Zwischen Bauchgefühl und Business: Marco Schlimpert über Human Intelligence
Shownotes
Kann Intuition bessere Entscheidungen ermöglichen als reine Zahlen, Daten und Fakten? Und was haben Familienaufstellungen mit erfolgreicher Unternehmensführung zu tun?
Im Sonntagstalk spricht Volker Pietzsch mit dem Wirtschaftsingenieur, ehemaligen Vorstand und Unternehmensberater Marco Schlimpert über einen ungewöhnlichen Weg zwischen Rationalität und Intuition. Schlimpert berichtet von seiner internationalen Karriere, seiner Leidenschaft für Geschichte und Menschen – und warum ihn gerade seine Erfahrungen in der Wirtschaft zu einem völlig neuen Blick auf Entscheidungen geführt haben.
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00:00:00: Mein heutiger Gesprächspartner ist männlichen Name.
00:00:05: Marco Schlimpert
00:00:06: Alter.
00:00:08: Zweiundfünfzig Jahre.
00:00:10: Geburtsort
00:00:11: Wien
00:00:12: Beruf
00:00:14: Selbstständige Unternehmensberater
00:00:16: Kommen wir später noch drauf, weil ich glaube das viel komplexer oder?
00:00:19: Oder vielleicht auch ein anderer?
00:00:20: Ja
00:00:21: aber wenn man jetzt eine Schublade haben möchte selbstständige unternehmendsberater
00:00:25: Okay das ist die Schublada.
00:00:26: hast du Hobbys und dann ja welche?
00:00:29: Ja, die Fliegerei.
00:00:30: Mein größtes Hobby?
00:00:32: Dann natürlich weil ich in Österreich aufgewachsen bin Skifahren Radfahren laufen und vor allem viel Zeit mit meinen Kindern verbringen
00:00:41: Hast du sowas wie ein Lebensmotor.
00:00:44: also muss jetzt kein Spruch sein aber wie du Sachen anpackst gibt es da irgendwas?
00:00:49: ja was ich in Wien gelernt habe ist gib niemals auf weil das einzige was man aufgibt ist den Brief.
00:00:55: Ich das ist ganz ganz witzig.
00:00:57: wo das jetzt sagt diese diese Formulierung Gepäck aufgeben und Briefaufgaben.
00:01:02: Ich habe mich schon immer gewährt gegen diese... Also ich gebe ein Briefe ab oder ich werfe ihn ein, oder ich gebe mein Gepack ab, weil ich denke immer wenn ich es aufgebe kriege ich's nicht
00:01:10: wieder.".
00:01:12: Das stimmt ja!
00:01:14: Wenn du das so betrachtest absolut, ja?
00:01:17: Ja, weil deutsche Sprache ist ziemlich genau in diesen Dingen.
00:01:20: aber irgendwie heißt das Brief-Aufgeben, aber vielleicht ist er früher auch nicht angenehm.
00:01:24: Und noch heute passiert das auch noch her.
00:01:26: Vielleicht sind oft nicht angekommen, aber vielleicht war es dran.
00:01:30: Die Menschen die mit dir zu tun haben was meinst du sagen die über dich?
00:01:33: Was macht dich aus?
00:01:34: Woran erkenne ich dich?
00:01:37: Dass ich in so vielen verschiedenen Welten unterwegs bin auf der einen Seite total rational analytisch und auf der anderen Seite wieder extrem philosophisch Ja und dass ich einfach mit vielen Menschen spreche.
00:01:49: Meine Tochter hat mal gesagt, Papa du rätst ja mit allen Leuten so wie natürlich das sind Menschen und mich interessieren einfach Menschen und dann spreche ich einfach ob es der Busfahrer ist oder die Putzfrau ist, ob es da Straßenkehre ist oder der Topmanager ist... Ich liebe es einfach nicht Menschen zu sprechen!
00:02:05: Und was mir jetzt noch sofort einfallen würde ein unglaubliches Geschichtswissen?
00:02:10: Ja das interessiert mich total Geschichte Und da gibt's auch einen Hintergrund, warum es mich interessiert.
00:02:15: Aber ja Geschichte ist extrem spannend.
00:02:18: in der Schule ist sie immer so langweilig.
00:02:19: Da lernt man Jahreszahlen aber man lernt ja nicht die Geschichte hinter der Geschichte und das ist genau das was mich interessieren.
00:02:25: Ich glaube dass ist sogar ein Thema.
00:02:27: Dass wir diese Zusammenhänge besser erkennen Ist heute wichtiger denn je und weil Manche Sachen wiederholen sich manche Sachen ähneln sich und Es lohnt sich halt hin zu gucken und manchmal guckt man auch komplett in die falsche Richtung
00:02:43: Absolut!
00:02:45: Zum Beispiel die Geschichte von Deutschland ist ja total faszinierend.
00:02:49: Wenn ich das mal ganz kurz zusammenfassen darf, ich habe einmal gesagt, Deutschland hat einen angebrochenen Herzfehler – das sage ich jetzt selber als Deutscher – weil es auf Basis von Bestechungen entstanden ist.
00:03:01: Also, in den letzten Jahren hat man gesagt, du hast ein Problem mit deinem Schloss Neuschwanstein.
00:03:08: Bayern war ja damals ein Verbündeter der K&K Monarchie und hat sich mit Händen und Füßen gewährt, den Preußen beizutreten.
00:03:15: Nur dann als der König gesehen hat, dass er ein bisschen pleite war und da Bismarck gekommen ist und aus dieser Schuld geholfen hat, hat er gesagt okay dann schließe ich mich halt an den Norddeutschen Bund an und von dem Zeitpunkt war dann Bayern Teil von Deutschland.
00:03:27: Und diese Geschichte allein nur diese kleine Nuance finde ich so lustig.
00:03:32: Ja, deswegen sage ich das.
00:03:33: Also jetzt sind wir schon mittendrin im Gespräch, obwohl ich gleich noch mal wissen will wo du hergekommen bist und warum du jetzt gerade mir gesagt hast dass du Deutscher bist, obwohl du in Wien geboren bist und es klingt gar nicht so wie Deutsch.
00:03:43: da kommen wir gleich mal drauf.
00:03:45: aber also wir Deutschen mit unserer Geschichte.
00:03:48: also ich meine so klar das war natürlich eine verheerende Geschichte.
00:03:52: Aber wenn ich dann überlege Wir haben mehrere Diktaturen auf deutschem Boden Und zum Beispiel die letzte deutsche Diktatur.
00:04:00: Ich hab manchmal das Gefühl, die blenden wir komplett aus.
00:04:03: Das heißt natürlich müssen wir uns die ostdeutsche Diktatur und was alles damit zusammenhängt und was da passiert ist viel genauer anschauen und die gehört zur gesamt deutschen Identität mit dazu.
00:04:14: aber das wird weitestgehend ignoriert in diesem Land.
00:04:18: Ja und ich denke oftmals wird die Geschichte nur auf den letzten achtzig Jahre reduziert, dabei ist die Geschichte ja über tausend Jahre alt.
00:04:26: Und das ist wunderbar was da alles passiert ist zwischen den einzelnen deutschen Völkern.
00:04:30: und allein wenn man sich die Stadt Nürnberg anschaut – die Geschichte von Nürrnberg!
00:04:34: Ich habe ja mal in Nürmberg gearbeitet mich immer gefragt um die Nürrenberger dem Münchner nicht mögen bis ich dann halt drauf gekommen bin dass hat etwas mit Napoleon zu tun.
00:04:41: und ja und dann geht es halt so weiter.
00:04:44: Ja, also ich glaube wir dürfen stolz sein auf unsere Herkunft.
00:04:48: Auf unserer Geschichte und es nicht reduzieren auf das was in den letzten achtzig Jahren passiert
00:04:53: ist.".
00:04:53: Marco Schlimpert is mein Gesprächspartner!
00:04:56: Familienaufstellungen für Unternehmen – Das wird später Thema hier im Talk.
00:05:00: Marco Schlippert iß bei mir.
00:05:02: So Geburtstort Wien habe ich gerade gehört.
00:05:04: Das heißt bist du auch in Wien aufgewachsen oder?
00:05:07: In Wien noch aufgewachsen bis zu fünfundzwanzig und dann in die weite Welt gereist.
00:05:11: Okay, warum Deutsch?
00:05:13: Das heißt Eltern-Deutsch oder...
00:05:15: Mein Vater ist Deutscher.
00:05:16: Oder war Deutscher und damals war das Gesetz ebenso wenn du als Sohn eines Deutschen geboren wirst in Österreich bekommst du oder hast automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft Die österreichische nicht.
00:05:29: Und die habe ich erst dann mit zwölf Jahren bekommen weil meine Mutter Österreicherin ist.
00:05:34: nur Auch für die Zuhörer, weil sie jetzt hören das ich so einen Akzent habe beziehungsweise eine Färbung.
00:05:40: Ja, die hab' ich!
00:05:42: Es ist schon so dass sich in Wien aufgewachsen bin als Ausländer.
00:05:46: Weil ich andere Wörter gewählt habe wie zum Beispiel Kissen anstelle von Polster oder Tomate an stelle vom Paradiser und da hat man gerade in der Schulzeit immer wieder sofort gemerkt was ich andere ausdrucksweisen hatte und war dadurch sofort abgestempelt als der Auslänger.
00:06:03: Ich.
00:06:04: Ich glaube, ich mag Österreichsee und wenn man in Österreich ist.
00:06:09: Ich glaube das schon ein gesunder Nationalstolz auch da?
00:06:13: Ja!
00:06:13: Das sind gesunde Nationalstols absolut vielleicht ein bisschen zu groß der Nationalstolls weil mittlerweile ist Österreich ein sehr kleines Land war über acht hundert Jahre lang ein sehr großes land.
00:06:24: deswegen kommt ja natürlich mein geschichtsinteresse die fragestellung warum Österreich auf einmal so klein geworden ist.
00:06:29: und dass merkt nun speziell in wien merkt noch ein bisschen dieses Ja, wir sind wichtig dabei.
00:06:35: ist Österreich oder Spielösterreich in der internationalen Politik nicht wirklich eine große Rolle.
00:06:41: Wir müssen glaube ich aufpassen das kann man für den deutschsprachigen Raum insgesamt sagen.
00:06:45: wenn da nicht irgendwie ein Mindset Änderung passiert dann kann es sehr schnell tatsächlich sein dass man international keine Rolle mehr spielt.
00:06:54: Ja wobei bei Deutschland sehe ich da überhaupt kein Problem weil Deutschland noch immer eine sehr große Wirtschaftsmacht Und letzten Endes zieht dann doch immer wieder die Wirtschaft vor Politik international gesehen und die Deutschen sind ja sehr, sehr gut angesehen in der Welt.
00:07:08: Also es ist ja nicht so dass das Deutschland einen schlechten Ruf hätte.
00:07:15: Nein aber ich glaube wir tun gerade schon ein bisschen was, dass das ein bisschen angeknackt ist.
00:07:19: Ich merke also gerade in Gesprächen mit Amerikanern, die sind manchmal schon ein wenig irritiert, was wir insgesamt tun.
00:07:25: Aber ich denke, ich bin trotzdem beide.
00:07:27: Ich weiß, dass in letzter Konsequenz kriegt das Land irgendwie die Kurve.
00:07:32: Ja absolut!
