Warum wir unsere „Päckchen“ anschauen sollten – Anita Reif im Gespräch
Shownotes
In dieser Ausgabe spreche ich mit der Lehrerin, Autorin und Coach Anita Reif über emotionale Belastungen, Leistungsdruck, Erziehung und den Umgang mit den „Päckchen“, die Menschen oft ein Leben lang mit sich tragen.
Anita Reif erzählt von ihrem Weg vom angepassten Schulkind zur Autorin, spricht über ihre Erfahrungen als Lehrerin und Mutter von drei Kindern und erklärt, warum sie sich intensiv mit Themen wie Selbstwert, innerer Klarheit und persönlicher Entwicklung beschäftigt. Außerdem geht es um Schule, gesellschaftliche Veränderungen, Digitalisierung, Eigenverantwortung und die Frage, wie Menschen lernen können, bewusster und freier durchs Leben zu gehen.
Eine ruhige, persönliche und zugleich gesellschaftskritische Gesprächssendung über Selbstreflexion, Familie, Resilienz und die Bedeutung echter Begegnungen.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Mein heutiger Gesprächspartner ist Weiblich Name.
00:00:05: Anita Reis.
00:00:07: Die Frage, die man Frauen nicht stellt – ich mach's trotzdem immer wieder alter!
00:00:11: Na im besten Alter!
00:00:14: Auch eine gute Antwort.
00:00:15: Geburtsort
00:00:17: In Heilbronn.
00:00:18: Beruf
00:00:20: Dümmeres Jahrlehrerin
00:00:22: Hast du Hoppies und wenn ja welche?
00:00:25: Natürlich habe ich Hobbys.
00:00:26: Also zum einen gehe ich wahnsinnig gerne spazieren, das ist unabhängig von sämtlichen organisatorischen Bedingungen und ich mache Karate also ich liebe Sport und wie gesagt Karate und ich spiele etwas Klavier.
00:00:41: Okay hast du so was wie ein Lebensmotto?
00:00:44: Also manche haben da ja so Hounder sofort so nen Spruch raus muss aber nicht sein könnte ich auch nicht mit denen?
00:00:51: Ja tatsächlich, denn ich habe in den letzten Jahren mehr viel Gedanken über mich und mein Leben gemacht.
00:00:55: Auch darüber was mein Leben eigentlich für mich bedeutet und wo ich hin möchte.
00:01:00: Und es ist wirklich dieser Gedanke Vertrauen und Leben.
00:01:04: Dementsprechend hab' ich auch meine Ruhe so genannt.
00:01:07: Das is wirklich ein Motor für mich.
00:01:10: Die Menschen die mit dir zu tun haben Was meinst du sagen lieber dich?
00:01:15: Was macht dich aus?
00:01:17: Das ist eine sehr interessante Frage, die ich tatsächlich auch schon einigen Leuten gestellt habe in den letzten Wochen.
00:01:24: Dass es ihnen gut tut mit mir Zeit zu verbringen.
00:01:29: Warum?
00:01:29: Das ist ne schöne Aussage!
00:01:31: Anita Reif ist meine Gesprächspartnerin.
00:01:35: Es geht heute um innere Zerissenheit Anpassung und emotionale Erschöpfung.
00:01:40: das wird Thema sein später hier im Gespräch mit Anita Reiff.
00:01:44: Erzähl mir was über Heilbronn.
00:01:46: Ich habe nur Klischees im Kopf gerade.
00:01:50: Also, über Halbronn kann ich dir glaube gar nicht viel sagen denn wie gesagt ist es so mein Geburtsort.
00:01:55: Ich wohne jetzt in der Nähe von Schwäbisch-Hall.
00:01:58: das ist jetzt nicht so wahnsinnig weit weg von Halbron aber doch ein paar Kilometer weg und ich wohne sehr ländlich was ich total genieße.
00:02:06: Halbrunn hat da schon eher so einen städtischen Skleher.
00:02:09: Ja, weißt du welches Klischee ich von halbronn im Kopf habe?
00:02:14: Das ist tatsächlich die Stadt mit dem höchsten pro Kopf Einkommen in Deutschland.
00:02:21: Hast du das gewusst?
00:02:23: Ja,
00:02:24: und weißt du warum?
00:02:25: Nein!
00:02:26: Da wohnt die Familie Schwarz, denen Lidl gehört.
00:02:31: Okay ich glaube dass hebt den Schnittland entschwabst.
00:02:35: Also deswegen, weil das immer gerne angebracht wird in Wirklichkeit wenn Du das rausrechnest, wird es dann schon wieder völlig normal
00:02:43: Das glaube ich.
00:02:44: Ja, das sind so diese Dinge.
00:02:46: Das heißt aber im Ländle groß geworden?
00:02:50: Ja!
00:02:52: Und die Kindheit war dann schon ländlich oder war es noch städtisch?
00:02:56: Sehr ländig geprägt.
00:02:58: Also ich bin wirklich auch viel immer draußen gewesen.
00:03:02: Ich bin so ein naturverbundener Mensch und da kam mit des natürlich sehr, sehr entgegen.
00:03:06: Okay was... also ländliche ist ja gibt's hier unterschiedliche Dinge wie das aussieht, also bei mir wäre ländlich Weinberge.
00:03:15: Bei euch?
00:03:16: Das ist in der Heilbronnerecke, das ist wirklich ländliche Weinbergen, wo ich jetzt wohne, in der Nähe von Schwäbisch-Hal.
00:03:22: Da ist es eher Wiesen und Wälder.
00:03:26: Und da ist auch alles passiert!
00:03:28: Also das heißt Schulzeit, Kindergarten, alles was in der Kindheit passiert.
00:03:33: Das war dann in der Halbronnenecke.
00:03:36: Ich bin erst nach... der kompletten Berufsausbildung nach einigen Jahren Berufserfahrung mir in diesen Raum zog.
00:03:44: Jetzt frage ich die Lehrerin, ob sie eine gute Schülerin war?
00:03:48: Ich war eine angepasste Schülerin tatsächlich und bin dadurch auch problemlos durch das Schulsystem gekommen.
00:03:56: ja
00:03:57: Was heißt angepasst?
00:03:58: Das heißt dass ich als Kind in einem sehr klaren Leistungsdenken groß geworden bin, dann meine Eltern wie viele das vielleicht kennen sich einfach für mich gewünscht haben dass ich später mal einfacher und besser im Leben habe als sie.
00:04:14: Und dementsprechend war Leistung einfach groß geschrieben und ich konnte mich da wunderbar reinfügen.
00:04:21: und so lief die Schule auch notenmäßig unproblematisch.
00:04:27: Tatsächlich muss ich es überlegen, weil meine Schulzeit lief ja nicht unproblematisch.
00:04:32: Aber es lag auch daran... Ich war nicht angepasst, ja?
00:04:38: Ja die Anpassung bewirkt unglaublich viel.
00:04:42: Was damals, ich mal beispielsweise auch nicht so ein extrem pubertierendes Kind.
00:04:47: Also ich glaube, ich baue für meine Eltern auch verhältnismäßig pflegeleicht Und ich habe zwar die Pubertät mit der Strom- und Rangphase nicht definitiv nachgeholt als in erwachsenen Alter.
00:04:59: Aber ich hab gemerkt, dass ich ganz viel über mich gelernt hinterfragt ja auch kritisch reflektiert habe.
00:05:06: Nach der Schule hast du gewusst wo das hingehen soll?
00:05:09: Was das werden soll?
00:05:12: Also mit Lehrerin natürlich!
00:05:14: Das war für mich total klar weil ich einfach mit Jugendlichen arbeiten wollte.
00:05:19: Das war schon immer klar, dass ich mit Jugendlichen arbeiten wollte und dann war der Lehrerberuf für mich eigentlich prädestiniert.
00:05:28: Dass ich jemals ein Buch schreibe, hätte ich vor zehn Jahren noch für absolut undenkbar gehalten.
00:05:35: Welche Fächer?
00:05:37: Ich unterrichte Deutsch und Sport.
00:05:39: Auch Deutsche meine.
00:05:41: Allerdings ist das wirklich interessant!
00:05:44: habe ich Deutsch nicht als Studienfach gewählt, weil nicht Deutsch immer so wahnsinnig interessiert hat.
00:05:50: Sondern weil ich in der Schule die anderen Fächer, die mich interessiert haben unter anderem Mathematik, immer so erlebt habe, dass der Lehrer gesagt hat auch wir haben keine Zeit!
