorstellig geworden hat gesagt kann man den Reiner nicht einmal woanders hinsetzen er fühlt sich halt durch seine Kameraden da.
00:06:22: es war speziell eine Hauptsache immer abgelenkt.
00:06:28: Ja und das war auch so, ja.
00:06:29: Und der Klassenlehrer hat mich dann nach vorne gesetzt... ...und dann war ich auf einmal zum Beispiel der beste in Mathe,... ...und habe den anderen Mathe erklärt.
00:06:42: Aber insgesamt hatte ich vorher so viel verloren in verschiedenen Fächern,... ...dass also die Versetzung eigentlich nicht mehr stattfinden konnte.
00:06:52: Also man hat dann auch... gemutmast, also so eine Verbesserung wäre nicht möglich.
00:06:57: Ich hätte abgeschrieben und hätte geschummelt.
00:07:01: Das hat mir natürlich irgendwo wehgetan weil ich war eigentlich ein recht schüchternes Kind Und habe mich sowas eigentlich überhaupt gar nicht getraut.
00:07:09: Ja und so kam das dann auch mit dem zweiten Bildungsweg.
00:07:13: ja meine Mutter hat dann gesagt okay wenn du jetzt da nicht versetzt wirst willst Du dann nicht irgendwie einen anderen Weg einschlagen?
00:07:23: Witziger weisen, normalerweise hätte jemand gesagt okay dann zurück runter auf die Realschule.
00:07:29: aber ich bin auf die Hauptschule gegangen noch ein Jahr und habe dann erst mal einen Beruf gelernt.
00:07:35: Du hast jetzt irgendwie eine Frage beantwortet die ich jede Woche stelle und aber ich stell sie jetzt trotzdem nochmal würdest du sagen dass du ein guter Schüler warst?
00:07:44: oder wie kann man das jetzt beurteilen?
00:07:46: Ich habe immer hohen Respekt vor dem, was du gerade gesagt hast.
00:07:49: Weil der zweite Bildungsweg ist letztendlich der härtere Weg weil man das nebenbei noch irgendwie hinbekommen muss ja oder sich nochmal anstrengen muss wenn man eigentlich schon andere Dinge machen könnte oder schon Geld verdient.
00:08:04: Wie würdest du es einsortieren?
00:08:06: Ich sage mal ohne... ich hoffe dass das nicht überheblich klingt aber es wurde gemutmaßt dass ich eine gewisse Hochbegabung hätte.
00:08:16: Das hat auch dazu geführt.
00:08:18: Ich bin tatsächlich schon mit fünf Jahren in die Schule gegangen, weil ich unbedingt da hin wollte.
00:08:24: Es gab vorher eine ärztliche Untersuchung, Eignungsprüfungen
00:08:29: usw.,
00:08:29: das habe ich alles nicht nur bestanden sondern der Arzt hat sogar Dinge festgestellt und es ist sehr ungewöhnlich.
00:08:41: irgendwelche Gegenstände im Raum einzusammeln, nachher wieder zurückzulegen und ich habe die Bowl exakt in der gleichen.
00:08:48: Also in der umgekehrten Reihenfolge dann zurück gelegt.
00:08:51: also er hat das alles beobachtet auf jeden Fall.
00:08:54: Ich konnte also wirklich früher in die Schule war am Anfang auch da wirklich ... Da gab es noch keine Noten aber es war klar dass ich da sehr gut war Aber es fing mich an zu langweilen.
00:09:06: Ja, ich war eigentlich unterfordert Und es hat sich dann später immer so durchgezogen.
00:09:13: Also wenn irgendein Fach, das ich hatte, egal auf welcher Schule mich interessiert hat... ...dann habe ich sehr gute Noten gehabt und in anderen Fäschern einfach überhaupt gar nichts.
00:09:25: Das war einfach nichts zu wollen!
00:09:27: Wir sind jetzt ja aber an dem Punkt letztendlich zählt was hinten raus kommt?
00:09:31: Ich hab da ja schon ganz gute Sachen gehört
00:09:33: ne?!
00:09:33: Ja, also das war halt für mich dann auch... es war ein langer Weg.
00:09:38: Es war ein schwerlicher Weg der mir aber auch sehr viele Erfahrungen beschert hat.
00:09:43: Also nach der Berufsausbildung bin ich dann erstmal auf die Berufsaufbauschule gegangen weil ich eine mittlere Reife gebraucht habe.
00:09:51: Dann jetzt muss ich gerade selbst mal überlegen.
00:09:54: Danach... ja kam genau und danach kam das Koblenz-Kolleg Und danach erst einmal zwei Jahre Bundeswehr.
00:10:03: Ja und bei der Bundeswehr hatte ich damals die Gelegenheit nach Rammstein zu kommen.
00:10:10: Das war so ein bisschen, soll ich sagen wie Schlaraffenland.
00:10:15: ja weil ich als NATO-Angöriger bei den Amerikanern einkaufen durfte und das hat natürlich mein Hänglich gefestigt.
00:10:25: es hat mir gewisse Voraussetzungen verschafft die dann dazu geführt haben, dass ich nach dem Studium tatsächlich auch für die Amerikaner im Zivildienst wieder anfing zu arbeiten.
00:10:38: Und das war in den Neunzehnten und neunundnachtzig dann in Bad Kreuz nach.
00:10:42: Ich studiert habe ich Verfahrenstechnik, Schwerpunkt Energie- und Versorgung in Bingen.
00:10:51: Partner, er beschäftigt sich mit einer besonderen Art des Mobbings.
00:10:54: Mit Bossing und ist auch selbst Opfer geworden!
00:10:57: Wir haben von ihm schon erfahren dass er bei der Bundeswehr war am Anfang seiner beruflichen Karriere.
00:11:03: Er ist mein Gesprächspartner.
