Bossing – Wenn der Chef zum Mobber wird

Shownotes

Mobbing am Arbeitsplatz kennt fast jeder. Doch was passiert, wenn die Schikanen nicht von Kolleginnen oder Kollegen ausgehen, sondern von der eigenen Führungskraft? Genau darüber spricht Volker Pietzsch mit Reiner Kreer, der selbst Opfer von Bossing wurde – einer Form des Mobbings, bei der Vorgesetzte ihre Macht gezielt einsetzen, um Mitarbeitende auszugrenzen, zu isolieren oder aus dem Unternehmen zu drängen.

Reiner Kreer berichtet von seiner langjährigen Karriere bei den amerikanischen Streitkräften in Deutschland, seinem Aufstieg in eine Führungsposition und dem schleichenden Prozess, der schließlich in systematisches Bossing mündete. Er erzählt, wie ihm nach und nach Verantwortung entzogen wurde, wie Isolation und Unterstellungen seinen Arbeitsalltag bestimmten und warum es so schwer ist, solche Mechanismen frühzeitig zu erkennen.

Aus seinen eigenen Erfahrungen hat Kreer ein Buch geschrieben und beschäftigt sich heute intensiv mit den Strukturen hinter Bossing. Im Gespräch erklärt er, woran Betroffene erste Warnzeichen erkennen können, warum sorgfältige Dokumentation entscheidend ist und welche Möglichkeiten es gibt, sich zu wehren und Unterstützung zu finden.

https://mentoren-verlag.de/werke/bossing-am-arbeitsplatz-buch/

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00:00:00: Mein heutiger Gesprächspartner ist männlichen Name.

00:00:05: Reiner Kreer

00:00:07: Alter.

00:00:08: Achtundsechzig

00:00:10: Geburtsort

00:00:11: Saibersbach im Unsrück.

00:00:14: Dein Beruf, bei dem Alter gibt es einen Beruf?

00:00:19: Ja ne

00:00:20: Ich bin zwar Rentner aber ich bin trotz allem noch zum einen in einem Mini-Job als Aushilfslehrer tätig Und bin frei beruflich auch tätig und vermitle in der Hauptsache Bürgergeldempfänger in Jobs.

00:00:38: Ah, das sind nur wichtige Sachen?

00:00:40: Die Profession dafür kommt natürlich aus meiner früheren Tätigkeit dass ich sehr viel mit Personal zu tun hatte selbst Leute eingestellt habe und entsprechend das Wissen habe und auch ja ich würde schon sagen die Empathie auf die Leute einzugehen, ihnen dann auch zu erklären was wichtig ist und herauszufinden wie sie optimal sich bewerben können.

00:01:07: Und letztendlich hoffentlich dann auch langfristig einen Job finden.

00:01:12: Hast du Hobbys?

00:01:13: Und wenn ja welche?

00:01:14: Ja also Hobbies.

00:01:15: in letzter Zeit hat sich Karaoke rauskristallisiert.

00:01:19: Okay!

00:01:20: Das hat sich irgendwie so ergeben.

00:01:23: früher hätte ich mich überhaupt nie getraut Karaoke zu singen Aber wir hatten da so ein paar Partys, die ich jeweils organisiert hatte weil es mich interessiert hat.

00:01:33: Und das hat sich mittlerweile irgendwie entwickelt und man verliert dann auch die Scheuhe und man merkt dass muss nicht alle so perfekt sein!

00:01:41: Ja also ja... und dann.. Ich bin trotz allem immer noch Windsurfer.

00:01:46: im letzten Oktober war ich in Holland Und habe es dann probiert und das geht noch.

00:01:52: Ich hab vor, dass auch in der nahen Zukunft jetzt erst mal wieder weiter auszubauen.

00:01:57: Obwohl das was ja hier alles ein bisschen weit weg ist.

00:02:01: Man kann nicht alles haben!

00:02:02: Hast du so etwas wie ein Lebensmotto?

00:02:04: Also muss kein Spruch sein.

00:02:06: Gibt's irgendwie eine Art, wie du Dinge anpackst?

00:02:08: Es gibt da eigentlich mehrere.

00:02:10: Der eine ist...der eine Spruch wäre geklaut.

00:02:13: also live long and prosper Aus Star Trek, weil ich ein absoluter Star Trek Fan bin.

00:02:20: Ansonsten würde ich sagen wenn man es nicht versucht hat man schon verloren.

00:02:26: das ist eine ganz essentielle Sache.

00:02:30: Habe ich nichts hinzuzufügen?

00:02:31: Das ist einer der besten Methoden.

00:02:33: das heißt oft scheulen wir vor Dingen zurück.

00:02:37: aber nur probieren und selbst wenn mal was nicht klappt Es verschwindet halt dieses Gefühl, ich hab's probiert weißt du.

00:02:45: und wenn man irgendwas nicht probiert hat und überlegt in zwanzig dreißig Jahren hätte ich mal das ist somit das schlimmste Gefühl dass ich so kenne.

00:02:52: deswegen probieren.

00:02:53: Genau!

00:02:55: Die Menschen die mit dir zu tun haben was meinst du sagen lieber dich woran erkenne ich dich?

00:03:01: Ich werde auf jeden Fall insgesamt ein bisschen als steif wahrgenommen.

00:03:07: Das ist wohl auch einfach so.

00:03:08: also das lässt sich auch nicht mehr wirklich ändern.

00:03:11: Natürlich auf irgendeiner Party und so weiter läuft das auch mal anders, aber ansonsten auf jeden Fall als analytisch, als sehr reflektierter Mensch denke ich stabil in meiner Art.

00:03:27: Also ich habe eigentlich keine Berührungsängste.

00:03:32: Das ist eigentlich die Hauptsache ja!

00:03:36: Eine Sache noch, ja ich werde grundsätzlich als Jünger wahrgenommen als Spinn.

00:03:41: Das hat natürlich mit der Genetik auch zu tun aber man muss natürlich auch für sich selbst was tun.

00:03:47: also ich betreibe schon Sportversuch auf mich zu achten und das ist natürlich dann auch eine gewisse Dynamik die dann mit in die Inserscheinungsbild eingeht.

00:04:01: Ja und das nehmen die Leute natürlich unbewusster auch war

00:04:05: Rainer Kreia ist mein Gesprächspartner.

00:04:07: Es geht heute um eine besondere Form des Mobbings, um Bossing – was das genau ist?

00:04:12: Das erfahren wir später von Rainer Creia!

00:04:15: Jetzt spreche ich mit dir und habe am Anfang Kunstrück gehört.

00:04:20: Du hast aber den Dialekt nicht mitbekommen aus der Gegend,

00:04:22: ne?!

00:04:23: Ich bin mit Neunzehn aufs Copelands-Kolleg gegangen, um das um ein allgemeines Abitur nachzuholen über einen zweiten Bildungsweg Und das war natürlich da oben, ja also man hat Hochdeutsch geredet in der Hauptsache.