00:05:59: Wir müssen den Stoff durchbringen.
00:06:01: und das fand ich so schade, dass es da immer nur um den Stoffs ging.
00:06:05: und im Deutschunterricht habe ich das so erlebt, dass da auch der Mensch noch einen Raum hatte Germanistik zu studieren.
00:06:16: Ich wollte die Schüler als Menschen erleben und mit ihnen auch als Menschen in Kontakt
00:06:20: trieb.".
00:06:21: Gleich geht es weiter im Gespräch mit Anita Reif.
00:06:25: Anita Reiff hat uns schon verraten, sie hat studiert und sie ist heute Lehrerin.
00:06:31: Wie ist das?
00:06:33: Das ist immer der Theorie schön aber ich... kann mir vorstellen, vor so eine Klasse zu treten.
00:06:37: Insbesondere wenn ich überlege was wir da manchmal mit Menschen gemacht haben in meiner Schulzeit dass das auch schon durchaus grenzwertig war.
00:06:46: Das kann ja schon echt auch schwierig sein ne?
00:06:49: So eine ganze Gruppe zu kriegen.
00:06:51: Na aber es ist wie bei allem!
00:06:53: Also es ist ja egal ob ich ein Kind oder dreißig von mir sitzen habe.
00:06:57: Es kann wunderschön sein, es kann herausfordernd sein und die Bankbreite ist groß.
00:07:01: Ich bin davon überzeugt jeder der einfach Ehrlich klar, natürlich auch mit einer gewissen Fachkompetenz und zielorientiert in eine Klasse reingeht.
00:07:13: Wird da eigentlich auf offene Ohren stoßen?
00:07:19: Ist natürlich eine tolle Einstellung.
00:07:20: die Wahrscheinlichkeit erhöht sich drastisch dass es auch so ist und ich höre jetzt schon du hattest wahrscheinlich auch jetzt keine großen Probleme
00:07:28: Bisher nicht, allerdings darf ich vielleicht auch da anbringen.
00:07:33: Ich bin überwiegend in ländlichen Schulen bisher als Lehrerin tätig gewesen und jetzt auch wieder eine sehr kleine Schule.
00:07:40: glaube das es in den Ballungszentren, in den Städten einfach nochmal eine andere Kategorie ist zu unterrichten weil der Rahmen insgesamt der von der Gesellschaft gegeben wird da viel herausfordernder ist.
00:07:59: Ich glaube, wir müssen das Migrationsthema da schon erwähnen.
00:08:02: Das ist glaube ich schwierig weil wenn zu viele nicht mehr die Muttersprache Deutsch haben dann wird es natürlich auch schwierig alle irgendwie so abzuholen und dann können gewisse Dinge auch glaube ich nicht mehr so gut funktionieren.
00:08:15: Ich glaube da braucht es kluge Konzepte für die Zukunft.
00:08:19: Ja, das Problem ist dabei ja auch immer.
00:08:22: Egal wo die Unzulänglichkeiten letztendlich sind wenn sie offensichtlich werden wird immer Frust produziert und Frust der täglich wie produziert wird da braucht irgendwann ein Vertil um abgelassen zu werden und ich glaube daraus resultieren ganz viele Probleme die wir an den Schulen haben.
00:08:41: Ich glaube es wird halt viel bestellt und auf das System geworfen ohne dann einfach zu gucken Müssen es die Leute, die das ausbaden müssen umsetzen?
00:08:49: Also wie können sie's umsetzten?
00:08:51: und dann fehlt... Ich weiß nicht, weil damals schon so es fehlt eigentlich immer ein Personal.
00:08:55: Und wenn ich überlege was bei uns so alles ausgeht, bei meinen Kindern, was da alles ausgefallen ist, es ist eigentlich erschreckend!
00:09:02: Ja heutzutage wird glaube ich schon sehr stark viel Wert darauf gelegt dass wenig Unterrichtsausfall stattfindet.
00:09:11: nur nicht jeder Unterricht der formal abgedeckt ist ist einfach auch entsprechend gehaltvoll.
00:09:19: Ja, ist alles gesagt glaube ich!
00:09:22: Ist aber letztendlich wenn wir ehrlich sind wie in jedem anderen Lebensbereich auch nur dass die Schule schlicht und ergreifend ein Lebensbereich ist durch den jeder hier in unserer Gesellschaft mal durchaus
00:09:34: Und ich halte ihn halt für gewichtig, denn das heißt wir legen dort Grundlagen für eine ganze Gesellschaft und... Ich weiß nicht.
00:09:42: Das ist so... Man macht es ja wahrscheinlich auch Elternabend aber brauchen wir nicht durchdiskutieren.
00:09:48: Ich bin da manchmal immer entsetzt welche Vorstellungen andere Menschen haben was sie dem System aufbürden?
00:09:55: Ich bin natürlich immer noch für die Erziehung meiner Kinder selbst verantwortlich.
00:09:59: Ja und das ist auf der einen Seite natürlich auf ein Stück weit eine Last.
00:10:05: Die Kinder immer so zu begleiten, also jetzt die eigenen Kinder, dass sie zu eigenständigen Reifen Persönlichkeiten wachsen dürfen, die ihren eigenen Weg gehen.
00:10:14: Auf der anderen Seite muss ich als Mutter auch sagen Ich finde es eine immense Ehre, dass sich meine Kinder da auch begleitend darf.
00:10:23: Also ich hab's nie als Ballast gesehen sondern das ist ein Privileg.
00:10:26: Ja und Ja, ich sage mal alle schönen Dinge im Leben sind tatsächlich positiv.
00:10:33: Aber es gibt immer auch Stellen da sind sie auch mal ein Ballast.
00:10:36: aber das ist in Ordnung das ist halt leben
00:10:39: Definitiv.
00:10:40: Und die Frage ist, ob ich damit umgehe?
00:10:42: Ja das ist halt einfach... Ich sag mal es hat immer alles eine Kehrseite und dessen muss man sich auch bewusst sein.
00:10:51: Ich war da immer nur irritiert wenn ich habe da so manche Elternabende und dann irgendwann habe ich meine Frau geschickt weil ich da echt keine Lust mehr drauf hab wo ich dann wirklich Menschen wie dich bewundere wenn du halt irgendwas sagst und dann kommt wieder dieselbe Frage, obwohl eigentlich gerade alles erklärt wurde.
00:11:06: Und nochmal und noch mal ich finde es schon auch manchmal schwierig.
00:11:11: Es sagt auch keiner das ist einfach.
00:11:12: Ich sage auch nicht immer dass jeder Tag einfach ist aber ich muss gestehen für mich persönlich ist es wirklich der richtige Beruf gewesen definitiv denn Geh gern in die Schule, ich finde es schön nicht mit diesen jungen Menschen zu umgeben.
00:11:27: Ich find das schön, die zu erleben wie sie heranwachsen und sich verändern.
00:11:33: Das ist wirklich etwas bereicherndes auch.
00:11:36: Ja, das hört man auch wenn du das so beschreibst.
00:11:39: Insofern halt richtige Wahl!
00:11:41: Und ich hoffe dass es in diesem System noch viel mehr Menschen wie dich gibt, die da genauso dran gehen weil ich glaube, dass das ist die Lösung.
00:11:49: letztendlich Menschen die den Job leben und natürlich die Kinder.
00:11:53: Ja, und optimal ist es wenn der Rahmen dann auch so gestaltet ist.
00:11:57: Einfach der Freiraum auch da ist für die Schüler dazu sein.
00:12:02: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Anita Reif.
00:12:06: Sie ist Autorin und sie isst dem Hauptberuf Lehrerin Anita Reif ist meine Gesprächspartnerin.
00:12:13: Wie sieht denn heute Deutschunterricht aus?
00:12:15: Ist es noch so, wie das zu meiner Zeit ist, dass du alles Mögliche interpretierst.
00:12:19: Dass du in die Klassiker gehst, dass da auch manchmal irgendwie neue Literatur hast – ist das immer noch so dieser Mix?
00:12:27: Ja!
00:12:27: Es ist noch vieles... ...wie's bekannt ist und auch Grammatik-Strukturen werden natürlich noch angesprochen.
00:12:34: Selbst Rechtschreibungen sind nach wie vor ein Thema auf wenn es heute über viele Rechtschreibtprogramme den Alltag gar nicht mehr so sehr tragiert, zumindest außerhalb der Schule.
00:12:46: Aber ansonsten ist schon noch vieles auch ein Stück weit vergleichbar.