00:11:05: Das heißt, Bundeswehrzeit war dann irgendwie auch dann prägend für den weiteren beruflichem Verlauf?
00:11:11: Auf eine ganz spezielle Art und Weise weil ich habe mich zwar überreden lassen Verfahrenstechnik zu studieren hatte aber ursprünglich eigentlich eher ein Auge auf Informatik.
00:11:24: und dann hat mir einen Freund gesagt, das ist doch so trockenes Zeug.
00:11:28: Und ich habe mich wieder mal beeinflussen lassen ja und hab nicht Informatiksstudiert.
00:11:33: Aber... Ich war bei der Bundeswehr als Radarflugmelder und da gab es diese Radarkonsolen und die Warns waren nicht so komputerisiert wie heute.
00:11:45: man hat da so Knöpfe gehabt.
00:11:47: wenn man die reingedrückt hat sind die drinnen geblieben und wenn man bestimmte Knöpfe in bestimmten Reihenfolgen gedrückt hat, dann konnte man da irgendwas bewirken.
00:11:58: Und ja... Da war irgendwie so bei mir eine gewisse Neugier.
00:12:05: was kann ich da alles machen?
00:12:07: Nur habe dann herausgefunden dass man also auf dem Radarbildschirm Flugzeuge kopieren konnte.
00:12:14: die wurden da nochmals Symbol angezeigt.
00:12:19: Ich bin dann hingegangen, habe einen Vektor daran gehängt der ausgesagt hat dieses Flugzeug ist sehr schnell das ist höllig schnell und hab dem auch noch ein Feindsymbol angeheftet.
00:12:34: Und Gott sei Dank ich war damals als ich das gemacht habe das war in der Nähe von Rammstein in Kinsbach war eigentlich der Zentralbunker der Luftverteidigung der sogenannten vierten Athaf und es war wirklich ein kleiner Haufen.
00:12:50: Wir hatten die Abfangjäger mit den scharfen Raketen, um so jemand abzuschießen.
00:12:56: Und es gab auch diese sogenannte Early Warning-Abteilung, die dann geguckt hat was passiert da auf dem Radar?
00:13:04: Haben wir einen Bedarf irgendwo einzugreifen?
00:13:07: und ich habe dann rüber gehört oder abgehört bei Early Warning.
00:13:10: Da ist ein feindliches Flugzeug.
00:13:12: das ist unheimlich!
00:13:13: Und dann finde ich aber, bevor irgendwas passiert ist bin ich schnell rüber nach Krakleute.
00:13:21: Ich habe das Ding erzeugt!
00:13:22: Das ist nicht echt.
00:13:26: So schnell hätte man einen nächsten Weltkrieg erzeugen können?
00:13:30: Zum Weltkrig hat es zwar nicht gereicht, aber das hätte eine Menge Ärger geben können.
00:13:36: Ja und das hat so ein bisschen bei mir das Interesse an den Computern gezeigt.
00:13:43: Wir überheimen Computer, also schneller Computerwissen selbst beigebracht als es im Studium hätte lernen können.
00:13:49: Das war alles da noch in der Anfangsphase, sag ich mal für mich ein Unding.
00:13:55: Sechzehnhundert Studenten oder wieviel's waren?
00:13:58: Acht Terminals... Ich kam zweimal in dem Raum einmal um die Tastatur zu bewundern, die ausser auf ihn eine Schreibmaschine und dann durften wir mal so'n kleines Programm eintippten das auf den Lochstreifen gestanzt wurde.
00:14:13: Das war für mich so unbefriedigend, dass ich gesagt habe ne da muss was passieren.
00:14:17: Hab mir meinen ersten Heimcomputer gekauft und vier Wochen später war ich den Lichtjahre voraus.
00:14:22: Also ja um zurückzukommen zu deiner Frage ein guter Schüler in gewisser Weise aber sehr viel autodidaktisch Und einfach.
00:14:32: wenn Interesse da waren dann konnte ich ganz ganz tief da rein.
00:14:36: Ja
00:14:37: Okay du bist tatsächlich bei den amerikanischen Streitkräften gelandet beruflich
00:14:41: Genau Erst mal als ausscheidender Ingenieur und dann nach ein paar Jahren, als ein Abteilungsleiter in Rente ging wurde ich dann witzigerweise auch wieder aufgrund von Computern zur ersten Wahl.
00:14:58: Also der Colonel dem habe ich geholfen ganz freiwillig.
00:15:02: er hat Computer bekommen eine Gebrauchte die wurden von Mainz nach Kreuz nachgebracht und von den dreizehn Computern ging so gut wie keiner, ja.
00:15:13: Und dann kam er zu mir und hat gesagt, gehör dich gern mit Computer hinaus ob ich ihm da helfen könnte.
00:15:20: Ja, dann habe ich einen einen Tag lang daran gebastelt und danach waren zwölf Computer, waren funktionsfähig der dreizehnte war wirklich schrott.
00:15:28: Und dadurch bei dem Stein im Brett und als meine Bewerbung dann reinkam obwohl es nicht um Computer ging wollte er mich aber unbedingt haben.
00:15:39: Ja, das hat sich mit den Computern merkwürdigerweise so durchgezogen.
00:15:43: Aber es war aus der Beobachtung der Vorgesetzten waren's die Fähigkeiten, die ich hatte also strukturiert, dass er arbeiten wie ich aus dem Computer irgendwo ein Maximum an Arbeitsleistungen heraushole oder optimieren konnte.
00:16:00: ja und das hat dann letztendlich tatsächlich dazu geführt.
00:16:05: jetzt ist das sogenannte Kita-Prinzip oder Peterprinzip auf Deutsch, wonach jemand so lange befördert wird weil er gut ist bis er eigentlich seinen Job nicht mehr machen kann.
00:16:22: Und ich hatte ein bisschen tatsächlich das Gefühl als ich dann von Bad Kreuz nach nach Wiesbaden gewechselt bin Ja, und wurde dort stellvertretender Direktor auch wieder aufgrund Computer strukturiert im Arbeiten.