00:04:42: Seitdem habe ich eigentlich auch weil ich dann später immer wieder in eine gewisse Führungsposition kam dass mir eher das Hochdeutsch beibealten als zurück auf das Blatt zu gehen.

00:04:56: aber wer genau hinhört und er hört das typische diese Schlaute Die also so in das Rheinland-Pfälzische oder in das Hessische halt abgleiten, ja und die kann ich mir irgendwie nicht abgewöhnen.

00:05:12: Das war aber...

00:05:14: Kann

00:05:14: man sagen Kindheit auf dem Land?

00:05:15: Kann man das so beschreiben?

00:05:16: Kindheit da aufm Land auf jeden Fall.

00:05:19: Ein absolutes Dorfkind!

00:05:21: Okay, dort ist auch alles passiert Schule oder...?

00:05:25: Ja, also ich bin im Saibersbach noch in die Schule gegangen.

00:05:30: Grundschule würde man heute sagen, früher hieß es tatsächlich noch Volksschule oder Hauptschule dann später.

00:05:37: Wien dort gewesen bis zum fünften Schuljahr habe dann drei Jahre Gymnasium probiert weil ich eigentlich die Intelligenz dafür hatte.

00:05:46: aber mir sind dann also ich lass mich gerne ablenken und es hat dann einfach dazu geführt dass also Klassenkameraden mich da auch so ein bisschen beeinflusst haben.

00:05:58: meine Noten wurden dann schlechter.

00:06:01: Ja, dann kam es mal die Situation.

00:06:03: Das war im dritten Jahr auf dem Gymnasium, dass es im halben Jahreszeugnis hieß also Weiterversetzung gefährdet und meine Mutter ist dann da vorstellig geworden hat gesagt kann man den Reiner nicht einmal woanders hinsetzen er fühlt sich halt durch seine Kameraden da das war speziell eine Hauptsache immer abgelenkt und gepiesagt.

00:06:28: Ja, und das war auch so.

00:06:29: Und der Klassenlehrer hat mich dann nach vorne gesetzt... ...und dann war ich auf einmal zum Beispiel der beste in Mathe,... ...und habe den anderen Mathe erklärt.

00:06:42: Aber insgesamt hatte ich vorher so viel verloren in verschiedenen Fächern,... ...dass also die Versetzung eigentlich nicht mehr stattfinden konnte.

00:06:52: Also man hat dann auch... gemutmast, also so eine Verbesserung wäre nicht möglich.

00:06:57: Ich hätte abgeschrieben und hätte geschummelt.

00:07:01: Das hat mir natürlich irgendwo wehgetan weil ich war eigentlich ein recht schüchternes Kind Und habe mich sowas eigentlich überhaupt gar nicht getraut.

00:07:09: Ja und so kam das dann auch mit dem zweiten Bildungsweg.

00:07:13: ja meine Mutter hat dann gesagt okay wenn du jetzt da nicht versetzt wirst willst Du dann nicht irgendwie einen anderen Weg einschlagen?

00:07:23: Witziger Weißen, normalerweise hätte jemand gesagt okay dann zurückrunde auf die Realschule.

00:07:29: aber ich bin auf die Hauptschule gegangen noch ein Jahr und habe dann erst mal einen Beruf gelernt.

00:07:35: Du hast jetzt irgendwie eine Frage beantwortet, die ich jede Woche stelle und aber ich stell sie jetzt trotzdem nochmal würdest du sagen dass du ein guter Schüler warst?

00:07:44: oder wie kann man das jetzt beurteilen?

00:07:46: Ich habe immer hohen Respekt vor dem, was du gerade gesagt hast.

00:07:49: Weil der zweite Bildungsweg ist letztendlich der härtere Weg weil man das nebenbei noch irgendwie hinbekommen muss ja oder halt sich nochmal anstrengen muss wenn man eigentlich schon andere Dinge machen könnte oder schon Geld verdient Wie würdest du es einsortieren?

00:08:06: Ich sage mal ohne... ich hoffe dass das nicht überheblich klingt aber es wurde gemutmaßt dass ich eine gewisse Hochbegabung hätte.

00:08:16: Das hat auch dazu geführt.

00:08:18: Ich bin tatsächlich schon mit fünf Jahren in die Schule gegangen, weil ich unbedingt da hin wollte.

00:08:24: Es gab vorher eine ärztliche Untersuchung, Eignungsprüfungen

00:08:29: usw.,

00:08:29: das habe ich nicht nur bestanden sondern der Arzt hat sogar Dinge festgestellt und gesagt.

00:08:38: es ist sehr ungewöhnlich.

00:08:41: irgendwelche Gegenstände im Raum einzusammeln, nachher wieder zurückzulegen und ich habe die Bowl exakt in der gleichen.

00:08:48: Also in der umgekehrten Reihenfolge dann zurück gelegt.

00:08:51: also er hat das alles beobachtet auf jeden Fall.

00:08:54: Ich konnte also wirklich früher in die Schule war am Anfang auch da wirklich ... Da gab es noch keine Noten aber zwar klar dass das sehr gut war Aber es fing mich an zu langweilen.

00:09:06: Ja, ich war eigentlich unterfordert Und das hat sich dann später immer so durchgezogen.

00:09:13: Also wenn irgendein Fach, dass ich hatte, egal auf welcher Schule mich interessiert hat... ...dann habe ich sehr gute Noten gehabt und in anderen Fäschern einfach überhaupt gar nichts.

00:09:25: Das war einfach nichts zu wollen!

00:09:27: Wir sind jetzt ja aber an dem Punkt letztendlich zählt hier was hinten rauskommt?

00:09:31: Ich hab da ja schon ganz gute Sachen gehört

00:09:33: ne?!

00:09:33: Ja, also das war halt für mich dann auch... es war ein langer Weg.

00:09:38: Es war ein schwerlicher Weg der mir aber auch sehr viele Erfahrungen beschert hat.

00:09:43: Also nach der Berufsausbildung bin ich dann erstmal auf die Berufsaufbauschule gegangen weil ich da eine mittlere Reife gebraucht habe.

00:09:51: Dann jetzt muss ich gerade selbst mal überlegen.

00:09:54: Danach kam genau und danach kam das Koblenzkolleg Und danach erst einmal zwei Jahre.

00:10:02: Bundeswehr Ja und bei der Bundeswehr hatte ich damals die Gelegenheit nach Rammstein zu kommen.

00:10:10: Das war so ein bisschen, soll ich sagen wie Schlaraffenland ja weil ich als NATO-Angöriger bei den Amerikanern einkaufen durfte Und das hat natürlich mein Hänglich gefestigt.

00:10:25: es hat mir gewisse Voraussetzungen verschafft die dann dazugeführt haben, dass ich nach dem Studium tatsächlich auch für die Amerikaner im Zivildienst wieder anfing zu arbeiten.

00:10:38: Und das war neunzehnhundert und neunundachtzig in Bad Kreuznach.

00:10:42: Ich studiert habe Verfahrenstechnik, Schwerpunkt Energie- und Versorgung in Bingen.