00:07:33: Da gibt es ja...ich habe jetzt mal so ein YouTube-Video gesehen, so ein lustiges.
00:07:36: Früher als Kind hab' ich gerne Risiko gespielt.
00:07:38: Das war so ... ein Brennspiel mit der Welt, wo man dann Annähen hatte und dann durfte man irgendwelche Länder einnehmen.
00:07:45: Und da ging es so darum, das war so eine Art Montypaiten-Style, wo der Britte Indien einnehmen wollte und dann gesagt hat er nicht schon wieder Indien, der warte ja schon dreihundert Jahre.
00:07:54: Ja okay, dann gehen wir halt auf die
00:07:55: Falklandinseln.".
00:07:56: So, das ist ... Das war der Brite!
00:07:59: Und dann war der Amerikaner, der geht halt Middle East, ja?
00:08:02: Das war alles Perseflage und Comedy... Und dann kommt der Deutsche und der Deutsche sagt ich passe, sagt er wie so Spielst du nicht mit?
00:08:09: Ja, wenn ich mitspiele dann bin ich so wettbewerbsfähig.
00:08:15: Und das habe ich so Witzig gefunden dass dieser Komedian gesagt hat naja Wenn die Deutschen mal wollen können sie aber wirklich.
00:08:25: Du hast gerade die Begrifflichkeiten genannt, die du benutzt hast und das hört sich dann ein bisschen an als wenn die Kindheit nicht ganz so leicht war oder etwas schwieriger.
00:08:35: Ja, da war ich doch immer Außenseiter.
00:08:38: Also zwischen den Welten und auch allein in der Schule hat man mich natürlich geneckt weil ich eben Hochdeutsch gesprochen habe und nicht mit einem Wiener Akzent oder Dialekt, weil ich das halt von zu Hause gewohnt war.
00:08:51: Dann natürlich auch Behördengänge waren ganz schwierig, weil zum Beispiel Sozialversicherung mal zum Arzt zu gehen in Krankenschein zu bekommen.
00:08:58: Da musste ich quer durch die ganze Stadt fahren.
00:09:00: Damals war da eine Stunde gedauert mit den öffentlichen Verkehrsmitteln um dann in einer Schlange zu stehen und nach einer Stunde wieder einfach nur einen Krankenschein zu bekommen Und all solche Sachen.
00:09:12: das hat mich schon sehr geprägt wo ich gesehen habe wie schlimm es eigentlich ist wenn du an einem Land bist dort aufgewachsen bist, geboren bist.
00:09:22: Vermeintlich die Sprache sprichst aber trotzdem nicht als Bürger richtig gesehen
00:09:26: wirst.".
00:09:28: Okay und was das macht das?
00:09:33: Ja das macht irgendwie... ich muss mich anders beweisen.
00:09:37: Also innerlich ein schlechtes Gefühl weil du immer dieser gefühlte Außenseiter bist.
00:09:44: Meine Reaktion war darauf, ich zeige es halt.
00:09:47: Ich mache gute Schulnoten und zeige sie mit Leistung.
00:09:52: Und das war schon noch eine Befreiung für mich dann als ich mit zwölfte österreichische Staatsbürgerschaft bekommen habe weil ich dann offiziell Österreicher war und all diese bürokratischen Sachen nicht mehr machen musste.
00:10:02: Okay.
00:10:02: Nur lustigerweise war es halt dann schon auch so, gefühlt war ich da noch immer der Deutsche und deswegen mit fünfundzwanzig bin ich dann in die weite Welt gegangen und habe dann auch in Deutschland Karriere gemacht und in Deutschen war ich immer der Österreicher.
00:10:15: Ja kommt einfach durch die... wobei wie gesagt das ist ja nicht schlimm weil wir fühlen uns dann sofort in Urlaubssituationen also sind entspannt wenn wir das hören wenn du redest also insofern nur Vorteile glaube ich oder?
00:10:28: Ja und ich habe dann auch immer gesagt so, weißt du wenn du in München arbeitest oder Nürnberg arbeitst und Frankfurt arbeit ist.
00:10:34: Wenn du da die Manager siehst auf den Straßen wie Sie da so schnell herum rennen ja?
00:10:38: Und laufen also richtig schnell gehen das hast Du in Wien nicht.
00:10:42: und ich sage immer wieder Die Qualität in der Lebensqualität in einer Stadt bemisst sich an der Durchschnittgeschwindigkeit der Topmanager.
00:10:51: Und wenn du zum Beispiel in der im Wiener ersten Bezirk bist und du siehst zur Anzug Träger die gehen ganz gemütlich langsam dann setzen sie sich mal wohin trinken einen Espresso und gehen dann weiter, also gefühltermaßen eine Entschleunigung.
00:11:05: Das hast du in München und in Nürnberg nicht!
00:11:07: Ja aber ich habe das irgendwo mal... gleich kann ich ob ich das gesehen hab oder gelesen habe.
00:11:12: es gibt tatsächlich das Schritttempo und in den amerikanischen Metropolen ist es besonders hoch und je größer und geschäftiger eine Stadt ist um so schneller gehen die Menschen.
00:11:23: ja und da möchte ich eine ganz ganz kurze Geschichte erzählen weil dir's so lustig war.
00:11:26: ich in New York Damals in meiner Verantwortung als Senior Vice President hatten wir eine Vertriebszentrale in New York, New York City und da bin ich mit der Leiterin zu einem Kunden gegangen.
00:11:37: Und die sind natürlich in New-York das wirklich gelaufen!
00:11:40: Das ist ja schon fast wie Marathon laufen und ich bin halt hinterhergegangen.
00:11:44: mit meiner normalen Geschwindigkeit habe ich mir gesagt Trisha wait a moment don't hurry so much.
00:11:54: Ich möchte gerne die Stadt in Wenig genießen auf den Weg dorthin.
00:11:57: Also ich gehe jetzt nicht nur von A nach B, sondern ich möchte auch schon ein bisschen sehen und dann ist was Lustiges passiert!
00:12:02: Ich liebe Illi Café.
00:12:04: Und also Espresso, italienischen Espresse.
00:12:07: Da war auf einmal ein Espressu Shop mit italienischem Espresu, Illi, den einzigen damals in der Stadt.
00:12:17: Was ist los?
00:12:17: Habe ich gesagt, wir gehen jetzt da rein und trinken einen Espresso.
00:12:20: Aber die haben doch keine Zeit mehr!
00:12:22: Natürlich haben wir Zeit, wir haben ausreichend Zeit.
00:12:25: Du wirst sehen, wir werden rechtzeitig ankommen.
00:12:27: Na gut, Widerwillig hat sie dann diesen Espresse mit mir getrunken und er gesagt so abtrischte, jetzt gehen wir und tatsächlich waren wir pünktlich beim Kunden.
00:12:35: Und wenn ich das heute noch sehe – und das war vor acht Jahren Diese Geschichte müssen wir beide lachen, weil das hat mir den Unterschied so gezeigt.
00:12:42: Eine New Yorkerin, die so schnell läuft und weder links oder rechts schaut unter Wiener, der gemütlich durch New York geht sogar noch die Zeiten hin für einen Kaffee bevor zum Kunden geht.
00:12:53: Und trotzdem waren wir pünktlich!
00:12:55: Ich muss nochmal und dann kommt auf deine berufliche Karriere eine fragelose Entlastung guter Schüler?
00:13:02: Ja immer lauter Einsen gehabt bis auf einmal also in Deutsch hatte ich Immer eine Zweil.
00:13:10: Deutsch war so ein... Schwieriges Fach, ich habe es gehasst und ich war froh, dass ich nie wieder was schreiben sollte weil wir mussten einmal in der Woche einen Aufsatz mit tausend Werton schreiben.
00:13:22: dann hatte ich einmal in Deutschland eins und dafür in Turnen eine drei.
00:13:28: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Marco Schlimppert.
00:13:32: Familienaufstellung für Unternehmen, das ist später unser Thema.
00:13:35: Hier ich spreche mit Marco Schlimppert ein Deutscher mit österreichischem Akzept.
00:13:41: Nach der Schule hast du dann gewusst wo das hingehen soll?
00:13:44: Nein habe ich nicht gewusst und ich wollte ja Pilot werden bei der Austrian Airlines.
00:13:48: Das hat nicht geklappt.
00:13:50: Da hat es medizinischen Befund gegeben, der Fallschub aber auf Basis dieses Befundes hat das nicht geklapt.
00:13:56: Damals wollte ich nicht zu Lufthansa gehen weil ich eine Freundin hatte.
00:13:59: im Nachhinein gesehen hätte ich doch zu Lufthansa gehen sollen.
00:14:02: Ich hätte können wegen den Staatsbürgerschaften und dann bin ich einfach zum österreichischen Bundesherr gegangen, Wertdienst gemacht weil ich mir gedacht habe die neuen Monate da werde ich sicher herausfinden was sich machen werde.
00:14:16: Ich hab die Wahl gehabt zwischen deutscher Bundeswehr und österreichischer Bundes her wie es hier heißt das Bundes hergenommen, weil es die kürzere Variante war damals und hat nur neun Monate gedauert.
00:14:30: Und in den neuen Monaten hat sich dann herauskristallisiert.
00:14:33: ich möchte etwas Technisches machen, aber auch etwas Wirtschaftliches.
00:14:40: Genau in dem Moment hat sie ein neues Studium gegeben in Wien, das hat sich genannt Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau Und das war eigentlich eine super Fügung und ich habe mich danach nach der Bundeszeit dort inskribiert, und hab Wirtschaftsingenieurwesen-Maschinenbau studiert.
00:14:57: Okay!
00:14:57: Und auch fertig studierten wir jetzt an?
00:15:00: Ja ja, auch fertigstudiert.
00:15:01: Ich habe sechs Jahre dafür gebraucht.
00:15:03: Dafür war ich ein Jahr in Frankreich.
00:15:05: Es war auch ganz lustig.
00:15:06: Ich wollte unbedingt ins Ausland gehen.
00:15:09: Das war ja so mein Traum.
00:15:10: warum Pilot werden?
00:15:11: weil ich ins Auslands gehen wollte.
00:15:13: Beim Studium habe ich mir gedacht, da kannst du ja auch ins Ausland gehen.
00:15:16: Das ist einfach ein Errassen- oder Austauschprogramm und das ging dann ganz einfach.
00:15:20: in anderen Universitäten braucht man alle möglichen Hürden die man überwinden muss mit Prüfungen, mit besonders guten Noten an der TU Wien was ganz einfach.
00:15:29: Da hat es einen Institut gegeben, das hat geheißen Außeninstitut.
00:15:33: Ich gehe dort hin sage ich möchte gerne ins Auslands studieren gehen.
00:15:36: Die Frage war dann wohin?
00:15:38: Spanien England Frankreich?
00:15:40: Ähm, eigentlich hatte ich mir gedacht, nee da ist das Essen nicht so gut.
00:15:45: Spanisch ja, naja Französisch interessiert mich auch in der Schule gehabt.
00:15:48: Ich möchte nach Frankreich Ja wo möchtest du hin?
00:15:50: Nach Lyon oder nach Rouen?
00:15:52: Und dann habe ich mir gesagt was ist näher an Paris?
00:15:55: Rouen ist nähe am Paris.
00:15:56: also ich gehe nach Rouens.
00:15:57: Dann hat die mir so ein Formular gegeben zum ausfüllen.