00:16:40: Guter Leistung usw.
00:16:43: Das war erstmal eine völlig neue Welt für mich.
00:16:46: Ich hab gedacht ich habe Schuhe an die sind so groß wie wenn ich in zwei Caprioles drinstehen würde.
00:16:53: das hat sich das angefühlt.
00:16:54: ja Dann war für mich natürlich mir die Frage, was mache ich jetzt eigentlich hier?
00:17:00: Was habe ich zu tun.
00:17:01: Was ist meine Aufgabe?
00:17:03: Durch die Struktur kam ich dann wieder dahin, dass ich auf jeden Fall diese Selbstreflexion betreiben muss.
00:17:13: im Grunde genommen bei jeder Entscheidung und Ich hab ja schon mal erwähnt, ich bin ein Star Trek Fan Und ganz besonders zu der Zeit war ich ein Fan von Jean-Luc Picard, der ja wirklich in Star Trek so eine Messlatte gesetzt hat für Personalführung.
00:17:36: Da gibt es sogar einen Buch über seinen Führungsstil und das habe ich damals mir gekauft.
00:17:42: Das war so ein bisschen meine Bibel.
00:17:46: Auch darin ist immer wieder ganz klar erkennbar dass man immer sich selbst reflektieren muss bei jeder einzelnen Entscheidung.
00:17:55: Ist die richtig, ist sie für die Leute gut?
00:17:58: Was hat sie für Auswirkungen?
00:17:59: Ja und witzigerweise habe ich gerade gestern mit meiner Mutter über das Thema geredet.
00:18:06: Ich hab gesagt wir können eigentlich gar keine wirklich richtigen Entscheidungen treffen.
00:18:12: ja Wir wählen nur zwischen den Entscheidungen die relativ gut sind und die wenigsten negativen Auswirkungen haben, aber irgendeine negative Auswirkung hat alles.
00:18:26: und ja in der Musical Liquid es ist ja so da gibt sie auch dieses eine Lied no good deed stays unpunished also keine gute Tat bleibt ungestraft.
00:18:42: das drückt es ein bisschen aus was auch immer man tut.
00:18:46: Irgendjemand wird auch immer negativ davon berührt werden, egal wie gut es ist.
00:18:52: Das
00:18:53: hat jetzt hier ganz viele Sachen reingepackt also eine ganz spannende Geschichte gesagt.
00:18:56: Nein das ist alles gut!
00:18:58: Deswegen reden wir ja... Wir wollen ja über viele Dinge reden.
00:19:01: Also eine ganz ganz spannender Geschichte ist und das wird auch in vielen Positionen sei es Behörden oder Unternehmen nicht ausreichend berücksichtigt.
00:19:09: Das ist dieses immer wieder hochbefördern und irgendwann kommt Menschen an eine Stelle.
00:19:14: Also entweder finden sie da rein oder Sie sind tot unglücklich, weil sie eigentlich lieber das was sie vorher gemacht haben wieder machen wollen.
00:19:21: Und es ist so ein Appell dass man endlich Strukturen schafft, dass auch jemand wieder einen Weg zurück hat in einer Hierarchie, dass jemand auch wieder gut in einem Unternehmen wieder einen Schritt zurücktreten kann ohne Gesichtsverlust wenn es halt nicht die Führungsposition vielleicht ist.
00:19:38: ja und das andere ist auch ziemlich gut.
00:19:41: Das ist schon fast philosophisch.
00:19:43: Alles was wir machen hat immer irgendwie eine positive und meistens auch eine negative Seite.
00:19:48: Bekomme ich eine Stelle, bekommt sie ein anderer nicht?
00:19:51: Und das können wir nicht ändern!
00:19:53: Das ist im Prinzip das tägliche mit dem wir uns auseinandersetzen müssen.
00:19:58: Manchmal wird man etwas erreicht.
00:20:00: so ein bisschen Demut zu haben und andere zu denken ist nicht verkehrt.
00:20:04: Also du hast jetzt viel Verständlicher verpackt.
00:20:07: tatsächlich Ja
00:20:10: Ich hab nur zugehört, ist alles gut.
00:20:12: Ja aber du hast ausgezeichnet zugehört.
00:20:15: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Rainer Kreher.
00:20:18: Ich spreche mit Raina Kreher.
00:20:20: er ist Opfer von Mobbing geworden, von Bossing.
00:20:23: was das genau ist und um was es darum geht Das verrät der uns hier im Gesprich.
00:20:27: Kommen wir eigentlich zu einer Stelle.
00:20:29: Du warst beruflich erfolgreich.
00:20:30: ich glaube du hast dich da auch gute reingeschafft Und dann sind aber Dinge passiert die du wahrscheinlich gar nicht auf dem Schirm hattest.
00:20:38: ja Man denkt, wenn man gut ist, dann ist alles in Ordnung.
00:20:43: Der Arbeitgeber ist zufrieden.
00:20:46: Man fühlt sich ja auch toll und kann aber genau deswegen etwas passieren womit man nicht rechnet.
00:20:53: Bei mir war es also so meine Chefs haben relativ häufig gewechselt.
00:20:59: das hat einfach mit einer speziellen Regelung bei den Amerikanern zu tun dass jeder mal die Chance kriegen soll hier nach Deutschland.
00:21:08: Ja und so war es halt, dass der vorletzte Chef zum Beispiel gesagt hat, Rainer du machst den Job schon so lange.
00:21:17: Du kennst das Geschäft viel besser als ich.
00:21:20: Mach!
00:21:21: Und ich hab mit ihm immer grob koordinieren müssen nur... ...und das ist auch wunderbar gelaufen.
00:21:26: Das ganze ging fünf Jahre gut ja?