00:10:49: Gleich geht es weiter am Gespräch mit Rainer Kräher Partner, er beschäftigt sich mit einer besonderen Art des Mobbings.

00:10:54: Mit Bossing und ist auch selbst Opfer geworden.

00:10:57: Wir haben von ihm schon erfahren dass er bei der Bundeswehr war am Anfang seiner beruflichen Karriere.

00:11:03: Er ist mein Gesprächspartner.

00:11:05: Das heißt Bundeswehrzeit war dann irgendwie auch dann prägend für den weiteren berufliche Verlauf

00:11:11: Auf eine ganz spezielle Art und Weise Weil ich habe mich zwar überreden lassen Verfahrenstechnik zu studieren hatte aber ursprünglich eigentlich eher ein Auge auf Informatik.

00:11:24: und dann hat mir einen Freund gesagt, das ist doch so trockenes Zeug.

00:11:28: Und ich habe mich wieder mal beeinflussen lassen ja und hab nicht Informatiksstudiert Ja.

00:11:33: Aber Ich war beim bei der Bundeswehr als Radarflugmelde und da gab es diese Radarkonsolen und die Warns waren nicht so komputerisiert wie heute.

00:11:45: Man hat da so Knöpfe gehabt.

00:11:47: wenn man die reingedrückt hat sind die drinnen geblieben und wenn man bestimmte Knöpfe in bestimmten Reihenfolgen gedrückt hat, dann konnte man da irgendwas bewirken.

00:11:58: Und ja... Da war irgendwie so bei mir eine gewisse Neugier was kann ich da alles machen?

00:12:07: Und habe dann rausgefunden dass man also auf dem Radarbildschirm Flugzeuge kopieren konnte.

00:12:14: die wurden da nochmal Symbol angezeigt.

00:12:19: Ich bin dann hingegangen, habe einen Vektor da dran gehängt der ausgesagt hat dieses Flugzeug ist sehr schnell das ist völlig schnell und hab dem auch noch ein Feindsymbol angeheftet.

00:12:34: Und kurz her, ich war damals als ich das gemacht habe in der Nähe von Rammstein.

00:12:41: im Kinsbach war eigentlich der Zentralpunkte der Luftverteidigung der sogenannten vierten Athaf wirklich ein kleiner Haufen.

00:12:50: Wir hatten die Abfangjäger mit den scharfen Raketen, um so jemand abzuschießen und es gab auch diese sogenannte Early Warning-Abteilung, die dann geguckt hat was passiert da auf dem Radar?

00:13:04: Haben wir einen Bedarf irgendwo einzugreifen?

00:13:07: und ich habe dann rüber gehört oder abgehört bei Early Warning.

00:13:10: Da ist ein feindliches Flugzeug.

00:13:12: das ist unheimlich!

00:13:16: Dann finde ich, bevor irgendwas basiert ist, bin ich schnell rüber nach Krakleute.

00:13:20: Bitte!

00:13:21: Ich habe das Ding erzeugt und es nicht echt.

00:13:26: So schnell hätte man einen nächsten Weltkrieg erzeugen können?

00:13:30: Zum Weltkrig hat's zwar nicht gereicht aber das hätte eine Menge Ärger geben können.

00:13:36: Das hat so ein bisschen bei mir das Interesse an den Computern gezeigt Mir über einem Computer, also schneller Computerwissen selbst beigebracht als ich im Studium hätte lernen können.

00:13:49: Das war alles da noch in der Anfangsphase, sag' ich mal... Also für mich ein Unding.

00:13:55: Sechzehnhundert Studenten oder wieviel's waren?

00:13:58: Acht Terminals!

00:13:59: Ich kam zweimal in dem Raum einmal um die Tastatur zu bewundern, die ausser wie eine Schreibmaschine.

00:14:05: Oh Wunder!

00:14:06: Ja und dann durften wir mal so'n kleines Programm eintippten das aufm Lochstreifen gestanzt wurde.

00:14:13: Das war für mich so unbefriedigend, dass ich gesagt habe nee da muss was passieren.

00:14:17: Hab mir meinen ersten einem Computer gekauft und vier Wochen später war ich den Lichtjahre voraus.

00:14:22: also ja um zurückzukommen zu deiner Frage ein guter Schüler in gewisser Weise aber sehr viel autodidaktisch unter einfach.

00:14:32: wenn Interesse da waren dann konnte ich ganz ganz tief da rein.

00:14:36: Ja

00:14:37: Okay du bist tatsächlich bei den amerikanischen Streitkräften gelandet beruflich

00:14:41: Genau Erstmal als ausscheidende Ingenieur und dann nach ein paar Jahren, als ein Abteilungsleiter in Rente ging wurde ich dann witzigerweise auch wieder aufgrund von Computern zur ersten Wahl.

00:14:58: Also der Colonel dem habe ich geholfen ganz freiwillig.

00:15:02: er hat Computer bekommen Gebrauchte die wurden von Mainz nach Kreuz nachgebracht und von den dreizehn Computern ging so gut wie keiner, ja.

00:15:13: Und dann kam er zu mir und hat gesagt, gehört ich kann mich mit Computer hinaus, ob ich ihm da helfen könnte?

00:15:20: Ja, dann habe ich ihn einen Tag lang daran gebastelt.

00:15:23: Und danach waren zwölf Computer, waren funktionsfähig.

00:15:26: der Treizender war wirklich schrott!

00:15:29: Da hatte ich bei dem Stein im Brett und als meine Bewerbung dann reinkam obwohl es nicht um Computer ging wollte er mich aber unbedingt haben.

00:15:39: Ja, das hat sich mit den Computern merkwürdigerweise so durchgezogen.

00:15:42: Aber es war aus der Beobachtung der Vorgesetzten waren's die Fähigkeiten, die ich hatte also strukturiert das Arbeiten wie ich aus dem Computer irgendwo ein Maximum an Arbeitsleistungen herausholen oder optimieren konnte.

00:16:00: ja und das hat dann letztendlich tatsächlich dazu geführt.

00:16:05: jetzt ist das sogenannte Kita-Prinzip oder Peterprinzip auf Deutsch, ja.

00:16:13: Wonach jemand so lange befördert wird weil er gut ist bis er eigentlich seinen Job nicht mehr machen kann.

00:16:22: und ich hatte so ein bisschen tatsächlich das Gefühl als ich dann von Bad Kreuz nach nach Wiesbaden gewechselt bin Ja, und wurde dort stellvertretender Direktor auch wieder aufgrund Computer strukturiert im Arbeiten gute Leistungen usw.

00:16:43: Das war erstmal eine völlig neue Welt für mich.

00:16:46: ich habe gedacht Ich hab Schuhe an die sind so groß wie wenn ich in zwei Caprioles drin stehen würde.

00:16:53: das hat sich das angefühlt.

00:16:56: Dann war für mich natürlich mir die Frage, was mache ich jetzt eigentlich hier?

00:17:00: Was habe ich zu tun und was ist meine Aufgabe.