00:12:51: Bei dem Thema Hausaufgaben ist da heute KI ein Thema?
00:12:58: Die Frage, solltest du wahrscheinlich meinen Schülern eher stehen?
00:13:01: Ich glaube die würden das viel konkreter beantworten können.
00:13:06: Das ist ja eine richtige Herausforderung!
00:13:07: D.h.,
00:13:08: Du kannst dir heute mit einem, sag ich mal guten Text kommen, den schreibst du dann vielleicht noch von Hand ab aber du kannst mit dem guten Text kommt, den du gar nicht selbst erfasst hast.
00:13:18: Aber wahrscheinlich als Lehrerin merkst du es dann trotzdem weil's vielleicht zu gut ist.
00:13:23: Na du erlebst ja die Schüler im Unterricht Und du kennst ja ihre verbale Ausdrucksweise und wenn dir dann jemand als Hausaufgabe etwas vorliest, wo du erst mal denkst wow!
00:13:34: Ja Wahnsinn.
00:13:35: Und dann stellst du vielleicht eine oder zwei Frage zu diesem Text Dann wird es relativ schnell offensichtlich.
00:13:43: Also selber denken ne?
00:13:46: Natürlich selber denken macht schlau, das hat sich aber auch noch nicht geändert.
00:13:51: Nein ich habe es jetzt bewusst angesprochen weil bei uns war das noch kein Thema.
00:13:54: aber heute überlege ich mir ist es natürlich relativ einfach irgendwie einen schönen Aufsatz zu schreiben.
00:14:00: wenn du vielleicht dann noch ein bisschen verstehst wie du das richtig prompt bist dann bist du in zwei Minuten fertig, dann schreibst du das zehn Minuten ab und dann hast du ein Text.
00:14:09: Und nimmst dich aber der Erfahrung, dass du dich mit der Sache auseinandergesetzt hast auch wenn das vielleicht jetzt gerade nicht so richtig ins Leben tast und du lieber andere Sachen machen würdest?
00:14:19: Vielleicht ist es dann ein Punkt für die Rubrik Zeitökonomie kennenlernen.
00:14:25: Das weibliche Nicht-Tatsache ist es, es geht eine Vorbereitung auf ne Klassenarbeit denn in der Regel bist du da, dort auf dich alleine gestellt.
00:14:35: Du hast eigene Kinder?
00:14:36: Ja, ich habe drei Töchter.
00:14:39: Okay das heißt wahrscheinlich auch bei drei Kindern denke ich mal hat es in der beruflichen Laufbahn einen Einschnitt gehabt oder eine Veränderung?
00:14:49: Eine immense Veränderungen!
00:14:52: Die drei Kinder haben dafür gesorgt dass ich sehr lange aus dem Beruf draußen war denn wir haben die Kinder bekommen und es war klar was ich vorhin gesagt habe Es ist ein Privileg, auch die eigenen Kinder zu begleiten und zu erziehen.
00:15:08: Und für uns war es einfach klar, dass ich dann erst mal zu Hause bleibe für die Kinder um mich um sie zu kümmern und einfach auch da zu sein wenn irgendetwas ist sei es auch in den Kindergarten später.
00:15:20: und so war ich wirklich sehr lange als Lehrerin beurlaubt.
00:15:26: Okay, und das ist natürlich, sag ich mal gerade mit Kindern.
00:15:29: Das ist immer so die werden so plötzlich groß, ne?
00:15:32: Obwohl man versucht alles mitzubekommen geht es rasant schnell!
00:15:37: Ja, und trotzdem muss ich sagen, ich genieße jede Phase... Also ich habe sehr genossen, als sie klein waren und ich mit ihnen im Tragetuch spazieren gegangen bin.
00:15:46: Ich hab es genossen also dann in Kindergarten waren.
00:15:49: Dann als die erste in die Grundschule kam, irgendwann kippte das Verhältnis zwei Grundschulkinder und nur noch ein Kindergartenkind.
00:15:58: Irgendwann hatten wir die Kindergartenfase vorbei.
00:16:00: Inzwischen haben wir schon die Grund-Schulphase vorbei.
00:16:04: Also ich finde wirklich jede Zeit mit den Kindern hat etwas Besonderes, etwas Schönes und auch herausforderndes.
00:16:12: Momentan genießen wir die Vorzüge der Partei.
00:16:18: Okay, ja gut das kann wie ich gelernt habe völlig elastisch sein oder auch nicht?
00:16:27: da gibt es auch alles im Angebot.
00:16:29: Genau und das Schöne daran ist dass das offiziell eine Phase ist Und eine Phase hat einen Anfang und definitiv auch ein Ende.
00:16:36: Ich hab das immer für mich anders definiert.
00:16:38: Es waren alles nur Phasen.
00:16:40: Das heißt, geht eine Phase zu Ende dann kommt die nächste und mit dem Bild bin ich auch ganz gut gefahren.
00:16:48: Ja aber nochmal auf deinen Gedanken vorhin zurückzukommen wie die Kinder meinen beruflichen Alltag und mein Werdegang letztendlich beeinflusst haben.
00:16:56: es war nämlich nicht nur dass die mir sozusagen eine Auszeit aus meinem berufliche Leben als Lehrerringe gebracht haben sondern im Prinzip waren sie der Auslöser dafür das sich mit dem Schreiben angefangen habe.
00:17:10: Denn letztendlich habe ich in der Mutterrolle festgestellt, dass ich doch auch schneller an meine Grenzen stoße und habe mich dann gefragt was das ausmacht worin es liegt.
00:17:22: Und so bin ich dann zu meinen Coach-Ausbildungen gekommen und in den Zuge habe ich wirklich ganz viel zu mir hingeschaut.
00:17:29: welche Päckchen welche Lasten aus der Vergangenheit habe ich eigentlich noch in mir?
00:17:34: wie kann nicht die auflösen um sie einfach meinen Kindern nicht mit auf ihren Lebensweg zu geben.
00:17:43: Gleich geht es weiter im Gespräch mit Anita Reif, sie ist Lehrerin und sie beschäftigt sich aber auch noch mit einem selbstbestimmten authentischen und freiem Leben.
00:17:56: Anita Reife ist meine Gesprächspartnerin und wir waren gerade an der Stelle das du sehr viel tust damit deine Kinder nicht auch deine Päckchen tragen müssen.
00:18:06: An dieser Stelle mal ein Gespräch über Epigenetik.
00:18:11: Hat das damit auch was zu tun, dass wir ja alle ein Päckchen aus Generationen vielleicht vor uns tragen und nicht nur die eigenen?
00:18:20: Das ist durchaus möglich letztendlich.
00:18:23: Jede Eizelle ist in dem weiblichen Körper im Prinzip schon angelegt.
00:18:28: also wir bekommen als... als Eizähle, so als halber Mensch im Prinzip schon die Energie von unserer Mutter auf jeden Fall mit.
00:18:37: Und selbst wenn man daran gar nicht glaubt oder sich gar nicht auf die Vorstellung einlässt, so bietet doch das eigene Leben vom Geburt an bis zum ja erwachsenen Alter so viel Möglichkeiten Ballast anzuhäuft und dass es sich auch sehr viel zu schaue.
00:18:55: Das heißt du hast Wirklich geschaut, was ist in deinem Leben passiert?
00:19:01: Was ist gut.
00:19:04: Ist vielleicht gar nicht gut oder wie muss ich mir das vorstellen?
00:19:07: Ja genau!
00:19:08: Ich habe geguckt, was mich im Prinzip trickert und belastet... und bin diesen Belastungen stückweit auf den Grund gegangen.
00:19:15: Das ist so eher wie bei einer Pflanze, ganz oben sehe ich vielleicht okay dass es das was sichtbar erkennbar ist, was sich im Alltag auch zeigt ein Problem.
00:19:27: und die Frage ist wo ist denn die Wurzel davon?
00:19:30: Die ist nämlich häufig gar nicht in der Gegenwart sondern ganz oft ist stück weit in der Vergangenheit des damals Verletzungen oder Überforderungen waren und sie müssen gar nicht körperlich sein sondern es reicht wirklich, dass ich das emotional so empfunden und für mich ganz individuell eingeortet habe.
00:19:49: Und da habe ich wirklich sehr viel zu mir hingeschaut im Rahmen der Ausbildungen und seitdem eigentlich regelmäßig – wenn ich feststelle O'Hobbler!