00:21:29: So wenn das fünf Jahre Gut ging gibt eigentlich keinen Grund, dass es irgendwann schlechter gehen soll aber Im Grunde genommen dann so eher geizig und wollte das sogar noch ein Stück weiter treiben.
00:21:44: Wir haben also auch noch Führungskräfte, Coachings und solche Dinge gemacht.
00:21:49: ja Und dabei habe ich dann ganz viel gelernt was mir in der späteren Situation zum einen geholfen hat Zum anderen trotzdem auch schon zu spät kam.
00:22:01: für mich auf jeden Fall hat dann In den Jahren im Jahr ist der Chef wieder gewechselt und aus meinem Idealismus heraus habe ich gesagt, wir wollen dem neuen Chefin guten Start geben.
00:22:16: Also laden wir ihn ein und ich zeige ihm schon mal vorab was wir alles so tun und wie das bei uns läuft.
00:22:23: Das habe ich ja auch gemacht aber allerdings nicht bemerkt.
00:22:27: also er saß einen halben Tag beim Büro habe nicht bemerkt, dass der völlig überfordert war von dem was ich ihm erzählt habe.
00:22:36: Und als er dann Chef wurde es war also der Wechsel war gerade als ich in Urlaub war und dann musst du dir vorstellen du kommst zurück und kein Stein ist mehr aufm anderen.
00:22:50: Du hast nichts mehr zu melden.
00:22:53: uns hat sich alles verändert.
00:22:55: Deshalb wo du Führungskraftist ja?
00:22:58: Obwohl ich sein Stellvertreter war und in meiner Positionsbeschreibung das alles so festgeschrieben war, dass ich also wirklich mit ihm zusammen die Abteilung führe.
00:23:10: Und ja wie soll ich sagen?
00:23:14: Er selbst war gar nicht derjenige der in der Lage gewesen wäre von seinen Befugnissen her mir befugnisse wegzunehmen weil ich als sehr stabilisierender Faktor dort angesehen wurde Und das war in der Positionsbeschreibung verankert und lediglich der Kommandeur hatte real den Einfluss darauf.
00:23:40: Er hat es trotzdem durchgezogen, er wurde dann geschützt.
00:23:44: meine Beschwerden haben da nicht viel gebracht.
00:23:47: ja ich konnte mich im Grunde genommen eigentlich nur vor Schaden schützen.
00:23:53: Ich glaube,
00:23:54: wir müssen ein bisschen tiefer reingehen.
00:23:56: Das heißt ich sage mal in meinen Worten du wurdest im Prinzip an deinem Arbeitsplatz kaltgestellt und ja eigentlich ist es Mobbing ne?
00:24:05: Das war ganz klar Mobbing.
00:24:07: da gab's wirklich extreme Situation.
00:24:11: Am Anfang wurden mir halt wirklich erstmal Befugnisse weggenommen Ja dann... ich hatte das nicht verstanden dass er mir wirklich Befügnisse komplett wegggenommen hätte Und habe mich eigentlich immer noch in meiner Rolle gesehen, dass ich die Abteilungsleiter quasi anweise was sie zu tun haben und mit denen das Geschäft koordiniere usw.
00:24:36: Die Verantwortung dafür habe und dann fing er an mir Vorwürfe zu machen was sich alles falsch machen würde ja und wo ich einfach entschieden hätte, wo ich gar keine Entscheidungen getroffen hatte.
00:24:51: es gab also Unterstellungen über Falsche Entscheidung, es gab Unterstellungen über Entscheidungen die ich nicht getroffen hatte.
00:25:01: Und so hat sich das dann weiter aufgebaut und wurde ich immer weiter isoliert.
00:25:06: Es wurden viele meiner Arbeitsprozesse im Grunde genommen einfach abgeschafft.
00:25:14: Dazu gehörten durchaus auch wirklich praktische Dinge.
00:25:18: Ich habe hier schon erzählt, also komputermäßig war ich sehr gut drauf.
00:25:22: Ich habe dann gewisse Formplätze in Excel erstellt, die für eine Datenerfassung benötigt wurden.
00:25:30: Die waren an einer Access-Datenbank angehängt und so weiter.
00:25:35: In der Access-datenbank gab es halt die Personaldaten grundsätzlich die notwendig Wahlen, die man auch speichern durfte.
00:25:45: Das eine hat das andere gefüttert.
00:25:48: Somit hatten wir dann auch einen Überblick über die Leistung und er wollte diese Dinge nicht.
00:25:56: Er hat sie nicht verstanden, hat die Kapazitäten da drinnen überhaupt nicht gesehen und dann wollte er diese Dinge alle aus dem Weg räumen.
00:26:06: Zu guter Letzt ist es ja so gewesen dass ich sogar angegriffen wurde fast schon tätlich weil man mich aus dem Büro raus Ekeln wollte.
00:26:19: Es wurde den anderen Mitarbeitern, die eigentlich doch einen täglichen Kontakt mit mir hatten, wurden verboten, mit mir zu reden.
00:26:29: Anfangs als das Verbot noch nicht bestand, wurde ihnen nachspioniert.
00:26:34: sie wurden immer zur Rede gestellt was sie mit mir zubereden hätten und gesprochen hätten.
00:26:41: Nachdem dann dieser fingierte Angriff kam und ich mich beschwert habe, hat man das Ganze rumgedreht.
00:26:49: Es gab also diese typische Täter-Opferumkehr Und dann wurde so getan als hätte ich die andere Person angegriffen.
00:26:57: Die andere Person war sowas wie diese... ...die rechte Hand.
00:27:02: in meinem Buch nenne ich Sie Pitbull.
00:27:04: Ja weil es war wirklich nicht mehr als ein Wachhund und nicht wirklich jemand, der mich jetzt hätte ersetzen können als stellvertretender Direktor.
00:27:17: Auf jeden Fall wurde ich dann aus dem Büro rausgenommen.