00:17:03: Durch die Struktur kam ich dann wieder dahin, dass ich auf jeden Fall diese Selbstreflexion betreiben muss im Grunde genommen bei jeder Entscheidung.

00:17:16: Und... Ich hab ja schon mal erwähnt, ich bin ein Star Trek Fan Und ganz besonders zu der Zeit war ich ein Fan von Schaulich Picard, der ja wirklich in Star Trek so eine Messlatte gesetzt hat für Personalführung.

00:17:36: Da gibt sogar einen Buch über seinen Führungsstil und das habe ich damals mir gekauft.

00:17:42: Das war so ein bisschen meine Bibel.

00:17:46: Auch darin ist immer wieder ganz klar erkennbar dass man Immer sich selbst reflektieren muss bei jeder einzelnen Entscheidung.

00:17:55: Ist die richtig?

00:17:56: Ist sie für die Leute gut?

00:17:58: Was hat sie für Auswirkungen, ja und witzigerweise habe ich gerade gestern mit meiner Mutter über das Thema geredet.

00:18:06: Ich hab gesagt wir können eigentlich gar keine wirklich richtigen Entscheidungen treffen.

00:18:12: Ja Wir wählen nur zwischen den Entscheidungen Die relativ gut sind und die wenigsten negativen Auswirkungen haben, aber irgendeine negative Auswirkung hat.

00:18:24: alles.

00:18:26: und ja in der musical liquid ist es ja so da gibt sie auch dieses eine lied no good deed stays unpunished also keine gute tat bleibt ungestraft.

00:18:42: das drückt es ein bisschen aus.

00:18:45: was auch immer man tut irgendjemand wird auch immer negativ davon berührt werden.

00:18:51: Egal wie gut es

00:18:52: ist.

00:18:52: Du hast jetzt hier ganz viele Sachen reingepackt, also eine ganz spannende Geschichte da... Ist zu viel!

00:18:56: Nein, das ist alles gut.

00:18:58: Deswegen reden wir ja, wir wollen ja über viele Dinge reden.

00:19:01: Also eine ganz, ganz spannender Geschichte ist und das wird auch in vielen Positionen, sei es Behörden oder Unternehmen nicht ausreichend berücksichtigt.

00:19:09: Das ist dieses immer wieder hochbefördern und irgendwann kommen Menschen an einer Stelle Also entweder finden sie da rein oder sie sind tot unglücklich, weil sie eigentlich lieber das was sie vorher gemacht haben wieder machen wollen.

00:19:21: Und es ist so ein Appell dass man endlich Strukturen schafft, dass auch jemand wieder einen Weg zurück hat in einer Hierarchie, dass jemand auch wieder gut in einem Unternehmen wieder einen Schritt zurücktreten kann ohne Gesichtsverlust wenn es halt nicht die Führungsposition vielleicht ist.

00:19:38: ja und das andere ist auch ziemlich gut.

00:19:42: Es ist schon fast philosophisch.

00:19:43: Alles was wir machen hat immer irgendwie eine positive und meistens auch eine negative Seite.

00:19:48: Bekomme ich eine Stelle, bekommt sie ein anderer nicht?

00:19:51: Und das können wir nicht ändern!

00:19:53: Das ist im Prinzip das tägliche mit dem wir uns auseinandersetzen müssen.

00:19:58: Manchmal wird man etwas erreicht.

00:20:00: also ein bisschen Demut zu haben und andere zu denken ist nicht verkehrt.

00:20:04: Also du hast jetzt viel Verständlicher verpackt.

00:20:07: hat sich

00:20:08: Ja Ich hab mal zugehört, ist alles gut.

00:20:12: Ja aber du hast ausgezeichnet zugehört.

00:20:15: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Rainer Kreher.

00:20:18: Ich spreche mit Raina Kreher, er ist Opfer von Mobbing geworden, von Bossing.

00:20:23: was das genau ist und um was es darum geht... Das verrät er uns hier im Gesprich.

00:20:27: Kommen wir eigentlich zu einer Stelle?

00:20:29: Du warst beruflich erfolgreich ich glaube du hast dich da auch gut reingeschafft und dann sind aber Dinge passiert die du wahrscheinlich gar nicht auf dem Schirm hattest.

00:20:38: Man denkt, wenn man gut ist, dann ist alles in Ordnung.

00:20:43: Der Arbeitgeber ist zufrieden.

00:20:46: Man fühlt sich ja auch toll und kann aber genau deswegen etwas passieren womit man nicht rechnet.

00:20:53: Bei mir war es also so meine Chefs haben relativ häufig gewechselt.

00:20:59: das hat einfach mit einer speziellen Regelung bei den Amerikanern zu tun dass jeder mal die Chance kriegen soll hier nach Deutschland.

00:21:08: Ja und so war es halt, dass der vorletzte Chef zum Beispiel gesagt hat, Rainer du machst den Job schon so lange.

00:21:17: Du kennst das Geschäft viel besser als ich.

00:21:20: Mach!

00:21:21: Und ich hab mit ihm immer grob koordinieren müssen nur... ...und das ist auch wunderbar gelaufen.

00:21:26: Das ganze ging fünf Jahre gut ja?

00:21:29: So wenn das fünf Jahre Gut ging gibt eigentlich keinen Grund, dass es irgendwann schlechter gehen soll.

00:21:35: aber Ich war Im Grunde genommen dann so eher geizig und wollte das sogar noch ein Stück weiter treiben.

00:21:44: Wir haben dann also auch noch Führungskräfte Coachings und solche Dinge gemacht, ja?

00:21:50: Und dabei habe ich dann ganz viel gelernt was mir in der späteren Situation zum einen geholfen hat Zum anderen trotzdem auch schon zu spät kam.

00:22:01: für mich Ja Auf jeden Fall hat dann In den Jahren im Jahr ist der Chef wieder gewechselt und aus meinem Idealismus heraus habe ich gesagt, wir wollen dem neuen Chefin guten Start geben.

00:22:16: Also laden wir ihn ein und ich zeige ihm schon mal vorab was wir alles so tun und wie das bei uns läuft.

00:22:23: Das habe ich ja auch gemacht aber allerdings nicht bemerkt.

00:22:27: also er saß einen halben Tag beim Büro habe nicht bemerkt, dass der völlig überfordert war von dem was ich ihm erzählt habe und als er dann Chef wurde es war also der Wechsel war gerade als ich in Urlaub war.

00:22:45: Und dann musst du dir vorstellen du kommst zurück und kein Stein ist mehr aufm anderen.

00:22:50: Du hast nichts mehr zu melden.

00:22:53: uns hat sich alles verändert.

00:22:55: Deshalb wo du Führungskassist?

00:22:57: ja?

00:22:58: Ja obwohl ich sein Stellvertreter war und in meiner Positionsbeschreibung das alles so festgeschrieben war, dass ich also wirklich mit ihm zusammen die Abteilung führe.

00:23:10: Und wie soll ich sagen?