00:16:00: Ich hab das unterzeichnet und gesagt so dass du kannst hinfahren Sag ich wie Das war's jetzt schon Sagt sie ja Es gibt keine Aufnahme, gar nichts.
00:16:10: Wieso?
00:16:10: Ja die Techniker wollen eigentlich gar nicht ins Ausland und wir sind so froh wenn da mal einer kommt und in das Ausland will.
00:16:16: Wir haben so viele offene Plätze überhaupt kein Problem.
00:16:18: Viel Spaß!
00:16:19: Und dann drei Monate später war ich in Frankreich.
00:16:22: Okay, so geht es manchmal ne?
00:16:25: Schnelle kurze Entscheidungen und dann hast du auch Paris wenigstens genutzt.
00:16:29: derzeit?
00:16:30: Ja, ich war jedes Wochenende in Paris.
00:16:32: Das war wunderbar.
00:16:33: also Paris ist wie meine zweite Heimat.
00:16:36: Sie kenne ich wie aus der Westentasche und das war die wundervollste Zeit, die ich hatte.
00:16:42: Weil es ist schön wenn du in Paris bist und nicht dort wohnst... weil dann genießt du es!
00:16:46: Wenn du dann dort wohnst, dann bist du in diesem ganzen Turmult, den ganzen Stress.
00:16:50: Deswegen sage auch die Franzosen Boulot Metro Dodo Das heißt du gehst in die Arbeit fast mit der U-Bahn und dann geht's schlafen Sonst gibt's da nix, ja?
00:16:58: Weil das einfach so stressig ist.
00:17:00: Aber als Student ist das wunderbar.
00:17:02: Es ist das Schönste was man machen kann im Paris zu sein.
00:17:06: Okay, das heißt wie ging es dann nach dem Studium weiter?
00:17:09: Ja, nach dem studium interessanterweise.
00:17:11: Ich habe einen Job an Geburt in Frankreich gehabt In L'Avres und eben auch in Paris.
00:17:17: Aber meine damalige Freundin die Französin war hat dann in Wien studiert ihre Dissertation dort gemacht Und ich immer gedacht das wäre jetzt blöd wenn ich nach Frankreich ginge.
00:17:26: und Dann wollte ich halt ein Job haben wo ich auf Projektebene nach Frankreis gehen konnte und hab mich dann bei einer Unternehmensberatung beworben die jetzt nicht Strategieberatung macht, sondern Umsetzungsberatungen, Turn-Aroundmanagement, die am eigenen Unternehmen gehabt und aufgekauft und saniert.
00:17:45: Und das war so richtig Ärmel hoch – und jetzt machen wir mal!
00:17:49: Das hat mir extrem gut gefallen, also habe ich dort angefangen zu arbeiten.
00:17:53: Es hat dann zwei Jahre gedauert bis ich endlich ein Projekt hatte in Frankreich, wo ich unter der Woche in Frankrecht sein konnte.
00:18:00: Aber das habe ich insgesamt vier Jahre gemacht.
00:18:03: Und bin danach in den Maschinenbau gewechselt und dort in den Einkauf, in den internationalen.
00:18:10: Warum?
00:18:11: Weil das eine Position ist wo man die Welt kennen lernen kann und ich habe immer Positionen gesucht wo ich neue Länder kennenlernen konnte.
00:18:18: Okay!
00:18:19: Welche neuen Länder hast du kennengelernt?
00:18:22: Insgesamt waren es jetzt fünfundvierzig aber angefangen hat natürlich einmal dann mit... mit den USA, weil das war der Punkt aus der Unternehmensberatung rauszugehen.
00:18:30: Das war so.
00:18:30: Mako möchtest du vier Monate in die USA fahren, sag ich ja natürlich gerne.
00:18:34: und da interessanterweise war mein erster Auftrag eben anzuschauen ob ein Einkaufsleiter in Amerika ob der gut genug ist und ich war damals achtundzwanzig und der fünfundfünfzig unter Vorstand des Münchner Konzern hat mir dann damals gesagt Herr Schlimpert wenn der wenn der Einkauf Leiter nicht gut ist schmeißen sehen raus.
00:18:53: und ich habe mir gedacht, ich schmeisse sicher keinen fünftigjährigen raus.
00:18:56: Und so bin ich halt hingefahren haben wir gemeinsam gearbeitet.
00:18:59: Ich hab dann zum Bob geheißen.
00:19:01: Ich habe dann zum Pop gesagt du weißt was?
00:19:03: Wir machen folgendes.
00:19:04: Ich mache das ganze Controlling, was du nicht gut kannst für die Deutschen und du zeigst dann wie man verhandelt weil Du bist der beste Verhandler.
00:19:13: Das war eine tolle Symbiose!
00:19:16: Ja und so... Wir waren extrem erfolgreich und über diesen Erfolg habe ich dann einen neuen Job angeboten bekommen innerhalb des Konzerns, nämlich Einkaufsleiter von der gesamten Gruppe.
00:19:26: Und da war natürlich Indien dabei, China war dabei, dann ist Thailand dazu gekommen, dann sind Indonesien dazugekommen, Südkorea ist dazugekommen, Japanen ist dazogekommen... Es war einfach wunderbar!
00:19:38: So habe ich die Welt kennenlernen
00:19:39: dürfen.".
00:19:41: Ja, und das ist ja gerade im unternehmerischen Kontext.
00:19:43: Ist es ja doppelt spannend?
00:19:44: Weil da kommen so viele Sachen.
00:19:46: zum einen diese interkulturellen Unterschiede.
00:19:50: Das haben wir schon zwischen Deutschland und Österreich.
00:19:52: Das heißt Menschen sagen etwas und jede Seite versteht etwas anderes.
00:19:58: Ja absolut!
00:19:58: Und das war ja lustiger als ich nach Österreich zurückgekommen bin.
00:20:01: Da hatte ich einen deutschen Chef aus Hamburg und der hat dann zu mir gesagt... Das Trennendste in unserer Kultur ist die gemeinsame Sprache.
00:20:10: Mir war das noch nicht zu bewusst damals, weil ich da irgendwie naiv war und er hat gesagt nehmen Sie einfach mal das Wort grundsätzlich Herr Schlimpert!
00:20:17: Wir im hohen Norden.
00:20:18: grundsätzlich bedeutet immer... In Österreich ist es ein Konjunktiv.
00:20:27: Dann ist man das erst so richtig bewusst geworden.
00:20:29: und jetzt muss ich immer lachen, wenn in Deutschland den Österreichern miteinander sprechen und über Grundsätzliches sprechen.
00:20:36: Ja, dann fange
00:20:37: ich an zu lachen!
00:20:38: Dann schauen die mich beide an, sag' ich ihr versteht euch jetzt gerade mal nicht.
00:20:42: Oh ja!
00:20:43: Dann sage ich, ne und dann erkläre ich sie auf.
00:20:45: Und dann gehen wirklich die Kindlade so runter weil ich dann erst verstehende was der andere jeweils gesagt hat.
00:20:51: Ich finde das total amüsant!
00:20:53: Das ist halt das türkische wenn man vermeintlich dieselbe Sprache spricht, ne?
00:20:58: Ja absolut!
00:21:00: Ist trotzdem eine
00:21:01: andere Kultur
00:21:02: ja.
00:21:02: Andere Kultur und ich habe dann gesagt in deutschsprachigen Raum dass es so Multikultur ist unglaublich.
00:21:07: Dann hat mir in Deutschland mal gesagt, wieso wir wie so viele Türken haben.
00:21:11: Sag ich nein weil es so viel unterschiedliche deutschsprachige Menschen gibt.
00:21:15: alleine in Deutschland die verschiedensten Regionen das ist ja schon ein Wahnsinn.
00:21:19: und dann auch Österreich dazu und dann die Schweiz schon faszinierend.
00:21:23: Ja ist es definitiv an.
00:21:25: aber dann kommt halt noch der Punkt dazu dass es hier Wirklich unterschiedliche Herangehensweise gibt.
00:21:32: also gerade, weil du hast auch da den Fernosten gesagt.
00:21:35: Die haben ja im Geschäftsbereich und das ist vielleicht dann auch schon die erste Brücke zu unserem Thema manchmal ganz andere Dinge wie die... Also überleg mal die ganzen Asiaten, die halt mit Feng Shui oder solche Geschichten arbeiten wo wir halt Kopfstütteln vielleicht davorstehen oder dass Gebäude so gebaut wird, dass der Drache durchfliegen kann?
00:21:55: Ja absolut!
00:21:56: Und vor allem auch jetzt in geschäftlichen Sinne Die Zuhörer werden das sicherlich kennen, diejenigen denen China unterwegs sind.
00:22:03: In China sagt man nicht Nein und da gibt es keinen Nein.
00:22:06: Man sagt immer Ja!
00:22:07: Ja ja alles ist Ja.
00:22:09: Und dann musste ich auch wirklich viel dazu lernen in den ersten zwei Jahren bis ich dann einfach immer hingegangen bin zu einem Chinesen und gesagt habe Ich weiß wir haben einen kulturellen Unterschied Ja und Nein.
00:22:22: Ihr in China sagt niemals Nein.
00:22:25: ihr sagt Ja auch wenn es Nein ist weil ihr Angst habt Gesicht zu verlieren und das verstehe ich total, weil Gesicht verlier ist extrem schlimm.
00:22:34: Nur in Deutschland verliern wir auch unser Gesicht wenn wir ja sagen und es ist nein.
00:22:40: Ja dann verlieren wir das Gesicht.
00:22:42: und jetzt ist die Frage wie können wir damit umgehen?
00:22:45: Können wir eine Vereinbarung treffen Was ja bedeutet und was nein bedeutet, damit wir beide wissen.
00:22:50: Und damit wir beiden nicht das Gesicht verlieren weil es macht keinen Sinn dass du ja sagst ich geh nach Deutschland zurück dann kommt die Lieferung und die liefung ist schlecht Dann habe ich mein gesicht verloren!
00:23:02: Wenn man das so direkt empathisch menschlich anspricht hat das immer wunderbar funktioniert und war alles von Anfang an gekreiert
00:23:11: So einfach manchmal ne?
00:23:12: Ja absolut
00:23:13: Ja, weil das komplett übersetzt ist in das Bild des anderen und dann versteht er oh ja wir müssen jetzt hier haben ein Dilemma.
00:23:22: Ja und das Schöne ist ich habe sehr gemerkt den Bayern und den Hessen in Baden-Württemberg um jetzt mal drei Bundesländer zu nennen werden natürlich auch Nordrhein-Westfalen wo ich viel Geschäftskontakte hatte wenn du da mit mittelständischen Eigentümern zusammenarbeitest die auch Geschäftsführer sind Und da zählt die Handschlagqualität.
00:23:38: Da brauchst du keinen Vertrag, sondern Handschlag-Qualität und dann weißt Du, die machen alles Menschen mögliche damit dieser Handschlag auch eingehalten wird.
00:23:47: Das ist halt die Riesenstärke in Deutschland.
00:23:50: Ich hoffe dass wir das beibehalten können und dass wir uns nicht den Vertragswerken gegenseitig erschlagen weil das hemmt nur!
00:23:56: Das ist so meine Expertise und meine Meinung dazu.
00:24:00: Nein, der Vertrag ist ja immer... Ich sag mal wenn du reinguckst dann musst du eigentlich schon aufpassen.
00:24:05: Dann stimmt schon was nicht?
00:24:06: ne?