00:27:21: Dann hat man mich erst zur Feuerwehr gesetzt.
00:27:26: Da war aber eigentlich überhaupt kein echtes Büro für mich.
00:27:30: Ich habe dann im Konferenzraum gesessen.
00:27:32: Den musste ich natürlich räumen wenn die irgendeine Konferenzen hatten.
00:27:37: Ja, da hätte ich also auch nicht sehr viel zu tun.
00:27:40: und letztendlich hat man mich dann einfach freigestellt bei vollem Gehalt.
00:27:46: So kündigen konnte man mir nicht.
00:27:48: das haben sie einfach nicht fertig gebracht.
00:27:51: ja dafür habe ich mich zugeschickt verhalten.
00:27:54: Und dann zu guter Letzt hab' ich halt mir gedacht okay Ich bin nach wie vor angestellt und habe in diesen achtzehn Monaten dann halt mein Buch geschrieben.
00:28:07: Und dieses Buch habe ich ja dann quasi, man könnte sagen wie eine Waffe eingesetzt.
00:28:13: Ich hab es als E-Book ein paar Tage vor Renteneintritt an Hunderte von Mailadressen in die Firma geschickt und das Ding hat sich über Deutschland nicht so einen verbreitet.
00:28:27: Das hat aber auch den Weg bis ins Pendagon gefunden.
00:28:30: Gleich gehts weiter im Gespräch mit Rainer Kreher.
00:28:34: Er ist Opfer von Mobbing geworden, und zwar vom Vorgesetzten.
00:28:37: Und damit hat er sich intensiv beschäftigt.
00:28:39: Rainer Kreher is mein Gesprächspartner!
00:28:42: Wann merkt man denn das man da gerade kaltgestellt wird?
00:28:46: Ist es ein Prozess den man irgendwie sehr schnell merkt oder ist es eher so'n bisschen schleichend dass man immer denkt Das kann eigentlich gar nicht sein.
00:28:55: In der Regel ist es tatsächlich das Zweite.
00:28:58: Es ist ein Schleichenerprozess und man denkt das kann nichts sein.
00:29:02: aber Wenn man die entsprechenden Informationen, die Kenntnisse hat wie man das Leiste durchschauen kann dann hat man auch die Möglichkeit es viel viel schneller zu bemerken.
00:29:16: Ja und Das ist eigentlich essentiell um in so einer Situation überhaupt überleben zu können.
00:29:23: Es ist fast wie Krebs.
00:29:25: ja also Früherkennung Ist ganz ganz wichtig bei Mopi.
00:29:32: Jetzt hört sich das ja erst mal so an, klar ich mich nicht zu tun.
00:29:36: Aber das ist ja mit das Zermürbende.
00:29:38: Das heißt wenn du einen ganzen Arbeitstag hast in einer Führungsposition da sein musst und hast eigentlich nichts mehr zu tun... ...das ist natürlich fatal!
00:29:46: Das ist zwar fatal aber es gibt einem unter Umständen auch genau die Zeit, die man braucht um Beweise zu sammeln.
00:29:56: Ja?
00:29:57: Das sollte man natürlich alles sehr geschickt und verdeckt tun damit dann niemand gewarnt wird.
00:30:04: Ja, ich gebe da jede Menge Hinweise in meinem Buch wie man das macht weil diese Dinge müssen auch wirklich gesichert zu Hause ankommen.
00:30:13: wenn man das Ganze einfach auf einem Firmencomputer macht und der Computer wird einem weggenommen dann hat man gar nichts mehr in der Hand.
00:30:21: ja und auch wenn Zugangs also Zugangsprivilegien weggenommen werden dann kann man nicht mal mehr in seinem typischerweise ja Outlook-Outlook kommt, der überall zum Einsatz überhaupt noch Mails lesen.
00:30:38: Also man hat wirklich eigentlich eine Riesenaufgabe in dem Moment wenn man sich schützen möchte dass man alle Situationen in irgendeiner Weise identifiziert, alle E-Mails also alles was man sich in irgend einer Weise vorstellen kann Ja und diese Dinger sich dann in irgendeiner Weise nach Hause schickt.
00:31:04: Ich habe es also so gemacht, dass ich aus allem PDF-Dateien eingemacht hab.
00:31:08: Ich hab Excelisten nach Hause geschickt.
00:31:11: Also ich hab auch Dinge einfach abfotografiert.
00:31:14: Manchmal ist es so das man rückwirkend noch durch E-Mails durcharbeiten sollte die vor längerer Zeit schon geschrieben wurden.
00:31:24: deswegen Eigentlich nie gut, wenn man Emails zu früh löscht die Entscheidungen oder irgendwas beinhalten.
00:31:35: Weil man oftmals dann sieht dass tatsächlich da schon ein Mopping stattgefunden hat und man kann es im Nachhinein erst in Verbindung mit anderen Dingen tatsächlich sehen.
00:31:47: ja
00:31:49: Das heißt, für dich war dann, sag ich mal, dein Schutz oder deinen Umgang damit.
00:31:55: Dass du wirklich gesagt hast, du gehst da ganz... Du gehst irgendwann in die Öffentlichkeit, den Anführungszeichen innerhalb des Konzerns?
00:32:03: Ja das erste was ich gemacht habe war, ich hab gewisse Inspektionen eingeleitet von denen der Kommandeur mir nachher erzählen wollte Ich hätte nicht das Recht dazu.
00:32:14: Dabei braucht man nur auf die Webseite dieses internen Kontrollorgans zu gehen, um zu sehen dass das jedem zusteht diese Funktion zu nutzen und eine Inspektion einzufordern.
00:32:28: Der wollte nur einfach eine saubere Operation, wahrscheinlich hatte er auf dem Schirm, dass der Generalsstern haben wollte.
00:32:37: Das war ja ein Vollkörner!