00:23:14: Er selbst war gar nicht derjenige, der in der Lage gewesen wäre von seinen Befugnissen her mir Befügnisse wegzunehmen weil ich als sehr stabilisierender Faktor dort angesehen wurde Und das war in der Positionsbeschreibung verankert und lediglich der Kommandeur hatte real den Einfluss darauf.

00:23:40: Der hat es trotzdem durchgezogen, er wurde dann geschützt.

00:23:44: meine Beschwerden haben da nicht viel gebracht.

00:23:47: ja ich konnte mich im Grunde genommen eigentlich nur vor Schaden schützen.

00:23:53: Ich

00:23:54: glaube, wir müssen ein bisschen tiefer reingehen.

00:23:56: Das heißt ich sage es mal in meinen Worten du wurdest den Prinzip an deinem Arbeitsplatz kaltgestellt.

00:24:03: und ja eigentlich ist das Mobbing.

00:24:05: ne?

00:24:05: Das war ganz klar Mobbing.

00:24:07: da gab's wirklich extreme Situation.

00:24:11: Am Anfang wurden mir halt wirklich erstmal Befugnisse weggenommen.

00:24:16: Ja dann... Ich hatte es nicht verstanden dass er mir wirklich Befügnisse komplett weggennommen hätte und habe mich eigentlich immer noch in meiner Rolle gesehen, dass ich die Abteilungsleiter quasi anweise was sie zu tun haben mit denen das Geschäft koordiniere usw.

00:24:36: Die Verantwortung dafür habe Und dann fing er an mir Vorwürfe zu machen Was ich alles falsch machen würde Ja und wo ich einfach entschieden hätte Wo ich gar keine Entscheidungen getroffen hatte.

00:24:51: Es gab also Unterstellungen über Falsche Entscheidung, es gab Unterstellungen über Entscheidungen die ich nicht getroffen hatte und so hat sich das dann weiter aufgebaut.

00:25:02: Dann wurde ich immer weiter isoliert.

00:25:06: Es wurden viele meiner Arbeitsprozesse im Grunde genommen einfach abgeschafft.

00:25:14: Dazu gehörten durchaus auch praktische Dinge.

00:25:18: Ich habe hier schon erzählt, also komputermäßig war ich sehr gut drauf.

00:25:22: Ich habe dann gewisse Formplätze in Excel erstellt, die für eine Datenerfassung benötigt wurden.

00:25:30: Die waren an einer Access-Datenbank angehängt und so weiter.

00:25:35: In der Access-datenbank gab es halt die Personaldaten grundsätzlich, die notwendig waren, die man auch speichern durfte.

00:25:45: Das eine hat das andere gefüttert.

00:25:48: Somit hatten wir dann auch einen Überblick über die Leistung und er wollte diese Dinge nicht.

00:25:56: Er hat sie nicht verstanden, die Kapazitäten da drinnen überhaupt nicht gesehen und dann wollte er diese Dinge alle aus dem Weg räumen.

00:26:06: Zu guter Letzt ist es ja so gewesen dass ich sogar angegriffen wurde fast schon tätlich weil man mich aus den Büro raus Eke wollte.

00:26:19: Es wurde den anderen Mitarbeitern, die eigentlich doch einen täglichen Kontakt mit mir hatten, wurden verboten, mit mir zu reden.

00:26:29: Anfangs als das Verbot noch nicht bestand, wurde ihnen nachspioniert.

00:26:34: sie wurden immer zur Rede gestellt was Sie mit mir zubereden hätten und gesprochen hätten.

00:26:41: Nachdem dann dieser fingierte Angriff kam und ich mich beschwert habe, hat man das Ganze rumgedreht.

00:26:49: Es gab also diese typische Täter-Opferumkehr Und dann wurde so getan als hätte ich die andere Person angegriffen.

00:26:57: Die andere Person war sowas wie diese... ...die rechte Hand.

00:27:02: In meinem Buch nenne ich sie Pitbull.

00:27:04: Ja weil es war wirklich nicht mehr als ein Wachhund Und nicht wirklich jemand, der mich jetzt hätte ersetzen können als Geldvertretender Direktor.

00:27:17: Auf jeden Fall wurde ich dann aus dem Büro rausgenommen.

00:27:21: Dann hat man mich erst zur Feuerwehr gesetzt.

00:27:26: Da war aber eigentlich überhaupt kein echtes Büro für mich.

00:27:30: Ich habe dann im Konferenzraum gesessen.

00:27:32: Den musste ich natürlich räumen wenn die irgendeine Konferenzen hatten.

00:27:37: Da hätte ich also auch nicht sehr viel zu tun.

00:27:40: Und letztendlich hat man mich dann einfach freigestellt bei vollem Gehalt.

00:27:47: Kündigen konnte man mir nicht, das haben sie einfach nicht fertig gebracht.

00:27:51: Dafür habe ich mich zugeschickt verhalten und dann ... Zu guter Letzt hab' ich halt mir gedacht okay... Ich bin nach wie vor angestellt und habe in diesen achtzehn Monaten mein Buch geschrieben Und dieses Buch habe ich ja dann quasi, man könnte sagen wie eine Waffe eingesetzt.

00:28:13: Ich hab es dann als E-Book ein paar Tage vor Renteneintritt an Hunde von Mailadressen in die Firma geschickt und das Ding hat sich über Deutschland in alle gar nicht so einen verbreitet.

00:28:27: Das hat aber auch den Weg bis ins Pendagon gefunden.

00:28:30: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Rainer Kreher.

00:28:34: Er ist Opfer von Mobbing geworden, und zwar vom Vorgesetzten.

00:28:37: Und damit hat er sich intensiv beschäftigt.

00:28:39: Rainer Kreher is mein Gesprächspartner!

00:28:42: Wann merkt man denn dass man da gerade kalt gestellt wird?

00:28:46: Ist das ein Prozess den man irgendwie sehr schnell merkt oder... ...ist es eher so'n bisschen schleichend, dass man immer denkt Das kann eigentlich gar nicht sein.

00:28:55: In der Regel ist es tatsächlich das Zweite.

00:28:58: Es sind Schleichen der Prozesse und man denkt Das Kann Nicht Sein.

00:29:02: Aber Wenn man die entsprechenden Informationen, die Kenntnisse hat wie man das Leichtätel schauen kann dann hat man auch die Möglichkeit es viel viel schneller zu bemerken.

00:29:16: Ja und Das ist eigentlich essentiell um in so einer Situation überhaupt überleben zu können.

00:29:23: Es ist fast wie Krebs.

00:29:25: ja also Früherkennung Ist ganz ganz wichtig bei mobbing.

00:29:32: Jetzt hört sich das ja erst mal so an, klar ich mich nicht zu tun.

00:29:36: Aber das ist ja mit das Zerwürbende.

00:29:38: Das heißt wenn du einen ganzen Arbeitstag hast in einer Führungsposition da sein musst und hast eigentlich nichts mehr zu tun... ...das ist natürlich fatal!

00:29:46: Das ist zwar fatal.

00:29:48: aber es gibt einem unter Umständen auch genau die Zeit, die man braucht um Beweise zu sammeln.