00:20:00: Da passiert etwas in mir, da beschäftigt nicht etwas was jetzt mehr Aufmerksamkeit von mir in Anspruch nimmt als Bezüglich der Sache eigentlich notwendig ist.
00:20:17: Jetzt ist ja so, ich habe das auch schon in vielen Situationen erlebt, dass gibt es tatsächlich mal so Kränkungen oder Vorgänge die passiert sind und dann gibt es ganz einfache Trägermomente, die Menschen wieder in diese damalige Situation bringen.
00:20:30: Manchmal ist es nur, dass jemand im gleichen Dialekt wie eine Person, die einem Unrecht getan hat Ja, Muster in dem man gar nicht rein will.
00:20:42: Und es gibt so viele Richtungen wo man hingucken kann und ich weiß gar nicht wo fängt man da an?
00:20:48: Bei denen das aktuell stört.
00:20:49: Okay.
00:20:51: Also zum Beispiel wenn du so anfängst was dich gestört hat.
00:20:57: Beispielsweise Komplimente annehmen finden wir früher ziemlich schwer.
00:21:05: Es können übrigens ganz viele Menschen... also Kompliment ist ja noch eine Sache aber ganz viele.
00:21:14: Ja, es gibt ganz viele, ganz alltägliche Beispiele.
00:21:18: Komplimente, Hilfe annehmen... Dass ich permanent mich unter Zeitdruck fühle!
00:21:27: Dass ich den Eindruck habe, das kriege ich eh nicht hin und bin nicht gut genug.
00:21:32: Dass ich ständig an dir zweifel.
00:21:34: Dass vielleicht auch im beruflichen Umfeld meine Arbeitskollegen zu mir sagen hey du machst es doch wirklich gut Und dass ich aber diese Überzeugung ihnen nicht habe, sondern das ich immer denke.
00:21:45: Boah!
00:21:45: Also das könnte noch besser sein.
00:21:47: und da hab' ich noch was, was sich nacharbeiten muss dieser Druck, der dadurch entsteht.
00:21:56: Das heißt du hast bei dir, müssen wir jetzt gar nicht ins Detail gehen, aber du hast dann bei dir solche Situationen oder solche Dinge entdeckt?
00:22:03: Ich glaube das Entdecken ist ja schon der erste Schritt, dass man etwas vielleicht verändern kann.
00:22:08: Aber wie veränder ich denn so was?
00:22:09: Das heißt wenn ich irgendetwas Erlebt habe das heißt ich muss meine Einstellung dazu ändern.
00:22:15: Ja im Prinzip ändert sich die Einstellung sozusagen den Nachgang, wenn du es dir nochmal angeschaut hast.
00:22:21: Du kannst dir das vorstellen Wenn im Leben etwas passiert ist was dir in dem Moment einfach zu viel ging so als hättest du Eine Grenze, alles was bis dahin geht das kannst du wunderbar bewältigen.
00:22:35: Das kannst Du verarbeiten.
00:22:37: Das bleibt sozusagen nicht als Ballast bei Dir hängendes okay aber alles was über diese Grenze hinausgeht und dieser Grenze ist ganz individuell.
00:22:45: Das packst Du wie ein kleines Päckchen in Dein Unterbewusstsein Und dieses Päcking hat so einen kleinen Sensor dran Ein reiner Selbstschutzmechanismus.
00:22:55: und wenn im Außen jetzt irgendetwas passiert Dein Unterbewusstsein an dieses Päckchen erinnert, dann schlägt dieser Sensor Alarm und wie du vorhin sagst, boah!
00:23:05: Dann reagier ich einfach über.
00:23:08: Dann lege ich Verhaltensweisen an den Tag die ich sonst eigentlich nicht an den tag legen würde.
00:23:13: vielleicht werde ich laut Vielleicht reagiere ich eingeschnappt.
00:23:17: Da gibt es ja Möglichkeiten die jeder im Prinzip kennt Und das geht darum genau dieses Pägchen jetzt wieder auszupacken Anzuschauen Und dann letztendlich auch zu sehen, ist es überhaupt noch meins?
00:23:30: Passt es noch zu mir oder auch wie nachträglich zu verarbeiten und damit entschärfe ich diesen Sensor.
00:23:37: Löse den Ballast dieses Päckchen und kann diesbezüglich einfach unbeschwerter und freier durch mein Leben
00:23:43: gehen.".
00:23:44: Das klingt jetzt total schön, wie du das sagst.
00:23:46: aber natürlich gibt es den einen oder anderen von uns der gar keine Lust hat vielleicht auf alte Dinge zu gucken weil sie halt extremst unangenehm waren.
00:23:53: Aber das gehört halt in so ein Prozess rein
00:23:57: Definitiv.
00:23:57: Ich habe auch nicht gesagt, dass das mich in diesem Tank erfolge sieht.
00:24:02: Sondern in dem Moment ja ist es unangenehm.
00:24:05: In dem Moment Ja kann's auch weh tun?
00:24:08: Keine Frage!
00:24:10: Es ist immer nur die Frage was mir wichtig ist also wenn mich etwas wirklich im Alltag häufig stört dass ich sage, hey das kann es doch eigentlich dauerhaft nicht sein.
00:24:21: Dann ist es mir vielleicht wert mit die Zeit die paar Stunden zu nehmen und da wirklich hinzuschauen um es danach in Frieden gebracht zu haben auch wenn der Weg dann in dem Moment etwas härter ist.
00:24:31: ja aber ängert ihr auch?
00:24:34: Und jetzt sind wir natürlich... Wir waren jetzt gerade sag' ich mal so In dieser kleinen Welt die jeder von uns hat Aber wir haben ja heute eine Situation Ich denke das merkst du auch hatten wir auch vielleicht schon grade bei dem Schulthema dass wir schon merken, wir haben nicht nur unsere kleinen eigenen Probleme Konflikte sondern wenn wir uns um uns herum schauen es kommen ja auch immer mehr große Konflikte oder wo wir merken das funktioniert nicht mehr so wie das vielleicht vor fünfzehn Jahren alles noch funktioniert hat.
00:25:03: Das heißt wir merkt eine Bedrohungslage die durchaus da ist und ich glaube die verpflichtet uns sogar noch mehr dass wir in eine eigene Stärke kommen, weil sonst können wir solche Sachen gar nicht bestehen.
00:25:17: Ja und genau das ist es ja in dem Moment wo du deinen alten Unnötigen... Es ist ja unnötiger Ballast den du mitträgst!
00:25:24: Wo du denen los wirst kannst du auch viel klarer eigenständiger und natürlich mit einer anderen Stärke deiner selbst den Alltag gestalten und auch sozusagen diesen Wie du es genannt hast, Bebrungssituationen von außen mit denen besser umgehen.
00:25:43: Naja ich glaube wir können heute schon von Multikrisen sprechen.
00:25:46: das heißt nicht jede betrifft uns aber wir sehen sie alle.
00:25:50: früher war das mal was war das?
00:25:52: Dann irgendwie eine Finanzkrise, dann war wieder ein bisschen Ruhe.
00:25:55: Dann gab es mal das und heute passiert ja alles gleichzeitig.
00:25:58: Da merkt man gibt's Inflationen da gibts dies.
00:26:01: also es passieren so viele Sachen nebeneinander wie noch nie und wenn man halt einfach mit alle mitgeht ist man halt nur noch im Panikmodus.
00:26:10: Ja was mir persönlich sehr wichtig ist die Frage worauf richtig mein Fokus?
00:26:17: Also auch wenn ich nach außen schaue, richtig meinen Fokus auf wo ist die nächste Krise?
00:26:22: Wo ist das nächste Problem?
00:26:23: Wo is die nächste Bedrohungslage?
00:26:25: oder nehme ich diese Aspekte sehr wohl wahr und richte meinen Fokuss aber auch auf die positiven Aspechte, die sich im Außen ja durchaus auch zeigen.
00:26:37: Naja es ist ja immer Krisen bedeuten wir auch!
00:26:39: Es gibt das böse Wort Krisengewinner, also das Wort gibt es ja wirklich und es hat natürlich auch einen Sinn.
00:26:45: Das heißt eine Krise kann natürlich auch eine Riesenschance sein irgendwas neu anzufangen irgendetwas anders zu machen.
00:26:52: Also dem kann man ja auch etwas Positives abgewinnen wenn es denn in einer anderen Richtung führt wenn es vielleicht ein neuen Weg aufmacht oder einen alten unglücklichen Weg schließt.
00:27:03: Das kann ja auch manchmal der Fall sein.