00:32:39: und ich weiß heute, dass sie das nicht gelungen ist.
00:32:42: Ich habe es dann später mal recherchiert.
00:32:44: insofern habe ich da wohl auch ein Treffer gelandet.
00:32:47: vielleicht war's aber auch nicht wegen mir vielleicht hat das einfach auch nur nicht gekriegt.
00:32:52: ja ich hab wie gesagt diese Inspektionen eingeleitet weil es gewisse Ungereimtheiten gab und weil der Mopper ja immer auch ein Gefolge sich aufbaut.
00:33:05: Das macht er nicht unbedingt mit legalen Mitteln, sondern er lässt Dinge zu die illegal sind.
00:33:13: Und mein Prinzip dabei war ich wollte ihm das Fundament zerschießen.
00:33:20: Ja?
00:33:21: Das ist auch eine Methode, die durchaus Erfolg haben kann in meinem Fall allerdings nicht wirklich Erfolg hatte.
00:33:29: Es lag ein bisschen da dran dass ich halt deutscher bin Und die Amerikaner da doch so ein bisschen ihre eigenen Leute schützen.
00:33:38: Mir wurde also der eigentliche offizielle Beschwerdeweg tatsächlich verweigert, ja?
00:33:45: Der würde nur amerikanern zustehen!
00:33:48: Das ist zwar nicht richtig und ich habe dann diesen Beschwerdenweg halt versucht.
00:33:57: Dann hab' ich sogar einen General eingeschaltet damit das auch sicher funktioniert, der General.
00:34:06: Das war eine ganz interessante Erfahrung.
00:34:08: Also man kann in so einem Fall dass der Vorgesetzte der Mopper ist, kann man eine Stufe höher gehen wenn es die gibt und kann den Vorgesetzten des Moppers informieren über die Sache und er sollte normalerweise dann auch aktiv werden.
00:34:26: Man kann das eventuell noch ne Stufe Höhe betreiben.
00:34:31: Das war in meinem Fall der sogenannte Region Director, der dann über dem Kommandeur kam.
00:34:37: Aber das hat irgendwo eine Grenze weil man für die Personen je weiter oben diese sind eigentlich nur noch irgendeine Nummer ist oder ich weiß nicht wie ich sagen soll also ein namenloses Gesicht egal ob da Name dabei steht Die haben keinen Bezug.
00:34:55: Dementsprechend hat also der General dann den Region Director beauftragt, sich um die Inspektion zu kümmern.
00:35:03: Der hat das wiederum einfach weitergegeben an den stellvertretenden Kommandeur und dann war ich eigentlich wieder auf dem Level wo ja eigentlich der Schutz des Mobbers angesiedelt war.
00:35:15: Das Ding ist also einfach wieder den Bergrunder gerollt.
00:35:19: Ja, das war wie eine Sisyphusarbeit!
00:35:23: Dann wurde trotzdem ein Inspektor eingesetzt.
00:35:27: Dieser Inspektor hat dann auf eine schon etwas merkwürdige Weise die Leute befragt, weil es wurde immer zuerst gesagt.
00:35:34: Sie wissen was sie ihr aussagen das kann auch gegen sie verwendet werden.
00:35:38: also wenn sie glauben dass sie sich selbst belasten und eventuell ihre Arbeit verlieren könnten Dann sollten sie vielleicht besser nicht.
00:35:46: Aussage Ja ich meine so deckt man natürlich nicht wirklich was auf so verschleiert man.
00:35:53: eher aber ist.
00:35:54: Gibt Leute die haben durchaus Dinge erzählt?
00:35:58: Insgesamt war es also so, dass vierzehn Tage bevor dann ein Abschlussgespräch stattfand über diese Inspektionsresultate und die hat der Kommandeur geführt.
00:36:11: Vierzehntage vorher hat mich dieser Inspektor angerufen und hat gesagt er konnte nicht alles belegen aber doch das meiste.
00:36:21: Ja und in dem Abschlussgespräch mit dem Kommandeur hat der Kommandeuer gesagt, es wurde nichts belegt außer einer Sache.
00:36:29: Und ich hatte jede Menge Staub aufgewirbelt oder hätte jede Menge Arbeit verursacht unnötige Arbeit ja hat also das ganze auch einfach rumgedreht.
00:36:42: In dem Moment war's natürlich gut dass die Klappe gehalten habe auf eine gewisse Art und Weise sonst wäre ich direkt raus gewesen.
00:36:52: Es gibt also so ein Paragraf, wenn das Vertrauensverhältnis definitiv gestört ist dann kann man auch eine außerordentliche Kündigung durchdrücken.
00:37:05: Ich weiß nicht was mich damals geritten hat.
00:37:07: Das war wie so ne Vorahnung!
00:37:09: Ich hatte einen Stück Papier vorbereitet wo ich drin geschrieben habe dass ich meine Aufgaben nach bestem Wissen und Gewissen so durchgeführt hätte, wie sie in der Positionsbeschreibung drinstehen würden.
00:37:26: Und egal was das Inspektionsresultat wäre oder wie die Entscheidung darüber ist – das wäre gar nicht Sohn's Angelegenheit und nicht meine.
00:37:37: Mein Auftrag wär damit erledigt!
00:37:40: Das hatte ich schon unterschrieben.
00:37:42: Das sollte heißen, ich schalte jetzt meine Finger da raus.
00:37:46: Wenn ihr das so haben wollt mit der ganzen Korruption und sonst was dann bitte, dass es eure Entscheidung ist nicht meiner.
00:37:53: Und ich denke dieses Stück Papier hat mir in dem Moment wirklich... Ja, das war wohl meine Rettung und das war einfach nur eine Ahnung.
00:38:05: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Rainer Kreher!
00:38:08: Boshing ist eine ganz spezielle Art des Mobbings.
00:38:11: Rainer Krehr ist selbst Opfer geworden und er spricht darüber, und ist mein Gesprächspartner.