00:29:56: Ja?

00:29:57: Da sollte man natürlich alles sehr geschickt und verdeckt tun damit dann niemand gewarnt wird.

00:30:05: Ich gebe da jede Menge Hinweise in meinem Buch, wie man das macht weil diese Dinge müssen auch wirklich gesichert zu Hause ankommen.

00:30:13: wenn man das Ganze einfach auf einem Firmencomputer macht und der Computer wird einem weggenommen dann hat man gar nichts mehr lernen.

00:30:21: ja und auch wenn Zugangs also Zugangsprivilegien wegggenommen werden dann kann man nicht mal mehr in seinem typischerweise ja Outlook, Outlook kommt ja überall zum Einsatz überhaupt noch Mails lesen.

00:30:38: Also man hat wirklich eigentlich eine Riesenaufgabe in dem Moment wenn man sich schützen möchte dass man alle Situationen in irgendeiner Weise identifiziert alle E-Mails also alles was man sich in irgend einer Weise vorstellen kann Ja und diese Dinger sich dann in irgendeiner Weise nach Hause schickt.

00:31:04: Ich habe es also so gemacht, dass ich aus allen PDF-Dateien gemacht hab.

00:31:08: Ich hab Excelisten nach Hause geschickt, ich habe auch Dinge einfach abfotografiert.

00:31:14: Manchmal ist es so das man rückwirkend noch sich durch E-Mails durcharbeiten sollte die vor längerer Zeit schon geschrieben wurden.

00:31:24: deswegen Eigentlich nie gut, wenn man E-Mails zu früh löscht die Entscheidungen oder irgendwas beinhalten.

00:31:35: Weil man oftmals dann sieht dass tatsächlich da schon ein Mopping stattgefunden hat und man kann es im Nachhinein erst in Verbindung mit anderen Dingen tatsächlich sehen.

00:31:47: ja

00:31:49: Das heißt, für dich war dann, sag ich mal, dein Schutz oder deinen Umgang damit.

00:31:55: Dass du wirklich gesagt hast, du gehst da ganz... Du gehst irgendwann in die Öffentlichkeit, den Anführungszeichen innerhalb des Konzerns?

00:32:03: Ja das erste was ich gemacht habe war ... Ich hab gewisse Inspektionen eingeleitet von denen der Kommandeur mir nachher erzählen wollte und ich hätte nicht das Recht dazu.

00:32:14: Dabei braucht man nur auf die Webseite dieses internen Kontrollorgans zu gehen, um zu sehen dass das jedem zusteht diese Funktion zu nutzen und eine Inspektion einzufordern.

00:32:28: Der wollte nur einfach eine saubere Operation.

00:32:32: wahrscheinlich hatte er auf dem Schirm, dass der Generalstern haben wollte zwar ein Vollkörner und ich weiß heute, dass sie das nicht gelungen ist.

00:32:42: Ich habe es dann später mal recherchiert.

00:32:44: insofern habe ich da wohl auch einen Treffer gelandet.

00:32:47: vielleicht war's aber auch nicht wegen mir vielleicht hat er es einfach nur nicht gekriegt.

00:32:52: ja ich hab wie gesagt diese Inspektionen eingeleitet weil es gewisse Ungereimtheiten gab und weil der Mopper immer ein Gefolge sich aufbaut.

00:33:05: Das macht er nicht unbedingt mit legalen Mitteln, sondern er lässt Dinge zu die illegal sind.

00:33:13: Und mein Prinzip dabei war ich wollte ihm das Fundament zerschießen.

00:33:20: Ja!

00:33:21: Das ist auch eine Methode die durchaus Erfolg haben kann in meinem Fall allerdings nicht wirklich Erfolg hatte.

00:33:29: Es lag ein bisschen daran dass ich halt Deutscher bin Und die Amerikaner da doch so ein bisschen ihre eigenen Leute schützen.

00:33:38: Mir wurde also der eigentliche offizielle Beschwerdeweg tatsächlich verweigert, ja?

00:33:45: Der würde nur amerikanern zustehen!

00:33:48: Das ist zwar nicht richtig und ich habe dann diesen Beschwerdenweg halt versucht.

00:33:57: Dann hab' ich sogar einen General eingeschaltet damit das auch sicher funktioniert, der General.

00:34:06: Das war eine ganz interessante Erfahrung.

00:34:08: Also man kann in so einem Fall dass der Vorgesetzte der Mopper ist, kann man eine Stufe höher gehen wenn es die gibt und kann den Vorgesetzten des Moppers informieren über die Sache und er sollte normalerweise dann auch aktiv werden.

00:34:26: Man kann das eventuell noch ne Stufe Höhe betreiben.

00:34:31: Das war in meinem Fall der sogenannte Region Director, der dann über dem Kommandeur kam.

00:34:37: Aber das hat irgendwo eine Grenze weil man für die Personen je weiter oben diese sind eigentlich nur noch irgendeine Nummer ist oder ich weiß nicht wie ich sagen soll also ein namenloses Gesicht egal ob da Name dabei steht Die haben keinen Bezug.

00:34:55: Dementsprechend hat also der General Dann den Region Director beauftragt, sich um die Inspektion zu kümmern.

00:35:03: Der hat das wiederum einfach weitergegeben an den stellvertretenden Kommandeur und dann war ich eigentlich wieder auf dem Level wo ja eigentlich der Schutz des Mobbers angesiedelt war.

00:35:15: Das Ding ist also einfach wieder den Bergrunder gerollt.

00:35:19: Ja, das war wie eine Sisyphusarbeit!

00:35:23: Dann wurde trotzdem ein Inspektor eingesetzt.

00:35:27: Dieser Inspektor hat dann auf eine schon etwas merkwürdige Weise die Leute befragt, weil es wurde immer zuerst gesagt.

00:35:34: Sie wissen was sie ihr aussagen das kann auch gegen sie verwendet werden.

00:35:38: also wenn sie glauben dass sie sich selbst belasten und eventuell ihre Arbeit verlieren könnten dann sollten sie vielleicht besser nicht aussage.

00:37:59: Eine Ahnung!

00:38:05: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Rainer Kreher.

00:38:08: Er ist Opfer von Mobbing geworden, und zwar vom Vorgesetzten.

00:38:12: Und damit hat er sich intensiv beschäftigt.

00:38:14: Rainer Kreher is mein Gesprächspartner!

00:38:17: Wann merkt man denn dass man da gerade kalt gestellt wird?

00:38:21: Ist das ein Prozess den man irgendwie sehr schnell merkt oder... ...ist es eher so'n bisschen schleichend, dass man immer denkt Das kann eigentlich gar nicht sein.

00:38:30: In der Regel ist es tatsächlich das Zweite.

00:38:32: Es ist ein Schleichenerprozess und man denkt das kann nichts sein.

00:38:36: aber Wenn man die entsprechenden Informationen, die Kenntnisse hat wie man das Leiste durchschauen kann dann hat man auch die Möglichkeit das viel viel schneller zu bemerken.