00:24:06: Das ist einfach weil dann suchst Du ja schon Dinge und ich bin auch ein großer Freund.
00:24:11: Ja gehört manchmal dazu um Dinge zu klären aber alles andere wird persönlich geklärt.
00:24:17: Genau richtig!
00:24:18: So sieht das auch.
00:24:19: Und so funktioniert es eigentlich auch ganz gut.
00:24:22: Ja absolut Natürlich, wenn es zu internationalen Geschäfte macht und das vor allem die Amerikaner genannt.
00:24:26: Da muss man natürlich aufpassen!
00:24:28: Da brauchst du hieb- und stichfeste Verträge mit allen möglichen Klauseln.
00:24:32: aber die Stärke in unserer Kulturregion, Mitteleuropa ist wirklich diese Handschlagqualität Und da dürfen wir uns wieder drauf besehnen finde ich.
00:24:40: Lassen wir einfach mal so stehen und hoffen dass das in ganz viele Stellen ankommt.
00:24:44: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Marco Schlimpert.
00:24:48: Maschinenbau hat er studiert.
00:24:50: Marco Sch Limpert ist mein Gesprächspartner.
00:24:53: Du bist selbstständig heute.
00:24:55: Wie ist es dazu gekommen?
00:24:57: Ja ich war über fünfundzwanzig Jahre in angestellten Verhältnissen, die letzten zwanzig Jahren Führungsrollen und die letzten elf Jahre war ich im immer weiteren Vorstand eines börsennotierten Unternehmens Und jeden Tag einmal so ist dann die Frage gekommen was machst du jetzt als nächsten Schritt?
00:25:16: Und da ist zusätzlich etwas gekommen, was ich eben entdeckt habe.
00:25:19: Weil ich mir immer die Frage gestellt hab in den Organisationen worum dauern Veränderungen so lange?
00:25:25: und da ist eine Antwort zu dieser Frage gekommen.
00:25:28: Nämlich die Antwort habe ich in meinem Buch niedergeschrieben.
00:25:31: das hat mich so bewegt dass ich gesagt habe Ich möchte diese Idee und das was ich jetzt erlebt habe in der Welt setzen nicht nur als Führungskraft eines Unternehmens sondern auch selbstständiger Mentor, Berater um junge Menschen und Menschen die offen sind für neue Wege zu inspirieren das anzuwenden.
00:25:51: Und das war so mein innerer Antrieb wo ich dann gesagt habe Ich geh in die Selbstständigkeit
00:25:56: Okay und du hast Das ist jetzt ein Thema überlege ich gerade wie wir damit starten.
00:26:02: Du hast zu einem Thema ein Buch geschrieben, das ist etwas was dich beschäftigt mit dem du heute unterwegs bist und Ich glaube dass der eine oder andere der das jetzt beim ersten mal hört vielleicht auch einen moment vielleicht zuckt und überlegt Wir treffen ja Entscheidungen heute sehr rational.
00:26:19: in der regel Gerade im deutschsprachigen raum spielen da schon Zahlen Daten Fakten eine Rolle die zu entscheidungen führen.
00:26:27: Jetzt sind wir aber an den punkt dass Immer mehr Zahlen und immer mehr Daten führen sehr oft nicht zu besseren Ergebnissen.
00:26:36: Absolut!
00:26:37: Vor allem in Zeiten, wo das Umfeld sich ständig ändert... Ich weiß noch, in den zweitausender Jahren ging es noch.
00:26:44: Da habe ich mit einem Gießereigeschäftsführer zusammengearbeitet, gebrägt als Linpert.
00:26:48: Führen ist ganz einfach.
00:26:49: Es geht alles mit ZDF und nicht ARD.
00:26:53: Was meinen Sie denn?
00:26:54: Ja, ZDf zahlen Datenfakten und nicht alle reden darüber.
00:26:59: Also wenn man die Themen, die Probleme und alles was so im Geschäftsleben funktioniert faktualisieren kann.
00:27:06: Und das hat auch gut funktioniert bis halt die ersten Krisen gekommen sind wie zum Beispiel Lehman Brothers.
00:27:15: Auf einmal war die Welt eine andere.
00:27:17: ja und wir haben es dann gemerkt dass immer mehr mal Schwankungen entstehen sodass man das was man heute als Fakten ansieht und morgen schon wieder ganz anders sein kann.
00:27:28: Und ich bin dann draufgekommen, um Entscheidungen zu treffen, brauchte sie auch vielmehr noch eine andere Qualität.
00:27:33: Und letzten Endes ist es ja doch so, wenn man jetzt mal ganz ehrlich ist im Geschäftsleben.
00:27:38: Da gibt's so etwas wie ein Bauchgefühl, Erfahrungswissen was man so hat.
00:27:44: der erfahrene Manager hat Bauch-Gefühlen und dann nimmt man irgendwelche Excel-Modelle oder Zahlendatenfakten um dieses Bauch Gefühl zu rechtfertigen Und dann sagt man, ich habe auf Basis der Daten und Zahlen entschieden.
00:27:58: Stimmt ja gar nicht im Endeffekt!
00:28:01: Weil...und jetzt zeige ich auch etwas ganz was provokantes und das hab' ich halt erlebt in Unternehmenskontext Wenn jetzt Entscheidungen anstünden und du hast jetzt unterschiedliche Szenarien und unterm Strich steht da ein Unternehmensgewinn Dann ist er die Aufgabe zu sagen welches Szenario wollen wir jetzt nehmen?
00:28:20: Damit wird den Unternehnensgewinn optimieren.
00:28:23: Und ich sage jetzt nochmal, wenn ich jetzt fünf Szenarien habe das kann ein Volksschulkind in dem er sagt welches dieser Szenario hat das höchste Ergebnis.
00:28:31: Dann würde man das eines Szenarios auswählen dass das Höchste Ergebnis hat.
00:28:35: und ich sage bewusst auswälen weil es keine Entscheidung ist, denn entscheiden tut nur dann wenn man nicht vollständige Zahlendaten Fakten hat.
00:28:44: Dann hab' ich nämlich eine Entscheidung.
00:28:45: Eine Entscheidung hat immer etwas Ungewisses an sich Und die Frage, die sich jetzt noch entstellt.
00:28:51: Wie können wir in noch ungewisseren Zeiten schwierige Entscheidungen besser treffen?
00:28:57: Da kommt das Thema der Intuition rein und Intuition ist etwas was wie alle Menschen haben.
00:29:02: Das ist nicht irgendwie hokus-pokusmäßiges sondern wir als Mensch sind angelegt dass wir Intuition haben genauso wie wir Muskeln haben Genauso wie wir die fünf Sinne haben gibt es auch so etwas wie die Intuition.
00:29:14: Ja da ist jetzt die Fragestellung wie kann man das Thema so salonfähig machen, dass das auch eine Entscheidungsqualität ist die akzeptiert wird?
00:29:25: und genau darum geht es in meinem Buch.
00:29:28: So!
00:29:28: Das ist ein toller Spannungsbogen also diese Entscheidungen.
00:29:33: ich habe dich ja vor kurzem auf einer Veranstaltung gesehen und das war ziemlich spannend weil das war ein bisschen auch der Auslöser dargestellt ist wie du zu diesem Thema gekommen bist.
00:29:42: denn es gibt ja Methoden Man nennt es Familienaufstellen.
00:29:47: Das kennen vielleicht, das haben vielleicht eher schon Menschen mal gehört mit denen Dinge gelöst werden im familiären Kontext wenn irgendwie was weiß ich ist immer Probleme in der Beziehung gibt und Und mit solchen Geschichten Werden erstaunliche Erfolge erzielt ohne Dass man Es Vielleicht oder Vielleicht Kannst Du Es auch Sogar wissenschaftlich Erklären.
00:30:08: Ich weiß gar nicht glaube Ob's Dafür Eine eine Erklärung Gibt Aber Es Funktioniert.
00:30:12: Es Gibt Genau.
00:30:13: Es gibt eine Beschreibung.
00:30:15: Letzten Ende ist die finale wissenschaftliche Erklärung gibt es genauso wenig wie für Gravitation, also die Schwerkraft oder für Elektromagnetismus.
00:30:22: Man kann all diese Phänomene sehr wunderbar beschreiben unter anderem auch die Familienaufstellung.
00:30:28: und das war jetzt genau zu dem Zeitpunkt wo ich mir die Frage gestellt habe warum dauert es so lange dass in Organisationen wenn man Veränderungsprojekte umsetzt dass das immer solange dauert?
00:30:39: Warum dauert das so lange?
00:30:42: Da gibt's ja auch diesen Spruch von Peter Drucker Culture eats strategy for breakfast.
00:30:47: Das heißt, die Kultur ist die Strategie auf bevor überhaupt noch der Tag begonnen hat nämlich direkt zum Frühstück soll sinnbildlich heißen du kannst die beste Strategie haben.
00:30:56: wenn das kulturelle im Unternehmen nicht passt und nicht unterstützt wird dann funktioniert die beste strategie nicht.
00:31:03: jetzt gibt es natürlich diese change management ansätze die wunderbar funktioniert haben nur die dauern eben sehr lange und für mich war die fragestellen geht veränderung schnell.
00:31:14: Genau zu dem Zeitpunkt, wo ich diese Fragestellung in mir hatte, hatte ich ein familiäres Problem.
00:31:19: Eine Familienkrise zu Hause und bin zum Familientherapeuten gegangen weil all diese Familienratgeber die schon gelesen habe haben nicht gewirkt.
00:31:27: Und der Familientherapeut hat zu mir gesagt Marco du musst deine Familienaufstellung machen.
00:31:32: Ich hab damals nicht gewusst was das ist.
00:31:34: Ich habe mich da überraschen lassen und bin dann mit elf anderen Männern irgendwann mal in so einem Kreis gestanden ja und die hatten alle das gleiche Thema nämlich Probleme mit ihren Söhnen.
00:31:43: Und dann gibt es halt familiäre Muster, die sehr ähnlich waren.
00:31:47: Wir haben das dann einfach aufgestellt und siehe da und aufstellen heißt Marco du solltest jetzt jemanden auswählen hier in der Hunde, der dich darstellt deinen Vater darstellt und deinen Großvater darstelt.
00:32:01: Ich habe nicht gewusst wie ich das machen soll weil Vater und Großvatter ja Die sind jetzt nicht da.
00:32:06: Aber der hat gesagt, sucht einfach mal drei Leute aus die eben diese drei Personen darstellen.
00:32:11: und das Problem was du hast Marco ist, die sollten eigentlich in einer Linie stehen.
00:32:15: deswegen Ahnenlinien.
00:32:17: aber sie stehen wird dir nicht in den Ahnen linien und deswegen hast du Probleme zuhause mit deinem Sohn.
00:32:21: Ja und dann haben wir das aufgestellt Interventionen gemacht Irgendwann sind die hintereinander tatsächlich gestanden und ich durfte dann hinein als richtiger Marco Und habe dann Sachen gespürt die einzigartig waren von Wärme, Energie, Liebe, Trauer.
00:32:37: Ich habe geweint das war irrsinnig.
00:32:41: Kurzum nach diesem Wochenende bin ich nach Hause gekommen und das Problem zuhause war gelöst.
00:32:47: Das war wie weg!
00:32:49: So als wäre es nie da gewesen.
00:32:51: Und das war jetzt nicht nur einen Tag Nicht nur eine Woche Es waren zwei drei Monate.