00:27:05: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Anita Reif Dein Leben bietet mehr als du denkst.
00:27:11: Das ist das Motto von Anita Reif, sie ist Lehrerin und meine Gesprächspartnerin.
00:27:17: Es ist ja eine Sache sich so mit sich selbst zu beschäftigen.
00:27:21: Die andere Sache ist dass im Prinzip anderen noch mitteilen zu wollen
00:27:26: Ja das stimmt Und bei mir war es dann wirklich so.
00:27:29: durch meine Coach Ausbildung Durch die vielen Menschen die ich auch als coach begleitet habe Habe ich denn einfach festgestellt Dass diese Erfahrung Wie wertvoll es ist, die all in sich aufzuräumen.
00:27:42: Auszumordnissen, ne?
00:27:43: So wie jetzt Frühlingsputs – das macht im Prinzip fast jeder in seinem eigenen Haus oder in der Wohnung aber in sich macht man keinen Frühlings-Puts!
00:27:51: Aber einfach dieses In sich aufräumen ist so unendlich wertvoll dass diese Erfahrung eigentlich nicht nur im eins zu eins bei mir stattfinden darf durch das Coaching sondern ich möchte das wirklich nach außen tragen.
00:28:05: und so kam dann die Idee ein Buch zu schreiben.
00:28:08: Du hast gesagt, dass du deinen Kindern nicht deiner... Ja ich glaube, Päckchen ist sogar manchmal schon zu niedlich.
00:28:16: Manchmal sitzt es auch schon ganze Pakete, glaub' ich, die wir... Manchmal
00:28:19: sind sie auch Lieferwaren.
00:28:21: Ich zieh's durch den Hand.
00:28:22: Ja ja, weil ich gerade überleg, weil Päkchen ist eigentlich mein Gott das schickste halt weg und dann ist es wegs hört sich auch so leicht an.
00:28:29: Aber ich finde, es sind schon oft Pakete die wir so mit uns rumschleppen.
00:28:33: Also das merkt man vielleicht gerade als wir angefangen haben.
00:28:38: Ich rede halt auch immer gerne noch über die Schulzeit und man denkt immer mal hat so alles irgendwie hinter sich gelassen weil natürlich ist es auch irgendwie gut geworden.
00:28:47: aber ich merke dann immer wieder Es gibt dann doch so zwei drei Situationen.
00:28:50: wenn ich da reinschau denke ich Das ist schon verrückt wie eine gefühlte Ungerechtigkeit solange anhalten kann.
00:28:57: Ja,
00:28:58: Ungerechtigkeit bei einer Bewertungssituation beispielsweise oder vielleicht auch der Umgang eines Lehrers.
00:29:05: Wenn du was zum Unterricht beigetragen hast und du hast dich danach einfach nur glatt gebügelt gefühlt und absolut missverstanden und vielleicht sogar verachtet in der Äußerung Egal, ob es so gemeint war oder nicht.
00:29:19: Aber es kamen bei dir einfach an und das sind kleine Wunden die glaube ich jeder in sich...
00:29:25: Ich denke sie sind bedingt durch das System gar nichts zu verhindern Und das ist ja der Klassiker.
00:29:31: Ich spreche zu dreißig Leuten eine Botschaft und habe aber dreißige Botschaften die ankommen.
00:29:37: Ja natürlich und inzwischen glaube ich auch Es geht eigentlich gar nicht.
00:29:42: zumindest sehe ich das auch bei meinen eigenen Kindern so.
00:29:45: Es soll nicht das Ziel sein alle Päckchen zu verhindern, denn ich habe festgestellt dass es auch eine wahnsinnig wertvolle Erfahrung ist so ein Päcken mal auszupacken und sich dabei selbst zu überwinden.
00:30:02: Also diese Erfahrung des zu erleben das an sich selbst zu spüren is wirklich etwas sehr sehr sehr Wertvolles.
00:30:11: Jetzt hast du gerade so ein Bild, was bei mir im Kopf entstanden ist.
00:30:14: Dass man der nächsten Generation ein paar Päckchen wegnimmt.
00:30:18: Die hat mir eigentlich ganz gut gefallen!
00:30:20: Weil natürlich jedes Leben führt zu neuen Paketen.
00:30:27: Insofern braucht niemand den Ballast einer Generation davor zum Beispiel oder einen Konflikt, der vielleicht in der Familie vorherrscht mit dem man vielleicht auch gar nichts zu tun hat
00:30:38: Das definitiv.
00:30:40: Ich glaube nur, es gibt auch Eltern die wirklich in diese Falletappen ihre Kinder vor allem in jedem Beschützen bewahren zu wollen.
00:30:51: Ich überspitze das jetzt mal absolut extrem!
00:30:54: Damit ein Kind nicht fällt, trage ich's dann halt die ganze Zeit.
00:30:57: Dann kann sie halt auch nicht laufen gerne.
00:31:00: Nein wir haben ja die Situation... Wir haben ja die Situation, man sieht hier vor Deutschlands Schulen und es wird jetzt mittlerweile zum Teil ja schon so organisiert dass es dann irgendwie Eltern Taxi-Stellen gibt damit sie schon gar nicht mehr bis direkt vor die Schule fahren können.
00:31:17: Und das ist natürlich so ein... im Leben Dinge lernen, alleine zu machen.
00:31:22: Und ich muss... Da kommt der Selbstwert her!
00:31:24: Das heißt wenn ich irgendwas alleine gelöst habe und das ist wie mit dem Hinfallen und wieder aufstehen.
00:31:30: Und das ist sage ich mal eine wertvolle Lektion.
00:31:34: Wenn dich jemand halt hochgehoben hat fehlt halt ein Teil der Lektionen.
00:31:37: Du sagst es ist selbstwert?
00:31:38: Ich sage es ist so Selbstwirksamkeitsüberzeugung.
00:31:42: So wirklich diese Erfahrung immer mal wiederzumachen dass mein eigenes Handeln eine positive Wirkung für mich haben kann
00:31:50: Nein, es kommt ja die Stärke draus.
00:31:51: Also dass du irgendwann im Leben sagst egal was da kommt ich kann's lösen.
00:31:55: also Ich glaube da sollten wir hinkommen das wir sagen Wir sind wir haben genügend Werkzeuge wir haben genug Dinge gelernt um auch mit schwierigen Situationen gute Lösungen zu finden.
00:32:07: und Sag bewusst gute weil perfekte sind nicht aber gute lösungen zu Finden.
00:32:10: so sage ich kann Mein leben selbstbestimmt Ja durchstehen und wenn irgendetwas kommt weiß ich Das haut mich nicht komplett aus der Bahn.
00:32:19: Ja und das ist eine genau die Haltung, um die es letztendlich geht.
00:32:23: Ich habe Möglichkeiten ich kann mein Leben aktiv und bewusst gestalten Und nicht diese Rolle Es wird mit mir gemacht.
00:32:31: Nun ja es ist halt so!
00:32:32: Ich kann ja eh nichts ändern.
00:32:34: Das ist glaube ich der wesentliche Unterschied und das is das Ziel wo eigentlich die Gesellschaft hinkommen darf.
00:32:40: Dass Probleme auch wenn sie natürlich da sind ganz klar dass es aber Mittel und Wege gibt um Probleme zu lösen und den Alltag, um das Leben weiter zu gestalten.
00:32:50: Also insofern hast du ein spannendes Thema angepackt weil gerade ich habe manchmal das Gefühl dass wir im Land leben indem sich zu viele Menschen auf die Lösung des Staates einer Behörde oder sonst was verlassen und ganz ehrlich im Zweifelsfall helfen die uns gar nicht!
00:33:10: Das ist doch eine schöne Erfahrung wenn wir uns mal wieder auf unsere eigenen Stärkung des Sinne Und nicht immer nur alles.
00:33:18: Du sagst auf Hilfe hoffen oder Anlassung könnte man es auch formulieren, einfach die Verantwortung abschieben.
00:33:24: Dann bin ich nicht zuständig und kann ja eh nichts dafür andere sollen
00:33:28: richten.".
00:33:29: Also wir haben das ja in den letzten Jahren mit diesem ganzen Gesundheitskram da erlebt.
00:33:33: Ich bin natürlich dafür selbst verantwortlich, also es gibt Dinge die passieren im Leben, die kann man vielleicht nicht beeinflussen aber es gibt eine Menge Sachen die kann ich beeinflussend durch mein Verhalten, durch meine Art wie ich lebe und niemand ist dafür verantwortliche dass er sich darum kümmern muss, dass ich gesund lebe.