00:38:51: Ja und das ist eigentlich essentiell um in so einer Situation überhaupt überleben zu können.

00:38:58: es ist fast wie Krebs.

00:39:00: ja also Früherkennung ist ganz ganz wichtig.

00:39:07: Jetzt hört sich das ja erst mal so an, klar ich mich nicht mehr zu tun.

00:39:11: Aber das ist ja mit das Zermürbende,

00:39:13: d.h.,

00:39:13: wenn du einen ganzen Arbeitstag hast in einer Führungsposition da sein musst und hast eigentlich nichts mehr zu tun... Das ist natürlich fatal!

00:39:21: Das ist zwar fatal aber es gibt einem unter Umständen auch genau die Zeit, die man braucht um Beweise zu sammeln.

00:39:32: Da sollte man natürlich alles sehr geschickt und verdeckt tun damit dann niemand gewarnt wird.

00:39:39: Ich gebe da jede Menge Hinweise in meinem Buch, wie man das macht weil diese Dinge müssen auch wirklich gesichert zu Hause ankommen.

00:39:47: wenn man das Ganze einfach auf einem Firmencomputer macht und der Computer wird einem weggenommen, dann hat man gar nichts mehr in der Hand.

00:39:55: ja und auch wenn Zugangs... also Zugangsprivilegien wegggenommen werden dann kann man nicht mal mehr in seinem typischerweise ja Outlook, Outlook kommt ja überall zum Einsatz überhaupt noch Mails lesen.

00:40:13: Also man hat wirklich eigentlich eine Riesenaufgabe in dem Moment wenn man sich schützen möchte dass man alle Situationen in irgendeiner Weise identifiziert, alle E-Mails also alles was man sich in irgend einer Weise vorstellen kann Und diese Dinger sich dann in irgendeiner Weise nach Hause schickt.

00:40:39: Ich habe es also so gemacht, dass ich aus allem PDF-Dateien eingemacht hab.

00:40:43: Ich hab Exelisten nach Hause geschickt und ich habe auch Dinge einfach abfotografiert.

00:40:49: Manchmal ist es so das man rückwirkend noch durch E-Mails durcharbeiten sollte die vor längerer Zeit schon geschrieben wurden.

00:40:59: deswegen Eigentlich nie gut, wenn man E-Mails zu früh löscht die Entscheidungen oder irgendwas beinhalten.

00:41:10: Weil man oftmals dann sieht dass tatsächlich da schon ein Mopping stattgefunden hat und man kann es im Nachhinein erst in Verbindung mit anderen Dingen tatsächlich sehen.

00:41:22: ja

00:41:24: Das heißt, für dich war dann, sag ich mal, dein Schutz oder deinen Umgang damit.

00:41:29: Dass du wirklich gesagt hast, du gehst da ganz... Du gehst irgendwann in die Öffentlichkeit, den Anführungszeichen innerhalb des Konzerns?

00:41:37: Ja das erste was ich gemacht habe war, ich hab gewisse Inspektionen eingeleitet von denen der Kommandeur mir nachher erzählen wollte Ich hätte nicht das Recht dazu.

00:41:49: Dabei braucht man nur auf die Webseite dieses internen Kontrollorgans zu gehen, um zu sehen dass das jedem zusteht diese Funktion zu nutzen und eine Inspektion einzufordern.

00:42:02: Ja der wollte nur einfach ne saubere Operation.

00:42:06: wahrscheinlich hatte er auf dem Schirm dass er Generals Stern haben wollte.

00:42:12: es war ein Vollkörner.

00:42:15: Ich weiß heute, dass ihm das nicht gelungen ist.

00:42:17: Ich habe es dann später mal recherchiert und sofern hab ich der wohl auch einen Treffer gelandet.

00:42:22: vielleicht war's aber auch nicht wegen mir vielleicht hat er es einfach auch nur nicht gekriegt.

00:42:27: ja ich habe wie gesagt diese Inspektionen eingeleitet weil es gewisse Ungereimtheiten gab und weil der Mopper ja immer auch ein Gefolge sich aufbaut.

00:42:40: Das macht er nicht unbedingt mit legalen Mitteln, sondern er lässt Dinge zu die illegal sind.

00:42:48: Und mein Prinzip dabei war ich wollte ihm das Fundament zerschießen.

00:42:56: Das ist auch eine Methode die durchaus Erfolg haben kann in meinem Fall allerdings nicht wirklich Erfolg hatte.

00:43:04: Es lag ein bisschen daran dass ich halt deutscher bin Und die Amerikaner da doch so ein bisschen ihre eigenen Leute schützen.

00:43:12: Mir wurde also der eigentliche offizielle Beschwerdeweg tatsächlich verweigert, ja?

00:43:20: Der würde nur amerikanern zustehen!

00:43:22: Das ist zwar nicht richtig und ich habe dann diesen Beschwerdenweg halt versucht.

00:43:32: Dann hab' ich sogar einen General eingeschaltet damit das auch sicher funktioniert, der General.

00:43:40: Und das war eine ganz interessante Erfahrung.

00:43:43: Also man kann in so einem Fall dass der Vorgesetzte der Mopper ist, kann man eine Stufe höher gehen wenn es die gibt und kann den Vorgesetzten des Moppers informieren über die Sache und er sollte normalerweise dann auch aktiv werden.

00:44:00: Man kann das eventuell noch ne Stufe Höhe betreiben.

00:44:05: Das war in meinem Fall der sogenannte Reaching Director, der dann über dem Kommandeur kam.

00:44:11: Aber das hat irgendwo eine Grenze weil man für die Personen je weiter oben diese sind eigentlich nur noch irgendeine Nummer ist oder ich weiß nicht wie ich sagen soll also ein namenloses Gesicht egal ob da Name dabei steht Die haben keinen Bezug.

00:44:29: Dementsprechend hat also der General dann den Region Director beauftragt, sich um die Inspektion zu kümmern.

00:44:38: Der hat das wiederum einfach weitergegeben an den stellvertretenden Kommandeur und dann war ich eigentlich wieder auf dem Level wo ja eigentlich der Schutz des Mobbers angesiedelt war.

00:44:50: Das Ding ist also einfach wieder bei Gründer gerollt.

00:44:54: Ja, das war wie eine Sisyphusarbeit!

00:44:57: Dann wurde trotzdem ein Inspektor eingesetzt.

00:45:01: Dieser Inspektor hat dann auf eine schon etwas merkwürdige Weise die Leute befragt, weil es wurde immer zuerst gesagt.

00:45:09: Sie wissen was sie ihr aussagen.

00:45:11: das kann auch gegen sie verwendet werden.

00:45:13: also wenn sie glauben dass sie sich selbst belasten und eventuell ihre Arbeit verlieren könnten Dann sollten sie vielleicht besser nicht Aussage.

00:45:24: Heute hatten wir ein ganz besonderes Thema Mobbing von oben.

00:45:27: Bossing Rainer Kreher war mein Gesprächspartner.