00:32:58: Jetzt bin ich hier wie eingangs erwähnt Maschinenbauingenieur Und Maschinnenbauingenieure wollen halt immer alles wissen wie's funktioniert Und mein Ansatz war, damit ich weiß wie es funktioniert mache ich eine Ausbildung dazu.
00:33:11: So dann habe ich eine ausbildung gemacht zum Familienaufstellen.
00:33:14: Jetzt hab' ich aber das Problem bei dieser ausbildung dass ich üben muss und Ich bin ja kein familientherapeut sondern top manager gewesen.
00:33:22: Also war für mich das nahe liegens zu sagen wenn das ganze Für familien funktioniert worum denn nicht auch für Unternehmen?
00:33:28: Naja so habe ich das dann halt in die unternehmern reingebracht.
00:33:31: folger
00:33:32: Gleich geht's weiter im gespräch mit Marco Schlimppert.
00:33:37: Der ein oder andere kennt vielleicht das Thema der Familienaufstellung.
00:33:40: Heute haben wir ganz besonderes Thema, Marco Schlimpp hat beschäftigt sich mit Familienaufstellungen für Unternehmen.
00:33:47: Das und vieles mehr ist Thema hier im Gespräch.
00:33:50: Im Prinzip also ich sage mal, wir können es ja immer ganz klein machen.
00:33:53: Ich habe einen Ladengeschäft und irgendetwas stimmt nicht mehr.
00:33:56: Das heißt dann könnte ich anfangen diese Technik für mich zu nutzen?
00:34:00: Ja genau!
00:34:01: Also irgendwas funktioniert nicht mehr.
00:34:02: die Kunden fahren wir nicht mehr.
00:34:04: Zum Beispiel ja, dann sage ich das Ladengeschäft.
00:34:07: Die Produkte die Kunden der Chef Das wären jetzt vier sogenannte Repräsentanten, die kann man dann auswählen also idealerweise machen dass Menschen.
00:34:18: Man kann es natürlich auch mit Figuren machen aber das ist ein bisschen sag ich jetzt einmal schwierig Aber mit Menschen können wunderbar Emotionen und Empfindungen ausdrücken Und das Interessante sind dem Moment wo man das aufstellt und dieses System entsprechend so definiert wie wir das jetzt gerade gemacht haben und die Repräsentanten, die jeweilige Rolle einnehmen.
00:34:37: auf einmal sind sie in dieser Rolle.
00:34:39: Und du kannst in einer kurzester Zeit herausfinden, warum das Geschäft nicht mehr läuft?
00:34:44: Ist es vielleicht der Eigentümer, der irgendeine andere Ausstrahlung hat oder irgendwie die Kunden verscheucht unbewusst?
00:34:52: Sind das die Produkte, die nicht mehr passen?
00:34:54: Oder sind das die Kunden, die sich verändert haben?
00:34:56: Das bekommst Du in einer derartigen Präzision raus.
00:35:00: Ihresgleichen sucht das habe ich mir ein ganzes Leben lang noch nicht gesehen wie schnell das geht.
00:35:04: Das heißt innerhalb von einem halben stunden spätestens weißt du, wie du dein geschäft wieder nach vorne bringst.
00:35:11: Ja das muss man erstmal sagen lassen und das verrückte ist deswegen auch tatsächlich diese familienaufstellung.
00:35:20: ein guter weg in dieses thema weil wenn man das mal gesehen hat da finden ja überall veranstaltungen statt wo man einfach auch mal selbst als auf als mensch der sich aufstellen das hingeht und wenn man einmal in so einer rolle steht.
00:35:35: Und emotionen überkommen ein die man nicht erklären kann dann bekommt man vielleicht ein gefühl für das ganze
00:35:44: absolut.
00:35:45: und natürlich wenn wir das jetzt im familienkontext macht sind die emotionen enorm.
00:35:49: ja also das ist also das sind wirklich sehr sehr tiefgreifend.
00:35:53: Wenn man es jetzt im Business Kontext macht, bekommt man auch Empfindungen die sind längst nicht so enorm.
00:35:58: das heißt da braucht noch keine Angst haben dass da irgendwas hervorkommt was man vielleicht nicht hervorekommen lassen möchte.
00:36:04: aber es sind halt unterschiedliche Empfindung.
00:36:06: und jetzt ist halt das spannende dass wir als Mensch die Möglichkeit haben wenn wir in eine Rolle gehen von inner oder in einer Repräsentanz tatsächlich die Fähigkeit haben vom von der Konstitution her eben das zu empfinden.
00:36:21: Die Schwierigkeit ist jetzt halt nur Volker.
00:36:23: Wie bringe ich diese Empfindungen in die Businesssprache zurück?
00:36:27: Und deswegen braucht es halt auch dafür Businessverständnis.
00:36:31: und du hast mich auch gefragt, wie mich Menschen beschreiben würden und ich habe geantwortet Zahlen-Datenfakten und ein paar Tisch.
00:36:39: mittlerweile würden sie vielleicht sogar sagen ja das ist der Zahlendatenfaktentyp der esoterisch arbeitet wobei das gar nicht esotärisch ist was ich da mache.
00:36:48: Naja gut, ich mein sagen wir so.
00:36:50: Es ist wie bei allem man kann das ja versuchen.
00:36:53: also das heißt jeder der skeptisch isst Ich meine es kostet wenig Aufwand.
00:36:58: und Und dann kann man hier entscheiden Bringt's das für mich oder nicht?
00:37:04: Genau!
00:37:05: Es ist so wie wenn ich jetzt beschreiben würde Wie schmeckt eine Mango?
00:37:09: Die kann man mit Worten wunderbar beschreiben.
00:37:12: So eine ovale Frucht von außen, grün orange, wenn man reinschneidet hat man dieses gelb-orange saftige Fleisch das süßlich am Gaumen schmeckt manchmal ein bisschen härter, manchmal ein wenig weicher Manchmal vielleicht auch ein bisschen, wie man sagt in Österreich schlatzig.
00:37:28: Aber dann auch wieder bisfester.
00:37:30: Trotzdem hat es dieses süßlichen Geschmack und es geht runter in den Gaumen und einen wirklichen Überraschenden des Geschmacksfeuerwerk was sich da entfaltet.
00:37:42: So das habe ich jetzt beschrieben.
00:37:44: Ja toll!
00:37:45: Besser ist Mango kaufen rein bei Hessen selber ausprobieren.
00:37:50: Derjenige der noch nie eine Mango probiert hat Hört jetzt erstmal nur die Worte.
00:37:55: Ich bin dann im Vorteil, wenn ich schon mal eine Mango probiert habe, dann weiß ich okay so?
00:37:59: Ja, hat recht!
00:38:02: Ach genau
00:38:03: ja.
00:38:03: also insofern... Was passiert denn?
00:38:08: das heißt jetzt nehmen wir mal so ein Bild.
00:38:09: das heißt Das lässt sich ja in alle möglichen Bereiche anwenden und es geht ja manchmal auch um so richtig strategische Entscheidungen.
00:38:17: Setze ich jetzt auf Produktlinie A oder setze ich auf Produkt Linie B?
00:38:21: Irgendwann muss ich eine Entscheidung treffen, dann geht das manchmal um Millionen von Investitionen.
00:38:28: Absolut!
00:38:30: Und jetzt dieses Sodas ich mich da herangetastet habe... Es ist ja nicht so dass ich die Ausbildung gemacht hab Schlaubt habe, jetzt kann man solche Aufstellung machen mit Produktlinien.
00:38:41: Sondern das ging so evolutionär.
00:38:44: Ich hab das über eineinhalb Jahre gemacht.
00:38:45: Jede Woche haben wir uns im Unternehmen getroffen am Montagnachmittag und einfachste Themen mal aufgestellt Und die Neugier ist halt dann immer größer geworden und ich habe dann immer sage jetzt mal schwierigere Sachen aufgestellt wie zum Beispiel eine Performance von einem Werk.
00:38:59: oder wie du jetzt gerade gesagt hast welche Produkte sind denn jetzt wesentlich?
00:39:05: Spannend war da.
00:39:07: Eine halbe Jahr später hat sich das bestätigt.
00:39:10: Das war dann der Punkt, wo ich gesagt habe jetzt muss ich nochmal schauen gibt es irgendwelche wissenschaftliche Studien dazu und tatsächlich die gibt es.
00:39:19: Und das war natürlich jetzt sehr, sehr spannend weil da gibt's halt eben diese Phänomene die so wirken das ging hin bis zur Halbleiterindustrie dass ein Unternehmen Produktionsplanung in der Halbleite Industrie mit systemischer Aufstellung macht Weil wenn man jetzt zum Beispiel die Waferproduktion anschaut die sowas von volatil wo man heute nicht weiß, was über nächste Woche produziert werden soll.
00:39:43: Und das ist für die Produktion ja ein Umding!
00:39:45: Das kann man aber systemisch aufstellen und dann weiss man es interessanterweise mit einer Wahrscheinlichkeit von neunzig Prozent.
00:39:52: Ja und es gibt halt alle möglichen Erklärungsmodelle warum das funktioniert und da kommt man sehr schnell in die Physik hinein, in die Philosophie hinein In die Gehirnforschung hinein , in die Bewusstseinsforschungen hinein Und das sind alles Forschungsgebiete, die bisweilen immer noch so getrennt voneinander gesehen wird.
00:40:12: Aber wenn man das jetzt alles zusammennimmt und zusammenbringt dann macht es durchaus Sinn dass das was du in der systemischen Aufstellung erlebst, dass du das auch so erklären kannst.
00:40:24: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Marco Schlimppert Wie menschliche Intuition-Unternehmensführung transformiert?
00:40:31: Das ist das Thema von Marco Sch Limppert.
00:40:34: er is mein Gesprächspartner.
00:40:35: Ich hatte an dieser Stelle schon mal ein Gespräch zur Epigenetik.
00:40:39: Das ist auch so etwas, wenn man das hört das erste Mal dann überlegt mein erstmal also dass bis zu sieben Generationen oder vielleicht noch mehr Dinge in uns stecken und wir quasi die Trauma von unseren Ahnen durchaus mit uns tragen finde ich bei gerade der deutschen Geschichte auch passend, dass das so sein könnte.
00:41:03: Weil irgendwo muss es herkommen, dass wir manchmal auch im Umgang mit dem eigenen Land ein solches Problem haben.
00:41:09: und aber genauso steckt ja diese Geschichte in den Unternehmen?
00:41:13: Ja absolut!
00:41:15: Zum Thema Epigenete jetzt könnt ihr man sagen okay das ist vielleicht irgendwie genetisch bedingt, da gebe ich nur ein kurzes Beispiel was mich total fasziniert hat Sarah Yevon Jugoslawienkrieg.
00:41:25: ein liebes Paar vollzieht den Liebesakt, als Sarah jewewo bombardiert worden ist.
00:41:31: Sie sind dann geflüchtet nach Wien, neun Monate später ist die Tochter zur Welt gekommen, als die Tochte dann sechs, sieben Jahre alt war.
00:41:38: jedes Mal wenn sie im Wien bei einer Baustelle vorbei ging und es laut war, ist sie zusammengezuckt.
00:41:44: Und bis sie dann zu einem Psychologen geholt haben wir alles mögliche gemacht.
00:41:48: warum ist das so?
00:41:48: Warum ist es so ängstlich speziell wenn auf einmal ein richtig großer abrupter Lärm kommt?