00:33:50: Das ist bitte mal meine Sache!
00:33:52: Und wenn ich ein Risiko eingehe, muss ich auch mit den Konsequenzen leben?
00:33:56: Natürlich Das, was ich tue jedes Handeln hat eine Konsequenz.
00:34:01: Selbst wenn nicht nichts tue ist es im Prinzip auch eine Form von Handel.
00:34:05: Ja und hat sogar meistens die schlimmeren Konseqenzen.
00:34:08: also Nichts tun is ja also schönes Beispiel.
00:34:11: was das Ichwende Was dass ich wenn du deine post nicht öffnest was Du ja oft manchmal hast von Menschen Die dann irgendwie in Konfliktsituation kommen und denen alles zu viel wird macht's nicht besser Hilft im moment Aber es holt einen schneller ein, als dieser Moment wert ist.
00:34:32: Definitiv ja!
00:34:34: Die Frage ist ob die Personen dann einfach in anderer Form für sich kurze Verschnaufpausen finden können?
00:34:40: Aber da denke ich... ...die dürfen dann auch ihren Weg gehen und den Fürsich finden den richtigen Weg.
00:34:45: Gleich geht es weiter.
00:34:46: im Gespräch mit Anita Reif Dein Leben bietet mehr als du denkst, erzählt nicht nur die Geschichte einer jungen Frau, die sich von ihrer Vergangenheit befreit.
00:34:57: Es ist gleichzeitig ein Wegweiser der zeigt wie wir selbst innere Klarheit gewinnen und uns von alten Zwängen lösen.
00:35:05: damit beschäftigt hat sich Anita Reif.
00:35:07: sie ist meine Gesprächspartnerin.
00:35:09: Jetzt sind deine Kinder ja alt genug.
00:35:12: was sagen die denn zu dem was du da geschrieben hast?
00:35:15: Das erste was Sie gesagt haben bekommen wir dann auch ein eigenes Buch.
00:35:20: Das war das erste.
00:35:23: Und er sollte natürlich persönlich gewidmet sein, klar!
00:35:28: Sie finden es vom Prinzip her toll, dass ich sowas mache.
00:35:32: Anfangs fand es komisch weil so in meinem Bekanntenkreis oder familiären Kreis im Prinzip noch niemanden ein Buch geschrieben hat.
00:35:39: Das
00:35:40: ist doch nicht normal ne?
00:35:42: Einfach schon mal anders... Nennen wir es mal vorsichtig, anders.
00:35:46: Aber inzwischen finden sie das einfach ganz, ganz toll und versuchen nicht im Rahmen ihrer Möglichkeit so Unterstützung.
00:35:56: Was haben Sie inhaltlich?
00:35:57: Haben Sie dazu was gesagt?
00:36:00: Die Große ist fünfzehn, die liest es gerade denn es ist ja eigentlich nicht für Jugendliche geschrieben sondern es ist für Erwachsene primär Frauen.
00:36:09: so Mitte zwanzig bis Mitte fährt sich und dann noch weiter darüber hinaus.
00:36:14: Wie gesagt, die Große liest es gerade und findet es äußerst interessant für die Jüngste, die ist zehn.
00:36:22: Die sagt Es ist ja schön dass auch ein Hund drin vorkommt aber ansonsten ist es für sie jetzt noch nicht so spannend.
00:36:31: Das ist wie in Social Media.
00:36:32: Tiere gehen immer
00:36:33: Ja genau Aber der Hund ist definitiv nicht hier so die zentrale Figur.
00:36:39: Aber wie gesagt, das ist einfach noch nicht ihre
00:36:41: Altersgruppe.".
00:36:43: Du hast jetzt gerade eine Zielgruppe klar definiert?
00:36:46: Was möchtest du denn erreichen mit deinen Texten?
00:36:49: Was ist deine Wunschvorstellung?
00:36:51: Wer sollte es lesen und ... Es sind ja vorrangig Frauen habe ich schon gehört!
00:36:56: Und was sollten sie am besten daraus
00:36:58: mitnehmen?".
00:37:01: Mir geht es eigentlich darum, das Bewusstsein zu ändern.
00:37:03: Dass es wahnsinnig wertvoll ist, zu sich selbstzuschauen und in sich aufzuräumen um das Leben wirklich frei bewusst und selbstbestimmt zu gestalten.
00:37:14: Und da sehe ich bei Frauen eine ganz zentrale Rolle weil Frauen nach wie vor die Kinder zumindest austragen.
00:37:22: Das ist eine andere Energie, in der dann die Kinder ausgetragen werden.
00:37:28: Auch wenn hinterher sich die Eltern und die Erziehungsaufgaben ganz oft teilen, was ich auch sehr positiv finde – so haben Frauen einfach durch diese neun Monate Schwangerschaft doch oft eine ganz besondere Verbindung zu ihren Kindern.
00:37:44: Und ich glaube, wenn Frauen in sich aufräumen können sie in die Familie wahnsinnig viel Positives mit reinbringen!
00:37:53: Also ich denke mal, das ist so etwas habe ich auch schon viele Diskussionen.
00:37:57: Schon mittelegt ihr könnt es ja nicht ändern.
00:37:58: Das heißt erstmal ist der Ablauf so vom Leben vorgesehen und da ist definitiv bei den Frauen in der Regel reicht ja gar nicht diese neuen Monate.
00:38:08: Es geht ein bisschen danach noch usw.
00:38:14: Und oft ist es tatsächlich eine längere Unterbrechung.
00:38:18: insbesondere der Erwerbsbiografie die dann natürlich auch viele Folgen hat muss auch so eine Gesellschaft Klarheit bringen.
00:38:26: Und bei diesen ganzen Entscheidungen, die wenn Kinder ins Leben kommen... Ich glaube man muss da schon in der Partnerschaft ziemlich klar sein und das erlebe ich bei vielen wo dann irgendwann so ein Stress hoch kommt.
00:38:40: Es sind dann vielleicht zeitweise auch mal Rollen und vielleicht sind es manchmal auch gefühlt überholte Gesellschaftsrollen aber wichtig ist dass beide irgendwie in ihrer Mitte sind oder es stimmig ist.
00:38:52: Ja und ich denke, wenn Eltern in ihrer Mitte sind dann ist es die beste Voraussetzung dass Kinder wirklich entspannt gedeihen können.
00:39:01: Dann ist zumindest die Familie wie ein sichere Ort einen Hafen um Energie zu tanken oder um loszulassen um wirklich so sein wie man isst denn außerhalb das bekomme ich auch bei meinen Kindern mit außerhalb leben wir doch sehr viele Rollen.
00:39:19: auch Und was ich vorhin von mir aussaglich war, als Jugendliche ist sehr angepasst.
00:39:24: Ich glaube auch heutzutage wird vom vielen Menschen eine sehr hohe Form von Anpassung erwartet.
00:39:30: Sei es im Beruf in der Schule teilweise sogar immer im Hobby und insofern wenn es einen Ort gibt, in dem ich einfach nur ich selbst sein kann, dass das eine immense Quelle an Kraft und Energie.
00:39:47: Also ich kann dir jetzt sagen man muss nicht angepaszt sein Aber natürlich hat es auch deshalb ein Preis, wie alles im Leben.
00:39:54: Das heißt wenn du nicht angepasst sein kannst das ist ja ich weiß nicht manche Menschen suchen sich das auch glaube ich gar nicht aus.
00:40:02: Es gibt halt Dinge die sind nicht zu ertragen und dann muss man halt auch mit den Konsequenzen umgehen.
00:40:06: aber es geht wahrscheinlich am Ende immer darum dass wir mit uns im Reihen sind.
00:40:11: Das heisst wenn ich meinen Mund an gewissen Stellen nicht halten kann Ich bin mittlerweile der Meinung dann dürfen wir ihn auch nicht halten.
00:40:21: Ja und das darf jeder aber für sich selbst entscheiden.
00:40:24: Definitiv, aber wir müssen dann halt als Gesellschaft auch damit umgehen und ich glaube gerade gerade wie in unserem Land haben da echt dann auch Probleme.
00:40:30: wenn es dann mal Menschen gibt die sage ich mal nee da will ich nicht mitmachen.
00:40:35: Ich sag das zum Beispiel auch im digitalen Thema.
00:40:38: ich bin ein ganz großer Freund von digitaler Technik.
00:40:41: ich sage aber gleichzeitig braucht jeder von uns das Recht auf ein analoges Leben.