00:38:16: Ich würde gerne hier noch so zwei Punkte reinbringen in unser Gespräch die Dimensionen, die das hat.
00:38:22: Und das habe ich von dir schon mal gehört Wenn du von Boshing, so nennen wir das Phänomen betroffen bist dann hat es im schlimmsten Fall enorme wirtschaftliche Konsequenzen weil Irgendwann ist die Situation ja so, dass du raus willst aus der Situation und wahrscheinlich in irgendeiner Form das Unternehmen verlässt.
00:38:43: Und
00:38:44: d.h.,
00:38:45: vielleicht selbst wenn du eine Anschlussstelle irgendwo findest, hast du trotzdem einen wirtschaftlichen Schaden?
00:38:51: Ja also von dem Schaden den die Firma durch Bossing hat auf jeden Fall abgesehen.
00:38:58: ganz individuell ist es eine ganz kritische Angelegenheit.
00:39:01: ich habe ja erzählt als Jobcoach Arbeiter Ich habe schon einige Leute gehabt, die also wirklich qualifiziert waren für ihren Job.
00:39:11: Für den sie sich bewerben wollten und es kam einfach nichts bei raus weil die Person zu alt war.
00:39:18: ja Zu alt bedeutet wirklich Also wenn du gegen sechzig läufst hast du Probleme.
00:39:24: Ja Du musst dann schon wirklich überzeugen und das darf nicht was weiß ich wie viele junge Konkurrenz geben die in Frage kommt diesen Job ebenfalls zu erhalten.
00:39:36: Und dann zieht die Rechnung ungefähr so aus, also wenn du mit sechzig aufgrund von Bossing oder Mopping-Arbeits loswirst und wirst möglicherweise tatsächlich überhaupt keine Stelle mehr finden.
00:39:53: Du hattest vorher vielleicht ein Jahresgehalt von siebzig tausend.
00:39:56: das war meine Beispielrechnung die ich aufgemacht habe.
00:39:59: Dann fehlen dir für circa zehn Jahre, Renteneintritt, sieben Jahre.
00:40:08: Also für sieben Jahren fehlen die dann pro Jahr eins, fünf Rentenpunkte und das entspricht tatsächlich dann eine Rentenleistung von etwas über vierhunderts zirka vierhundzwanzig Euro.
00:40:24: Das ist der Stand jetzt ja, die dir dann pro Monat fehlen Wenn du zwanzig Jahre lang in Rente wärst, dann fehlen dir somit ca.
00:40:33: hunderttausend Euro.
00:40:35: Wenn du vorher ins Bürgergeld gefallen bist und deine Ersparnisse zur Anrechnung kommen, dann kann das noch viel, viel schlimmer sein – und das sollte eigentlich jedem bewusst sein!
00:40:48: Man kann so gut sein wie man will wenn man einen Mopper hat der einen erfolgreich raus drängt, so an der Schwelle zu sechzig.
00:40:57: Ist das nicht einfach ein Kavaliers, der liegt wirklich nicht?
00:41:02: Das ist... Der Mopper richtet einen ganz gewaltigen Schaden an.
00:41:08: Ja und deswegen halte ich es auch für so wichtig dass man sich dagegen wehrt.
00:41:14: Aber es gibt ja da immer so zwei Dinge sag' ich mal zwei Aspekte, das ist jetzt.
00:41:18: mir war wichtig, dass wir auf diesen finanziellen Aspekt gucken aber es gibt hier auch den sage ich mal gesundheitlichen Aspekt.
00:41:24: das heißt Es ist ja mehr als verständlich, dass ich aus der Situation rausmöchte und bevor man vielleicht krank wird oder andere Dinge passieren.
00:41:32: Das heißt in ganz vielen Fällen wird es so passieren und hat finanzielle Konsequenzen aber ich würde der Gesundheit trotzdem immer den vorzugeben.
00:41:41: Da... da is ... äh ... Ja.
00:41:46: Ich wäre es ein Dilemma, ja?
00:41:48: Aber ist irgendwie so, oder?
00:41:51: Das ist Ein Dilemma aber es sollte eigentlich keins sein, denn wenn die Gesetzgebung in Deutschland umgekehrt würde dann hätte man eine bessere Chance.
00:42:05: auch wenn man aus gesundheitlichen Gründen den Vorrang darauf legt dass man aus der Firma ausscheidet immer noch einen entsprechenden Schadenersatz bekommt.
00:42:16: und wenn ein Mopper wirklich erfolgreich in seiner Tätigkeit, in seine illegalen Verfolgt werden könnte also in seiner Straftätigkeit.
00:42:28: Dann würde das Mopping wahrscheinlich auch insgesamt nachlassen es würde nicht mehr so oft vorkommen.
00:42:36: aber das ist ja genau das Problem.
00:42:39: mein Mopper ist tatsächlich auch immer noch da.
00:42:42: ich weiß zwar dass es in dem Fall Trotz dem Aspekte gibt die belegen könnten, dass ich da erfolgreich war.
00:42:54: Weil er hat Rückkehrrechte verloren und muss dann zusehen wo er bleibt Und ich weiß aus zwei unabhängigen Quellen in den Staaten Ja also die Person Also meinen Mopper klar identifizieren konnten obwohl ich es ja namentlich im Buch gar nicht nenne Dass er darüber schlechte Karten hat sich zu verkaufen.
00:43:17: Ja, der muss halt hier überleben bis zur Rente und das ist dann genau sein Plan.
00:43:22: Das heißt er steckt da fest wo jetzt
00:43:25: es aber nur bedingt
00:43:27: ein gutes
00:43:28: Gefühl.
00:43:29: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Rainer Krehr.
00:43:31: Bossing ist eine ganz spezielle Art des Mobbings.
00:43:34: Rainer Crehr ist selbst Opfer geworden und er spricht darüber und ist mein Gesprächspartner.