00:41:55: Und dann ist in sie auch so eine Epigenetikforschung gegangen und tatsächlich, es war der Liebesakt in der Bombennachter dazu geführt hat dass sie als Kind später Angst hat vor diesen Geräuschen.
00:42:08: Spannend!
00:42:09: Also jetzt kann man sagen ja okay wie funktioniert das?
00:42:12: Wir wissen es nicht.
00:42:14: Und genau das Gleiche funktioniert mit Unternehmen.
00:42:16: Unternehmen werden gegründet in einem Umfeld Mit einer Intention des Gründers und diese Energie steckt drinnen.
00:42:23: und wenn dieser Energie nicht gewürdigt wird im Laufe der Zeit, im Sinne von Anerkennung.
00:42:30: Das heißt jetzt nicht dass das gut oder schlecht ist sondern dass man es einfach anerkennt, dass es so war dann wird diese Energie immer verstärkt.
00:42:38: und was wir heute schon erleben und das ist ein bisschen meine Sichtweise auf Unternehmen, dass viele Unternehmen die dieser Energien und diese Gründungen nicht gewürdigt haben in den ritualisierten Weg jetzt echt Probleme haben und deswegen ganz viel passiert momentan.
00:42:56: Das finde ich ganz spannend, weil wir reden ja immer gerne von Start-ups bei Wirtschaftsförderungsveranstaltungen.
00:43:04: Und diese Unternehmen werden hier oft gegründet im Wissen, dass sich so schnell wie möglich sobald das irgendwie läuft aussteigen will.
00:43:13: Wenn ich jetzt diese Energie übertrage ist es gar keine gute Energie!
00:43:16: Nee absolut und das sage ich auch immer wieder.
00:43:19: Jeder sagt Start-up ist cool, so toll, ich habe selber mein Start up gearbeitet.
00:43:23: Ja, wenn du achtzehn Stunden am Tag arbeiten möchtest ist es super cool.
00:43:26: Ich habe in München nochmal so ein Online-Shop aufgebaut.
00:43:30: Wenn dann die Energie ist der Exit und das ist ja oftmals so bei Investoren Was ist deine Geschäftsidee?
00:43:37: Wie möchtes du skalieren?
00:43:38: was ist dein Exit?
00:43:40: Und dass ist genau die Energie die zum Scheitern verurteilt ist.
00:43:43: langfristig Weil es eben nicht darum geht.
00:43:46: ich möchte etwas von innen heraus der Welt geben was nützliches ist was die Menschheit weiterbringt, was die Menschen weiterbringt und da profiert.
00:43:56: das Resultat dessen ist aber nicht das primäre Ziel.
00:44:01: Da gibt es ein Problem.
00:44:01: Das heißt letzten Endes wiederholen wir das, was wir vor zwanzig dreißig Jahren gemacht haben genau jetzt wieder mit den Start-ups Und deswegen ist es umso wichtiger, mit dieser Arbeit auch in Start-ups zu beginnen.
00:44:11: Wo das wunderschöne ist, wenn ich ein Startup habe und die haben verschiedenste Produkte kann ich das aufstellen?
00:44:16: Ich kann aufstellen und sagen welche dieser Produkte und Dienstleistungen werden erfolgreich sein.
00:44:23: Mir fällt gerade ein Beispiel aus der Region, in der ich lebe.
00:44:27: Das heißt hier eine riesige Weinbauregion und dann hast du Weingüter, die haben Probleme nach... Was war sich der zweiten Generation?
00:44:36: Es läuft nicht mehr so, da bleibt zu viel vom Jahrgang im Keller.
00:44:40: Dann hast du aber zum Teil Unternehmen mit ... ... zweihundertfünfzig oder dreihundert Jahren Geschichte die problemlos jedes Jahr den Keller leer kriegen!
00:44:52: Das heißt wahrscheinlich, wenn wir jetzt dein Bild nehmen, war vielleicht tatsächlich gute Energie beim Gründer drin,
00:44:57: ne?!
00:44:58: Absolut und das hat ich sage mal, achtzig Prozent des Erfolges hat damit zu tun.
00:45:04: Okay... Also das ist meine Erfahrung, meine Diagnose.
00:45:08: Ein anderes Beispiel habe ich mal für ein Knieunternehmen in Österreich gearbeitet.
00:45:12: Die hatten zwei Business Units und die eine Business Unit wurde immer wieder verkauft an andere Eigentümer übergeben, wurde nie so richtig gewertschätzt und irgendwann hat dann das Unternehmen diese Business Unit aufgekauft und ihnen war nicht klar warum Sie wenig konfliktfreudig oder konfliktfähig waren und warum das Unternehmen keine Gewinne gemacht hat, obwohl sie alles Mühe ausprobiert haben.
00:45:33: Ja wir haben das systemisch betrachtet Das liegt an der Historie.
00:45:37: Und dann ungeklärten Konflikten die haben wir in einer Aufstellung geklärt halbe.
00:45:40: sehr später war das Unternehmen wieder profitabel.
00:45:44: Ich kann jetzt gut vorstellen dass es den ein oder anderen gibt der uns zuhört und denkt über was reden die da?
00:45:50: Was erzählen die uns?
00:45:54: Was kannst du dafür Ratschläge geben, wenn man jetzt einfach sagt Boah ich bin da.
00:45:58: Ich bin skeptisch sage ich mal vorsichtig.
00:46:00: das heißt ist es probieren?
00:46:04: Ja so ich muss auch sagen ich wäre ja auch skeptisch.
00:46:06: nur vor ein paar jahren habe ich gesagt dass ich ein thema hatte hat mir einen andere gesagt meditiere einfach mal.
00:46:13: und ich war nicht einmal bereit zu meditieren Und das war gerade mal für sechs jahren.
00:46:17: mittlerweile meditiere ich und ich bin Maschinenbauer.
00:46:20: Das klingt alles zu fantastisch und wahrzusehen, aber tatsächlich ist es doch so.
00:46:24: Es gibt so viele Momente wo wir wirklich feststecken Und die Frage is more of the same das funktioniert ja nicht mehr.
00:46:32: Mehr von gleichen dass funktioniert er nicht mehr.
00:46:35: Noch mehr Zahlen, Datenfakten noch mehr Analyse.
00:46:37: Das führt ja alles zu Paralyse!
00:46:39: Das führt dir alles zu dem Hamsterrad in dem wir uns bewegen.
00:46:42: und den Hamsterrat was ich auch bemerke ist dann kommst du nach Hause Dann bist du vielleicht schlecht gelaunt gegenüber deiner Familie hast Kinder dann sagst du an einem Sohn oder eine Tochter stell dich nicht so an weil du deine Ruhe haben möchtest.
00:46:53: Das heißt, das ausgeglichene Leben funktioniert ja nicht mehr.
00:46:56: Und die Frage ist gibt es etwas was einem da hilft?
00:46:59: und ich sage Ja!
00:47:00: Es ist eben genau diese Systemaufstellung und es geht einfach nur darum mal die Offenheit dafür zu haben und es einfach mal auszuprobieren.
00:47:07: Es schadet nicht Man kann sie mal ausprobieren und dann zu sehen, wie einfach und schnell man die vermeintlich komplexesten Probleme lösen kann.
00:47:16: Und wie schnell das dann weggeht?
00:47:17: Weil vor allem... Jetzt kommt ja noch etwas ganz was Komischeres.
00:47:20: jetzt lege ich nochmal ein Scheufchen nach.
00:47:23: Man kann damit auch in die Zukunft blicken!
00:47:26: Ja und jetzt kann man sich vorstellen mit Zukunft Wie soll denn das
00:47:29: gehen?!
00:47:30: Zeit!
00:47:31: Ja beschäftigen wir uns einmal mit der Physik und Zeit.
00:47:35: Dann wissen wir spätestens seit Einstein.
00:47:37: Zeit ist relativ.
00:47:39: Wenn man sagt, das Licht fliegt mit Lichtgeschwindigkeit, setze ich mich auf dieses Photon vom Licht drauf.
00:47:45: Es gibt laut Berechnungsformeln keine Zeit und keinen Weg mehr.
00:47:49: Man ist überall gleichzeitig.
00:47:51: Und es gibt einen Gravitationseffekt in der Zeit,
00:47:55: d.h.,
00:47:57: große Massen verlangsamen die Zeit.
00:47:59: Das ist der Grund, warum die Astrophysiker sagen, wenn mal ein schwarzes Loch fliegen würde im Gedankenexperiment, würde es dort keine Zeit mehr geben.
00:48:09: Das umgekehrt Geschwindigkeit ändert auch die Zeit.
00:48:13: Und jetzt kann man sagen, das ist alles Humbruck und Theorie?
00:48:18: Nein!
00:48:18: Wir wissen spätestens seitdem wir die Satelliten in der Umlaufbahn haben dass diese beiden Effekte nämlich der Geschwindigkeitseffekt und der Gravitations-Effekt dazu führen, dass die Uhren auf Satellitten vom Achtunddreißig Mikrosekunden schneller gehen.
00:48:32: würde man das nicht wissen dann wäre jedes mal, wenn ich mein GPS oder mein Handy eingebe in einen Ort.
00:48:38: Ich möchte jetzt nach Mainz.
00:48:39: Wäre ich von Linz also wahrscheinlich dreihundert Kilometer entfernt?
00:48:44: Wenn ich jetzt in Mainz wäre und irgendwo rein müsste... keine Ahnung, eine kleine Straße weil vielleicht ein Kilometer weit vom Ziel entfernt.
00:48:52: Das heißt was hier passiert ist dass jeden Tag beim Satelliten die Zeit synchronisiert wird auf Atomuerebene das heißt den Atomur auf der Erde synchronisiert die Atom-Ure im Satellitten damit die Distanzen, die wir in unserem Hände haben richtig angezeigt werden.
00:49:08: Gleich geht es weiter im Gespräch mit Marco Schlimppert.
00:49:12: Ganz verkürzt schildere ich mal gerade wo wir im Gesprich waren.
00:49:15: Marco Schrimppert ist mein Gesprächspartner.
00:49:17: du hast uns gerade erklärt dass die Zeit auf der Erde eine andere ist als die Zeit zum Beispiel auf einem Satelliten.
00:49:23: Also Zeit ist nichts anderes das ein Konstrukt und Die Zukunft is in vielen Fällen schon.
00:49:30: Das war jetzt einmal nicht im Detail, wo er bestimmt.
00:49:34: Aber im Sinne von den Aktivitäten die wir heute setzen zeigt sich ein Zukunftskorridor.
00:49:41: Ja also heute folgen wir beide sprechen.
00:49:44: das verändert die Gegenwart aber auch unsere gemeinsame Zukunft und jetzt können wir aufstellen was bedeutet das?
00:49:51: Und dass funktioniert in der Systemaufstellung.
00:49:54: Das heißt für Unternehmen die jetzt Strategien machen wird ja ganz viel Geld ausgegeben mit PowerPoint- und Excel-Strategien.
00:50:01: Man kann austesten, funktioniert die Strategie überhaupt in ein, zwei, drei Jahren so wie wir sie uns erdacht haben.
00:50:06: Oder braucht es etwas anderes damit sie wirklich funktioniert?
00:50:10: Und damit meine ich in Zukunft blicken.
00:50:12: das leistet nämlich diese diese Methode und damit ist sie einzigartig!