00:40:49: Das heißt es gibt Stellen Da mache ich nicht mit.
00:40:53: Und wenn das System, was da nicht vorsieht, dann muss man manchmal auch damit leben dass man vielleicht Dinge dann auch erschwert nur mitmachen kann.
00:41:03: also ich mag zum Beispiel... Ich hasse digitale Tickets ja obwohl ich ein digitaler Mensch bin weil ich mich halt nicht drauf verlasse dass das Gerät in dem Moment funktioniert wenn ich das Ticket brauche.
00:41:15: Ja, das kann ich sehr gut nachvollziehen.
00:41:17: Ich habe auch gerne so den Ausdruck...
00:41:20: Ich bin immer der mit Papier und ich bin meistens da wo der Scander nicht funktioniert weil der Ausdrucksuckörnig war.
00:41:27: Aber ich zeige niemals mein Smartphone beim Eintritt vor sondern ich muss das Papier dabei haben.
00:41:33: Weil was ist es?
00:41:34: Mir könnte das Handy runterfallen, der Akku könnte plötzlich leer sein.
00:41:39: Mein Netzernbieter hat keine Verbindung und dann kann ich das was ich machen will nicht machen!
00:41:45: Bin ich ganz bei dir.
00:41:47: Und dann bin ich analog, ja?
00:41:48: Genauso ist es auch so, es gibt Momente da möchte ich nicht nachvollziehbar sein.
00:41:52: In anderem zahle ich den Preis gerne dass jemand meine Daten sieht und diese Entscheidung Ist manchmal tatsächlich.
00:41:59: auch kann wirklich ein Konflikt sein wenn man das manchmal durchzieht bis zum Ende.
00:42:03: Das ist was du gesagt hast denn preis nimmt man dafür mit dem Kauf.
00:42:07: also wenn ich anders bin Dann zeige ich im wahrsten Sinne des Wortes Kante und Ecke auch mal an Unsere Sprache hat da eigentlich auch sehr, sehr schöne Formulierungen.
00:42:18: Tolle Sprache!
00:42:19: Deswegen du hast ein tolles Fach gewählt weil die deutsche Sprache ist somit... ich liebe diese ganzen Begrifflichkeiten des Wörter.
00:42:27: Du siehst dem Wort an was es tut, was macht welche Kraft es hat.
00:42:31: Also mein Beispiel ist immer voll Macht.
00:42:34: Was für ein tolles Wort Ja?
00:42:36: Das heißt Ich nehme es auseinander und es sagt genau das was es tut.
00:42:42: Und das hast du in ganz vielen Zufall, also Zufalls auch wenn wir Dinge tun.
00:42:48: Du setzt dich mit Sachen auseinander schreibst ein Buch gehst raus auf einmal kriegst du vielleicht Feedback von jemand der es gelesen hat.
00:42:56: da verändert sich das Leben dann fallen dir diese Sachen zu.
00:43:00: Das hat aber nichts mit irgendeiner Zufälligkeit zu tun sondern das ist natürlich es fällt dir zu weil du angefangen hast
00:43:07: Genau, das ist es.
00:43:08: Den ersten Schritt zu gehen und irgendwie bietet einem das Leben dann wahnsinnig viele Möglichkeiten den Weg weiterzugehen wenn's der richtige für einen ist.
00:43:17: Ich glaube die Kunst besteht darin wirklich mit diesem offenen Blick durchs Leben zu gehen.
00:43:23: Haben deine Schülerinnen und Schüler mitbekommen was du da gemacht hast?
00:43:29: Ja tatsächlich ja nicht viele.
00:43:33: also Inwiefern das momentan viele wissen oder nicht, kann ich denen nicht sagen.
00:43:37: Aber tatsächlich hat mich eine Schülerin darauf angesprochen und war sehr beeindruckt, weil sie gesagt hat, boah!
00:43:45: Ich finde es ja so toll, dass ich jetzt zum ersten Mal eine Autorin kenne.
00:43:50: Das fand ich wirklich sehr, sehr herzlich.
00:43:52: Und sie hat sich dann tatsächlich auch das Buch gekauft und obwohl es in die Zielgruppe, die ich vorhin genannt habe, definitiv nicht reinpasst, war sie total begeistert davor.
00:44:03: Na gut!
00:44:04: Es gibt ja auch Menschen, die reifer sind als...
00:44:07: Ja, vielleicht ist es mit der Zielgruppen so, dass klar, ich eine Zielgruppinblick habe.
00:44:14: aber ich habe jetzt schon so viele Rückmeldungen bekommen von zum Beispiel Männlich Ü-Sächsig, das ist dessen Tief nicht der Zielichrufe.
00:44:25: Wo ich wirklich gesagt bekam was für ein inspirierendes Werk?
00:44:29: Das es unglaublich hat mich total berührt und...
00:44:33: Aber männlich über Sechzig kann Thema in den Beziehungen haben, kann Probleme mit Resilienz haben, kan falsche Trigger haben und Angst sowieso.
00:44:47: Irgendeine Angst hat jeder von uns!
00:44:53: Das Buch berührt nicht nur ein einzelnes Thema, sondern in dem Buch werden viele verschiedene Themen dargestellt.
00:44:59: Im Prinzip Umgang mit dem Tod, Leistungsdruck, Angst vor Verbrechen, Selbstwertgefühl – auch das Thema Weiblichkeit wird angesprochen.
00:45:08: Das heißt es bietet wirklich sehr vielfältige Lebensbereiche an, in denen sich jeder Einzelne wiederfinden kann.
00:45:20: Heute im Talk ging es um innere Zerrissenheit, Anpassung, emotionale Erschöpfung.
00:45:24: Anita Reif hat uns außerdem etwas über ihre Tätigkeit als Lehrerin berichtet.
00:45:29: Sie war meine Gesprächspartnerin.
00:45:32: Es ist natürlich unglaublich emotional sich mit solchen Themen auch auseinanderzusetzen klar und es ist für mich jetzt ein wunderschönes und erhebendes Gefühl in der Welt etwas in Bewegung bringen zu dürfen.
00:45:52: Das ist etwas, was nicht wirklich eigentlich jeden Tag freut und auch sowas wie jetzt mit dir dieses Interview das ich die Chance bekomme meine Gedanken im Gespräch mit dir in die Welt zu tragen.
00:46:05: Ich finde es unglaublich bereichernd und wunderschön!
00:46:09: Deswegen liebe hier alles was ich mache weil es gibt nichts schöneres als Geschichten zu erzählen.
00:46:14: Und das Verrückte ist was sich insbesondere in diesen Gesprächen und ich mache das jetzt ja schon, darf ich gar nicht sagen wie lange es ist schon ganz ganz erschreckend.
00:46:25: Ich komme zu dem Schluss jeder Mensch hat eine Geschichte... ...und jeder Mensch hatte eine Geschichte die man erzählen kann, die so spannend ist dass es immer irgendetwas gibt wo man hinhören kann.
00:46:35: und auf den ersten Blick gibt's manchmal ich habe doch gar nichts zu erzählen.
00:46:38: und das sind dann oft sogar die ganz intensivsten Gespräche wo Dinge passieren wo ich denke wow!
00:46:44: Man muss halt hinhören.
00:46:46: Und wenn du das jetzt zeigst, kommt bei mir gerade etwas ins Gedächtnis.
00:46:51: Jeder Mensch hat eine Geschichte und so... Das ist auch Teil dieses Buches, dass nämlich die Protagonistin auch einen Blick auf ihre Eltern bekommt.
00:47:02: Anders als vorher!
00:47:04: Dass sich auch der Blick auf die eigenen Eltern... Und sind wir ehrlich?
00:47:07: Jeder von uns hat schon mal zumindest den Gesatz gesagt also wenn ich mal Kinder haben werde dann mache ich das ganz anders als meine Eltern Also grundsätzlich.
00:47:17: Und die Protagonistin bekommt wirklich einen breiteren Blick auf ihre Vergangenheit, auf ihre Eltern und einen tieferen Blick.
00:47:25: Das ist als würde da mal wie so ein drei D-Bild letztendlich nach und nach für sie entstehen.
00:47:31: Und das ist etwas So wertvolles weil wir halt unsere Eltern im Prinzip auch immer erst kennenlernen in dem Moment wo wir geboren werden.
00:47:41: Aber dass die ja auch schon ein Leben und eine Geschichte vorher hatten, das ist uns manchmal glaube ich gar nicht wirklich so bewusst.