00:45:31: Das ist ein spannender Aspekt, ich glaube es wird über Mobbing durchaus ein Thema dass das immer wieder auch in den Medien nachhalt findet und glaub ich schon mehr beachtet wird als

00:45:43: früher.

00:45:44: Dass Mobbing von oben ist glaube ich etwas was wir in dieser Dimension glaube ich noch gar nicht so in unserer Gesellschaft betrachten und vielleicht genauer hinschauen sollten wenn jetzt jemand so erkannt hat aus dem was er jetzt vielleicht da in der letzten Minuten gehört hat, das könnte bei mir auch der Fall sein.

00:46:01: Das heißt eine Sache habe ich von dir gelernt.

00:46:04: Dokumentieren ist ein wichtiger Schritt aber was kannst du noch für Tipps geben?

00:46:11: Also Mobbing trifft ungefähr jeden Dritten im Laufe seines Arbeitslebens.

00:46:18: Es ist ne Statistik die so in Grunde genommen stehen bleiben kann und in fast der Hälfte der Fälle ist tatsächlich der Chef beteiligt.

00:46:29: Das kann entweder vom Chef ausgehen und es hängen sich andere Leute mit dran oder es kann umgekehrt sein, dass also auch ein Chef beeinflusst wird.

00:46:40: Ich habe tatsächlich so einen Fall wo ein Chef beinfluszt wird.

00:46:45: eine Frau die mich also kontaktiert hat ja... Also das gibt's.

00:46:50: Es ist natürlich schwierig, weil keiner von uns irgendwie ein Psychologe ist.

00:46:55: Es gibt gewisse Verhaltensweisen die typischerweise zum Beispiel in eine nazistische Richtung gehen wo vorgesetzte Leute klein halten um sich herum und da gibt es dieses Prinzip den sogenannten Exzellenzeffekt.

00:47:15: das bedeutet dass ein unsicherer Chef sich normalerweise mit Mitarbeitern umgibt, die ihm nicht gefährlich werden können.

00:47:25: Zum Mopping kommt es in so eine Situationen der Regel dann wenn jemand auftaucht, der eben aufgrund seiner Einstellung gerne was leisten möchte, der so ein bisschen idealistisch ist und der Verbesserungsvorschläge anbringen möchte und wenn diese Dinge dann plötzlich nicht gewollt sind dass man also keine Verbesserungsvorschläge machen kann, das man eher die Klappe halten soll.

00:47:54: Dass man vielleicht beobachtet, dass tatsächlich andere Personen auch verbal gedrückt werden, dass sie den Mund verboten bekommen und solche Dinge – das kann man durchaus feststellen!

00:48:10: Man muss natürlich ein bisschen genauer hingucken.

00:48:15: Wie gesagt es geht halt leider so ein Stück weit in die Psychologie.

00:48:19: Mir hat das Ganze durch meine Situation, die ich da durchlebt habe.

00:48:24: Es hat sich ja über vier Jahre hingezogen und schon irgendwo die Sensoren geschärft.

00:48:31: Und ich hab dann mittlerweile... also wie soll ich sagen?

00:48:35: Bei mir geht es an wie ein Kronenleuchter, wenn ich so gewisse Leute vor mir haben oder denke ich im Gotteswöhlen.

00:48:43: Also da passt's nicht!

00:48:47: Ja, und Leute die halt Angst davor haben, dass sie jemand anderes überflügeln könnten, die fangen gerne an zu mobben.

00:48:56: Und ich glaube ein Tipp können wir hier am Ende auch einfach mitnehmen.

00:49:01: das heißt es gibt Situationen in denen darf man sich Hilfe holen und ich glaube Mobbing ist

00:49:07: immer

00:49:08: eine Situation in der man Hilfe ja extern hinzuziehen darf weil was geht um die Existenz?

00:49:16: Ja, definitiv.

00:49:18: Weil es nicht jeder so eine Stacke auf wie ich sie offensichtlich gezeigt habe, wobei ich das jetzt nicht aus mir heraus sage, sondern... Das hat auch eine andere Frau die mich angerufen hat, die auch Bossing erfährt hat gesagt zu mir Ich bin nicht so stark wie Sie.

00:49:35: Ich hab ihr dann versucht zu sagen, ich bin auch nicht so stark wie ich erscheine.

00:49:41: Es ist einfach wichtig dass man diesen Kampf führen möchte, aber natürlich hat man irgendwo immer Personen die in irgendeiner Form stützen.

00:49:53: Ja das kann einfach durch Informationen sein es kann einfach sein dass man nur mit denen redet ja im Zweifelsfall auf jeden Fall professionelle Hilfe.

00:50:04: In alle Regeln gibt's also in größeren Firmen Mobbing beauftragte Es gibt Betriebsrat Da gibts da gibts ganz viel Naja, und letztendlich auch Rechtsanwälte.

00:50:15: Wobei?

00:50:15: bei Rechtsanwelten muss man also schon sehr genau hingucken.

00:50:20: viele geben Arten auf ihrer Webseite zum Beispiel dass sie Mopping behandeln.

00:50:26: ja aber da geht es meistens nur darum jemanden aus der Schusslinie zu ziehen und der Mopper kommt trotzdem ungestraft davon.

00:50:34: Und das ist auch das was mir grundsätzlich ein schlechtes Gefühl gemacht hätte.

00:50:38: letzte Endes deswegen Der Satz den ich am Anfang gesagt habe, wenn ich es nicht versuche, hab' ich schon verloren.

00:50:46: Ich hab halt wirklich meinen Kampf da geführt weil ich gewinnen wollte.

00:50:51: ja das ist war für mich unerträglich oder es wäre unerträglich gewesen Am Schluss wenn ich zuhause gesessen hätte und hätte das Kühe gehabt.

00:51:01: ich habe es nicht versucht.

00:51:03: Ja dass das hätte mich persönlich mehr belastet als das ganze andere drum herum.

00:51:09: Aber es ist natürlich absolut verständlich, wenn Leute sagen also das kann ich auf diese Art und Weise nicht durchziehen.

00:51:21: Wenn man dann einfach sich nur als der Besiegte fühlt und hat gar nichts getan, das ist doch auch ein unmögliches Gefühl.

00:51:33: Bin ich bei dir?

00:51:34: Aber letztendlich, glaube ich ist jeder von uns anders und muss da seine Lösung finden wenn er in solche Situationen kommt.

00:51:41: Ich danke dir dass du dich diesem Thema annimmst das du es in die Öffentlichkeit bringst in der Hoffnung dass möglichst viele in Zukunft davon verschont bleiben.

00:51:50: Ja vielen Dank auch für jede Gelegenheit und die spezielle die Du mir jetzt hier gegeben hast darüber zu sprechen weil es ist mir wirklich seitdem ein Anliegen.

00:52:04: Also wenn ich merke, dass irgendwo sowas stattfindet... Ich habe einfach dann auch einen gewissen Drang dazu helfen und bin auch froh, wenn Leute Hilfe annehmen ja und ein Anruf bei mir ist kein Thema der kostet nichts.

00:52:24: Dankeschön!

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