00:50:17: Ich glaube es wird ja spannend wenn man einfach nur mal die letzten nach sage ich sechs sieben Jahre noch einmal zurückblickt.
00:50:24: also früher war das so in den achtziger neunziger oder noch Anfang der zweitausender war das eigentlich relativ klar, was passiert?
00:50:31: Das ging immer so weiter.
00:50:32: Es gab keine Veränderung.
00:50:34: und wenn ich jetzt überlege, zwei tausend neunzehn bis jetzt ... Was hatten wir?
00:50:37: Wir hatten Corona!
00:50:38: Wir haben den Russlandkrieg... Wir haben die Energieprobleme.
00:50:42: Wir haben selbst bei uns im Land auf einmal nicht mehr so stabile Regierungen.
00:50:47: damit haben wir gar nicht gerechnet.
00:50:49: Und wenn ich noch überlege finden wir noch noch Tausend andere Krisen, die auf einmal im Raum stehen.
00:50:55: Ja absolut Ich bin ja nicht einfach so draufgekommen, dass das funktioniert.
00:51:01: Das war auch wieder über Testen und im Rahmen der Ausbildung weiß ich noch ganz genau... Wir haben im Jahr zwanzig-einundzwanzig in Juni eine Aufstellung gemacht eben über die Corona-Pandemie und wir wollten wissen wann sie aufhört.
00:51:16: In der Aufstellung ist rausgekommen Februar zwanzich-zwernzwanzigh Und gleichzeitig hat ein Repräsentant gesagt es sieht ganz viele tote Menschen und Militär.
00:51:26: Das war im Juni, zwanzig-einundzwanzig.
00:51:28: Damals konnten wir nicht einordnen was das mit den toten Menschen und Militär zu tun hat.
00:51:33: Vielleicht unsere Interpretation damals war so wie es zu Beginn der Pandemie war dass vielleicht noch viele Menschen sterben und Militärafahrzeuge diese Menschen in Sergen auf Friedhöfe bringen.
00:51:45: So ist damals in der Lombardeye in Italien war.
00:51:47: Das war der erste Gedanke den wir hatten.
00:51:50: Naja, dann ist Februar zwanzigzehn-zwanzig gekommen.
00:51:53: Pandemie war beendet und der Russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat begonnen.
00:51:57: Und da haben wir uns zusammengesetzt, also was haben wir denn bitte von einem halben Jahr als gesehen?
00:52:02: Und haben retrospektiv noch einmal das nachbetrachtet und es war dann erschreckend dass wir draufgekommen sind.
00:52:09: Wir haben das eigentlich alles gesehen.
00:52:11: Das hat mich dazu geführt das ganze auch im Unternehmenskontext auszuprobieren Zuerst mal klein Und dann groß.
00:52:19: und bei dem großen musste ich dann zwei Jahre warten, weil er ging so um das Geschäftsergebnis des Unternehmens wo ich gearbeitet habe.
00:52:24: Und interessanterweise erst im Jahr zwanzig vierundzwanzig, weil das war ja zwanzich zwanzwanzig die Aufstellung gemacht hat sich das bewahrheitet.
00:52:34: So und seitdem weiß ich wenn man das macht, man muss es natürlich in einer bestimmten Struktur machen kann man sehr wohl zukünftige Auswirkungen antizipieren.
00:52:47: Es hört sich faszinierend an und ich glaube, es gibt auch keine andere Möglichkeit als die Erfahrung selbst zu machen oder?
00:52:55: Absolut ja.
00:52:56: Richtig!
00:52:58: Und last but not least... Ich hab hier alles möglich ausprobiert.
00:53:01: Ich habe auch ein Philosophiekurs gemacht am Massachusetts Institute of Technology MIT Philosophie einer technischen Hochschule.
00:53:11: das hat mich halt interessiert.
00:53:12: da ging's nämlich um die Fragestellung können Computer jemals denken?
00:53:16: Und dann hat er eine Prüfung gegeben und die Prüfungen war Multiple Choice.
00:53:20: Das heißt, sechs Antwortmöglichkeiten unter kann eine richtig sein zwei drei oder alle.
00:53:25: Jetzt ist es so wenn man Philosophie studiert da geht's ja ich sag jetzt mal ganz banal um Wortglauberei Sehr viel und die Machterworte.
00:53:36: Und jetzt ist es ja im Deutschen schon so schwierig, wie du gesagt hast, Volker einen Brief aufgeben oder einen Brief abgeben hat eine ganz andere Energie und eine Auswirk- und Bedeutung.
00:53:45: genauso geht's in der Philosophie und dann macht das bitte auf Englisch.
00:53:51: Ja und ich war dann verzweifelt weil das zu Vortests gegeben hat und da bin ich immer glänadenlos durchgefahren, weil ich einfach diese Nuancen nicht erkannt habe.
00:54:01: Und bei der Prüfung, das war dann eine Online-Prüfung haben wir gedacht ich mache es jetzt ganz anders.
00:54:04: Ich lerne nicht weil das ist vergebene Liebesmöhe.
00:54:08: Ich stelle das auf.
00:54:10: und zwar hat's da die Fragen gegeben.
00:54:12: Ich habe die Frage aufgelesen sechs Antwortmöglichkeiten.
00:54:15: Ich hab ein Zettel auf dem Boden hier in meinem Zimmer gelegt eins bis sechs im Kreis.
00:54:20: Bin dann darauf draufgestiegen.
00:54:23: Hab geschaut und gespürt gibt es irgendwo Empfindungen die anders sind?
00:54:29: und habe diese Zettel dann markiert, und habe die Antworten gegeben.
00:54:35: Und das ist jetzt wirklich so gewesen!
00:54:37: Ich habe nicht gelernt ob meine Erfolgsprefferkurte bei dieser Prüfung war achtzig Prozent... ich habe natürlich länger gebraucht.
00:54:50: Zum Glück hat es unlimitierte Zeit gegeben, wenn das jetzt in einer Stunde hätte fertiggestellt werden sollen wäre das nicht möglich gewesen.
00:54:56: Ich habe dafür zweieinhalb Stunden gebraucht aber für mich war das wahnsinnig was so glücklich!
00:55:01: Nicht weil ich die achtzig Prozent bekommen habe sondern weil es funktioniert hat...
00:55:07: So wir fassen nochmal zusammen Maschinenbau Ingenieur?
00:55:12: Also es ist alles, was normalerweise wirklich in dieser Datenfaktenwelt gehört.
00:55:17: Das heißt man kann alles genau so beschreiben und zusammenbauen Es ist alles klein fein festgehalten wie es sein soll, ne?
00:55:25: Normalerweise
00:55:26: Ja!
00:55:27: Und wenn ich sage Ich möchte eine Zahl haben da möchte ich sagen ungefähr fünfhundert sondern vierhundessiemundneinzig.
00:55:32: Und ich glaube das ist vielleicht auch so der Punkt wo man sagt hey Wenn jemand der wirklich aus so einem Bereich kommt und sich damit befasst Dass das eigentlich neugierig machen soll und du bist natürlich jemand, ich habe dich hier kennengelernt.
00:55:46: Du nimmst es ja nicht einfach so hin sondern du guckst einfach auch was du an den Beispielen uns auch gezeigt hast kommt das denn wirklich?
00:55:54: Genau!
00:55:55: Und diese Beispiele sind alle in dem Buch drinnen.
00:55:58: Das sind jetzt keine willkürlich ausgewählten Beispiele, sondern tatsächliche Beispule die ich umgesetzt habe, beobachtet habe und auch dann die Effekte gesehen habe.
00:56:07: Deswegen habe ich mir gedacht, ich bringe das alles in den Buch zusammen, um dass der Welt auf aber zugänglich zu machen und für alle jene die mit offenen Herzen und offenem Geiste unterwegs sind und offen sind für Neues ist es genau das richtige Buch!
00:56:20: Für alle Menschen, denen bestehenden festhalten wollen?
00:56:23: Sorry, das Buch ist nicht geeignet
00:56:25: dafür.".
00:56:25: Gleich geht es weiter im Gespräch mit Marco Schlimpert.
00:56:29: Der Titel deines Buches heißt Human Intelligence, Marco Schliimpert ist mein Gesprächspartner.
00:56:34: Human
00:56:35: intelligence?
00:56:36: Warum?
00:56:38: Ja weil das eben genau unser Menschlichsein ausmacht dass wir etwas können was Maschinen niemals können werden nämlich etwas spüren und fühlen wo wir nicht wissen wo diese Information herkommt.
00:56:53: Ich gebe ein kurzes Beispiel, ich denke an dich Volker und in dem Moment rufst du mich an.
00:56:59: Das ist Informationsübertragung – jetzt kann man sagen das ist Glück, können wir diskutieren – es ist aber auch kein Zufall sondern da gibt's eine gewisse Art von Informations-Übertragungen.
00:57:08: und wie?
00:57:09: als Mensch sind konstitutionell so aufgebaut dass wir das können?
00:57:13: Wir haben es nur verlernt im Rahmen der letzten zweitausend Jahre Und in der heutigen Zeit ist es so wichtig, wo jeder von künstlicher Intelligenz spricht, dass wir uns auf das besinnen was uns wirklich in die Zukunft bringt.
00:57:26: Das ist unsere Human Intelligence!
00:57:28: Die Kombination unserer rationales Denken, unserer Empathiefähigkeit und der Fähigkeit Intuitionen zu haben – das ist für mich Human Intelligence und das wird niemals eine Maschine uns abnehmen können.
00:57:42: Wir haben ja jetzt, glaube ich schon ein Gefühl.
00:57:43: Also wenn wir jetzt hier die künstliche Intelligenz dann auch noch so mit reinbringen... ...wir lesen Texte und der Text ist gut aber er packt uns nicht, ne?
00:57:56: Nee absolut!
00:57:56: Und ich muss ganz ehrlich gestehen Ich habe es auch ausprobiert.
00:57:59: Ich hab bei einem Kapitel ausprobieren schreibe an KI.
00:58:03: Habe ich da KI gesagt zu Kontext bitte Schreib mir ein Kapitel über so und so.
00:58:08: Dann hat mir die KI einen Kapitel geschrieben und da war kein Herz dabei.
00:58:13: Da war zwischen den Zeilen, das war mechanisch.
00:58:17: Ich sag mal der Text ist an sich gut ja?
00:58:19: Also das ist keine Kritik an dem Text aber es halt... ich mach dann was anderem aus und es wird halt schnell langweilig wenn man das liest.
00:58:26: Man merkt...
00:58:27: da ist kein Herz dahinter!
00:58:29: Das merkt man an den Texten ob der Herz dahin oder nicht.
00:58:34: Wenn du So in ein Unternehmen kommst und das erste mal machst.
00:58:39: Obwohl, dass ist eigentlich die falsche Frage weil dann ist das Unternehmen ja schon offen viel spannender ist wenn du das vorstellst und jemand ist noch gar nicht offen was sind da die Reaktionen?
00:58:50: Ich sage jetzt mal neunzig prozent der Menschen finden es esoterisch und tun mal zunächst einmal offen interessiert überdenken und ich merke das dann auch nicht.
00:59:01: das möchte ich nicht machen.
00:59:04: Es gibt dann die Menschen, die offen dafür sind und das sind meistens Menschen, ... ... die Partner haben, die schon mal Familienaufstellungen gemacht haben.