00:47:49: Ich bin noch in der Generation groß geworden, meine Eltern haben ganz andere Dinge erlebt.
00:47:54: Das heißt, ich bin in einer guten Zeit groß geworden habe eigentlich die besten Zeiten überhaupt des Landes erlebt!
00:48:02: Und da bekommt man halt irgendwann auch erst Verständnis, wenn man anfängt.
00:48:07: Auch mal den Blick des anderen einzunehmen und einfach mal zu überlegen hey!
00:48:12: Ich glaube das würde uns insgesamt gut tun manchmal zu sagen mein Gott der oder die ist halt einfach so weil das und dass es im Leben passiert und ich bin jetzt mal ganz entspannt und mache da gar kein Konflikt draus, weil einfach ich dankbar sein kann was ich vielleicht nicht erlebt habe
00:48:29: Ja und einfach das Verständnis, die Person ist sozusagen auch in Anführungszeichen ein Produkt ihrer Zeit.
00:48:38: Und wir stoßen ja dann gerade bei den eigenen Eltern einfach ein bisschen später im Tenierenlebens-Lebenswirklichkeit – da sind es in der Regel ja schon erwachsene Personen!
00:48:47: Ja, naja natürlich.
00:48:49: Sehr sehr spannend wäre was ein bisschen angedeutet.
00:48:51: du hast so eine Zielgruppe, wer soll's Buch gelesen haben?
00:48:55: Ich stelle jetzt noch mal ein bisschen platter die Frage.
00:48:57: Okay wenn du mich so direkt fragst dann sage ich jeder Jeder soll es wirklich lesen, weil das Buch hat einfach das Potenzial ein Bewusstsein positiv zu verändern.
00:49:09: Dass jeder wirklich feststellen kann.
00:49:11: hey den Ballast, den ich mit mir mitschleppe wie einen schweren Sack, den muss ich nicht zwangsweise mit mir schleppen sondern ich darf die Päckchen und Pakete, wie auch immer wir's bezeichnen wollen, ich darf das auspacken!
00:49:24: Ich darf unbeschwerte und freier mein Leben gestalten bewirkt eine andere Grundhaltung.
00:49:30: Ich habe die Möglichkeit etwas zu tun, was wir vorhin gesagt haben – eine andere Form des Bewusstseins und das ist etwas unglaublich
00:49:39: wertvolles.".
00:49:41: Wir leben ja in einer Zeit, ich sage mal trotz aller vielleicht Schwierigkeiten auch Probleme sind wir immer noch in einem relativ guten reichen Umfeld, auch wenn es hier und da bröckelt uns auch immer wieder die Zeit nehmen diese Chancen dann zu nutzen, dass wir ja manchmal vielleicht auf das Wesentliche gucken und nicht irgendwie dem Ideal des anderen nachnachhängen.
00:50:06: Und ich glaube man kann auch den eigenen Weg nur dann für sich finden und gehen wenn man sich auch die zeit dafür nimmt.
00:50:14: der eigene weg liegt nicht irgendwo im außen den mich hinterher rein muss sondern der eigene wirklich in einem selbst.
00:50:22: Jetzt machst du ja noch ein Thema auf, ne?
00:50:27: Die Zeit nehmen.
00:50:28: Ich glaube das ist auch ein schöner Appell am Ende unseres Gesprächs denn wir leben in einer Zeit in der wir ja versuchen alles zu optimieren und wir haben natürlich ganz viele... Ich bin definitiv nicht technikfeindlich, es gibt viele Möglichkeiten heute Dinge publik zu machen.
00:50:48: Wir können obwohl wir hier quasi Audio haben können wir trotzdem wenn wir es wollen irgendwelche Bilder über Social Media schicken.
00:50:57: aber der Nachteil ist Es sind furchtbare Zeitfresser und das ist vielleicht auch so.
00:51:02: gerade die Botschaft an die jüngere Generation.
00:51:05: Deswegen appelliere ich auch oft an dieses analoge Leben.
00:51:08: Es gibt auch Momente manchmal, wo wir das ausmachen müssen und bewusst sagen müssen, dass ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt.
00:51:15: Das heißt Veranstaltungen gucken wir nicht durch den kleinen Bildschirm sondern Veranstaltung auf denen wir sind, gucken wir natürlich echt weil wir da sind.
00:51:25: Sind wir bei einer Veranstahlung unserer Kinder?
00:51:28: Da nehmen wir es nicht auf, sondern wir sind bei der Veranstörung unserer Kinder.
00:51:32: wenn wir Bilder haben wollen dann da auftragen wir irgendjemand, der sich hinstellt und nur dafür verantwortlich ist.
00:51:39: Und dass allen gibt aber bitte immer im Leben
00:51:44: sein.".
00:51:45: Ja das ist das wahre Erleben und nicht irgendwie gefiltert durch die Medien
00:51:50: stimmt?
00:51:53: Ich weiß gar nicht mehr was es war wo ich das gesehen habe, wo ich mich umgeguckt hab und dachte jetzt haben wir hier so ein tolles Erlebnis Durch einen kleinen Bildschirm sich das an, dass du total bescheuert.
00:52:10: Ja ich bin eh nicht so medial bewandert.
00:52:13: also ich persönlich bevorzuge wirklich immer den Kontakt persönlich mit den Menschen.
00:52:20: das ist etwas wo ich sage ich kann die menschen anders wahrnehmen und das ist mir persönlich sehr wichtig.
00:52:28: Wenn man wie lange hast Du geschrieben?
00:52:30: Wie lang hast Du gearbeitet in dem Buch?
00:52:34: Das kann ich dir gar nicht mehr ganz genau sagen, weil es so vom ersten Gedanken bis zur Abgabe waren es vermutlich über zwei Jahre.
00:52:44: Der eigentliche Schreibprozess war deutlich kürzer vielleicht ein halbes oder dreiviertel Jahr.
00:52:49: aber die Vorstrukturierung und die ganzen Aspekte und Gedanken im Vorfeld das es reifeln durfte und die Zeit dafür hatte ja dass hat einfach seinen Raum in Anspruch genommen.
00:53:03: Gut, du hast dir nur so lange gebraucht weil du mit der Hand geschrieben hast.
00:53:07: Ja!
00:53:07: Nein das war absolut genial.
00:53:10: und ja das stimmt ich habe das Buch mit der handgeschrieben.
00:53:13: Ich habe jedes Kapitel mit derhandgeschrieben dann mit ein paar Stunden Zeitverzögerung es in den Computer getippt dann ausgedruckt da ich auch nicht gerne am Computer lese wer mit etwas Zeit Verzögerung diesen Ausdruck durchgeguckt und korrigiert, sodass wirklich das Buch durch mehrere Bewusstsein schleifen bei mir gegangen
00:53:35: ist.
00:53:36: Ich habe jetzt gerade mit dem Handschreiben, wo ich das jetzt gerade noch höre – das waren glaube ich die Skandinavierer, die das relativ früh abgeschafft haben?
00:53:44: Ich glaube sie schreiben das mit der Hand in der Schule und es ist jetzt wieder da weil Sie halt dann doch merken, es macht etwas mit uns!
00:53:53: Für mich ist auch Handschrift nach wie vor etwas Persönliches und wenn ich einen Brief schreibe, dann schreife ich den definitiv persönlich mit der Hand.
00:54:03: Ich mache da noch wahnsinnig viel mit Hand.
00:54:05: kann sein dass ich alte Schule bin wie auch immer aber für mich ist das auch eine andere Form des Ausdrucks.
00:54:12: Da gebe ich etwas anderes von mir mit dazu als wenn nicht auf die Tastatur tippe.
00:54:19: Am Ende so eines Prozesses, wenn man so lange schreibt und das ist ja dann zwei Jahre.
00:54:24: Ist ja schon eine lange Zeit mit den Gedanken die vielleicht noch vorher im Feld sind.
00:54:28: Wie schön ist es?
00:54:29: Wenn man dann sowas in der Hand hat wenn's fertig ist nicht mehr veränderbar
00:54:36: Wunderschön Einfach ja Unbeschreiblich schön.
00:54:41: ich kann sich anders sagen
00:54:43: Und dann kann ich dir jetzt nur noch wünschen, dass deine Gedanken, deine Ideen möglichst den Weg weit in die Welt zu vielen Menschen schaffen.
00:54:50: Ja das wünsche ich mir auch und ich bedanke mich ganz herzlich, dass ich heute bei dir sein durfte!
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