00:43:40: Ich würde gerne hier noch so zwei Punkte reinbringen in unser Gespräch.
00:43:44: Die Dimension, die das hat und das habe ich von dir schon mal gehört wenn du von Bossing, so nennen wir das Phänomen betroffen bist dann hat es im schlimmsten Fall enorme wirtschaftliche Konsequenzen weil irgendwann ist die Situation ja so dass du raus willst aus der Situation Und wahrscheinlich in irgendeiner Form des Unternehmen verlässt und das heißt Du hast einen Vielleicht, selbst wenn du eine Anschlussstelle irgendwo findest.
00:44:12: Du hast trotzdem einen wirtschaftlichen Schaden?
00:44:15: Ja also von dem Schaden den die Firma durch Bossing hat auf jeden Fall abgesehen.
00:44:21: ganz individuell ist das eine ganz kritische Angelegenheit.
00:44:24: ich habe ja erzählt dass ich als Jobcoach arbeite.
00:44:28: Ich hab schon einige Leute gehabt die also wirklich qualifiziert waren für ihren Job für den sie sich bewerben wollten und es kam einfach nichts bei raus, weil die Person zu alt war.
00:44:42: Zu alt bedeutet wirklich also wenn du gegen sechzig läufst hast du Probleme ja?
00:44:49: Du musst dann schon wirklich überzeugen und das darf nicht was weiß ich wie viele junge Konkurrenz geben, die in Frage kommt diesen Job ebenfalls zu erhalten.
00:45:00: Und dann zieht die Rechnung ungefähr so aus, also wenn du mit Sechzig aufgrund von Bossing oder Mopping-Arbeits loswirst und wirst möglicherweise tatsächlich überhaupt keine Stelle mehr finden.
00:45:16: Du hattest vorher vielleicht ein Jahresgehalt von siebzig tausend, das war meine Beispielrechnung, die ich aufgemacht habe.
00:45:23: Dann fehlen dir für circa zehn Jahre Rennen eintritt.
00:45:30: was habe ich gesagt, sieben Jahre.
00:45:32: Also für sieben Jahren fehlen dir dann pro Jahr eine Renden-Punkte und das entspricht tatsächlich dann einer Rentenleistung von etwa über vierhundert, ca.
00:45:45: fourhundertzwanzig Euro Das ist der Stand jetzt ja die dir dann Pro Monat fehlen Wenn du zwanzig jahrelang in Rente wirst.
00:45:55: Dann fehlen Dir somit ca.
00:45:57: hunderttausend Euro.
00:45:59: Wenn du vorher ins Bürgergeld gefallen bist und deine Ersparnisse zur Anrechnung kommen, dann kann das noch viel, viel schlimmer sein.
00:46:08: Und das sollte eigentlich jedem bewusst sein!
00:46:11: Man kann so gut sein wie man will.
00:46:13: wenn man einen Mopper hat der einen erfolgreich raus drängt So an der Schwelle zu sechzig Dann ist es nicht einfach ein Kavaliersdelikt wirklich nicht.
00:46:26: Das isst.
00:46:27: Der Mopber richtet einen ganz gewaltigen schaden an.
00:46:32: ja und was ist wegen halte ich es auch für so wichtig dass man sich dagegen wert.
00:46:38: aber es gibt ja da immer so zwei dinge sag ich mal zwei aspekte.
00:46:41: das ist jetzt mir war wichtig, dass wir auf diesen finanziellen aspekt gucken.
00:46:44: Aber es gibt hier auch den sage ich mal gesundheitlichen aspekt.
00:46:47: das heißt Es ist ja mehr als verständlich dass ich aus der situation raus möchte Und bevor man vielleicht krank wird oder andere Dinge passieren das heißt In ganz vielen Fällen wird es so passieren und hat finanzielle Konsequenzen, aber ich würde der Gesundheit trotzdem immer den vorzugeben.
00:47:06: Da ist ... Ja...
00:47:10: Ich sehe, das ist ein Dilemma ja?
00:47:11: Aber ist irgendwie so oder?
00:47:15: Das ist einDilemma, aber es sollte eigentlich keins sein!
00:47:20: Denn wenn die Gesetzgebung in Deutschland umgekehrt würde dann hätte man eine bessere Chance, auch wenn man aus gesundheitlichen Gründen den Vorrang darauf legt dass man aus der Firma ausscheidet immer noch einen entsprechenden Schadenersatz bekommt.
00:47:40: und wenn ein Mopper wirklich erfolgreich in seiner Tätigkeit, in seine illegalen Verfolgt werden könnte also in seiner Straftätigkeit.
00:47:51: Dann würde das Mopping wahrscheinlich auch insgesamt nachlassen.
00:47:57: Es würde nicht mehr so oft vorkommen, aber es ist ja genau das Problem.
00:48:02: mein Mopper ist tatsächlich auch immer noch da.
00:48:06: ich weiß zwar dass in dem Fall auch kurz dem Aspekte gibt die belegen könnten dass sich da erfolgreich war weil er hat Rückkehrrechte verloren und muss dann zusehen, wo er bleibt.
00:48:23: Und ich weiß aus zwei unabhängigen Quellen in den Staaten ja also die Person, also meinen Mopper klar identifizieren konnte, obwohl ich es ja namentlich im Buch gar nicht nenne dass er da drüben schlechte Karten hat sich zu verkaufen.
00:48:41: Der muss halt hier überleben bis zur Rente und das ist dann genau sein Plan.
00:48:45: Das heißt, der steckt da fest wo er jetzt ist.
00:48:48: Aber... Ist aber nur bedingt ein gutes Gefühl
00:48:50: ne?
00:48:50: Ist nur bedingend gutes
00:48:51: Gefühl.
00:48:52: Gleich geht es weiter im Gespräch mit Rainer Krehr.
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