00:59:11: Und neugierig sind wie das im Business-Kontext funktioniert... ...und die machen das dann auch!
00:59:18: Ich sage immer wieder ja es gibt eine Methode,... ...wenn du feststeckst, gibt's eine Methose,... ...die hilft dich einfach mit Klarheit, mit Leichtigkeit,... ...mit Orientierung aus dieser Situation rauszubringen.
00:59:33: Es liegt jetzt an dir, möchtest du das haben ja oder nein?
00:59:35: Dann können wir es gerne mal ausprobieren und wenn nein dann auch kein Problem.
00:59:39: Dann mach halt einfach so weiter
00:59:41: was ich halt spannend finde wenn immer so einblicke bekommen hast mit menschen die andere techniken anwenden.
00:59:46: Und ich hatte auch das große vergnügen einen berater von großen konzernen kennen zu lernen der Ja, für die einen ist es Hokus Pokus.
00:59:57: Aber manche Entscheidungen hängen an Dingen ab.
00:59:59: Wenn das die Menschen wüssten dann würden sie manchmal sehr irritiert.
01:00:05: Also ich kenne sogar ein Top-Manager der lässt sich vor Entscheidungen des Tarot legen.
01:00:12: Und da sage ich jetzt mal tarot legen ist weniger wissenschaftlich wie Systemaufstellung weil Systemaustellung im Prozess ist der klar strukturiert ist und der im prinzip dieser intuitionsfähigkeit des menschen fördert und ausnützt wo hingegen bei tarot halt auch sehr viel interpretation ist.
01:00:33: aber man könnte natürlich auch argumentieren die karten kommen so wie jetzt die energin fließen.
01:00:37: absolut möchte ich jetzt auch nicht kleinreden.
01:00:39: ab und zum leg ich auch tarotkarten muss ich auch dazu sagen weil es einfach interessant ist und spannend ist.
01:00:44: Aber ja, und in meinem Buch schreibe ich auch Herr Agnelli.
01:00:48: Der Geschäftsführer der Gesellschaft so vom Viert hat bei wichtigen Entscheidungen das Ganze aufgestellt um einfach die richtigen Entscheidenden zu treffen.
01:00:56: Ich habe das Beispiel nur erwähnt weil die Entscheidungen waren mehrheitlich gut, die daraus gekommen sind.
01:01:03: Und das ist eigentlich der spannende Teil, dass du denkst manche sitzen und analysieren stundenlang Tage lang Wochen lang Zahlen Und andere sagen, ich geh jetzt eine Stunde und lass mir das Tarot legen.
01:01:15: Also das ist schon schon amisant irgendwie ja?
01:01:19: Ja es ist lustig!
01:01:21: Aber vielleicht... Es gibt halt viele Sachen über die Menschen nicht sprechen, obwohl sie es tun.
01:01:27: Weil Sie vielleicht fragen das ist ja ein Wettbewerbsvorteil oder ich möchte den anderen nichts sagen was ich da alles mache.
01:01:34: Das ist privat und nach außen hin tut man dann halt so als wäre man der rational kognitive Mensch.
01:01:39: dabei glaube jeder Mensch wenn eine Entscheidung zu trifft die Entscheidung auf Basis von Intuitionen.
01:01:45: Und das Buch zeigt halt einfach wie kann die Kraft der Intuition in einem systematischen Prozess auch für Unternehmensführung entsprechend anwenden.
01:01:55: Und zwar so, dass die Menschen dann auch mitgenommen werden und das die Menschen wieder engagiert sind und dass die Leute auch gerne wieder zur Arbeit kommen.
01:02:03: Das ist nämlich der angenehme Nebeneffekt dieser Methode.
01:02:06: Aber das durchaus in einem Text, der zwar viel Herz hat aber durchaus auch wissenschaftlich geprägt ist?
01:02:14: Ja ich habe nämlich die Frage gestellt, ursprünglich wollte ich eine Dissertation schreiben.
01:02:18: Eben an der Technischen Universität Wien habe ich auch schon ein Professor gefunden, bis er mir dann gesagt hat die Lesen ja.
01:02:23: Dann wird die Dissertation nur von drei Leuten gelesen oder vier.
01:02:28: Nämlich ich selber als der, der sich schreibt und der Beurteiler, der Prüfer und vielleicht noch eine vierte Person.
01:02:35: für mich war das zu wenig.
01:02:36: Das war so dieser Aha-Moment wo ich mal gedacht habe, da mache ich keine Dissortation.
01:02:41: Da mache ich einen Buch daraus.
01:02:43: Nur ein Buch zu schreiben darf nicht in suizidale Lesen gehen sondern es sollte etwas sein Man mitgenommen wird.
01:02:50: und deswegen habe ich mir gedacht, ich packe das in Stories hinein.
01:02:52: Also ich bepacke diesen wissenschaftlichen Kontext in konkrete Stories hineinein.
01:02:58: Und zwar gibt es da drei geschichtstrengen Einerseits meine persönliche Transformation wie ich dazu gekommen bin.
01:03:03: Das zweite die Luftfahrt.
01:03:06: Warum?
01:03:06: Die Luftfahrts?
01:03:08: Erstmal bin ich passionierter Hobby Pilot.
01:03:11: Zweitens war vor zweihundert Jahren Es absolut absurd zu glauben dass der Mensch fliegen könnte und heute ist es aber Standard.
01:03:22: Speziell in Mainz, da riegt euch auf in die Flieger darüber kommen und in Frankfurt landen.
01:03:27: Deswegen habe ich eben Stories auf der Luftfahrt drinnen, weil es eine wunderbare Metapher gibt für Intuition.
01:03:32: Und drittens natürlich die Real Case-Data aus der Wirtschaft und meiner Arbeit inklusive den wissenschaftlichen Backgrounds.
01:03:41: Jeder, der jetzt einmal für denen das ein bisschen zu storytellingmäßig ist, gibt's dann im Glossar, im Anhang, bei den quellenverweisen für wissenschaftliche Studien, wo man danach noch mehr sich reinlesen kann.
01:03:55: Ich glaube wir sind hier um uns weiterzuentwickeln, um Dinge zu lernen und Dinge zu schauen.
01:04:00: Zu bestaunen!
01:04:01: Denn wenn man einfach mal schaut was die Menschheit vielleicht vor vier, fünfhundert Jahren gemacht hat ja?
01:04:06: Und was sie heute alles kann und was wir in Zukunft noch können werden ist das... Ja ich finde es ist ermutigend einfach Dinge zu testen auszuprobieren neugierig bleiben und das gilt natürlich auch für Human Intelligence.
01:04:20: Ja und je mehr künstliche Intelligenz wir haben desto mehr Human Intelligence brauchen wir weil Die künstliche Intelligenz kann schon mal wirklich in die Irre führen.
01:04:31: Und probieren Sie es mal aus, liebe Hörerinnen und Hörern wenn sie mal Irgendwo in einer künstlichen Intelligenz was eingeben, der zu widersprechen.
01:04:39: Nach dem zweiten und dritten Mal korrigiert sich dann die künstliche Intelligenze interessanterweise.
01:04:44: Das heißt das was die KI sagt heisst nicht dass es richtig ist sondern das muss man umso mehr hinterfragen und um so mehr brauchen wir diese menschliche Fähigkeit etwas zu spüren?
01:04:54: Ist es stimmig diese Antwort kann das denn sein?
01:04:59: lasst uns das noch mal hinter fragen und ich denke das ist jetzt eine Qualität die wir absolut benötigen.
01:05:04: vollkommen
01:05:05: Ja, definitiv.
01:05:06: Und vor allem die nächste Generation braucht das noch mehr als die heutige Generation, die ja viele Dinge gelernt hat.
01:05:12: aber wenn du mit diesem System aufwächst dann hast du ja das Problem dass du manche Dinge gar nicht gelernt hast und deswegen ist es ganz wichtig sich wirklich diese Fähigkeit zu bewahren.
01:05:23: Absolut, absolut!
01:05:24: Und darum geht's in den Buch.
01:05:26: wie können wir das integrieren?
01:05:27: Diese drei Kompetenzen
01:05:30: Guck mal, ganz einfach.
01:05:31: Reben wir so lange und es geht so einfach am Schluss.
01:05:34: Ja genau!
01:05:35: Nein ich kann wirklich nur... Es ist ein spannendes Thema und es mag vielleicht im ersten Schritt für den einen oder anderen etwas irritierend sein aber ich glaube die besten Dinge macht man indem man einfach probiert, Dinge selbst erfährt und dann eine Entscheidung trifft ja das nutze ich in meinem Leben oder ich lasse es halt, dass ist ja das Schöne.
01:05:55: diese Freiheit haben wir.
01:05:56: Ja und nur ein konkretes Beispiel, wohin das alles gehen kann.
01:05:59: Es kann zum Beispiel auch die Investitionsentscheidung für eine Kläranlage sein.
01:06:04: Wir hatten einen Werk in Grimsby in UK In England.
01:06:08: Die haben eine Klärenlage aufgebaut Und da ging es darum welche Technologie soll verwendet werden?
01:06:13: es standen elf zur Auswahl.
01:06:17: Prozessingenieur haben damals gesagt, sie wissen nicht weil es ist so unsicher.
01:06:21: Jede Technologie hat Vor- und Nachteile.
01:06:23: letzten Endes geht's darum funktioniert es hier und kostet das nicht zu viel?
01:06:27: also wird nicht die Overspend betrieben.
01:06:29: ich habe dann die Technologen nach Österreich eingeladen hab ich gesagt wir machen eine Aufstellung.
01:06:33: Die haben nicht gewusst was das ist klar.
01:06:35: aber ich habe das dann gesagt seit offen ihr wollt eine Lösung?
01:06:38: Ich bring Sie euch!
01:06:39: Und gut damals war ja auch der Chef.
01:06:41: deswegen ging das relativ einfach.
01:06:43: Die sind dann gekommen, wir haben einen Tag aufgestellt.
01:06:45: Die unterschiedlichsten Technologien ausgetestet.
01:06:48: von den elf sind es dann zwei geworden.
01:06:51: Da haben wir gesagt okay und jetzt zeigen wir welche Vor- und Nachteile auf der herkömmlichen Art und Weise.
01:06:56: Haben wir dann entschieden uns für eine Technologin.
01:06:59: die ist umgesetzt worden erfolgreich on time and budget und technologisch funktioniert sie.
01:07:05: Jetzt kann man sagen eine von elf.
01:07:08: das kann Zufall sein.
01:07:10: Vielleicht hätten die anderen auch gut gewesen.
01:07:12: Ich sage ja vielleicht nur, es hat sich klar herausgestellt dass sechs von den elf Technologien absoluter Schrott gewesen wäre und die wurden im Vorfeld komplett ausgeschlossen.
01:07:23: Und das ist das Tolle an dieser Methode.
01:07:25: Siehst du da bin ich jetzt schon viel entspannter.
01:07:27: wenn ich eine Methode gefunden habe die funktioniert wäre ich schon total glücklich und zufrieden und sage Das ist alles stimmig für mich.
01:07:35: Ja, da bin ich ein schlichtes Gemüt.
01:07:38: Ich mach mir, wenn ich eine Entscheidung getroffen hab ... Man macht's ja nur Gedanken drüber, wenn sie nicht funktioniert.
01:07:43: Wenn sie funktioniert war es ne richtige Entscheidung.
01:07:45: Danke dir für das
01:07:50: Gespräch!
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